Alles was sie gesehen haben, wurde uns abgenommen. Kompaß,
Taschenmesser, Taschenlampe, Uhr, Füller, Zigarettenetui,
Benzinfeuerzeug. Es war halb zehn Uhr. Wir mußten zusammen Hand in Hand
laufen. Wir kamen runter zu der Ortschaft, die wir zuvor von oben gesehen
haben. Da standen die T34 schon wieder startbereit. Die Panzerbesatzung
jubelte schon von weitem als sie uns sahen. Als der eine Posten Meldung
machte, blieb der andere bei uns stehen. In einem kleinen Häuschen
kamen zwei jüdische Offiziere, die perfekt Deutsch sprachen. Sie
sagten: “Guten Morgen Kameraden“ - wir wiederholten. Sie schauten
uns kurz an und sagten zu mir: “Kommen Sie aus der Schule“. Mein
Kamerad war ein paar Jahre älter. Als wir verhört wurden, haben sie
auch gefragt, wo wir gekämpft haben, weil wir so verdreckte Uniformen
anhaben. An einem Sumpfloch sind wir steckengeblieben und mußten zurück
über die kleine Holzbrücke. Das war ein Gedränge bei den Soldaten.
Als wir von den Offizieren verhört waren, saßen wir noch eine Zeitlang
auf einer Bank. Die ganze Panzerbesatzung kamen und beguckten uns. Als
sie sich aus ihren Taschen Zeitungspapier und Machorka ihre Zigaretten
drehten und sie mit Dolch und Feuerstein einen Funken schlagen, um ihre
Zigaretten anzuzünden, war für uns etwas seltenes. Als sie uns von
ihrer Ware anbieten wollten holten wir unsere hunderte Packung mit noch
Streichholzschachtel aus unserem Brotbeutel. Daß war Macketender-Ware.
Solche Zuteilung gab es alle Monate einmal.
Die zwei Soldaten, die uns gefangen haben, haben im
Brotbeutel nicht geschaut. Als wir uns eine ansteckten, mit Streichholz,
da haben die Soldaten alle Stilaugen gemacht und haben zueinander gesagt
“Barbarossa-Zigarett“. Wir haben dann die Packungen ausgeteilt, mit
Streichhölzern, auch die meines Kameraden. Jetzt haben sie uns auf die
Schulter geklopft und haben immer gesagt: “Gut Kamerad, gut
Kamerad“. Als wir von den Offizieren verabschiedet wurden, haben sie
uns gesagt, wir müssen alles wieder gut machen, was wir vernichtet
haben, dann kommen wir wieder nach Hause. Ein Soldat hat durch die
Offiziere die Aufgabe uns beim Batallionskommandeur unversehrt
abzuliefern. Durch seine Unterschrift mußte er dies bestätigen. Wir
zwei Gefangenen wurde mit je einem Strick an der Hand zusammengefesselt.
Während wir durch die brennenden und qualmenden Ortschaften liefen,
wurden wir von den Zivilisten und Kindern mit Ruten geschlagen und mit
Steinen beworfen. Der motorisierte Nachschub von Soldaten, auch
Frauen, haben uns mit Fäusten gedroht. Zivilisten haben Fässer auf
den Straßen nach vorne gerollt. Als wir bis abends liefen, haben wir
das Bataillon nicht erreicht. Wir wurden in der Nacht in einen Keller
gesperrt, da war ein Wasser drinnen, daß war kalt. Wir konnten nur auf
den oberen Stufen sitzen. Als wir am nächsten Tag, gegen Mittag, beim
Bataillonskommandeur ankamen, mußten wir uns vorstellen. Er begrüßte
uns mir einem “Guten Tag.“. Der Posten nahm seinen Zettel, legte ihn
vor, den er von seinem Kompanieführer bekommen hatte. Durch ein kurzes
Gespräch unterschrieb der Batailloner und durch einen Militärgruß
verschwand er wieder zu seiner Einheit. Das war der 21.07.44. Hier waren
die drei Soldaten, die früh am 20.07.44 nicht mehr zusammenfanden. Sie
erzählten uns, daß sie am Ende der Ortschaft von russischen Soldaten
geschnappt wurden. Sie wurden auch hier abgeliefert. Wir waren wieder fünf
Mann und gingen bis abends. Hier war schon das erste Sammellager, ca.
400 Mann. Der Posten hatte uns durch erbeutete Lebensmittel an einer
Stelle Gelegenheit gegeben uns mitzunehmen, was wir konnten. Brot,
Butter, Käse, Marmelade, z. T. durch die Hitze schon ranzig und
verdorben. Als wir in die Sammellager kamen, und die Kameraden sahen, daß
wir mit Lebensmittel bepackt waren, bettelten sie und wir gaben auch. Am
nächsten Tagen merkten wir, daß alles knapp ist und es wenig gab.
Jetzt hielten wir uns zurück, jeden Tag kamen einige Gefangene dazu.
27.07.1944 Brody
Am 27.07.44 machten wir einen 3-Tage-Marsch nach Brody.
Alle zwei Stunden eine kurze Pause. Beim Tag liefen wir nur auf
Feldwegen, die Nacht war immer in einem Ort auf der Straße (Dorfplatz).
Früh, mittags, abends ein Gläßchen Wasser, Trockenfisch, Trockenbrot.
Am zweiten Tag bei senkender Hitze kamen wir an einem Bach - kurze
Pause. Da waren sumpfige Wiesen, wir durften nicht stehen, mußten in
der Pause sitzen, knien, liegen, damit die Posten Übersicht haben. Ein
Posten nahm mir meine Stiefel ab und gab mir seine Schürschuhe, waren
mir zu klein, habe sie halt mitgetragen, war ja Sommer. Wir bitten die
Posten an dem Bach Wasser zu holen, die Leute halten den Marsch bis
abends nicht durch. Haben es nicht zugelassen, werden sonst krank. In
der Sumpfwiese habe ich auch andere im Knien mit der Ferse ein Loch
eingedrückt, da hat sich grünliches Wasser angesammelt. Habe es mit
der Hand, als Schaufel, bis zum Mund gehoben und geschlürft. Es war
nicht viel, aber die Zunge war wieder etwas feucht. Gott-sei-Dank bin
ich nicht krank geworden, aber die Posten durften das nicht sehen. Wir
wurden mit Wasser so kurz gehalten, daß durch Mattigkeit und Erschöpfung
keiner ausreisen konnte, denn die Front war noch nicht allzuweit
entfernt. Bei dieser Hitze am Tag wurden wir von unseren Leuten bei
jeder Pause aufgeklärt. Nicht liegen, nur sitzen, knien, Hocke. Die das
trotzdem machten sind beim Weiterlaufen kurz oder später umgefallen,
schwarz vor Augen, liegengeblieben. Es wurden immer einige mitgenommen,
so gut es ging. Aber die doch liegen blieben wurden von dem einen
Posten, der hundert bis hundertfünfzig Meter weiter hinten lief
erschossen. Jeder Schuß den wir hörten, ein Toter. Bis jetzt waren wir
ja noch nicht registriert und gezählt. Sie könnten ja auch an der
Front schon gefallen sein oder vermißt. Der dritte Tag das gleiche. Die
staubigen Feldwege. Die Nacht wurde wieder in einem Ort verbracht.
Abends als wir in Brody ankamen, mußten wir vor dem Zaun stehen. Im
Lager war ein großer Brunnen. Das Wasser aus einem dicken Rohr lief
immerzu. Die Kameraden haben uns das Wasser durch den Zaun gereicht.
Soviel wir wollten und vertragen konnten. Bei manchen war es doch zuviel
und wurden dabei krank. Wer bei diesen Strapazen krankt wurde, der hatte
keine Hoffnung, daß ihm geholfen wurde. Jeder hat nur für sich
gesorgt, wie er am besten durchkommt. Am Abend (29.07.44) wurden wir im
eingezäunten Lager nicht mehr aufgenommen und wurden im Keller nebenan,
war nur ein paar Stufen tief, eingesperrt. Wir mußten Mann an Mann
stehend, wie Heringe, keiner zum Umfallen, die Nacht verbringen. Es
waren zwei kleine Fenster mit Gitter vorhanden. Die Wärme und der
Sauerstoffmangel hat uns schwer geschadet. Diejenigen, die die Nacht
nicht überstanden und zusammensackten wurde auf ihnen rumgetreten und
früh wurden sie tot rausgetragen. Die Nacht war nicht lang, sonst wären
es noch mehr Tote gewesen. Andere Kameraden waren in einer Scheune
untergebracht. Die hatten eine bessere Nacht verbracht. Dadurch mußte
auch nur ein Posten Wache halten. Am nächsten Tag wurden wir aufgenommen
und auch gezählt. Es war eine größere eingezäunte Wiese mit einigen
großen Bäumen. Auf dem nassen Gras Tag und Nacht gelegen ohne Decken
und Zeltplane. Brody war Ende eine Bahnstation. Beim Tag mußten wir
Unrat auf den Gleisen auflesen. Hier in diesem Sammellager waren einige
erbeutete Feldküchen vorhanden, die für uns Gefangene Suppe kochten.
03.08.44 - Hier wurden wir verladen in Viehwaggons Richtung
Kiew. In jedem Waggon wurden 48 - 50 Mann gestoßen. Auf einem
Abstellgleis vor Kiew bei senkender Hitze mußten wir ausharren. Viele
waren nicht mehr fähig allein aufzustehen und wurde noch auf ihnen
herumgetreten. Durchfall, angeschissen, angepinkelt. An der Tür war ein
kleines Loch mit schrägen Brett nach außen, wo man sein Geschäft
machen konnte. Aus jedem Waggon mußten ein paar Mann bei einem
nahegelegenen Brunnen Wasser holen. Es gab immer Trockenbrot und Fisch.
