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Lebenshilfe Hattingen e.V.

Wir betreiben zwei Wohnstätten in Hattingen, in denen insgesamt 46 Menschen mit einer geistigen Behinderung leben:
Tom-Mutters-Haus Hackstückstraße und
Tom-Mutters-Haus Schulstraße.

Zielsetzung ist es, den uns anvertrauten Menschen mit einer geistigen Behinderung bei der Bewältigung ihrer persönlichen Lebensgestaltung Hilfestellungen zu bieten. Wir wollen zum einen die mögliche Selbstversorgung der Bewohner (Einkaufen, Bewegen in der Stadt u.a.) fördern, gleichzeitig soll das eigentlich selbstverständliche Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten gefördert werden. In der Freizeitgestaltung bieten wir aktive Unterstützung: z.B. Mitmachen in Sportvereinen, im CVJM, in Jugendgruppen, durch den Besuch der Musikschule.

Im lebenspraktischen Bereich soll größtmögliche Selbstständigkeit bei der Selbstversorgung erlangt werden. Der Umgang mit Geld wird geübt und vertieft. Die Übernahme häuslicher Pflichten wird genauso erfüllt, wie die Gestaltung der Wohnstätte und der Zimmer. 

Im Straßenverkehr sollen sich die Bewohner so selbst- ständig wie möglich bewegen. Auch die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln steht im Vordergrund. Das körperliche Wohl und die Gesundheit des Einzelnen sollen immer im Gesamtrahmen mit beachtet werden.

Auch die soziale Kompetenz kommt nicht zu kurz: Kontakte zwischen den Bewohnern, Kontakte zu Nachbarn, zu Eltern, Angehörigen und Freunden außerhalb der Wohnstätte werden gepflegt. Wir sind bemüht für die Menschen mit geistiger Behinderung einen Lebensraum zu schaffen, der ihren Bedürfnissen gerecht wird und ihnen gleichzeitig die notwendigen individuellen Hilfestellungen gibt.

Eine enge Zusammenarbeit der Wohnstätte mit der von den Bewohnern besuchten Werkstatt für Behinderte ist selbstverständlich. Nur so kann der gesamte Tages- und Lebensablauf der Bewohner kontinuierlich und pädagogisch sinnvoll begleitet werden. Darüber hinaus werden aber auch - wie schon oben erwähnt - zu Einrichtungen in der näheren Umgebung Kontakte geknüpft und schon vorhandene Kon- takte der Bewohnerinnen und Bewohner aufrechterhalten: Kirche, Rotes Kreuz, Sportvereine, Jugendgruppen, Freizeitclubs, VHS usw. Auch Besuche von Theater, Kino, Konzerten, Ausstellungen, Sportveranstaltungen, Restaurants, Cafés, Kaufhäusern, Post, Friseur, Bank sind möglich oder werden möglich gemacht.

Wohnen in einer Wohnstätte bedeutet für uns nicht nur Versorgung, Unterkunft und Verpflegung, sondern Geborgenheit und Eigenständigkeit, Privatheit und Gemeinschaft, die Möglichkeit des Rückzugs und Offenheit nach außen. Die uns anvertrauten Menschen mit geistiger Behinderung sollen so normal wie möglich in einer größeren Familie leben können und dazu jede Hilfe bekommen, die sie benötigen.