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Digitalisiertes Originaldokument mit Archivierungsvermerken

THE SECRETARY OF THE TREASURY
WASHINGTON

10 Januar 1946

Memorandum für den Präsidenten

Während des letzten Monats haben wir weitere Studien durchgeführt, was mit Deutschland nach seiner Niederlage zu tun ist.

Wir sind überzeugter als jemals zuvor das, wenn wir wirklich vorhaben Deutschland die Fähigkeit zu entziehen wieder innerhalb von einigen Jahren einen Krieg zu führen, es unabdinglich ist, dass Deutschland ihrer chemischen, metallurgischen und elektrischen Industrien beraubt werden muss. Wir denken nicht, dass nur dies den Frieden garantiert aber das es einer der Schritte die wir jetzt nehmen müssen.

Wir kommen zu dem Schluss folgender Vorraussetzungen, welche uns unanfechtbar scheinen:

(1) Das deutschen Volk hat den Willen es wieder zu versuchen.

(2) Programme für Demokratie, Umerziehung und Liebenswürdigkeit   können diesen Willen nicht innerhalb einer kurzen Zeit zerstören.

(3) Schwerindustrie ist das Herz von Deutschlands Rüstungspotential.

Alle Amerikaner gewähren dem ersten Punkt Zustimmung. Einige, wie Dorothy Thompson, scheinen mit dem zweiten nicht Übereinzustimmen; aber alles was wir wissen und in der letzten Zeit gelernt haben - unsere Erfahrung mit Kriegsgefangenen zum Beispiel - scheint gegen sie zu sprechen. Bezüglich des dritten Punktes scheint uns Amerikas eigene Leistungen innerhalb vier Jahren ein leuchtendes Beispiel zu sein von dem, was vielseitige Leute in der Lage sind zu tun. Unsere Industrie wurde in der Friedenszeit 1940 vom größten Erzeuger der Welt bis 1944 zum größten Hersteller von militärischen Waffen der Welt umgewandelt. Die Deutschen sind vielseitig. Überlassen Sie ihnen die notwendige schwere Industrie um aufzurüsten und sie können genauso schnell und  effizient arbeiten wie wir.

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