Durch die hohe Böschung machten wir eine Kette, um das Wasser
vorsichtig zum Waggon hochzubringen, um keinen Tropfen zu verschütten.
Kein zweites Mal ging nicht mehr. Einige Posten liefen immer auf dem
Dach der Waggons hin und her. Durch die Hitze im Waggon waren wir so
schlapp und matt, daß einige bis zur Wiese nicht mehr laufen konnten,
und wurden mit Karren dorthin gebracht (Fußballplatz). 07.08.44. Hier
wurden wir zu Hundertschaften-Mannschaften je eine erbeutete Feldküche
eingeteilt. Der Platz war mit hohen Pappeln, Scheinwerfern und
Lautsprechern versehen. In diesen 10 Tagen hatten wir tagsüber heißes
Wetter. Einmal in der Nacht gab es ein schweres Gewitter. Wir waren
total durchnäßt. Durch die starke Abkühlung mußten wir frieren. Wir
standen auf~ um uns gegenseitig zu wärmen. Durch die Unruhe der Lanzer
dachten die Posten wir wollten ausreißen. Durch unsere Dolmetscher
wegen der Unruhe haben sich die Posten wieder beruhigt. Durch die heißen
Tage habe wir unsere nur Sommerbekleidung wieder trocknen können. In
diesen Tagen haben wir einigermaßen zu Essen, Brei, Tee (Kasch),
Beuteware bekommen, um den Marsch durch Kiew zu überstehen 16.08.44
-
Am 16.08.44 früh um vier Uhr Propagandamarsch durch Kiew,
und zwar in Zehnerreihen. Über Lautsprecher wurde durchgegeben, daß
ca. 18.000 deutsche Kriegsgefangene dabei sind. Es befanden sich im Kiew
herum mehrere Sammellager bzw. Sammelstellen, die sich sämtlich an dem
Marsch beteiligten. Bis zum Grad Oberst mußten sie alle teilnehmen.
Durch Posten und Reiter waren wir bewacht. Die Straße war durch Urin
und Kot einer Rutschbahn gleichgestellt. Bei dem Marsch war jeder Soldat
ca. 8 Stunden unterwegs. Am 17.08.44 wurden wir in die Arbeitslager um
Kiew herum aufgeteilt. Wir gingen dem Fluß Dnjepr, wo er ziemlich breit
war, aber nicht allzu tief, außer der Wasserstraße. Zuerst liefen wir
knöcheltief im Wasser, als es tiefer wurde, waren Bohlen mit Brettern
zusammengenagelt gewesen. Wir mußten langsam und vorsichtig laufen,
trotzdem schwappte das Wasser rechts und links hoch über die starken
Bohlen. Wo die Bohlen auf Pontons befestigt waren. Fahrzeuge konnten
nicht drüberfahren. Als die Wassertiefe weniger wurde waren auch keine
Bohlen mehr vorhanden. Wir liefen wieder knöcheltief im Wasser weiter.
Bis wir wieder festen Boden hatten. Als wir im Lager Darniza 1 ankamen
waren schon Ungarn und Rumänen hier. Alles zusammen ca. 600 Mann. Wir
wurden zuerst registriert, Name, Anschrift, Dienstgrad und
Waffengattung, haften auf Zeitungspapier oder Pappe geschrieben. Für später
war es wichtig, wenn man immer seine gleiche Anschrift, Dienstgrad und
Waffengattung angab. Kopfhaare geschnitten, die waren ja so dreckig und
fettig, Untersuchungen unterziehen, im Gänsemarsch im freien am
Stacheldrahtzaun entlang von einer Ärztin nach Arbeitstauglichkeit. Wir
wurden in fünf Kategorien eingestuft. Durch das kneifen am Po und je
nach Schlaffe der Haut, wie weit sie sie ziehen konnte, wurden wir
eingestuft. Erste und zweite Gruppe mußten 8 Stunden arbeiten, die
dritte 4 Stunden und die vierte waren Lagerarbeiter (Baracke
saubermachen, Holz und Wasser für die Küche, Ofen heizen für die Küche),
die fünfte Gruppe waren Kranke (Distrophie - Todeskanditaten) -solche
hatten kaum noch Hoffnung. Außerhalb ging eine Straße vorbei, wo die
Russen auf Arbeit gingen - in der Nähe war ein Panzerersatzteil -
Fabrik und Lager. Da hatte ich später auch eine Zeitlang gearbeitet.
Als die Russen vorbeigingen und uns nackt sähen, rufen sie uns zu nix
kultura. In diesem Lager war ein großes Grab angelegt mit Hammer und
Sichel. Die Lagerleitung hielt uns vor, Hitler hätte an dem großen
Wald hier bei Darniza, wo wir arbeiteten, alle gefangenen russische
Offiziere erschossen. Wir müssen das jetzt auch büßen und viel
arbeiten im dem Wald. Jahrzehnte später wurde bekannt, daß Stalin
polnische Offiziere hier erschossen hat, weil sie gegen Hitler zu wenig
Widerstand geleistet haben. Zuerst arbeiteten wir, ca. 150 Mann, in dem
großen Wald. Fast alle Bäume wurden in den Hochwald abgesägt,
ausgeastet und durch angezeigte Maßen durch den Russen von uns
abgeschnitten. Auf Haufen mit Knüppel zusammengetragen, immer für
einen Lastzug -alles Handarbeit. Einmal kurz vor Feierabend kam noch ein
Lastzug zum Aufladen. Die Posten hatten das verneint. Durch hin und her
reden hatte der Fahrer ein Säckchen Machorka gegeben. Durch alle Eile
wurde dann geladen. Als es um diese Jahreszeit im Wald schon finster,
ist es den Posten nicht recht gewesen. Die wurden schwer bestraft, wenn
ein Gefangener flüchtete, aber wo wollte man denn auch hin. Durch alle
Eile, durch den Fahrer und Posten ging es schnell. Die schlechten
Waldwege, die Wurzel bis zu 20 cm hoch, einmal links einmal rechts da
liegt ein Nachläufer bei zu schnellem Fahren gleich um, und so war es
auch. Von weitem sahen wir, daß Licht von Fahrzeug brennen. Als wir näher
hin kamen, sahen wir, daß er den Nachläufer umgeworfen hat. Glück im
Unglück, die Stämme mit den verspannten Seilen waren noch intakt. Der
Fahrer hatte schon auf der anderen Seite zwei Seile befestigt. Alle die
an den Seilen ziehen konnten, hatten angepackt. Andere waren ganz hinten
an den Stämmen. Sogar die Posten halfen wieder mit, die hatten ja mehr
Kraft wie wir. Der Fahrer meinte noch, die übrigen sollten bei einem
Mann hinten an seinen Hosenboden anpacken und mitheben. Ein paar Mal
Hauruck und der Nachläufer stand wieder auf den Rädern. Der Fahrer hat
sich freundlich bedankt und sagte ‘Wenn ich wieder komme, bringe ich
euch einen Beutel Machorka mit. Als er wieder kam, hatte er sein Wort
gehalten, und noch ein paar Laib Brot dazu.
Durch das wenige und die dünne Wassersuppe, haben wir uns
mit Eichel und auf Anraten und Tipps eines Posten (Mongole) weiße
Blumenwurzel aus der Erde geholt. Durch die Blätter haben wir sie
erkannt und gefunden, aber es waren wenige zu finden. Auch dürre Blätter
haben wir kleingerieben und geraucht. Es war alles nicht das richtige,
aber nur den Hunger nicht so zu spüren. Von 12 bis 13 Uhr war Mittag.
Die Posten haben auch jeden Tag ihre Kartoffelsuppe gekocht und ein
Stuck Brot dazu. Abwechselnd sind wir immer hingegangen und haben nach
ihren Kartoffelschalen gebettelt. Der Mongole war der Beste, der hat sie
uns immer gegeben. Die anderen haben mit ihren Stiefeln die Asche auf
die Kartoffelschalen gekratzt. Wir steckten sie in eine Blechbüchse,
drückten sie oben zu und warfen sie ins Feuer, dürres Holz war ja
genug da, und die Posten hatten es uns erlaubt. Unsere Suppe kam auch
jeden Tag durch einen Zivilrussen. In zwei Rohöltonnen mit seinem Pony
aus der Küche gefahren. Die haben noch in der Nähe von Darniza im Wald
in Bunker gewohnt. Einige Zeit später merkten wir, daß die Suppe
weniger war. Ein Gespräch im Lager (Küche), die zwei Tonnen sind von
uns aus ganz voll wie immer. Daraufhin wurde der Russe beobachtet. Er führ
jeden Tag an seiner Behausung vorbei und schöpfte ein Teil Suppe aus
der Tonne für seine Familie und sein Schwein hat er auch noch mitgefüttert.
Darauf wurde er abgelöst und die Tonnen waren wieder voll.
