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Memory of Rex - 30.09.1991 - 21.10.2000

Wir kamen zu Rex eigentlich genau so, wie man keinen Hund kaufen
sollte. Dazu kommt, dass er ein Weihnachtsgeschenk war - nämlich mein
Weihnachtsgeschenk. Dennoch rate ich dringend davon ab, möglicherweise
Familienmitgliedern Tiere als das "besondere Weihnachtsgeschenk" auf
dem Gabentisch zu präsentieren.
Rex wurde mir von Raimo geschenkt, und er erfüllte mir damit
einen Kindheitstraum. Dennoch hatten wir uns davor einige Gedanken gemacht. Aber
rückblickend gesehen, haben wir glaube nicht erahnt, wie sehr sich unser Leben
mit Hund verändern wird. Jedenfalls zog Rex im Alter von 8 Wochen am 30.09.1991
bei uns ein. Somit war Rex mein vorgezogenes Weihnachtgeschenk.
Raimo ist mit Hunden aufgewachsen, ich dagegen musste mich mit
Hunden in unserer Familie zufrieden geben. Rex war ein wirklich süßer
rabenschwarzer Welpe. Aber welcher Welpe erweicht einem nicht das Herz?
Die Erziehung von Rex habe ich übernommen. An dieser Stelle darf ich
glaube mich selbst loben, denn wir waren tatsächlich nie in einer Hundeschule,
aber Rex war sehr verträglich mit anderen Hunden - egal ob Rüde oder Hündin -
, beherrschte alle Grundkommandos und war ein wirklich ausgeglichener Hund.
Es machte Spaß mit ihm spazieren zu gehen, ihn einfach nur zu beobachten oder
mit ihm zu Kuscheln. Unsere Herzen hatte er im Sturm erobert. Von
Krankheiten wurde er fast nie geplagt. Ich erinnere mich nur an eine Mandelentzündung,
einen blutigen Durchfall - den wir schnell mit unserem TA in den Griff bekommen
haben.
Rex erreichte ausgewachsen eine Größe von 48 cm Widerrist, und
wog etwa 18 kg. Als er 4 Jahre war, wurde er Vater. Die Verpaarung war von
uns eigentlich nicht gewünscht, aber wenn man im Urlaub ist, kann man da nicht
viel machen. Herausgekommen sind zwei Welpen, völlig unterschiedlich im
Aussehen. Einmal "Susi" - die vom Aussehen ganz nach der Mutter kam.
Ihr Wesen entspricht dem von Rex. Susi lebt bei meiner Großmutter, die
kurz vorher ihren Hund verloren hatte. Ich werde nie ihre Augen und ihre Freude
vergessen, als ich ihr Susi mitbrachte. Dann gab's da noch "Puc".
Er lebt noch heute bei meinen Schwiegereltern. Puc ist ein lustiger kleiner
Kerl, der jedoch eine bessere Erziehung hätte genießen dürfen.
Rex sein größtes Hobby war das
Ballspielen. Es war unglaublich, welche Ausdauer er hatte. Was das Futter
betraf, so war er ein rechter "Mäkelfritze", aber ich denke, wir
haben ihn einfach zu sehr verwöhnt. Allerdings bei Leberwurst musste er nicht
lange überlegen, die wurde genüsslich verspeist.
Absolut tragisch war für uns sein Tod. Rex war etwas
lethargisch, wir vermuteten, dass es mit unserem damals erst kürzlich
vollzogenen Umzug im Zusammenhang stand. Leider haben wir uns geirrt. Da mir das
Ganze keine Ruhe ließ, ging ich zum TA. Der stellte fest, dass Rex vermutlich
eine Cumarinvergiftung hatte (Rattengift). Ich dachte mich trifft der Schlag.
Rex zählte nicht zu den verfressen Hunden, die auf der Straße alles Mögliche
zu sich nahmen. Deshalb vermute ich bis heute, dass es irgendein ausgelegter Köder
war, der nach Leberwurst roch, denn an Leberwurst, wäre glaube auch Rex nicht
achtlos vorbeigegangen. Lange Zeit habe ich mir Vorwürfe gemacht. Ich hätte es
erkennen sollen. Heute bin ich um einiges klüger.
Wir kämpften 3 Wochen vergebens um sein Leben. Zum Schluss ging
es ihm so schlecht, dass ich die Entscheidung traf, ihn einschläfern zu lassen.
Den 21.10.2000 werde ich nie vergessen! Mir brach fast das Herz, als ich ihn
gehen lassen musste. Letztendlich weiß ich aber, dass seine Zeit gekommen war.
Wir sind dankbar dafür, dass wir 9 wundervolle Jahre mit ihm verbringen durfte.
Er wird immer einen Platz in unseren Herzen haben.

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