Autor:
©
fritz Letsch
*
Aktuelles
nun auf
http://home.arcor.de/letsch/homepage.htm
verwandtes Thema: pflegeausbildg.htm
Die neueren Bilder und Inszenierungen im BLOG http://seniorentheater.blog.de
Das Seniorentheater des ASZ Manzostrasse präsentierte:
Ein bunter Strauß an Szenen ...
Mittwoch
8. Juni 2005 zum Gemeindefest in St.
Ursula am Kaiserplatz
und am Mittwoch, 29. Juni zum 25-jährigen Jubiläum
des
Alten- und Service - Zentrum Allach -Untermenzing, im Theatersaal
Manzostr. 105
sowie am 24. Oktober 2005 im Gemeindesaal der Erlöserkirche
Münchner Freiheit -> Gemeindesaal an der Ungererstrasse, 1. Stock, Lift
Szenen und Mitwirkende
Zwei Brötchen mit Regina Schreiner und Martin Krauth
Die Fahrt nach Weimar mit Lisa Gietl und Irmgard Krauth
Der geschlitzte Rock mit Friedl Möckesch und Gisela Zimmermann
Vor Gericht mit Irmgard und Martin Krauth, Kurt Graf
musikalische
Begleitung: Gustl Viechter
Regie und Einführungen Fritz
Letsch
Seniorentheater des
Alten- und Service - Zentrum
Allach -Untermenzing, Manzostr.
105
80997 München 089- 171 19 69-0, fax -24
Bus 162
+163 bis fast vor's Haus, mail asz1allach@paritaet-bayern.de
Neue
Mitwirkende, auch absolute Anfänger, sind uns herzlich
willkommen!
Bilder
von der Aufführung unserer Weiss-Ferdl-Bearbeitung "Ein
Wagen von der Linie 8"
beim Sommerfest 2003 und VARENKA, das
Winterstück von Krieg Flucht und Zusammenhalt,
Das
Wartezimmer (Sommer 2004) und Der grosse Fang, ein Räuberstück
von Regina Schreiner
im Internet auf den Seiten
http://home.arcor.de/letsch/seniorentheater.htm
Unser nächstes Räuber-Stück ist schon fast fertig
und hat am 29.11.2005 um 14 Uhr Premiere im Saal des
Hans-Sieber-Haus, Manzostr. 105, D-80997 München
Generalprobe offen für KollegInnen: Mo 28.11. ab ca. 14 Uhr
Buchungen,
Termine und Kontakt: Fritz Letsch, Schellingstr. 91, 80799
München
gerne per mail: fritz.letsch@arcor.de
089-45 222 668 oder 0171-99 76 231
Theaterzettel zum Herunterladen: theaterzettel so 2005.pdf
In Vorbereitung:
Ein
Herbst- und Adventsstück für Dez 2005:
Eine
Weiterführung unserer Räubergeschichte?
Die Räuber feiern Weihnachten?
Ein Faschingsprogramm für die Erlöserkirche 2006:
Auch hier eine Weiterführung unserer Räubergeschichte?
Das
Seniorentheater ASZ Manzostrasse präsentierte im Januar 2005 in
der Erlöserkirche:
D
e r g r o ß e F a n g
Eine
Räubergeschichte in einem Akt von Regina
Schreiner
Räuberhauptmann
Kurt Graf
1.
Räuberbraut Friedl Möckesch
2.
Räuberbraut Gisela Zimmermann
Räuber
Martin Krauth
Räuberfrau
Irmgard Krauth
Räuberlehrling Lisa
Gietl
Gefangene Regina Schreiner
Musikus
Gustl Viechter
Regie
Fritz Letsch
dann nächstes
Stück: 8. Juni 2005 nachmittags in St. Ursula:
Ein
Sommer-Nachmittag unter Bäumen?
Seniorentheater des
Alten- und Service - Zentrum
Allach -Untermenzing, Manzostr.
105
80997 München 089- 171 19 69-0, fax -24
Bus fast
bis vors Haus, mail asz1allach@paritaet-bayern.de
Neue
Mitwirkende, auch Anfänger, sind uns herzlich willkommen!