In meiner Brigade waren zwei Unteroffiziere - Anfang
September. Einmal erzählten sie uns, sie sind beim Vormarsch hier schon
dabei gewesen und kennen die Gegend gut. Durch ihre leichte Verwundung
sind sie nach Deutschland gekommen. Die erste Zeit als Ausbilder, dann
wieder zur alten Einheit. Sie hatten alle beide das EK 2 gehabt. Jetzt
sind sie hier im Kessel mit uns in Gefangenschaft geraten. Sie sagten und dachten einmal, die deutschen Truppen hätten
den Russen zurückgeschlagen und sind in der nächsten Ortschaft fast
ein Vierteljahr später. Sie dachten wenn sie in der Nacht durch den
Wald kommen, sind sie wieder bei deutschen Truppen, war ein großer
Irrtum. Einmal mußten sie bewußt austreten und verschwanden hinter dem
großen Reißighaufen. Dies wurde sofort dem Posten gemeldet. Die
darauffolgende Suche der Posten war vergebens. Wir mußten daraufhin
alle ins Lager zurück. Der Wald wurde von den Posten und Hunden
umstellt, auch die Zivilisten wurden benachrichtigt. Sie kamen von dem
Wald überhaupt nicht mehr hinaus. Wir haben wirklich nichts davon gewußt.
Nach drei Tagen wurden sie schließlich doch gefaßt. Abends mußten sie
aneinandergekettet vorauslaufen. Unsere Brigade hinterher. Beide waren
sehr abgemagert und wurden bei diesem Marsch ins Lager öfters von den
Posten geschlagen, daß sie hinfielen. Daheim im Lager wurden sie an
einen Stacheldrahtpfosten gebunden, beim Gang zur Latrine mußten wir über
den Hof und immer an ihnen vorbeilaufen. Alle Gefangenen hatten die
Anweisung bekommen nicht mir ihnen zu reden, Brot oder Wasser zu geben.
Ein Posten auf seinem Hochsitz hatte sie genau im Blickfeld. Bei Verstoß
wurde sofort auf denjenigen geschossen der sich nicht daran hielt. In
der Nacht waren sie hell angestrahlt. Nach 1 1/2 - 2 Tagen fielen sie um
und hingen an dem Pfosten. Sie wurden erst weggeschafft, als
Verwesungsgeruch eintrat. Das sollte eine Abschreckung für uns alle
sein. Sie mußten es grausam mit dem Leben bezahlen. Auf diesen Fall hin
wurden wir des öfteren vom Lageroffizier durch eine große Weltkarte in
einem Zimmer der Frontverlauf uns geschildert. Einige von uns haben es
nicht glauben wollen. Es war aber doch Wirklichkeit. Durch das Ausreißen
der beiden Unteroffiziere bekamen wir auf Anordnung des russischen
Lagerkommandanten drei Wochen nur halbe Kost. Das war so wenig, daß ich
und andere aufgrund der dadurch erfolgten Abmagerung in Arbeitsgruppe
drei kamen. Mit vier statt acht Stunden Arbeit täglich. Durch das
schreckliche Hungergefühl hatten wir oft Weinkrämpfe. Monatlich wurde
eine Entlassung der Kleider vorgenommen. In dieser Zeit hatten wir die Möglichkeit
uns zu waschen. Auf meinem Handrücken war der Dreck wie die Schuppen
auf den Fischen. Unsere Kleider waren nach der Entlausung so speckig und
starr vor Dreck, daß sie so stehen blieben, wie man sie hinstellte. Sie
wärmten dadurch auch nicht mehr, wir froren den ganzen Tag. Die
eineinhalb Jahre, die ich in diesem Lager Daniza war, lagen wir auf bloßen
Holzbohlen, ohne Strohsack, ohne Kissen und ohne Decken. Mit unseren
Kleider schliefen und arbeiteten wir. Nur alle vier Wochen zum Zwecke
der Entlausung konnten wir sie kurz ausziehen. Die Todeskanditaten mußten
wir zu Entlausungsstätte schleppen und sie waschen, obwohl die nach 2
oder 3 Tagen doch starben. Einmal ist es mir passiert, da hat ein Rumäne
mir meine Schuh im Schlaf von den Füßen gerissen hat. Als ich aus dem
Regal raussprang und ihm nachging, hatte ich kein Glück. In der großen
Schlafbaracke, mit dreistöckigen Gestellen und nur eine blau
angestrichene Birne. Wenn man in den rumänischen oder ungarischen
Territorium kam oder mußte hatte man keinen Anspruch auf irgend etwas,
man wurde noch verprügelt. Die hatten ja nur von zerfetzten Autoreifen
ihre Schuhsohlen selbst geflickt. Daher hatten sie auch den Namen
Schlappenflicker. Früh als wir zur Arbeit mußten, ging ich mit meinem
Brigadier zum Lagerkommandanten und sagten ihm den Vorfall. Als alle
Arbeitsbrigaden angetreten waren habe ich sie bei einem Rumänen wieder
erkannt. Er ist schwer bestraft worden und in Karze gekommen, mit
Essensentzug. Als wir am 17.08.44 in das Lager Darniza kamen wurde
jedem, der noch etwas an Metall hatte, abgenommen. Da wir zu dieser Zeit
jede Brigade noch ganze Kastenbrote bekamen, hatten wir heimlich immer
noch etwas zum Schneiden, Erkennungsmarke oder ein Stückchen Blech.
Einmal hat der Lagerleiter gesehen, wie wir das Kastenbrot schneiden, da
war er böß und zornig und sagte zu uns Deutschen: “Wir würden aus
zehn Kochgeschirren einen Panzer machen. Wir wurden unverhofft des öfteren
kontrolliert. Wenn jemand erwischt wird, dem ging es nicht gut. Mehr
arbeiten und weniger essen. Er sagte: “Jesus hat auch das Brot
gebrochen“. Hatten noch viel Angst von den Deutschen.
Anfang November 1944 mußten wir kurzfristig auf dem Häuserbau
mithelfen. Es war ein Tag um Rekordarbeiten durch die Russen zu
erkunden. Es war ein Arbeiter der am Tag 10.000 Backsteine vermauert,
und durch seine Hände gingen. Der Mörtel wurde aufgetragen, alle
Steine wurde ihm in die Hand gegeben, er legte sie nur auf den Mörtel
auf, gerichtet und die Schnur gespannt machten seine Helfer. Wir hatten
nur Mörtel beigeschafft. Ganz in der Nähe hobelten russische Frauen
Weißkraut. Die äußeren, teils gefrorenen Blätter der Krautsköpfe,
die sie auf den Abfall geworfen hatten, holten wir und aßen sie. Im
Lager dann bekamen wir die heiße Abendsuppe, die ich austrank. Kurze
Zeit bekam ich unerträglich Magenschmerzen und einen steinharten
Bauch. Ich dachte mir platzt der Bauch. Die herbeigeholten Sanitäter
massierten und wälzten mich. Nach mehreren Stunden erst trat eine
leichte Besserung ein. Danach wurde ich arbeitsunfähig geschrieben. Während
des Liegens auf der Krankenstation bekam ich weitere Krankheiten.
Malaria, Krätze, Gelbsucht, Fleckmohne am rechten Bein (Entzündung
unter der Haut). In unserem Lager starben im Winter 1944/45 tägliche
ein bis zwei Gefangene, an Unterernährung und an Wasser im Körper.
Mein Fuß war vom Fußgelenk bis zum Knie feuerrot und hart geschwollen
und starken Brennen. Unser Sani hat mich mit kaltem Wasser, etwas später
mit Salbe verbunden. Nach längerer Zeit ließ die Spannung nach. Der
Verband wurde mit der Zeit immer dunkler und braun. Des öfteren sagte
ich zum Sani, er soll mir den Verband mal ab machen. “Ja, Du kommst
noch dran‘. Einige Tage später merkte ich, daß es unter dem Verband
das Jucken anfängt. Ich habe es ihm wieder gesagt, er gab mir zur
Antwort, er hat keine Binden. Weitere Tage vergingen, ich merkte auf
einmal das weiße Maden aus dem Verband schlüpfen, jetzt kam er
endlich. Der erste Stoff außenrum ging weg, der Stoff innen war so
zerfressen von den Maden, daß es lauter kleine Stoßfetzen waren. Mit
einer Pinzette mußte er die Stoffreste aus der Wunde holen. Die Maden
haben die Haut so zerfressen, daß das rohe Fleisch rausschaute. Durch
das Sekret haben sich die Maden ernähren können. Die Narbe sieht man
heute noch. Zur gleichen Zeit war ein Kamerad in meinem Regal gelegen.
Auch mit vier Mann auf der oberen Etage. Er hatte Schwierigkeiten mit
Wasser. Er war Konditormeister in seinem Betrieb aus Halle. Er erzählte
immer von seinen Backkünsten. Er war ein stark untersetzter Mann. Er
hatte auch nur die Tagesration bekommen wie wir auch. Sein Wasser im Körper
nahm immer mehr zu. Er hat auch nur noch gejammert, bis das Herz
stillstand. Früh haben wir gemerkt, daß er tot war. Als wir früh
unsere Wassersuppe und ein Stückchen Brot bekamen, mußte der Sani
immer sein Tablett hochheben und wir nahmen vier Portionen raus. Wir
haben die eine Portion zu dritt geteilt. Später als der Sani die Büchse
wieder holte, haben wir ihm gesagt, daß wieder einer tot ist. Er ist
von Stunde zu Stunde immer dicker geworden. Normalerweise waren die
Schwerkranken in der unteren Etage gelegen, aber das war ein
nichtvorhergesehener Fall. Ja wie bringen wir ihn von hier oben runter.
