Seit langer Zeit schon gibt es in Liefenroth eine Dorfgemeinschaft. Auch wie diesen offiziellen Namen so noch nicht gab, hielten die Liefenrother sehr gut zusammen. Manche behaupten, und das sicherlich auch mit Recht, besser. Der Grund ist ganz einfach, die Menschen hatten früher außer ihrem Wohnort, und dem dort ansässigen Verein kaum etwas Anderes. Wenn es Fernsehen gab, dann nur drei Programme, ein Auto hatten auch nur ganz Wenige. Heutzutage bekommen die Menschen mehr geboten, aber trotzdem kann man auch heute sagen, bis auf wenige Ausnahmen hält Liefenroth sehr gut zusammen. 

Früher gab es im Ort gar einen Dorfgemeinschaftraum, der dem Haus Nr. 37 - heute - angebaut war (in dem Haus wohnte früher der Ortsvorsteher Karl Willmund). In dem Raum und auf dem davor liegenden Platz mit kleinem Toilettenhäuschen wurden in den 50er, 60er und Anfang 70er Jahre Dorffeste, Nikolausfeiern und sogar Schützenfeste gefeiert. Als Karl Willmund nicht mehr war, kam ein anderer Hausbesitzer und der Raum und alles Andere wurde einer anderen Bestimmung übergeben. Mittlerweile gibt es wieder eine Art Gemeinschaftsraum... Nachdem Erika Marx 2006 starb war das Haus zu groß, für Angelika und Günter. Es wurde ein 'Fetenraum' geschaffen, den auch die Dorfgemeinschaft nutzen kann.

Nach dem Schließen des damaligen Raumes war relativ lange Ruhe bei der Dorfgemeinschaft, aber sie fand dann Anfang der 80er auf Initiative von Lothar Winkelhoch und Günter Marx wieder zusammen. In den 80er Jahren konnten wir immerhin ein über 300 Wochenendhäuser großes Bauvorhaben an einem Hang oberhalb des Ortes verhindern. Dieses, wenn viele Kölner am Wochenende gekommen wären, hätte mit Sicherheit dem kleinen Ort in seinem Charakter geschadet. Als weitere Erfolge der letzten Jahre könnte man den Bürgersteig Richtung Vollmerhausen, 70-Schilder vor den Ortschildern (dadurch können Radarkontrollen stattfinden), ein gemeinsam gebauter "Starenkasten", einige Ruhebänke rund um den Ort und viele andere kleine Erfolge und Aktionen mit und rund um den Ort. Mittlerweile ist der Bürgersteig sogar durchgehend geteert. (Bis auf eine Engstelle schon weit in Vollmerhausen, diese könnte man, zu Fuß oder mit dem Kinderwagen, aber durch das "Hohl" umgehen). Außerdem haben wird seit 2006 2 Verkehrsinseln zur Verkehrsverlangsamung.

Auch feiern wir wieder jedes Jahr ein Dorffest, machen ein Osterfeuer und auch eine kleine Nikolausfeier mit den jüngeren Kindern wird gemacht. Auch eingebürgert hat sich nach der Jahreswende eine Himmelfahrtswanderung und ein Halloweenfest (was in Liefenroth weniger mit Halloween, eher mit dem Abschlussfest, bekannt aus den Asterix-Heften, zu tun hat (alle sitzen rund ums Feuer)). Mittlerweile hat auch das Halloweenfest ausgedient (war den meisten wohl immer zu kalt). Aktuell kommt gut an, ein Oktoberfest, mit entsprechendem Bier und anderen Spezialitäten aus dem "südlichen Deutschland". Außerdem gibt es nun schon seit Jahren im Frühjahr eine Reinigungsaktion im und rund um den Ort. Sie MUSS mittlerweile, auf Grund des starken Müllbefalls, jährlich durchgeführt werden. Die einsamen Stücke vor bzw. hinter dem Ort, verleiten scheinbar viele dazu, dort ihren Müll einfach raus zu werfen. Bemüht sind wir auch darum, die Verkehrssituation (es wird immer noch sehr schnell gefahren) weiter zu entschärfen. Einzelheiten zu aktuellen Aktionen an anderer Stelle. Über den Erfolg mancher Maßnahme lässt sich sicher streiten, eins ist jedoch sicher, bei Nicht-Liefenrothern stoßen wir häufig auf Unverständniss... Jeder sollte mal darüber nachdenken, wenn seine Kinder an der Straße spielen und ein Auto oder nicht selten auch ein Lastwagen fährt mit weit über 50 daran vorbei... Wir wissen wie das ist und deswegen werden wir weiter machen...

Nicht jeder ist heut zu Tage in der Dorfgemeinschaft, aber doch ein großer Teil. Zur Zeit zählen wir ca. 35 Mitglieder (über 60% der Liefenrother!!!). Leider werden immer wieder private Dispute in die Gemeinschaft hinein gezogen, obwohl sie dort nichts zu suchen haben. Die Dorfgemeinschaft arbeitet alleine nach dem Sinn "Gemeinsam sind wir Stark". Offizielle Posten haben wir zwei: einen Kassierer (um den geringen Beitrag 'einzutreiben') und einen Vorsitzenden, der die Versammlungen leitet, sich um den Schriftverkehr kümmert und gegenüber der Stadt und anderen Institutionen als Ansprechpartner fungiert. Von den Beiträge finanzieren wir (zum Teil) die Festivitäten und kleine Geschenke .... bei Geburten, runden Geburtstagen, Hochzeiten und Sterbefällen.

Vorsitzender ist zur Zeit - Günter Marx   

Kassenwart ist zur Zeit - Andreas Hühn  

Blau = Aktualisierung, Anfang 2011

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