Bild
von der Aufführung unserer Weiss-Ferdl-Bearbeitung "Ein
Wagen von der Linie 8"
beim Sommerfest 2003 von Friedl
Möckesch` Sohn:
Ein
Wagen von der Linie Acht Couplet vom Weiss Ferdl
Vorspiel:
Einsteigen bitte ...
Ein Wagen von der Linie Acht,
Weiss-blau
fährt ratternd durch die Stadt.
So fährt der Wagen
schnell dahin,
Die Menschen, die im Wagen drin,
Die schaun
gar grantig, niemand lacht,
Da drin, im Wagn der Linie Acht.
Vorsicht, der Wagen ist besetzt!
Ein Wagen von der Linie
Acht (In die Mitte gehen! -)
Weiss-blau, fährt ratternd durch
die Stadt, (noch jemand ohne? ---Kling kling, bim bam.
So
fährt der Wagen schnell dahin,
Die Menschen, die im Wagen
drin,
Die wackeln hin und her ganz sacht,
Da drin im Wagn der
Linie Acht.
Bavariastrasse.... Vorsicht, der Wagen ist
besetzt!
Ein Wagen von der Linie Acht,
Weiss-blau, fährt
ratternd durch die Stadt, (noch jemand ohne? ---Kling kling,
bim bam.
So fährt der Wagen schnell dahin, - (Sie
Lümmel! )
Die Menschen, die im Wagen drin, - (Rindvieh! )
Die
schaun sich bös an, sind verkracht, - (Affe! )
Da drin, im
Wagn der Linie Acht. - (Rhinozeros! )
Der Wagen ist besetzt!
-Ich will doch aussteign! -Dös hättn's Eahna früher
überlegn müssn!
Ein Wagen von der Linie Acht, (In die
Mitte gehen! -Dann komm ich ja wieder nicht naus!)
Weiss-blau,
fährt ratternd durch die Stadt, (Bei der Endstation gehts dann
scho.)
Kling, kling, bim bam. (Drücken Sie doch nicht so! -
Ich druck ja net, da hintn druckns.
So fährt der Wagen
schnell dahin, (Hast sie gsehn mit dö roten Fingernägl?)
Die
Menschen, die im Wagen drin, (Unds Maul ogstricha, da graust mir
scho.)
Neipfercht als wie in einen Schacht, (Liaba a ogstrichns
Maul, wie so a bissigs!)
Da drin im Wagn der Linie Acht. (Da helfn
die Mannsbilder zamm, wenn's um so a Flitscherl geht!
Bogenhausen!
.......... Vorsicht, der Wagen ist besetzt!
Ein Wagen von der
Linie Acht, (In die Mitte gehen! )
Weiss-blau, fährt ratternd
durch die Stadt, (Noch jemand ohne?) -- Kling,
kling, bim bam.
Ach Gott, ich krieg keine Luft mehr! - Ja,
wirklich? Dann gibst mir doch gschwind deine Lebensmittel-Karten!
So
fährt der Wagen schnell dahin, (Vier hängen am
Trittbrett)
Die Menschen, die im Wagen drin, (Schaun gar nimma
hin, wenn einer runterfällt)
Die haa - ben sich - nur - in -
Verdacht, (Der hat halt net zahln wolln)
So sinds im Wagen der
Linie Acht.
Stachus, Karlsplatz! ................ Vorsicht,
der Wagen ist besetzt!
Ein Wagen von der Linie Acht (In die Mitte
gehen! -)
Weiss-blau, fährt ratternd durch die Stadt, (noch
jemand ohne? ---Kling kling, bim bam.
Sie, lassen S' Eahna
Nasntröpferl net grad auf mi nauffalln! - Hinauf ko is net falln
lassen ...
So fährt der Wagen schnell dahin, (Kurt:
Fahrberechtigungsausweis!)
Da schaut jetzt mancher gradaus drin,
(Macht zwei Mark! )
Ja freili, ho; dös war ja glacht, (Dann
steign S' aus.)
Jawohl, dös tua-r-i, gebn S' nur acht. (Da
muss i a so raus!)
Kurt:
Gabelsbergerstrasse! ... Vorsicht der Wagen ist besetzt!
Ein
Wagen von der Linie Acht (In die Mitte gehen! -)
Weiss-blau,
- fährt - weiter - durch -
die - Stadt. 