Alles Kranke und ohne Kraft. Der Sani hatte eine Idee. Er ging in die Küche,
holte sich einen Strick. Wir machten eine Schlinge um den Hals, schoben
ihn ein Stück von den Regal nach Außen, daß der Sani die Beine
greifen konnte und ließen ihn langsam hinunter. Als der Sani das
gemeldet hatte, und seine Kleider und Hemd auszog kam auch der
Lageroffizier sah ihn und schimpfte auf russisch: “Da seht ihn an, daß
rausgefressene Nazischwein“. Durch sein Wasser aufgebläht war er rund
wie eine Kugel. Mit seinen Stiefel trat er ihn, daß er sich einmal umwälzte.
Zum Sani sagte er: “Viel zu viel Essen bekommen, die Nichtstuer“.
Dies war im Januar 1945. Weihnachten 1944 hatte der Sani einen
Tannenzweig auf ein Tischchen mit Kerzchen gestellt. Kam er auch rein
sah es, hat mit seinen Stiefel das Tischchen umgetreten und gerufen:
‘Nazi- Christ“. Er war sehr gefürchtet. Man ging ihn aus dem Weg wo
es nur ging. Als ich in der Krankenstation meine Krankheit einigermaßen
überstanden habe, wurde ich 1945 Anfang März entlassen. Zuerst war ich
noch krankgeschrieben. Bei der nächsten Untersuchung wurde ich in
Gruppe 3 mit vier Stunden am Tag zugeordnet. Neben dem Arbeitslager war
eine kleine Brotbackstube fürs Lager. Hier war ein kleiner Platz wo wir
Dachschindeln auf einem Holzbock schneiden mußten. Auch Nägel gerade
klopfen. In der Brotstube war ein Kamerad der zuvor im Wald in meiner
Brigade gearbeitet hatte. Er hatte Glück als Bäckermeister in diese
Backstube zu kommen. Da ich nebenan gearbeitet habe, hatte er mich und
andere immer etwas zugesteckt. Abfallbrot und auch Suppe. Waren ja nur
vier Mann. Anfang Mai 1945 - Ende des Krieges - kam ein Güterzug auf
der eingleisigen Schiene, die zum Panzerwerk führte mit 10 - 12
Waggons, beladen mit Beuteware. Unser Gefangenenlager war gegenüber der
Hauptstraße. Wir wurden von unserem Arbeitsplatz weggeholt und noch
andere im Lager umherlaufende, die Waggons auszuladen. Alle Waggons
waren voll mit Hausrat gestopft (Teller, Löffel, Gläser, Spielzeug,
Tische, Stühle, Schränke, Sofa, Betten, große Uhren, Schmuck, Räder,
Motorräder, Kleider und vieles mehr). Für jeden Waggon wurden ein paar
Mann eingeteilt. Als die Türen alle aufgemacht wurden, sahen wir, daß
ein paar Wagen voll lauter kleines Zeug ist. Die großen und nicht
zerbrechlichen Sachen war bald leer. Als wir alle bei den kleinen Sachen
halfen, sie auf den Boden legten, war selten was kaputt. Unverhofft kam
ein Offizier und schreit, weil ein paar Waggons nicht fertig waren. Wir
haben es Hand in Hand auf dem Lagerplatz gelegt um nichts kaputt zu
machen. Er ging auf in den Waggon und hat mit seinen Stiefeln an der Tür
liegendes zerbrechliches Geschirr hinausgeworfen. Was noch in den Ecken
drinnen war, schrie er wieder auf russisch seine Fluchwörter. Alles
raus, schnell, schnell, dawei, dawei, Robote" Wir sagten zu ihm:
“Warum bringt ihr die Ware darüber, wenn es da so kaputt gemacht
wird. Hättet es doch in Breslau gelassen“. Er schrie: “Ich brauche
die leeren Waggons sofort“. Wenn wir das gewußt hätten wären die
Waggons auch leer. Frauen gingen von der Arbeit heim, die haben nur den
Kopf geschüttelt. Als die Waggons ausgeladen waren, haben wir am alten
Platz wieder die Arbeit aufgenommen.
Ende Mai 1945 kamen wir Gruppe 3 mit ca. 30 Mann auf
Kolchose um zu arbeiten. Es war östlich Kiew Richtung Scharkov. Zuerst
arbeiteten wir mit je fünf Mann und Sense das Gras ab. Die übrigen
haben gewendet und zusammengerecht, daß waren riesige Flächen. Die
Ponys die wir hatten, sind auf der Wiese rumgelaufen. An den vorderen Füßen,
an den Fesseln, waren sie zusammengebunden und sind nur gehüpft, um
nicht wegzulaufen. Wenn wir sie brauchten kam der Strick weg. Als
Unterkunft haben wir im Freien aus Heu ein Zelt gemacht. Am Abend haben
wir immer ein kleines Feuer gemacht wegen Schnaken, Mücken und sonst.
Ungeziefer. Das trockene Heu war auf kleinen Häufchen mit Seilen wurden
sie mit den Pony auf einen großen Heuhaufen gezogen. Je ein Mann stellt
sich hinten auf das Seil, und drückte mit der Hand auf das Heu. Der
zweite Mann führte das Pony. Es wurde ein riesiggroßer Heuhaufen. Wir
hatten auch sehr schönes und heißes Wetter. Wir haben gewußt, daß in
Kiew deutsche Landmaschine stehen, aller Art. Wir haben den
Kolchosevorsteher gefragt, ob wir so eine solche Mähmaschine holen dürfen.
Durch viel Zureden hat der Russe von der Kolchose und von uns ein
Brigadier mit einen kleinen Lieferwagen einen Grasmäher gebracht. Wir
haben drei Ponys remgespannt und haben in einer Stunde mehr geschnitten
als wir mit 15 Mann den ganzen Tag, da haben die alten Männer und
Frauen Augen gemacht. Später haben wir Tomaten, gelbe und rote Rüben
geerntet. Frauen haben sie gepflückt. Wir haben die Kisten
transportiert. September mußten wir Kartoffeln ernten. Der Posten hatte
mit einen Zirkel die Fläche abgemessen, je nach Arbeitskraft, um die
Norm zu erfüllen. Wagen, Körbe, Säcke waren da, aber nur drei
Zinkenspaten. Wir sagten zu ihm, wir brauchen mehr Haken. Er sagte, er
hat nicht mehr. Wir fingen an mit 3 Mann mit dem Spaten rauszustechen
und weitere 3 Männer lesen auf und dies immer abwechselnd bis Abends.
Wir hatten die Hälfte Fläche geerntet, als was er uns abgezirkelt hat.
Als er kam und sah es, sagte er: “Blocher-Robote“ (Schlechte
Arbeit). Daraufhin haben wir nur 70 % erhalten, daß war uns egal, wir
konnten uns ja genug organisieren. Wir sagten wieder, wir brauchten mehr
Haken. Antwort, er hat keine. Es war aber auch an Geräte nichts da. Am
zweiten Tag haben wir das rausgebracht, war wir am ersten Tag
fertigbringen mußten. Am Abend sagte er, wenn wir morgen nicht besser
arbeiten, müssen wir ins Lager und er holt sich andere. Am dritten Tag
maß er das gleiche Stück wieder ab. Wir wußten durch die Frauen, daß
sie auch Kartoffel ernten mußten. Mit denen wir beim Tomatenpflücken
zusammen waren. Am Vormittag, so um 11 Uhr sagte unser Brigadier, er
geht mal durch den nahegelegenen durchsichtigen Wäldchen. Als er kam
sagte er die Frauen hat er angetroffen und gesehen, wie man einfach und
primitiv Kartoffel ernten kann. Wir mußten uns je zwei Reihen nehmen,
daß Kraut rausziehen, die Kartoffel in den Korb werfen, die noch vom
Loch rausschauten wurden noch mitgenommen, daß Loch etwas durch
nachrutschen wieder zugeschleift. Wir gingen alle gar nicht in die
Reihen rein. Die übrigen fingen oben nach unten an. Wir waren schon
kurz nach 15 Uhr fertig. Das waren aber nicht viel mehr Kartoffeln, die
wir in Säcke hatten, danach hat er gar nicht geschaut und interessiert.
Es war aber wirklich schöner schwarzer sandiger Boden für Kartoffeln.
Er hatte seine Freude und sagte, wir hätten doch Angst gehabt ins Lager
zu kommen. Wir haben uns erkundigt, warum das so gemacht wird. Die
Frauen sagten, wenn wir auf einen nichtabgeernteten Feld was holen und
sieht es jemand und werden angezeigt, kommt der Familienvater nach
Sibirien als Strafarbeiter, aber soweit käme es gar nicht, weil die Führenden
und Natschaniks auch mit darunter stecken. Am nächsten Tag waren schon
die Frauen und Kinder da zum rausbuddeln. Zuletzt haben wir noch einige
Tage auf Sumpfwiesen gearbeitet. Da gab es Frösche und andere kleine
Wassertiere. Barfüß haben wir Schilfrohr abgeschnitten, rausgetragen
auf Büschel zusammengebunden. Anfang Oktober als wir ins Lager zurückkamen
mußten wir an verschiedenen Stelle arbeiten, wieder Waldkommando, Bau,
Panzerersatzteilfabrik, teilweise auch arbeitsunfähig durch kleine
Unfälle.
Von Kiew wurden mehrere große Industriemaschinen hier in
die Fabrik gebracht. Die Drehbänke mußten mit langen Schrauben in
den Boden einzementiert werden, die Löcher waren nicht so groß, daß
man die langen Schrauben in die Maschine stecken konnte. Es wurde mit
zwei Eisenstangen die Drehbank etwas hochgehieft, daß ich die Schrauben
mit der Hand von unten in das Loch der Maschine einführen konnte.
