Die besten Ideen erreichen mich immer dann, wenn ich es am wenigsten erwarte. Sie kommen überraschend über mich, nehmen meine Gedanken in Beschlag und setzen sich fest.
Dieses Mal traf es mich, als ich unter der Dusche stand.
Das geschah vor ungefähr 10 Monaten, zu einer Zeit, als die Arbeiten an "Im Bann des Nachtwaldes", meinem ersten Anthologie-Projekt als Herausgeber, abgeschlossen waren. Das Buch war erschienen und mir stellte sich die Frage: Was nun? Soll ich noch einmal eine Anthologie herausbringen?
Eigentlich entschied ich mich dagegen. Nicht noch einmal, dachte ich mir, nicht so schnell wieder. Ich wollte einfach nicht zwei Mal hintereinander ähnliche Projekte durchführen, sondern lieber etwas ganz anderes machen. Etwas Neues, das ich noch nicht kannte. Vielleicht war die Zeit gekommen, dass ich mich als Autor endlich mal an eine Geschichte in Romanlänge wagte.
Doch dann war plötzlich das Wort "Naturgewalten" in meinem Kopf, fühlte sich dort offensichtlich wohl und nistete sich ein. Und umso länger ich darüber nachdachte, umso mehr freundete ich mich mit dem Gedanken an, ein Buch mit Namen "Naturgewalten" herauszugeben.

"Naturgewalten", das ist ein Thema, wie es nicht aktueller sein könnte. Fast täglich erreichen uns neue Meldungen über die Auswirkungen der Natur: Stürme, Dürreperioden, Überflutungen, Waldbrände, Erdbeben, Vulkanausbrüche und viele andere. Meist sind es Katastrophen, von denen berichtet wird.
Das ist Zündstoff für Kreativität. "Naturgewalten" als Thema ist ein roter Faden, der eine konstante Richtung vorgibt, aber viel Raum für eigene Ideen, für Geschichten, für Schicksale Einzelner, aber auch große Ereignisse lässt.

Damit war eine Entscheidung für eine neue Anthologie gefallen.
Wie ein Jahr zuvor machte ich mich also erneut auf die Suche nach Mitstreitern. Die Mitglieder des Nachtwald-Teams mussten leider absagen, doch dafür ließen sich Waltraud Gebert und Thomas Backus schnell für das Projekt begeistern. Joran Elane, die schon "Im Bann des Nachtwaldes" illustriert hatte, erklärte sich ebenfalls bereit, uns zu unterstützen. Sie wollte erneut das Cover und Illustrationen beisteuern. In Daniel Mothes und seinem Lerato Verlag fanden wir einen Partner, der Druck und Vertrieb des späteren Buches übernehmen würde.
Damit war die Grundlage geschaffen.
Wir setzten uns zusammen, formulierten und verbreiteten einen Ausschreibungstext. Wir warteten auf die Einsendungen, lasen, bewerteten und diskutierten sie. Eine Auswahl musste getroffen werden, was uns nicht leicht fiel, und ein Lektorat sollte folgen.

Nun sind die Arbeiten am Buch beinahe abgeschlossen und ich warte gespannt darauf, endlich das Ergebnis in der Hand halten zu dürfen.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und allen danken, die auf unsere Ausschreibung reagiert haben, die eine Geschichte beisteuerten oder auf andere Weise mithalfen, dass aus der Idee ein Buch werden konnte. Ich danke euch, denn ohne euch wäre es nie soweit gekommen.




Felix Woitkowski
im Januar 2008










Felix Woitkowski (Hrsg.)
ca. 200 Seiten
ISBN: 978-3-938882-67-2
Preis: 9,95 Euro
Lerato-Verlag


ERSCHEINUNGSTERMIN
28. Februar 2008