Das
Seniorentheater ASZ Manzostrasse präsentierte:
VARENKA
Ein Stück zu Krieg und Flucht im Winter
nach
einer russischen Erzählung
Varenka lebt in Bescheidenheit
in ihrer Hütte im Wald.
Dann kommen aufgeregte Nachbarinnen
und ...
... am Ende bleibt
ein Ausblick in die Zeit nach dem Krieg.
Babuschka, die
Erzählerin - Friedl Möckesch
Varenka,
die im Wald lebt - Elfriede Kießl
Pjotr,
der Ziegenhirt - Kurt Graf
Timofei, ein
alter Mann - Gustl Viechter
Katharina,
Frau aus dem Dorf - Gisela Zimmermann
Jelena,
Mutter von Bodula - Lisa Gietl
Olga, Frau
aus dem Dorf - Irmgard Krauth
Dimitri,
Maler, Deserteur - Wiebke Maurus
Bodula,
Tochter von Jelena - Sabrina Schmitt
Licht
und Technik - Jan Lindemann
Regie -
Fritz Letsch
VARENKA
Ein Stück zu Krieg und Flucht im Advent
nach einer
russischen Erzählung.
Varenka lebt in Bescheidenheit in
ihrer Hütte im Wald.
Dann kommen aufgeregte Nachbarinnen und
...
... am Ende bleibt ein
Ausblick in die Zeit nach dem Krieg.
Die Gruppe spielt die Szenen
mit wenigen Requisiten,
in eher einfacher, fast ärmlicher
Ausstattung.
Hintergrund kann in hellbraunem Packpapier
ausgeschlagen sein,
eine Hütte im Wald von ein paar
Quadratmetern andeuten,
zwei ungeschmückte Bäume
seitlich und ein Fenster angedeutet,
gespielt wird ebenerdig und
in einem Flur mitten durchs Publikum,
ca 20 Minuten / halbe
Stunde, russische Musik und Ruhe ...
Welche Fähigkeiten
brauchen wir, Not und Angst zu verstehen,
sie gemeinsam und
menschlich zu bestehen?
... idealerweise zu Anfang mit Tee
und abschliessend mit Borscht für das Publikum serviert:
Wir
können auch für fachkundige KöchInnen sorgen, hier
schon mal das Rezept:
Borscht
Zutaten
Zubereitung
1 Zwiebel
1 grüne Paprikaschote
1 Stange
Porree
1-2 Esslöffel Tomatenmark
1 l Fleischbrühe
1 Gewürzgurke, gewürfelt
5-6 kleingeschnittene
Weisskohlblätter
geräucherte Bratwurst oder eine andere
würzige Wurst
Salz, Fondor, Basilikum, Paprika,
Suppenkräuter
1 Becher saure Sahne
Die
Zwiebel, das Porree und die Paprikaschote in einem ausreichend
grossen Topf mit etwas Fett andünsten.
Dann gibst Du das
Tomatenmark hinzu und füllst das ganze mit der Fleischbrühe
auf.
Die Gurkenwürfel kannsst Du nun auch dazugeben.
Die
Weisskohlblätter in einer Pfanne mit Butter goldgelb anbraten
und in die Suppe geben.
Dann das Würstchen, in Scheiben
geschnitten, ebenfalls hinzugeben.
Das Ganze dann je nach
Geschmack würzen und ca. 20 min. ziehen lassen.
Zum Schluss
den Becher saure Sahne daruntergeben.
Fertig !
Borscht mit
Dank von ©
http://www.kosaken.de/ueberraschung/borscht.html
Varenka,
Weihnachtsstück nach einer russischen Erzählung
Babuschka,
die Erzählerin - Friedl
Möckesch
Varenka, die im Wald lebt -
Elfriede Kießl
Pjotr, der Ziegenhirt -
Kurt Graf
Timofei, ein alter Mann - Gustl
Viechter
Katharina, Frau aus dem Dorf - Gisela
Zimmermann
Jelena, Mutter von Bodula - Lisa
Gietl
Olga, Frau aus dem Dorf - Irmgard
Krauth
Dimitri, Maler, Deserteur - Wiebke
Maurus
Bodula, Tochter von Jelena - Sabrina
Schmitt
Licht und Technik - Jan
Lindemann
Regie - Fritz
Letsch
Babuschka
erzählt:
In den Weiten Rußlands lebte einst eine Witwe.