Einmal ist es dann passiert, daß die Eisenstangen abrutschten und
sackte ab. Ich mit meiner Hand und Schraube im Loch zum Einführen in
die Maschine hatte dabei meine rechte Hand etwas gequetscht. Es war
sogar eine kleine Operation nötig, daß die Wunde nicht zu schnell
zuheilt In diesem Lager waren wir Deutsche immer die Unterdrückten.
Einmal durch den Krieg, wir hätten die Ungarn und Rumänen mit rein
gezogen. Sie haben immer die besten Arbeitsbedingungen gehabt. Wo was zu
organisieren war. Bei den Untersuchungen harte die Ärztin festgestellt,
daß die Ungarn und Rumänen besser aussehen und kräftiger sind als wir
Deutsche. Durch ihre Umfrage im Lager wurde bekannt, daß in der Küche
der Chef ein Ungar, und in den Arbeitsbrigaden ein Rumäne ist. Der
machte auch die Einteilung, wo jede Brigade arbeiten mußte. Nur die
Lagerleitung bestimmte, wieviel Mann auf jeder Baustelle oder
Arbeitsplatz sein müssen. Wenn die Lagerleitung einzelne Handwerker und
Spezialisten jeglicher Art suchte, hat der Rumäne seine oder die Ungarn
gefragt. Wir Deutsche wurden erst gar nicht gefragt. Mit der Zeit haben
die Russen festgestellt, daß das keine so guten Handwerker sind, wie
sie sich ausweisen. Darauf hin haben die Natschanik von Lager die
deutschen Brigadiere gefragt wenn sie Handwerker suchten. Als sie
merkten und sahen, daß sich die Deutschen als Meister zu ihrem
Berufsstand meldeten, hatten die Ungarn und Rumänen keine Chance mehr.
Ein deutscher Meister und Spezialist kann seine Arbeit und macht sie
auch richtig. Zu dieser Zeit waren wir besser angesehen und die
Hamsterei der Ungarn und Rumänen war vorbei. Die Ärztin hatte auch
festgestellt, daß die Deutschen mehr krank sind und sterben. Außer der
vier Monate Kolchosezeit war das Lager Daniza ein KZ-Ähnliches Verhältnis.
Schläge, Schläge und nochmals Schläge von dem rumänischen
Brigadier, er hatte immer eine Gummirute in der Hand hauptsächlich bei
der Essenszeit. Durch ihn mußte ich mal acht Tage in die Karze. Ich
ging zu ihm und sagte bei der Essensausgabe hat ein Rumäne mir meine
Portion Brot weggenommen. Dieser hat es verneint und zu ihm gesagt, ich
hätte ihn sein Brot weggenommen. Trotzdem glaubte er seinen Landsmann
mehr als wie mir. Ich hatte auch Kameraden, die das gesehen haben. Ich
ging mit meinen Kameraden und Brigadier zum Lageroffizier und sagte ihm
den Vorfall. Er ließ den rumänischen Brigadier und seinen Landsmann
kommen, um diesen Fall zu klären. Es stellte sich heraus, daß beide
gelogen haben. Jetzt mußte der Rumäne auch mit mir in die Karze gehen.
In diesen paar Tagen mit ihm, ging es mir sehr gut. Wir mußten im Lager
kleine Arbeiten verrichten. Bei den Mahlzeiten in dem Essraum saßen wir
beide in einer Ecke und der rumänische Brigadier brachte uns die Suppe
und das Brot. Es war das Doppelte wie normal. Er fragte auch noch:
“Wollt ihr noch mehr?“. Wir lehnten das natürlich nicht ab und
sagten ja. Hier hatte er seine guten Seiten gezeigt, auch weil ein
Landsmann von ihm dabei war.
1946 - Im Februar kamen wir hier weg, nach Kiew ins
Bunkerlager. Der Name, weil es lauter Bunker halb in der Erde waren. Von
da aus wurden wieder neue Brigaden zusammengestellt. Alte und Kranke
blieben hier, oder kamen heim. In den gut zwei Wochen haben wir auch
jeden Tag arbeiten müssen. Aber immer an verschiedenen Stellen. Diese
Zeit war es sehr kalt. Einmal früh gingen wir auch zu einer Baustelle.
Sehr starker Gegenwind. Schneeflocken, große, massig, so wie es bei uns
überhaupt nicht vorkommt. Der Schnee kam gar nicht auf dem Boden zu
liegen. Nach einer halben Stunde haben wir den Bau erreicht. Der noch
ohne Fenster und Türen war. Wir sollten da Außenarbeiten verrichten,
daß war nicht möglich. Jetzt mußten wir den Schnee im Haus
raustragen. Durch den starken Wind und Schneefall hatte sich dieser in
dem Rohbau verfangen. Was wir mit den Tragen rausbrachten, wurde wieder
reingeblasen. Den ganzen Tag hat es geschneit, nur der Wind ließ nach.
Wir waren lauter Schnellmänner, daß wäre ein Fotobild wert gewesen.
Uns hat es gefroren. Diese Tagesarbeit war umsonst, aber wir waren vom
Lager weg. Wiedereinmal ein Beispiel. In den Bunker war es so muffig und
warm, da hier schon Strohsäcke waren, konnten wir in der Nacht die
Steppjacke und Hose ausziehen und etwas trocknen.
Sägewerk - Lager 8: Hier waren wieder alle 3 Nationen
beieinander. Das Sägewerk war wie eine Insel. Vom Fluß Dnjepr ging ein
Wasserarm um das Sägewerk, wo die Holzflöße kamen. Hier wurden sie
mit Seilen an Land gezogen, und je nach Durchmesser gestapelt. Auch eine
eingleisige Bahn ging über den Fluß, wo mit Waggons Holz gebracht
wurde. Es wurde immer nach Feierabend oder am Sonntag ausgeladen. Die
jedesmal 8 - 10 Waggons wurden je 10 Mann eingesetzt. Wir Deutschen
waren immer vollzählig dabei. Was noch fehlte, waren die Ungarn und Rumänen.
So wie wir in Fünferreihen vom Lager ca. 100 Mann zu den Waggon kamen,
wurden die ersten 10 den ersten Waggon zugeteilt, die nächsten 10 dem
zweiten usw. Die Waggons waren unterschiedlich, manche mit Rungen,
andere nicht. Es war öfters der Fall, daß bei den Kastenwaggon die
dicksten Stämme unten lagen. Bei solchen brauchte man gleich eine halbe
Stunde länger. Wer seinen Waggon leer harte, konnte ins Lager zurück.
Wir hatten mal einen Waggon, da waren noch zwei große Stämme drinnen
und brachten sie nicht hoch. Wir sagten zu den Posten: “Die lassen wir
liegen“. Sie gingen selbst in den Waggon und sagten: “Das dürfen
wir nicht, die Stämme sind alle gezählt.“ Sie packten jetzt selbst
mit an und schimpften dazu. Bei den Tauglichkeitsuntersuchungen der
Arztin wurde das gleiche festgestellt, wie bereits im Lager Daniza, daß
die Deutschen schlechter ausschauen, als die Ungarn und Rumänen. Wir
wurden von ihr gefragt und sagten: “Zusätzliche Arbeit immer die
Deutschen, beim Essensempfang nur das Wasser von oben aus dem
Holzbottich.“ Bei den Suppenschalter meldete jeder Brigadier seine
Gruppe an. Kommen ihre eigenen Leute, werden die Bottiche gleich
gewechselt, wo schon das dünne Wasser abgeschöpft war. Man hörte es
schon beim Reinplatschen in den Eßtopf. Ansonsten mußten wir alle paar
Wochen in unserer Holzbaracke / Holzregal mit Harzspänen Wanzen
vernichten. Einmal hatte ein Mann gefehlt im Lager. Die Posten und wir,
keiner wußte etwas davon. Abend beim zählen war er noch da, früh
nicht mehr. Die Posten waren empört. Alle Suche im Lager war vergebens.
Hinter der Küche und unserer Schlafbaracke war ein kleiner Waschplatz
nebenan die Latrine, beides primitiv überdacht. An der Latrine war nur
eine Stange befestigt zum draufsetzen. Einige Gefangene kamen auf die
Idee, ob er nicht rückwärts hier reingefallen ist. Mit einer Latte
haben sie dann alles abgestoßen und tatsächlich haben sie einen Mann
gefunden. Es war ein Rumäne. Das Loch war aber ganz voll. Die
russischen Posten waren dadurch erleichtert. Im August 1946 durften wir
eine Rot-Kreuz-Karte schreiben mit 25 Wörtern. Alle Gefangenen haben
von zu Hause aber keine Post erhalten. In dem Sägewerk waren große und
tiefe Granat- und Bombentrichter gewesen. Das Feld wurde auch noch nicht
angebaut. Da sind massenweise Melde und Brennnessel gewachsen. Wir
fragten die Lagerleitung, ob wir da Blätter abrupfen dürfen, für die
Küche, für in die Suppe, damit diese etwas dicker und sämiger wurde.
Durch die Einwilligung der Arztin durften wir jeden Tag ein Säckchen
voll abgezupfte Blätter holen. Abwechselnd immer ein paar Mann. Sie mußten
immer frisch sein. Nur das Salz ist bei den Russen immer knapp gewesen.
In den Hallen wurden die Bretter gleich verarbeitet. Latten, Leisten
alle Größen. Die Balken wurden gleich weggefahren zum Bauen. In den
Hallen wurde in zwei Schichten gearbeitet. Da waren die Ungarn und Rumänen
beschäftigt. Ich arbeitete in diesem Sägewerk als Bretterfahrer. Im
November 1946 erlitt ich einen Unfall. Ich stand auf der Lore und mußte
mit einem Knüppel auf jeder Drehscheibe abbremsen. Bei der einen
Drehscheibe waren die Schienen nicht parallel aufeinander abgestimmt.
