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Jedes
Jahr finden sich Studenten zusammen, die "auf den Brettern, die die
Welt bedeuten" ihre schauspielerischen Neigungen ausleben wollen.
Sie studieren ein Theaterstück ein, das im Mai zum Patronatsfest
für die Studenten der KSG und
andere Interessierte aufgeführt werden soll.
Am Anfang steht natürlich die Suche nach talentierten und vor allem
bereitwilligen Studierenden, denn sich neben dem Studium noch eine so
zeitraubende Nebenbeschäftigung zu nehmen, bedeutet schon ein Opfer.
Der zweite Punkt ist das Finden eines geeigneten Stückes. Das ist eine
schwierige Prozedur, weil sich jeder nach Möglichkeit durch
verschiedene Genres der Theaterliteratur durchkämpfen muss, um seinen
Favoriten zu finden. Danach muss dieser noch bei den anderen so verkauft
werden, so dass sie auch für das Stück stimmen. Doch leider sind die
Geschmäcker verschieden und viele Theaterstücke sind für so viele
Schauspieler geschrieben, dass sie in einer so kleinen Theatergruppe
nicht umsetzbar sind.
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Aber
irgendwann ist auch diese Hürde genommen und nachdem sich jeder seine
Lieblingsrolle erkämpft hat, ist es an der Zeit, die ersten Leseproben
zu beginnen. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch möglich, den anderen zu
überzeugen, dass man selbst für dessen Rolle geschaffen ist. Doch
spätestens zu den richtigen Proben ist es notwendig, sich bereits in
den Charakter der darzustellenden Person hineinversetzt zu haben.
Die Proben ziehen sich im günstigsten Fall von Januar bis zur
Aufführung. Unterbrochen werden sie von außergewöhnlichen
Theaterwochenenden in Struppen,
wo intensiv vierundzwanzig Stunden am Tag geprobt wird und neue Ideen in
die bisherige Umsetzung des Textes fließen.
Und dann ist es irgendwann einmal soweit: Der Text sitzt, die Garderobe
stimmt und das Lampenfieber lässt den Verstand aussetzen - die Premiere
steht vor der Tür. Na
dann:
toi, toi, toi!
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