Sie hieß Varenka.
Tief zwischen den Bäumen, wo nur
ganz selten jemand hinkam,
stand Ihr kleines Haus.
Alles,
was sie brauchte, hatte Varenka: einen Tisch, Stühle,
einen
Vorratsschrank für Brot, Speck und Käse,
Geschirr und
Töpfe und einen warmen Ofen.
Varenka war zufrieden.
Eines
Tages jedoch kamen Leute bei ihr vorbei:
Katharina und Olga
aufgeregt zu Varenka:
"Es ist Krieg! Ein schrecklicher Krieg!
Varenka, wo bist du?
Olga: Wir müssen fliehen, das Dorf ist
fast schon abgebrannt.
Pack deine Sachen zusammen, die Soldaten
kommen jeden Tag näher,
bald sind sie auch hier. Mein Dorf
ist völlig zerstört!
Katharina Pack das Nötigste
zusammen und komm mit uns, bevor dir etwas geschieht;"
Varenka
voll Angst: Aber wenn ich mit euch komme, wer wird da sein für
Leute auf der Flucht?
Wer wird da sein für die Leute, die auf
der Flucht sind, die sich im Wald verirren?
Und wer wird da
sein für die Tiere, wenn der Winter kommt
und alles
überzieht mit Eis und Schnee? Nein, ich muss bleiben!
Nein,
zieht ihr weiter, aber ich muß bleiben.
Jelena kommt von
hinten: Bodula! Bodula! Hat jemand mein Kind gesehen?
Varenka:
Jelena! Willst du auch weg?
Jelena: Hast du mein Kind gesehen, die
Bodula! Ich hab sie verloren, auf der Flucht.
Varenka: Deine
Bodula! Das ist ja schrecklich! Gott möge uns alle beschützen.
Geht ihr weiter, ich muss bleiben! Vielleicht kommt sie ja auch noch
nach?
Da eilten die Leute fort, Varenka aber blieb zurück.
Wenn es ganz still wurde im Wald stand sie und lauschte. In der Ferne
konnte sie schon das Donnern der Kanonen hören.
Varenka:
Heute sind sie nur leise zu hören,
aber schon morgen können
sie da sein.
Was soll nur aus mir werden?
Varenka
verschloß die Tür, und als sich der Abend senkte, da
betete sie:
"Bitte, lieber Gott, baue eine Mauer um mein
Haus,
dass die Soldaten es nicht sehen und der Krieg
vorüberzieht!"
In der Nacht verstummten die
Kanonen. Es lag Friede über dem Wald mit Varenkas Haus. Alles
war still. Nur ein paar Wölfe heulten einsam in die Dunkelheit.
Aber Gott kam nicht, niemand baute eine Mauer um Varenkas Häuschen.
Als der Morgen anbrach, ging Varenka Reisig sammeln.
Wieder
hörte sie das Donnern der Kanonen, heute schon viel näher,
Varenka: Heute sind sie schon näher, und schon morgen
können sie da sein.
Was soll nur aus mir werden?
(Sammelt weiter Reisig)
Kurz nachdem sie am Abend noch Hause
zurückgekeht war, klopfte es an ihre Tür. Draußen
stand Pjotr, der alte Ziegenhirt, mit einer kleinen Ziege auf dem
Arm.
Varenka: Pjotr, was tust du hier? Wieso bist du nicht zu
Hause bei deinen Tieren?
Pjotr zuckt die Schultern: Da ist nichts
mehr außer mir und dieser kleinen Ziege!
Varenka: Was, da
ist nichts mehr?
Aber Varenka, alles haben die Soldaten genommen,
meine Hütte niedergebrannt.
Varenka, können wir bei dir
bleiben?
Ich weiß nicht mehr wohin - bald kommt die
Nacht
und wenn uns die Kälte nicht umbringt, tun es die
Wölfe!"
Varenka: Komm herein, Setz dich, ich bringe
dir eine Suppe! Gott segne uns ...