Auf dieser Drehscheibe mußte ich jedesmal ganz anhalten. Durch den
Schnee und den Frost waren die Schienen glatt. Außerdem wurden bei
dieser Schicht 8-Meter lange Balken geschnitten. Die Lore dadurch überladen
und hat gewippt. Die Räder standen wohl still, die Lore rutschte auf
den glatten Schienen weiter und entgleiste. Ich geriet mit meinem linken
Bein in den Rahmen der Lore, die Bretter fielen herunter, genau auf die
Seite, auf der ich stand. Sie fielen auf mein linkes Bein und Hüfte,
dadurch
wurde ich eingeklemmt und konnte mich nicht allein befreien. Auch mein
Mitarbeiter konnte mir nicht allein helfen und holte andere Kameraden
zur Hilfe. Sie räumten fast alle Bretter weg, bis sie mich schließlich
befreien konnten. Sie trugen mich ins Krankenlager, wo ich bis Mitte
Februar 1947 lag. Es wurde festgestellt, daß ich einen starken Bluterguß
vom Knie bis zur Hüfte, auch Prellungen und Quetschungen erlitten
hatte. Ich bekam nur kalte Umschläge. Durch das lange Liegen bekam ich
außerdem starken Schüttelfrost. Mitte Februar 1947 mußte ich anderen
Kranken weichen, obwohl ich noch nicht auskuriert war. Mit zwei
selbstgemachten Stecken als Krücken bewegte ich mich in der Baracke
notdürftig weiter. Anfang März erfolgte wieder ein Überprüfung der
Arbeitstauglichkeit. Neben dem Lager waren große Haufen Leisten
gelagert. Die zu Pyramiden aufgestapelt werden mußten, zwecks trocknen.
Ich selbst wurde von der russischen Ärztin zu noch keiner Arbeit
eingeteilt. Trotzdem wurde ich und auch andere Gehbehinderte von dem
Lagerkommandanten zu dieser Arbeit herangezogen. Ich hatte keine Schuhe
sondern nur Fußlappen an den Füßen. Zudem lag noch Schnee. Da wir bei
diesen Aufstapeln der Leisten nicht laufen mußten, sondern nur standen,
erfror ich auch noch meinen linken Fuß und Zehen. Darunter leide ich
auch heute noch. Die Rumänen haben aus alte Gummireifen Schlappen
gefertigt. Die man mit Fußlappen tragen konnte. Viele von ihnen haben
solche getragen. Im Frühjahr wurde ich dann in Arbeitsgruppe 3
eingestuft. Backsteine abklopfen, Sägemehl auf Seite räumen, Bretter
aufräumen. Im Sommer mußte ich wieder voll arbeiten als
Bretterfahrer.
1947 - Ende September kamen wir wieder ins Bunkerlager nach
Kiew, dachten wir kommen nach Hause. Hier wurde wieder ein Transport
zusammengestellt. Junge und Arbeitsfähige kamen mit einem Güterzug
nach Stalino, bei Odessa am Schwarzen Meer. Die Ungarn und Rumänen
durften nach Hause. Jetzt waren wir nur noch Deutsche. Im Lager Darniza
und Kiew Lager 8 waren wir immer zusammen. Wurden durch diese
benachteiligt in der Arbeit und im Essen, wie schon des öftern erwähnt.
Auf der Fahrt von Stalino haben wir auf einem Güterbahnhof längeren
Aufenthalt und haben durch die kleinen Luken vom Waggon gesehen, wie die
Russen Weizen im Freien mit Förderbändern haushoch lagerten. Durch
unsere Befragung, was mit diesen großen Weizenhaufen in der
Vorwinterzeit noch geschieht, wurde gesagt, der bleibt überm Winter so
liegen ohne abzudecken. Bis zu 10 cm ist kaputt, daß andere in gut. Das
Abdecken macht zu viel Arbeit und die vielen Planen haben auch gefehlt.
Das ist Planwirtschaft und wir haben nichts zu Essen und auch die Russen
nicht. Als wir in Stalino ankamen und in ein Lager gebracht wurden,
haben wir schon Zwei-Mann-Bettgestell, mit Strohsack und Decke. Einmal
am Tag, früh, bekamen wir auch ein Glas Tee. Als wir jedesmal von der
Schicht ins Lager kamen, konnten wir duschen und waschen und harten auch
eine zweite Garnitur anzuziehen. Die tägliche Suppe und das trockene
Brot war immer noch das gleiche. Wer wollte konnte sich auch
fotografieren lassen. Aber die paar Bilder die ich und andere hatten
wurden uns bei der Heimkehr in Brest und Frankfurt/Oder wieder
abgenommen. Manche hatten Glück, die was in ihrer Mütze/Pelzkappe
eingenäht hatten. Hier wurden wir beides Mal untersucht wegen Gruppe
SS. Ein paar wurden erkannt und mußten wieder zurück.
Bergwerk Stalino - Zuerst arbeitete ich in der Grube 70.
Das war eine sehr gute und harte Kohle. Da hat man sich in den großen
Brocken spiegeln können, wenn man seine Grubenlampe ausgedreht hatte.
Sie wurde in Stahlwerke, Eisengießerei und zu besten Bedingungen
verwendet. Die Höhe der Kohle war so niedrig, daß wir nur auf den
Knien und ganz gebückt arbeiten konnten. Das war reine Handarbeit mit
Pickel, Stemmeisen und Schaufel. Wir hatten ganze undurchlässige
Wasseranzüge angehabt. Das Wasser kam laufend von der Decke gerieselt.
Nach kurzer Zeit wurde die Förderung der Kohle eingestellt. Hat sich
wegen der kleinen Menge nicht gelohnt. Waren auch sehr froh, daß war
wirklich Sträflingsarbeit. Der Name 70, weil die Kohle nur 70 cm hoch
war.
Grube 41 - Ich kam dann in den Schacht 41. Altes Loch -
aber trocken. Da haben wir die Strecke verlängert. Das gesprengte
Gestein wurde auf die Loren geschaufelt und drei bis vier Loren wurden
mit einem Pony zum Sammelplatz gezogen. Hier wurden sie in größere
Waggons gekippt und nach oben befördert. So ein Pony kam überhaupt
nicht aus der Grube, bis es nicht mehr arbeitsfähig war. Es hat eine
Grubenlampe am Hals hängen und ein Glöckchen, daß man hören konnte,
daß gezogene Lore kommen. Zwischen den Schienen lief das Pony die
Strecke ab. Die Strecke war immer die gleiche. Wir stellten uns hinten
und zwischen auf den Loren und fuhren mit. In dieser Grube mußten wir
bei jeder Schicht runter und rauf zu Fuß gehen.
Schacht 22 - Ende Januar kam ich in Schacht 22, daß war
der größte in der Gegend. Eine Grube mit der Nr. 18, da war ich aber
nicht. Im Schacht 22 haben wir in der fünften Sohle gearbeitet. Die
sechste wurde auch schon angefangen. Alois Weigand aus Rimbach bei
Volkach war beim Brigadier. Wir hatten ein Monat Nach- und ein Monat
Tagschicht. Mittagsschicht war Umbau der Rutsche und Gesprengtes
verbauen aus Holz und Gestein. Das haben die Russen selber gemacht. Der
Schacht war nach russischen Verhältnissen ganz gut eingerichtet. Auf
der Hauptstrecke war schon elektrisches Licht. Eine kleine E-Lok hatte
die leeren Loren gebracht und die vollen bis zum Umladeplatz befördert.
Hier sind die Ein-Tonner-Loren in Drei-Tonner-Waggons gekippt worden und
nach oben befördert. Einmal bei Schichtanfang, auch noch bei der
Nachtschicht war der Stollen von oben bis unten gefräst. Wir konnten
laufend Kohle in die Rutsche schaufeln. Wir hatten den ganzen Stollen
von unten bis oben frei gemacht. An den Loren hat es auch nicht gefehlt.
Zwei russische Frauen waren unten an der Strecke und haben sie immer
weitergeschoben wenn jede Lore voll war und zur gleichen Zeit
nummeriert. Es war eine hohe Zahl von 203 Tonnen. Nach der Schicht, als
wir oben ankamen, war schon bekannt geworden, daß Brigade Weigand in
einer Schicht 203 Tonnen gefördert hatte. Die Waggons wurden oben ja
auch aufgeschrieben. Daß hat es in diesem Schacht noch nicht gegeben,
seit dieser besteht. An jeder schwarzen Tafel in anderen Gruben wurde
das geschrieben. Auch bei uns im Lager mit den Prozenten. Trotzdem kam
es Ärger bei den russischen Kumpels. Jetzt setzen sie die Norm von 8
Tonnen pro Mann und Schicht auf 8,5 Tonnen. Uns so war es auch. Haben
wir ja nicht gewußt. Sowas kommt auch selten vor, weil entweder an der
Fräsmaschine etwas kaputt geht, oder es fehlt an Loren, oder die
Umbauschicht war nicht fertig. Die russischen Kumpel sagten mal zu uns:
Wenn wir in unserem Lager einen Eingang nach unten hätten, wären wir
da wo wir in der Grube z. Z. arbeiteten.“ Es waren ca. 2 km, was wir
jeden Tag gelaufen sind. In den Schacht war auch schon Personenbeförderung
gewesen. Durch herabfallendes Gestein im Bergwerk wurde meine rechte
Hand schwer verletzt, so daß sie stark angeschwollen ist, bis zum
Oberarm hinauf. Durch die gute Kohlenförderung wurde uns gesagt, daß
wir jetzt auch Rubel verdient hätten. Einmal hatten wir mit 3 Mann Glück
bei einem Offizier vom Lager. Sollten wir Kartoffel in seinem kleinen
Garten legen. Er nahm uns mit und kaufte am Bazar nussgroße Kartoffeln,
stachanweise und abgezählte kleine Becher schüttete die Marktfrau in
sein Körbchen. Stachan ist so viel wie ein Viertelliter. Als wir an
seinem Garten ankamen hackten wir den Boden locker, machten Löcher nach
seinen Angaben und legten sie rein. Durften sie nicht zudecken bis er
wieder kam um zu sehen, daß auch alle Löcher voll sind. Beim Zudecken
blieb er so lange stehen, bis wir fertig waren. Als Anerkennung bekamen
wir einen Schlag Suppe.
