Die interkulturelle Situation einer 7. Klasse in der Hauptschule an der Alfonsstrasse mit ihrer Klassleiterin Angela Ilmberger bildete den Ausgangspunkt unserer Zusammenarbeit: SchülerInnen aus 7 Herkunftsländern lernen mit Hilfe von Theater- Methoden, die auch noch aus einem anderen Kontinent stammen, ihre eigenen Situationen in Bildern und Szenen darzustellen.
zurück zur Übersicht Die Methoden des Theater der Unterdrückten, von Augusto Boal (Anm.1)aus Rio de Janeiro zusammengestellt, bildeten den Hintergrund unsrer gemeinsamen Arbeit:
Einfache Spiele mit komplexer Regel (2)führen schnell zu lockeren Bewegungen und großer Freude dabei, Achtung auf die Ausdrucksfähigkeit des Körpers schult gleichzeitig die eigene wie fremde Wahrnehmung.
STATUEN - THEATER ist die einfachste Form, einem Anderen Haltung, Ausdruck, Geste, Blick und Ton zu verleihen, im Bilder - Theater versuchen wir, sie zu verstehen und zu interpretieren.
Dadurch kommen wir auf spielerische Weise bei entsprechender Aufgabenstellung zu den Schlüssel- oder Generativen Themen,(3) die unsere Teilnehmenden bearbeiten wollen.
Für FORUM -THEATER bereiten wir mit den Teilnehmenden eine kurze Spielszene vor, in der ein "Held" exemplarisch scheitert: Dem Publikum bleibt vorbehalten, Lösungen für das Problem durch Übernahme der Hauptrolle zu finden.
Durch verschiedene Probe-Techniken verbessern wir das Spiel der Ausgangsszene so weit, daá das Publikum einerseits Genuß durch gute Spieltechnik, andererseits auch eine klare Aufgabenstellung bekommt.
Mit dem "Spiel als Tiere", dem "Spiel für Taube" oder durch wildes Fragenstellen festigen wir die Spielenden in ihrer Rolle, kleiden sie in ihrer Phantasie bis in Genauigkeiten aus.
Ein Familienabend mit vielen Freunden gab uns den Rahmen, die erprobten Szenen zu zeigen und einzelne davon auch durch Weiterspielen zu erproben, ein stolzes Folge-Ergebnis war dann die Vorstellung auf dem Sommerfest der Schule, die sie "ganz ohne Theaterpädagogen" schafften. Wolfgang Fänderl hat uns dabei mit der Kamera über die Schulter geschaut, die Interviews betreut und den Film daraus geschnitten.
beginnend mit einem kleinen imbiss mit
mitgebrachten
dingen, aktuellen erzählungen etc, dann einer kleinen serie
übungen
zu ausdruck, körper und stimme, präsenz und raum, gefolgt von
statuen, bildern und szenen zu den themen, klärung und fixierung
von
szenen, bis zur erprobung mit einem möglichen publikum und der
überprüfung
auf konsequenzen.
und öfter mal "SCHNUPPERSEMINARE"
15
- 18 + 19 - 21 Uhr: Fortbildungs-Tage
Halbtage zum Kennenlernen der Theater - Methoden, zum Austausch mit
KollegInnen und als Fortbildung für Interessierte, die ihre ersten
Versuche starten wollen oder schon gestartet haben. Weitere Termine und
Kostenbeitrag auf Anfrage beim INKOMM.
Euro 12,50.- für Privatpersonen, 20.- für Einrichtungen (mit Aufführungsrecht)
2 Hilf, Schwester, hilf: Paare stehen eingehängt, nur eines "spielt fangen", bis sich die /der Verfolgte bei einem anderen Paar einhängt: Die /der nun Dritte am anderen Ende wird nun FängerIn, und stürzt sich auf die / den bisherigen Fangenden. Falls gefangen wird, wechseln ebenfalls sofort die Rollen ... auch gut mit Alten, Schwerbehinderten oder psychisch Kranken oder in deren Rolle zu spielenzurück zum Haupttext
3 Generative Themen sind in der befreienden Pädagogik jene Themen, die von den Teilnehmenden als ihr Leben betreffend vorgestellt werden. Sie können, manchmal auch in symbolischer Bearbeitung, auf einen Lösungsweg gebracht werden, den die Teilnehmenden höchst motiviert selbst weiterverfolgen.zurück zum Haupttext
4 Paulo Freire: Pädagogik der Unterdrückten, rororo TB Hamburg 1973
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