Varenka brachte Pjotr mit
seiner Ziege ins Haus. Sie machte ein großes Feuer im Herd und
schweigsam löffelten sie ihre Suppe.
Und als sich der Abend
senkte, da betete sie:
Varenka: "Bitte, lieber Gott, baue
eine Mauer um mein Haus, damit die Soldaten es nicht sehen und der
Krieg vorüberzieht!"
Wieder verstummten in der Nacht
die Kanonen. Es lag Friede über dem Wald mit Varenkas Haus.
Alles war still. Nur ein paar Wölfe heulten einsam in die
Dunkelheit aber Gott kam nicht, niemand baute eine Mauer um Varenkas
Häuschen,
Auch am nächsten Morgen ging Varenka in
den Wald, sammelte den ganzen Tag Holz und Reisig für den langen
Winter.
Am Nachmittag fand sie einen alten Mann, der in einem
hohlen Baum schlief.
Varenka:
"Väterchen, Wach auf!", Hier kannst du nicht
schlafen!
Entweder erfrierst du oder die Soldaten werden dich
finden und fortschleppen. Was machst du hier, woher kommst du,
Hörst
du nicht die Kanonen donnern? Sie sind schon ganz nah! Wie heisst du
denn?
Timofei: Timofei!
Bei mir ist alles kaputt, die Soldaten
haben alles niedergebrannt. So bin ich in den Wald geflohen.
Varenka:
Komm mit mir, du kannst in meiner Hütte bleiben, Pjotr ist auch
schon da ... dann wird’s auch für drei reichen ... Gib ihm
einen heissen Tee, Pjotr, damit er sich aufwärmt ...
Varenka:
(geht wieder Reisig sammeln, sieht den jungen Mann, der sich
versteckt)
Hallo, Mein Junge, wovor hast du Angst?
Dimitri: Ich
dachte, die Soldaten sind schon da. Vor denen bin ich grade
geflohen.
Ich bin Maler, ich bin Pazifist, ich wollte nicht zu den
Soldaten .
Varenka: komm mit mir, ich werde dir etwas zu essen
geben und einen Platz zum Schlafen werden wir auch noch haben.
(Alle trinken Tee, dann gibt es Suppe, alle essen, ...)
Varenka
betet:
Lieber Gott, bau eine Mauer um das Haus,
damit die
Soldaten es nicht sehen und der Krieg vorüberzieht.
(Alle
legen sich nach und nach hin....)
In der Nacht verstummten die
Kanonen. Es lag Friede über dem Wald mit Varenkas Haus. Alles
war still. Nur ein paar Wölfe heulten einsam in die Dunkelheit.
Aber Gott kam nicht, niemand baute eine Mauer um Varenkas
Häuschen.
Als Varenka gegen Morgen aus dem Fenster
schaute, aber keine Mauer um ihr Haus sah, ergriff sie große
Angst.
- (schaut zuerst hinaus,)
- Herrgott, hilf uns doch,
was soll ich nur tun?
- Die Soldaten sehen uns doch, wir sind
schutzlos!
-
Sie heizt den Ofen kräftig ein, um
Brot und Kuchen zu backen.
Während sie den nächsten
Teig knetete und in den Ofen schob, hörte sie draußen
jemanden leise weinen. Sie schaute aus dem Fenster und sah ein
kleines Mädchen, in den Armen hielt es eine Taube.
Varenka:
Mein
Kind, was machst du so allein, was ist mit dir, woher kommst du und
was machst du hier im Wald? Hörst du nicht den schrecklichen
Lärm der Kanonen?
Du solltest zu Hause sein bei deinen
Eltern!
Bodula: Ach, ich bin allein, meine Mutter habe ich
auf der Flucht verloren. Da bin ich in den Wald gerannt. Und bei dir
roch es so gut noch frischem Brot!
Varenka: Komm herein, Kind.
Bleib da, bis wir deine Eltern wiederfinden.
Bist du denn
vielleicht Bodula? Deine Mutter war vor ein paar Tagen hier!
Bleib
bei uns, sie kommt vielleicht wieder vorbei, sie sucht dich ja.
Dimitri ...