Anfang Juni haben wir gesehen, wie ein Bauer Mais auf
seinen nichthergerichteten Feld streute. Zwischen zwei Holzbalken hat er
grobes und feineres Reißiggestrüpp gepreßt und geschraubt. Ein
zweiter Mann hat mit zwei Ponys das Feld abgeschleift, bis der Mais
einigermaßen gedeckt war. Wir haben zueinander gesagt, was wird das
wohl werden. Der Mais ging auf und wuchs zusehend von Tag zu Tag und war
bis Mitte August Mannshoch gewachsen. Das feuchte und warme Klima und
der moorsandige Boden ist für den Mais ideal.
Im Sommer haben die Russen uns gefragt, ob wir nicht mal Fußball
mit ihnen spielen wollten. An einem Sonntag war es dann soweit.
Umliegende Lager waren auch dabei. Es waren auch viele Zuschauer
beidseitig da. Auch deutsche Mädchen waren einige da. Sie haben uns
erzählt,
daß die Russen sie bei Breslau verschleppt hätten, weil sie führende
organisierte BDM-Mädchen waren. Wurden von den Zwangsarbeitenden
Russen gemeldet oder verraten. Das Spiel ist natürlich für die
Russen ausgefallen. Bei unseren Spielern hat die Kraft und Ausdauer
gefehlt.
Ab Sommer 1948 durften Meisterhandwerker die sich meldeten
ohne Posten auf Arbeit gehen. Maurer, Schlosser, Elektriker, Monteure,
Schreiner und Zimmerleute. Manche hatten das Gefühl der Russe läßt
sich dann nicht mehr nach Hause. Solche Handwerker waren bei ihm
willkommen. Sie durften sich sogar Mädchen suchen, wenn sie hier
bleiben würden. Wir noch in Massen ging nur noch ein Posten mit. Mitte
September wurde ich im Schacht durch herabfallendes Gestein auf meine
rechte Hand getroffen, daß es stark blutete. Trotzdem habe ich bis
Schichtende gearbeitet. Der Kohlenstaub hat sich in die blutende Wunde
gelegt. Dadurch hatte es aufgehört zu bluten. Nächsten Tag waren meine
Finger und Arm stark angeschwollen. Ich sagte es zu meinem Brigadier und
mußte mich krank melden. Ich zeigte es dann dem Sani, auch der
Lagerkommandant war gerade zugegen. Der schimpfte mich und sagte: “Ob
ich da Zigarettenasche oder Zwiebelschalen drauf hätte, weil das so fürchterlich
und stark angeschwollen ist. Zufällig ging an den Tag, da noch mehr
Kranke waren, ein Lastauto in die nächste Krankenstation, wo ich dann
in die Krankenstation sagte ich es meinen Brigadier, wenn Rubel kommen
soll er meines, was mir zusteht, mit abheben. Zuvor haben wir in jedem
Lager bei 100 % und mehr nur mehr Brot bekommen. Da waren zwei deutsche
Ärzte, die in Stalingrad in Gefangenschaft kamen. Durch ihren Beruf
haben sie mir erzählt, hat sie der Russe notwendig gebraucht. Ich bin
dann auch schnell behandelt worden, wegen annähender Blutvergiftung. Es
war ein Kinderarzt und ein Internist. Als es bei mir wieder besser
wurde, haben die, die laufen konnten, die Kranken in die Verbandsstube
oder mit Tragen hin und zurück gebracht. Binden gewaschen, aufgehängt
und zuzusammengerollt. Hier waren auch schon mehr Medikamente vorhanden.
Zu jeder Mahlzeit habe ich für die zwei Ärzte mit ihrem Kochgeschirr
das Essen von der Küche im anderen Haus geholt. Da fiel für mich immer
was ab. Die bekamen auch mehr. Es kamen auch viel russische
Offizierfrauen mit ihren Kindern zum Kinderarzt. Sie waren auch sehr gut
angesehen. Die russische Arztin hat viel von ihnen gelernt. In den Häusern
gab es zwar elektrisches Licht. Beim Anmachen mußte man zwei Kabel
zusammenhacken, daß die Lichter brannten. Als mein Brigadier er mich
mal besuchen kam, sagte er mir, ich habe den Zahlmeister wiederholt
gesagt, daß ich auf der Krankenstation bin. Er will es mir bringen. Es
sagte, wer nicht hier ist und nicht unterschreibt, bekommt auch nichts.
Zu dieser Zeit wußte auch die Lagerleitung, daß wer ins Krankenhaus muß
nicht mehr ins Arbeitslager zurückkommt. In jedem Lager ist Kost und
Unterkunft mit 460 Rubel angerechnet worden. In allen vorhergehenden
Lager wurde immer gesagt, mehr hätten wir auch nicht verdient. Nur wenn
eine Brigade über 100 % hatte erhielten wir Zusatzbrot. Bei schlechter
und schwerer Arbeit konnte man die Norm nicht erfüllen. Es hat sich
wieder herumgesprochen, daß demnächst wieder ein Transportzug
zusammengestellt wird. In mehreren Lagern wurde alle Kranken und
Arbeitsunfähige untersucht, hauptsächlich wegen der Gruppe SS und Tätowierung
Blutgruppe 0 am linken inneren Oberarm. Ich hatte als Kleinkind am
linken Oberarm eine kleine Operation gehabt. Als ich auch an der Reihe
war, mußte ich oberkörperfrei und Hände hoch, hinstellen. Die Arztin,
Natschanik und die zwei deutschen Arzte waren zugegen. Es ging hauptsächlich
um die Blutgruppe. Bei mir haben sie gleich die Narbe am äußeren
linken Oberarm gesehen. Ich wurde gefragt, was das ist oder war. Ich
sagte es ihnen, wie schon aufgeführt. Die russische und die deutschen
Ärzte haben das bestätigt, daß das Mal eine Operation war. Aber der
Politoffizier hatte dem widersprochen. Er sagte mein Alter und Größe,
die sind alle bei der 85 gewesen. Ich hätte die Blutgruppe
rausgebrannt. Aber die Ärzte haben das verneint. Er hatte es aber nach
wie vor behauptet. Ein paar Tage später war es soweit. Als wir
aufgerufen wurden, war mein Name auch dabei. Wir haben hintereinander
Unter- und Oberbekleidung, Fußlappen, Holzschuhe und Pelzmütze in
Empfang genommen. Als wir im Gänsemarsch durch den Raum gingen war der
Natschanik auch wieder dagestanden und hat jeden angeschaut. Wie er mich
sah, packte er mich am Arm und schreit: “Du nix nach Hause (du nix Domäu)
du bleiben hier, mußt arbeiten, du SS.“ Alle Kameraden schrien:
“Nix Robote, wir wollen nach Hause“. Haben genug gearbeitet und
keinen Rubel bekommen. Das hat die Lagerleitung alles behalten. Als im
Hof schon zwei Lkw standen (ca. 30 Mann) und holten uns ab zum Bahnhof
stand er wieder da. In fünfer Reihen waren wir angetreten. Ich habe
mich immer unter den Kameraden klein gemacht, aber wenn er mich noch
rausgezogen hätte, wäre ich vielleicht noch ein ganzes Jahr länger drüben
gewesen. Die Arbeitgeber und Betriebe haben schon an das Lager Rubel
gezahlt,. aber wir haben nichts bekommen. Das hat die Lagerleitung alles
behalten. Hatten im Frühjahr durch die Gefangenen schon Häuschen bauen
lassen, wie wir erfahren haben. Durch eine Suppe, Zwiebel, Gurke oder
Tomate, war der Lohn. In den vorhergehenden Lagern war dies genauso.
Wenn einzelne Kameraden ins Lager kamen und etwas zu Essen hatten, haben
wir gewußt, daß diese bei einem Lageroffizier gearbeitet haben. Als
wir dann von der Krankenstation zum Sammelplatz am Bahnhof in der Nähe
von Stalino ankamen, waren schon Kameraden und Heimkehrer da. In den nächsten
Tagen, Anfang Oktober, haben wir uns mit den frischen Kameraden
unterhalten, wo sie gearbeitet haben. Was die uns alle erzählt haben,
sie sind alle Monat entlohnt worden. Es war nicht viel aber es ging. Ab
100 % Leistung hat es immer etwas gegeben. Man konnte sich Brot Sülze,
Tomaten, Gurken, Zwiebel kaufen. In den verschiedenen Lagern gab es große
Unterschiede in Prozente schreiben. Bei gleicher Arbeit bei uns 70 - 80
% andere Lager 100 - 120 % und mehr. Die Kameraden hatte alle Rubel
gehabt. Ich traute mich gar nicht zu fragen, ob sie mir etwas abgeben würden.
