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| Konrad N. in Norddeutschland |
| Ich war Soldat bei den Pionieren. Meine
Einheit wurde von den Russen aufgerieben und ich flüchtete über Danzig
bis nach Schwerin. Dort traf ich im Lazarett einen ehemaligen Kameraden
wieder. Er meinte zu wissen dass aus unserer Einheit ca. 80 Prozent
gefallen sind. Dann wurde ein neues Bataillon aufgestellt und kurze Zeit
später war der Krieg vorbei. Wir wurden in Heide, Schleswig Holstein
von den Briten interniert. Wenig später marschierten wir nach
Friedrichskoog. Dort gab es 3 Lager und wir waren in Hallen
untergebracht in denen früher das Gemüse gelagert wurde. Die Hallen
stehen noch heute. Im Umkreis von 12 km durfte man sich frei bewegen.
Aus Dänemark und Norwegen kamen weitere Gefangene in unser Lager. Schon
im Juni setzten die ersten Entlassungen ein. Die Entlassungsstelle
befand sich in Marne. Pioniere und Mienensucher der Marine waren von den
Entlassungen ausgenommen. Ende Juli kam ich auf einen Transport zur
Mienensuche nach Westen. Angeblich sollte es nach Aachen gehen. Ein
deutscher Offizier sagte uns das jeder Fluchtversuch mit mindestens 2
Jahren Zwangsarbeit bestraft wird. Trotzdem hatte ich keine Lust mit
einer Miene in die Luft zu fliegen und in Borken sprang ich vom Zug. Ich
war nicht der einstigste der es während der Fahrt versuchte denn die
britischen Wachsoldaten hatten anscheinen keine Lust die flüchtenden
abzuballern. Von Borken marschierte ich nach Ahaus und dort fand ich
eine Mitfahrgelegenheit nach Hause. Am 4. August 1945 war ich wieder
daheim. |
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