Sora und wie alles begann
Es ist September 2007, ich sitze mal wieder vorm PC und durchwühle irgendwelche Internetseiten... Und dann fällt mir ein Bild auf, zu sehen ist ein Haflinger-Fohlen auf einer grünen Wiese. Es war auf einer Internetseite wo man für viele andere Pferde und auch Fohlen ein neues Zuhause suchte um sie vor dem Schlachter zu retten. Irgendwas faszinierte mich an dem Bild, auch wenn da nichts besonderes zu sehen war...
Es ist Anfang Oktober, eine Freundin erwähnte, das sie noch ein Fohlen als Gesellschaft für ihr Stutfohlen suchte. Ich dachte wieder an dieses Bild, was ich eine Woche zuvor gesehen hatte und erzähle ihr davon. Doch auch sie meinte "Was ist denn da so besonderes dran?" Ich weiß es nicht, irgendwie spürte ich schon, es soll meins werden.
Ein paar Tage später, wird mir erzählt, man müsste nach Aschaffenburg fahren und ein anderes Fohlen abholen. Wäre ja die Gelegenheit doch noch bis nach Bayern durchzufahren vorher. Gesagt getan, Kontakt mit der netten Dame aufgenommen, Anzahlung überwiesen und 3 Tage später sitzen wir zu 3. in einem geliehenen Bus mit eigenem Hänger und machen uns auf den Weg nach Bayern.
Es ist abends 20 Uhr als wir bei unserer 1. Station ankommen, wir haben ca. 10 Stunden gebraucht. Ich erkenne Sora unter den 15-20 anwesenen Haflingerfohlen sofort. Was sie so gut auffindbar machte war ihre Punkermähne. Für jemand anderen war dann noch ein Haflingerfohlen (Hengst) reserviert.
Erst mal das schriftliche erledigt "Juhu, sie ist meine!"...
Es war dunkel, der Auslauf mega-matschig und ich hatte keine Gummistiefel dabei. Sora und der Hengst kannten es gar nicht geführt zu werden. Wollten aus dem Paddock nicht raus, ein Problem wenn dabei noch 10 andere Fohlen mit raus wollen. Irgendwann war das ganze geschaft, doch das nächste Problem steht bevor:
Wie kriegt man die aufm Hänger??? Gesagt, getan, mit Strick hinter den Batzen "schieben".
Es ist mittlerweile ca 21 Uhr. Wir treten die Fahrt nach Aschaffenburg an, wo wir gegen 22.30 Uhr "am Stall" ankommen. Aber die Arbeit ist noch nicht getan.
Man sieht von oben jemanden mit einer Taschenlampe leuchten, erste frage von mir zu meiner Freundin: "Wo müssen wir denn hin???" Ihre antwort mit einem grinsen: "Ja da hoch!" Ich denk mir, das kann ja was werden.
Sora war ganz lieb, ließ sich ohne Probleme führen. Doch der Hengst hatte wohl schon seine manieren kennen gelernt, so das wir glatt tauschten und ich mit meiner Freundin den Hengst zusammen führte und unsere 3. Person Sora nahm.
Jedenfalls kamen wir dann irgendwie irgendwann "oben" an und waren erleichtert, als die 2 endlich in ihrer Übernachtungsbox standen...
Der nächste Morgen, wir sitzen im Auto auf dem Weg zum Stall und staunen... "Wie, da haben wir die Fohlen hochgeführt?" Ja haben wir, vom optischem her konnte man meinen man wäre in den Alpen oder sogar auf einer Österreichischen Alm...
Unsere 2 Fohlen mit dem 3. bekannt gemacht, klappte alles gut, also den Weg wieder runter (man konnte da ja nicht mit dem Hänger hoch...). Fohlen drauf und ab zum Ruhrgebiet...
Angekommen sind wir mit mehreren Pausen so ca. halb 3 mittags. Es war superschönes Wetter, Fohlen in den Auslauf gestellt zum Beine vertreten und die Box fertig gemacht.
Wir sind heile angekommen, nichts ist schief gegangen, die Welt war OK...