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1. Minimum-Treffen 21. - 24. Mai 2009

Flugplatz  Nördlingen 

Ein "langes Wochenende" im Mai - genug Zeit für einen Ausflug mit dem Minimum. Für Piloten im süddeutschen Raum gab es erstmals die Möglichkeit sich zwanglos organisiert auf einem Flugplatz  in der Nähe zu treffen. 

Zuerst ins Auto damit und dann in die Luft mit ihm, so die Devise

Traf die Szene sich bislang in Laucha am letzten Augustwochenende und auch mal 100 km südlich von Berlin, so hatten diesmal die Piloten aus dem süddeutschen Raum den kürzeren Anfahrtsweg. Nördlingen bot die sehr guten Voraussetzungen für ein weiteres Minimum-Treffen.

Zwar war der Platz für Aufbau, Camping und Abstellen nicht gerade reichlich bemessen, doch fand jeder der 23 Gerätehalter seinen Platz für sich und seine gesamte Ausrüstung.

Wann hat ein echter Minimumpilot schon mal einen holperfreien und noch dazu geteerten Taxiway? 

In Nördlingen bot sich reichlich Gelegenheit die Rollfähigkeit des Minimums zu testen und am Haltepunkt 04 oder 22 die Handbremse. Letzteres  ist bei einem Minimum ja wörtlich zu nehmen!

Premieren

Das Nördlinger Treffen kann Geschichte schreiben – Minimumgeschichte natürlich in aller Bescheidenheit. 

Zum ersten Mal erhob sich ein Minimum mit der Kraft eines Elektromotors. 

Die Konstruktion des Nürnberger Michael Kellermann zeigte in einer Platzrunde, dass es zwar noch lange nicht ausgereift, aber ein erster Schritt getan ist. Ein Sektempfang krönte anschließend den Premierenflug.  

Der Bico von bautek hat nicht nur die nötige Zuladung, sondern auch ein weites Geschwindigkeitsspektrum.

Eine weitere Premiere hatte das Minimum 1+1 von Norbert Schwarze. 

Es flog zum ersten Mal mit Passagier. Der Hirth-Motor brachte Detlef und seine Copiloten/-pilotin mit ordentlich Power in den schwäbischen Himmel. 

Die endgültige Zulassung über den DULV steht kurz bevor.

Schon ein faszinierender Anblick. Die Altstadt von Nördlingen ist nicht umsonst weltberühmt. Aber auch zu Fuß ist ein Bummel durch die Gassen ein touristisches Erlebnis, was sich jedoch nicht allzu viele Minimumpiloten gönnten. Man lässt halt sein Fliegerchen nicht gern allein zurück.  

Nördlingen 09

Auch die weitere Umgebung bietet unvergessliche Eindrücke: Prächtige Schlösser, gewaltige Burganlagen und stilvolle Klosterbauten sind Zeugnisse einer reichen Vergangenheit. Aus etwas größerer Flughöhe sind die Umrisse des Nördlinger Rieses (Meteoritenkrater) gut zu erkennen. Und im Umkreis von nicht mal 50 km gibt es über ein Dutzend Flugplätze. Ich habe an den beiden Wochenendtagen die Freundlichkeit und das Entgegenkommen der Flugplatz- betreiber von zehn Plätzen kennen lernen können.

Die Fotos vom E-Minimum stellt M. Kellermann, von Minimum 1+1 in der Luft Rieger zur Verfügung

Lois Laumer, 2009