Varenka gab ihr Brot, Kuchen und Tee. Den ganzen Tag
lang hörten Varenka, Bodula, Dimitri, Pjotr und der alte Timofei
voller Angst das Donnern der Kanonen.
Varenka
verschloß die Tür, und als sich der Abend senkte, da
beteten sie wieder:
Zuerst Varenka: Bitte, lieber Gott, heute
Nacht musst du kommen, baue eine Mauer um mein Haus, damit die
Soldaten uns nicht sehen und der Krieg vorüberzieht!
Dann
Alle: "Bitte, lieber Gott, heute Nacht musst du kommen, baue
eine Mauer um unser Haus, damit die Soldaten uns nicht sehen und der
Krieg vorüberzieht!" amen,
Auch in dieser Nacht
verstummten die Kanonen. Wieder lag Friede über dem Wald mit
Varenkas Haus. Alles war still. Selbst die Wölfe heulten nicht
in der Dunkelheit.
------------------------ es schneit
------------- (Varenka schleicht zum Fenster, öffnet vorsichtig
einen der Läden: Es fällt dichter Schnee.)
Varenka ruft
leise Bodula, Dimitri, Pjotr und den alten Timofei und schweigend
betrachteten sie das Wunder und dankten Gott.
Alle
durcheinander:
- Wir sind eingeschneit!
- Eine Mauer aus
Schnee, seht nur, wir sind gerettet,
- Die Soldaten werden uns
nicht sehen!
- Werden wir hier den Winter überstehen?
-
Haben wir zu essen? Wird es reichen?
- Gott sei Dank ...
- Und
Holz, Decken zum Wärmen haben wir auch ...
Und es
schneite immer weiter, die ganze Nacht, mehr und immer mehr, und als
der Tag anbrach, war von Varenkas kleinem Haus nichts mehr zu
sehen.
Kurz darauf kamen die Soldaten. Sie machten jede Menge
Krach und durchsuchten den Wald. Varenka, Bodula, Dimitri, Pjotr und
der alte Timofei kauerten sich ängstlich aneinander. Ganz dicht
waren die Soldaten bei Varenkas Haus. Aber sie zogen vorbei! So dicht
hatte der Schnee das Häuschen bedeckt, daß sie es nicht
sahen!
Es ist ruhig, man hört nichts mehr. Sind die
Soldaten weg?
Varenka schaut vor die Tür, ...
Danke,
lieber Gott, wir danken dir für die Mauer um unser Haus,
die
Soldaten haben uns nicht gesehen
Alle nacheinander, im
Gespräch:
Pjotr: Was meint ihr, wie geht es weiter?
...
Dimitri, Die kommen nicht mehr, die sind weiter
gezogen!
Bodula: Wir sind eingeschneit, aber wir haben zu
essen und trinken,
Timofei ja, und Feuer und Holz und Decken uns
warm zu halten
Varenka: Die Angst ist vorbei ...
Dimitri:
Kommt, wir holen uns schon mal den Frühling in die Hütte,
wir haben auch noch Farben genug, - alle beginnen zu malen oder zu
kochen ...
Die Geflohenen Frauen, Katharina, Jelena, und Olga
tasten sich noch durch den Schnee:
Katharina: Varenka, wo bist
du, bist du noch da?
Da vorne müsste ihre Hütte
sein!
Ich seh den Rauch, ist das ihr Kamin?
KLOPFEN
Varenka:
Ja, Katharina, Olga, da seid ihr wieder!
Olga: Der Krieg ist aus!
Wir haben ihn überlebt, ...
Varenka: Jelena, Du wirst
schauen, wer bei uns ist ...
Habt ihr Durst, Hunger? Setzt euch
...
Katharina: Ein Glück, dass du dageblieben bist, Varenka
...
Musik (?) ---------------------------------------------
Es
reichte über den Winter, weil sie teilen konnten, was sie
hatten. Und wenn wir alle teilen, dann reicht die Suppe auch hier für
uns alle.
Die
Soldaten waren fort, der Krieg ging vorbei und der Friede kam. Als
die Sonne wieder zwischen die Bäume brach und der Schnee
schmolz, verließen Varenka, Bodula, Dimitri, Pjotr mit seiner
Ziege und der alte Timofei das kleine Haus.