Von einem Kameraden bekam ich dann ein Stück Brot. Ich sagte zu ihnen,
ich arbeite schon seit 4 Jahren in Raum Kiew und jetzt hier im Bergwerk
und habe überhaupt keinen Rubel bekommen. Ich ging den Tag noch mal in
die Küche und fragte, ob sie eine Suppe haben. Sie gaben mir welche,
die war aber schon sauer, aber gegessen habe ich sie trotzdem. Am nächsten
Tag wurden wir in Viehwagen verladen. Ohne Decken lagen wir dicht
aneinander und haben gefroren. Durch die Zugluft beim Fahren. Wir haben
alle Holzschuhe an. Wir führen bis Brestlidowsk. Da mußten wir alle
raus und wurden nochmals gefilzt. Kleider und Schuhe ausziehen wegen der
Tätowierung 88 am linken inneren Oberarm. Es ging weiter bis
Frankfurt/Oder, hier nochmals die gleiche Kontrolle. Hier nahmen sie
sogar Fotobilder und noch viele andere Sachen ab. Der Zug fuhr weiter
bis zur Grenze Hof Die Amerikaner begrüßten die Russen mit Jubel und
freundlichen Gesichtern. Am anderen Bahngleis standen schon die
Personenwagen. Wir hatten große Freude, endlich mal einen warmen
Sitzplatz zu haben. In Hof angekommen wurden wir von den Amerikanern und
Deutschen Behörden herzlich empfangen. Wir bekamen gleich warme
Mahlzeiten und wurden gut bewirtet. Jetzt wurden wir von den Ami‘s
ausgefragt, was wir arbeiten mußten, die Behandlung, die Unterkunft und
Verpflegung. Jeder hatte einzeln bei einem Offizier seinen Leidensweg
schildern können. Er hatte es öfteren nur den Kopf geschüttelt. Was
ich ihn alles erzählt habe. Nach drei Tagen haben wir unsere
Heimatanschrift angeben müssen. Fahrschein und Marschverpflegung
bekommen. Viele hatten schon Telegramme geschickt auch schon von
Frankfurt/Oder. Mir war das noch gar nicht so bewußt ein Telegramm zu
schicken. Seit 4 1/2 Jahren weiß ich nichts mehr von zu Hause und ob
sie noch leben. Außerhalb des Zaunes waren viele Leute gestanden und
haben gefragt aus war für eine Gegend wir kommen, Mittel - oder Südrussland.
Was für eine Einheit, ob wir nicht den und jenen kennen, mit Namen und
Dienstgrad, Einheit und Kampfgebiet und in Gefangenschaft welche
kannten. Mein Fahrschein habe ich angegeben Würzburg/Kitzingen. Als ich
in Würzburg ausstieg, einige fuhren weiter und andere wurden von ihren
Angehörigen mit dem Auto abgeholt. Als die Leute auf mich zugingen,
sahen sie gleich, daß das ein Gefangener aus Rußland ist. Schon mit
meiner Steppjacke, Pelzmütze und Holzschuhe. Jeder fragt mich und
wollte wissen, wo ich war, Mittel- oder Südabschnitt. Ein Mann sagte zu
mir, komm wir gehen in die Bahngaststätte und trinken ein Bier. Ich
sagte ich habe kein Geld. Du bekommst eines von mir. Er fragte mich, wo
ich daheim bin. Ich sagte Erlach bei Ochsenfurt. Er sagte, da fahr ich
auch hin. Ich sagte wiederum, ich habe meinen Fahrschein bis Kitzingen.
Von hier kann ich über die Flack-Feldweg direkt nach Erlach kommen. So
wie ich es bei meinem Urlaub aus Frankreich gemacht habe. Der Mann sagte
zu mir, durch den Wald kannst du nicht mehr gehen, da sind die Amis in
der Flack und der Wald ist gesperrt. Ich habe überlegt, wenn ich die
Straße von Kitzingen über Kaltensondheim laufen muß, daß ist weiter
als von Ochsenfurt nach Erlach. Auch die Abfahrtszeiten der Züge
waren Uhrzeit ziemlich gleich und auch die Strecke. Also fahr ich mit
dem Mann nach Ochsenfurt. Als wir über die Heidingsfelder Brücke führen,
kam ein Kontrolleur. Ich zeigte ihm mein Fahrschein, er schaute ihn an
und sagte im harten Ton, wo wollen sie hinfahren, ich sagte, nach
Ochsenfurt, da steht doch Kitzingen. Ich sagte dann die Strecke nach
Kitzingen bzw. Ochsenfurt ist doch ziemlich gleich lang. Der Mann, der
mit mir fuhr sagte jetzt zu ihm, sehen sie nicht, daß der Mann aus
russischer Gefangenschaft kommt, den muß doch die Bahn hinfahren, wo
die letzte Bahnstation von ihm ist, auch wenn er keine Fahrkarte hätte.
Daraufhin hat er sich entschuldigt und war für ihn sehr peinlich. Bevor
wir in Ochsenfurt ankamen, sagte der Mann zu mir, wissen deine Eltern,
daß du kommst. Ich sagte Nein. Haßt du kein Telegramm geschickt. Nein.
Die wissen nichts vom mir und ich weiß nichts von ihnen. Ich habe wohl
im August 1946 eine Rot-Kreuz-Karte geschrieben, weiß aber nicht ob sie
sie bekommen haben. Das wird eine Überraschung. Ich lauf durch
Ochsenfurt über die Brücke nach Erlach. Er sagte: Nein, daß darfst du
nicht. Ich ruf nach Erlach die Post an. Es war 18.30 Uhr. Die Frau
Angelika Frankenberger, am Telefon, der Mann sagte zu ihr, hier in
Ochsenfurt am Bahnhof ist ein Mann namens Roman Stöcklein, sie sagte,
was der ist doch vermißt. Ich nahm den Hörer und sagte meinen Namen.
Sie sagte, ach ja ich kenn deine Stimme Roman. Ich sagte: Sag es meinen
Eltern, daß ich in Ochsenfurt bin, und ich laß mich mit dem Taxi Vogel
raus fahren. Ich mußte warten, weil das Taxi noch unterwegs war. Die
Frau Vogel er müßte schon längst hier sein unter dessen kam mein
Bruder mit seinem Motorrad und holte mich ab. Es war eine überaus große
Freude, als ich unverhofft daheim ankam. Mit meinen Holzschuhen
klapperte ich auf den Steinplatten in die Küche. Ich war von allen
umarmt worden. Meine Steppjacke habe ich heute noch. Durch die lange
schlechte und wenige Ernährung habe ich mich erst mit 24 Jahren
rasieren müssen. In Hof als wir die Marschverpflegung bekamen wurde uns
gesagt, wenn wir heim kommen können wir ein kleines Geschenkpäckchen,
gestiftet von den Amis, bekommen. Zigaretten, Kekse, Schokolade, kleines
Bürstchen, Faden, Nadel, Knöpfe. Letzteres habe ich bekommen. Die
ersten drei Sachen stehen heute noch offen. Bei mehrmaliger Nachfrage
bei den zuständigen Behörden war immer ohne Erfolg. Sie sagten ich
sollte immer wieder mal nachfragen. Das haben die zuständigen Herrn
behalten.
Meine Anschauung und Meinung ist:
Ein jeder russischer Kriegsgefangene müßte eine kleine Entschädigung
erhalten, abgesehen, ob er verwundet oder einen Unfall hatte ab
Kriegsende. Des öfteren sprach ich schon mit französischen, englischen
und amerikanischen Gefangenen. Die hatten alle normal oder genügend zu
Essen, konnten arbeiten oder auch nicht. Wenn ja, dann wurden sie dafür
bezahlt. Dies wurde mir von mehreren ehemaligen Gefangenen erzählt
(mein Bruder war in französischer, mein Schwager in englischer und
mehrere Kameraden in amerikanischer Gefangenschaft). Ein amerikanischer
Gefangener sagte mir, manchmal konnten wir gar nicht alles essen, den
Rest warfen sie in die Abfalltonne, sonst wäre es möglich gewesen, daß
die Zuteilung weniger wurde. Wir in Rußland hatten keine Kleider,
Lumpen, Fußlappen, arbeiten, schlecht und wenig zu Essen 4 1/2 Jahre,
Wassersuppe und Brot. Meine Jugendzeit war dahin von 14-24 Jahren.
Ich habe vom Versorgungsamt noch keine Kur erhalten, obwohl
ich des öfteren mich gemeldet habe. Mir wurde immer gesagt, wenn ich
keine Kriegsrente habe, bekomme ich keine Kur genehmigt. Das war schon
Mitte der 60er Jahre.Bei der letzten Gerichtsverhandlung kam das wieder
zur Aussprache. Ohne zu zögern, bekam ich gleich die Anwort, auch wenn
ich keine Rente habe, hätte ich eine Kur bekommen. Anfang der 70er
Jahre habe ich dann bei der Alterskasse eingereicht. Wurde sofort
genehmigt. Bin immer wegen meinen Kriegsleiden behandelt worden. Ich war
7mal auf Kur. Bei der Aufnahmeuntersuchung habe ich immer die
Kriegsleiden angegeben. Mir wurde dann gesagt, das müßte das
Versorgungsamt tragen. Ich sagte, von denen bekomme ich keine.