Verehrung der Götter

Darstellung des rituellen Ballspiels auf einer Vase

Eine sehr wichtige Rolle bei der Verehrung der Götter durch die Mayas spielten Musik und Tanz. Für jede Zeremonie gab es besondere Kompositionen und Tänze.

Auch für die Mayas war die Sonne sehr bedeutend, denn sie gab Licht und Wärme. Sie verehrten als Sonnengott Ahaw K'in. Am Morgen war er ein junger Gott, während seiner Reise nach Westen im Laufe eines Tages wurde er alt. Die Mayas glaubten, daß sich die Sonne während der Nacht in einen Jaguar verwandelte. Der Jaguar wurde von ihnen verehrt, da er übernatürliche Kräfte haben sollte. In der Maya-Mythologie muß der Sonnengott nachts als Jaguar gegen die Herren des Todes kämpfen. Zum Glück gewinnt er jedes Mal den Kampf, so daß am nächsten Morgen die Sonne wieder aufgehen kann.

Bei den Mayas gab es Priesterkönige, die Mittler zwischen den Lebenden, Göttern und Ahnen waren. Sie führten in Trance Rituale durch, um mit den Göttern und Ahnen Kontakt aufzunehmen. Wichtige Ereignisse (z.B. Geburt, Tod, Thronbesteigung) erforderten ein Blutopfer. Dies konnte einige Tropfen Blut, aber auch ein Tier- oder Menschenopfer bedeuten.

Eine Besonderheit der Götterverehrung durch die Maya-Elite war das Ballspiel, bei dem oft die Verlierermannschaft getötet wurde. Es ist ungeklärt, ob dieses Spiel immer mit dem Tod der Verlierer endete. Es wird vermutet, dass dies nur bei besonderen Gelegenheiten der Fall war. Diese Ballspielplätze befanden sich meist in unmittelbarer Nähe der wichtigsten Zeremonialbauten.

Zwei der wichtigsten Zeremonialzentren der Mayas waren Tikal und Palenque. Ein weiterer wichtiger Ort für besondere Rituale war Chichén Itzá.

Weitere Götter der Maya waren Chac (Regengott, verehrt und gefürchtet), Hun Hunahpu oder Yum Kax (Maisgott, Schöpfer des Wachstums), Itzamna (Himmelsgott), Ah Puch (Todesgott) und viele andere. Bekannt ist auch Quetzalcoatl, dies war aber der Gottkönig der Tolteken (besiedelten lange vor den Azteken das zentrale Gebiet Mexicos). Von den Mayas wurde dieser Gott Kukulcán genannt.

"Cenote" von Chichén Itzá

Der "Cenote" (Heiliger Brunnen oder Opferbrunnen genannt) von Chichén Itzá: Auf seinem Grund wurden Skelette und Opfergaben gefunden. Untersuchungen ergaben, daß hier 42 Menschen geopfert wurden (13 Männer, 8 Frauen, 21 Kinder). Vermutlich war der "Cenote" von Chichén Itzá ein Wallfahrtsort der Mayas.

 

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Tikal / Palenque / Copán

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