Ein Besuch im Porsche-Werksmuseum in Stuttgart Zuffenhausen

im Frühling 2oo4

 

An einem der ersten schönen Frühlingstage des Jahres 2oo4, fuhren wir nach Stuttgart um das Porsche Werksmuseum zu besichtigen.

Empfangen wurden wir in Stuttgart Zuffenhausen von herrlichem Sonnenschein sowie frühlingshaften Temperaturen von 23,5° cels.

Da ich schon des Öfteren in diesem Museum war, auch schon vor der Erweiterung dieser "heiligen Hallen", wusste ich ungefähr was uns dort erwartet. Einige Besucher sind ja von der Größe und der Anzahl der dort ausgestellten Exponaten etwas enttäuscht, weil sie mehr erwartet hatten. Hierzu kann ich eigentlich nur feststellen, dass man dieses Museum weder mit Audi, VW, BMW bzw. DaimlerChrysler und anderen Großserienherstellern vergleichen sollte. Am Stammsitz der PAG, sind halt gewisse Vorgaben an die Größe des Museums und die Ausdehnungsmöglichkeiten gegeben, die nur sehr schwierig und mit recht großem Aufwand zu verändern sind. Ich selber würde mir wünschen wenn die Firma Porsche mit Ihrer Historie und Renngeschichte, etwas mehr in dieser Richtung tun würde ... aber vielleicht kommt da ja in naher Zukunft noch etwas Erfreuliches auf uns zu.

Bei unserer Ankunft wurden wir von einem sehr Freundlichen Mitarbeiter des Hauses Porsche begrüßt und auf die Frage hin, wo wir denn parken könnten, bot er uns für kurze Zeit eine Möglichkeit auf dem Kundenparkplatz an.

Dieses Angebot nahmen wir dankend an und stellten unseren Wagen in angenehmer Nachbarschaft ab. 

Nach den obligatorischen Bildern für die Nachwelt, traten wir den Weg ins Museum an.

 

Seit dem Jahr 1975 sind hier im Wechsel ca. 50 Fahrzeuge aus dem weit größeren Museumsbestand zu sehen und geben einen Überblick über die Automobilentwicklung im Hause Porsche, die um die Jahrhundertwende begann.

und nun zu den Exponaten:

Porsche 911GT1, 1998 Doppel-Sieger in Le Mans sowie gleichzeitig der 16. Erfolg der PAG auf der Traditionsstrecke in Frankreich, 3200 ccm, 544 PS, 340 km/h

 

eine besondere Formgebung

 

Porsche 962 C 1988, mit den Fahrern Stuck/Bell/Holbert fuhr man trotz stärkster Konkurrenz durch drei Werks-Jaguars zum 12. Sieg in Le Mans, 2994 ccm, 640 PS, über 350 km/h

 

                

Porsche 917/20 Spyder, 1971 ein Einzelstück mit dem Spitznamen "Sau" aus dem Design-Studio der Porsche AG, die aus dem Fahrzeug ein Schlachtschwein machten indem man ihm einen rosa Anstrich gab und die einzelnen Partien nach Metzgers-Art markierte, 4907 ccm, 600 PS, 360 km/h

 

                

Porsche 936, 1977, eigens für die Sportwagen-Weltmeisterschaft entwickelt. Schon nach vier von insgesamt sieben Rennen hatte Porsche die Sportwagen-Weltmeisterschaft für sich entschieden. Er gewann als erster Turbo-Porsche Le Mans mit den Fahrern Jackie Ichx und Gijs van Lennep, 2142 ccm, 540 PS, 350 km/h

 

                

Porsche 908/2 Spyder, 1969 Der mit einem Aluminium-Gitterrohrrahmen und und Fünfganggetriebe ausgestattete, 600 Kilogramm leichte Spyder errang zusammen mit der Langheck-Version des 908 erstmals die Markenweltmeisterschaft für Porsche. Neben einem Dreifach-Sieg in Brnads-Hatch belegte er 1969 auch bei der Targa Florio auf Sizilien die ersten vier Plätze. 2142 ccm, 540 PS, 350 km/h