Mit Katharina,
Jelena, und Olga begannen sie, das Dorf wieder aufzubauen.
Der
Frühling kam. Die kleine Ziege vom alten Peter bekam ein
Zicklein. Aus den Samen der weißen Blume, die Dimitri vor
Varenkas Haus gepflanzt hatte, wuchsen immer neue weiße Blumen.
Und die Taube flog weit fort, um in aller Welt zu verkünden, daß
der Friede wieder eingezogen war.
Bühne nach
Möglichkeiten,
An Requisiten brauchen wir vom Haus:
Möglichst alte Möbel: 5 Stühle, 2 Tische, 2 Bänke,
Holz-oder Packpapierwand,
vielleicht "Wald", Wandregal
...
wir bringen üblicherweise alte Decken, altes Geschirr,
Petroleumlampe, Samowar ...
Das Seniorentheater ASZ
Manzostrasse präsentiert Advent 2003:
Seniorentheater
des Alten- und Service - Zentrum
Allach -Untermenzing, Manzostr.
105
80997 München 089- 171 19 69-0, fax -24
Bus 77, mail
asz1allach@paritaet-bayern.de
Neue Mitwirkende, auch Anfänger,
sind uns herzlich willkommen!
Bilder von der Aufführung
unserer Weiss-Ferdl-Bearbeitung
"Ein Wagen von der Linie 8"
beim Sommerfest 2003 auf http://eineweltnetz.org,
wir freuen uns,
wenn Sie uns Ihre Bilder zukommen lassen.
Ein
gutes Pfund Äpfel
Bitte schön?
Ich möchte
gern ein Pfund schöne Äpfel!
Die sind alle schön.
Ich suche Ihnen welche raus
Warum wollen Sie denn welche
raussuchen?
Sie sagten doch extra, Sie wollten schöne!
Ja,
und da sagten Sie, die wären alle schön. Also brauchen Sie
doch keine rauszusuchen?
Ich wollte damit sagen, daß dies
eine ganz besonders gute Sorte ist!
Ich habe ja noch gar nicht
gesagt, welche Sorte ich möchte
Ja, welche möchten Sie
denn?
Boskop!
Bitte sehr, ein Pfund Boskop!
Sind die
schön?
Sehr schön, den Boskop-Apfel verkaufen wir sehr
gern!
Warum, muß der weg?
Wie kommen Sie denn
darauf?
Wenn Sie den Boskop-Apfel gern verkaufen, dann muß
das doch einen Grund haben?
Das sagte ich ja, das ist unser bester
Apfel
Also, dann geben Sie mir den Boskop-Apfel und den Rest von
einer anderen Sorte!
Welchen Rest?
Den Rest von dem
Pfund!
Wollen Sie denn nicht ein ganzes Pfund Boskop-Äpfel?
Haben
Sie denn so viele?
Ein Pfund ist doch nicht viel!
Nein, aber
Sie sprachen immer von dem Boskop-Apfel. Da nahm ich an, Sie haben
nur einen. Deshalb wollte ich den Rest von dem Pfund von einer
anderen Sorte nehmen.
Da haben Sie mich falsch verstanden. Ich
habe ich Ihnen ein gutes Pfund abgewogen, bitte! Macht 1,30.
Aber
an der Kiste steht doch 1,20 pro Pfund!
Deshalb sagte ich ja,ein
gutes Pfund!
Aber darüber hatten wir doch schon gesprochen,
daß ich nur gute Äpfel wollte!
Meine gute Frau, ich
meine damit, daß es nicht die genaue Menge ist. Es ist etwas
mehr. Deshalb 1,30!
Ach so. Bitte sehr!
Haben Sie es nicht
klein?
Doch, hier!
Das sind 1,20, was Sie mir gegeben
haben!
ja, fein, nicht, ich habe die genaue Menge!
Rechte
für diesen Text beim Autor,
mir grade leider nicht bekannt,
abgedruckt vor Jahren in der SZ
©
fritz Letsch
*
Copyleft:
Die Texte und Bilder auf diesen Seiten dürfen
gerne kopiert und abgedruckt werden,
wenn eine korrekte
Quellenangabe und eine Mitteilung / Abdruck an mich kommen.