 

                

Porsche 917 Kurzheck Coupé, 1970 brachte der 917 Kurzheck nicht nur den ersten Porsche-Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans durch Hans Herrmann und "Dick" Attwood, sondern nach sechs weiteren Siegen in Daytona, Brands Hatch, Spa, Monza, Watkins Glen und auf dem Österreichring erneut die Markenweltmeisterschaft. 4494ccm, 580PS, 340km/h

 

                

Mc Laren - T.A.G.-Porsche 1984 - 1986 Einen Hattrick besonderer Art schaffte der von Porsche entwickelte T.A.G.-Turbo-Motor in der Formel 1. Drei Jahre in Folge, 1984 - 1985 - und 1986 verhalf er den Piloten des Mc Laren T.A.G. Teams, Niki Lauda und Alain Prost, zum Fahrer-Weltmeinstertitel. In dieser Zeit war der Porsche-Motor gut für 25 Siege in der Formel 1. 1499 ccm, 900 PS, 335 km/h

 

                

Cisitalia Grand Prix Rennwagen 1947/1949 Mit der Konstruktion eines 1,5 Liter Grand Prix- Rennwagens beauftragt, entstand unter Ferry Porsche beim Konstruktionsbüro in Gmünd/Österreich ein Monoposto von revolutionierender Technik. Es wurden nur zwei Exemplare fertig gestellt, die jedoch nie an einem Rennen teilgenommen haben. Unter anderem verfügt er über einen zuschaltbaren Vorderrad-/Allradantrieb. 1493 ccm, 385 PS, 300 km/h

 

                

Porsche 959 >Studie< Gruppe B 1983 Ein Höhepunkt der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt 1983 war die Studie eines Wettbewerbswagens der Gruppe B - Porsche - ein Automobilkonzept als Entwicklungsträger für die Zukunft. Als Porsche 959 fand der allradgetriebene Sportwagen zwei Jahre später seinen Abschluss 2850 ccm, 450 PS, 300 km/h

 

                

Porsche 911 Coupé´1964 Der Porsche- Typ 911 wurde erstmals mit einem Sechszylinder und auf der Internationalen Automobilmesse in Frankfurt 1963 der Weltöffentlichkeit gezeigt. Als Nachfolger der erfolgreichen Porsche- Typen 356 erfüllt der 911er die Forderungen nach noch mehr Sportlichkeit., Platz für Passagiere und Gepäck. Unter anderem fand nun auch ein Golfbesteck Platz in dem wesentlich größeren Kofferraum unter der vorderen Haube. 1991 ccm, 130 PS, 210 km/h

 

               

Porsche 944 turbo > Adler von Tirol < 1986 Dieser Porsche wurde den sicher extremsten Belastungen, den ein Serienfahrzeug bis dahin über sich ergehen lassen musste unterzogen. Unter anderem in 4 Monaten 80.000 km auf deutschen Autobahnen. Danach 16 Stunden Vollast auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Nardo - Italien mit einem Durchschnitt von 240 km/h incl. aller Tankstopps. Und als wenn dies noch nicht genug wäre, am Ende auch noch in 31 Tagen "bleifrei" um die Welt mit einer Distanz von 42.000 km, wobei Temperaturunterschiede von mehr als 80 Grad Celsius auf allen 5 Kontinenten problemlos bewältigt wurden. Nach einer Gesamtfahrleistung von mehr als 150.000 km konnte eindrucksvoll belegt werden, dass die Katalysatortechnologie des Porsche noch den gesetzlichen Bestimmungen genügt. 2479 ccm, 220 PS, 245 kmH

 

               

Porsche Typ 356 B 1963 Mit dem Porsche 356 "B6" wurde auf Wunsch nach einem besser zugänglichen Kofferraum im Frontbereich Rechnung getragen. Die Haube wurde gegenüber dem Vorgänger im unteren Bereich breiter. Die Frontsitze sind nun bequemer und auch die Notsitzmulden bieten zusammen mit den einzeln umlegbaren Rückenlehnen mehr Komfort. Die beiden Abgasrohre münden in die hinteren Stoßstangenhörner und durch die beiden ovalen im Bugteil befindlichen Öffnungen werden die Bremsen besser gekühlt. Bei diesem Fahrzeug sind bereits die erst ab dem Typ "C" verwendeten Scheibenbremsen anstelle de Trommelbremsen eingebaut. 1582 ccm, 75 PS, 175 km/h

 

                

Porsche Typ 356 "Polizei" 1964 Dieses Sonder-Fahrzeug war bis zu seinem "Dienstende" bei der Polizei im Einsatz und ist bis heute voll einsatzbereit. 1582 ccm, 95 PS, 195 km/h

 

                

718 RS 60 Spyder 1959-1960 Der Spyder wurde bei den großen Rennen gegen hubraumstarke Konkurrenten zum Hecht im Karpfenteich. Vor allem im Langstrecken- Rennsport brachte der RS 60 dem Unternehmen die größten bisher erzielten Erfolge. So auch als Gesamtsieger beim 12 Stunden- Rennen von Sebring/USA. Auch heute noch beweist der RS 60 seine Renntauglichkeit,  beispielsweise bei der Targa Tasmania Oldtimerrallye. 1587 ccm, 160 PS, 225 km/h 

 

Austro Daimler Feuerwehrspritze 1912 Mit dem Wechsel Ferdinand Porsches zur österreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft im Jahre 1906 begann ein bedeutender Abschnitt im Leben des großen Automobil-Konstrukteurs. 1912 wurde der Wechsel von elektro- zu benzin- getriebenen Fahrzeugen vollzogen. Der erste Kunde war die firmeneigene Werksfeuerwehr! 2010 ccm, 20 PS, 55 km/h

 

Austro Daimler "Sascha" 1922 Es war 1922 eine kleine Sensation, dass der von Dr. Ferdinand Porsche konstruierte Austro-Daimler >Sascha< Kleinwagen bei der berühmten Targa Florio in der mit den besten europäischen Marken besetzten "Kleinauto-Klasse" die ersten beiden Plätze belegen konnte. Er gewann bei 52 Starts 51 mal! 1089 ccm, 45 PS, 144 km/h

 

Als weiteren Tagespunkt hatten wir das Mercedes-Benz Museum in Untertürkheim ins Auge gefasst. Dieses Museum ist sehr interessant und sehenswert ... ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch zwei Bekannte in Fellbach bei Stuttgart, tranken in geselliger Runde Kaffee und machten uns durch das Neckartal Richtung Heilbronn (dank Olaf's Tipp) wieder auf den Heimweg.

 

Anschrift:

Porschestraße 42                             Telefon  0711 / 9 11-5685
70435 Stuttgart-Zuffenhausen           Telefax  0711 / 9 11-7300

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr
Samstags, Sonntags, Feiertage von 9.00 bis 17.00 Uhr

Eintritt:

Der Eintritt ist frei.

Anfahrt:

mit dem KFZ:

Autobahn A81 (Heilbronn - Stuttgart) bis Ausfahrt Zuffenhausen,
weiter auf der B10 Richtung Stuttgart, erste Ausfahrt Richtung Zuffenhausen, nach ca. 1 km direkt nach der Eisenbahnbrücke links einordnen, der Beschilderung "Porsche Museum" bzw. "Werk II" folgen.

mit öffentlichen Verkehrsmitteln

S-Bahn  S6 Richtung "Leonberg" bzw. "Weilderstadt" bis Haltestelle Neuwirtshaus,
 

Busse    Linien 501, 502, 503, 503M und 591 bis Haltestelle Porsche

 

 

 

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