Herzlich willkommen in der

mit den "Üblichen Verdächtigen"

+++ der alberne Tagesspruch +++ der alberne Tagesspruch +++ der alberne Tagesspruch +++ der alberne Tagesspruch +++ der alberne Tagesspruch +++ der alberne Tagesspruch +++ der alberne Tagesspruch +++ der alberne Tagesspruch +++ der alberne Tagesspruch +++
Steht alle mal auf! 
Und jetzt:
Setzt euch wieder hin!
Ihr könnt es also.  Was?
Einen  Aufstand  machen
und euch widersetzen ...
  Amateur-Sänger und -Gitarrist     Kanute,  deutscher  Ausländer     Mathematiker/ Informatiker i.R.     Weich-Ei ,  Wehrkraftzersetzer     Warmduscher, Schattenparker     "unverbesserlicher"  Sozialist.  
präsentiert Lieder aus eigener Feder und von Kurt Tucholsky und Theodor Fontane (auf Wunsch auch komplett GEMA-frei!) sowie Georges Brassens (in Nachdichtungen von Leobald Loewe), Bertolt Brecht u. A., absolut Un-Zeit-gemäß und auf die Aufgeschlossenheit des Publikums vertrauend, handgespielt und (fast) immer auf deutsch mundgesungen zum Genießen, Begreifen und Mitdenken. Dabei wird kein Blatt vor den Mund genommen und weder die frivole Grenzübertretung noch die doppeldeutige Anspielung gescheut, aber auch nicht die klare Ansage mit dem vorgestreckten Zeigefinger, der auch mal aufs Publikum zeigt. xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx


Lebt mit Karmelita

im  Klapheckenhof  in
Gelsenkirchen-Heßler
und seit 2001 auch in

Gagnières (Gard,F)

* 18.4.1950 Jugenheim bei Darmstadt
1951 Düsseldorf-Oberbilk
1954 Leverkusen-Lützenkirchen
1968 Basel (CH)
1970 Karlsruhe
1972 Mannheim
* 28.4.1973 Cäcilie
1975 Weinheim
* 16.10.1975 Annette
* 5.9.1982 Fridtjof
1983 Essen
1992 Gelsenkirchen
2008 Gagnières (F)
* 28.4.2008 Christoph Ballhorn (Enkel)
* 20.9.2009 Judith Ballhorn (Enkelin)

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Musikalischer Werdegang:
1965-1968: Gitarrist im Tanzorchester der Landrat-Lukas-Schule in Opladen
1973-1977: Gitarrist in der Mannheimer Rockgruppe "Schall und Rauch"
1975-1978: Gitarrist und Sänger in der Songgruppe "Heidelberger Musik-Kollektiv"
1978-1982: Sänger und Gitarrist im Weinheimer Song-Duo "Feuermelder"
1983-1984: Sänger (Bass) im Essener "Bert Brecht Chor"
1983-1989: Sänger (Bass) im Essener "Erich Mühsam Chor"
1984-1989: Sänger und Gitarrist im Essener Song-Trio "Hömma"
1990-1996: Sänger (Bass) und Gitarrist im Essener Chor "Opus Populus"
1996-2001: Sänger, Gitarrist und Darsteller im Essener Kabarett-Duo "2ATÜ"
  Seit 2001: Gelegentliche Solo-Auftritte in Gelsenkirchen und im Ruhrgebiet
 1.12.2006: Erster "Herbstlicher Gelsenkirchener Abgesang"
  Seit 2009: Gitarrist im Chor "Brémo Mélodie" in Branoux-les-Taillades (F)



Hefte:
Zieht Euch warm an!   34 unverfrorene Abgesänge
95 Prozent   24 Chansons auf deutsch von Georges Brassens u. A.  



Abgesänge:

  • 01.12.2006 Alternative e.V., I. Abgesang
  • 30.11.2007 LaLoK libre, II. Abgesang
  • 08.03.2008 Alternative e.V. "Lieder für die Unsichtbaren"
                          mit Karmelita und Mahir

  • 19.07.2008 LaLoK-Kulturgarten, Brassens-Abend
  • 12.12.2008 Alternative e.V., III. Abgesang mit den
                          "Üblichen Verdächtigen"
  • 11.07.2009 LaLoK-Kulturgarten mit Karmelita
                          WMV-Videos: Teil 1 (144 MB), Teil 2 (156 MB)
  • 11.12.2009 LaLoK, IV. Abgesang mit Karmelita
                          MP3-Mitschnitte: Teil 1 (48 MB), Teil 2 (55 MB)
  • 27.03.2010 Auftritt bei "Gelsenkirchen stellt sich quer"
                          gegen die "Anti-Islam-Konferenz" von "Pro-NRW"
  • 17.12.2010 Alternative, V. Abgesang mit den Üblichen Verd.
  • 07.05.2011 LaLoK, "66 Jahre Frieden..." mit den Übl.Verd.
  • 09.12.2011 Jazz+ART-Galerie, 6. Abgesang mit den Üblichen
                          Verdächtigen: "Schluss mit der Schönsingerei!"

  • 27.04.2012 LaLoK, "Liebe unterm Paraplü - 67 Jahre Frieden..."



    Hörproben:
  • YouTube-Kanal
  • Aktuelle Labor-Aufnahmen (experimentell)
  • Beste Aufnahmen
  • Live-Aufnahmen 2011
  • Live-Aufnahmen 2010
  • Live-Aufnahmen 2009
  • Live-Aufnahmen 2008
  • Live-Aufnahmen 2006/7

         


    Lieder und Texte (chronolgisch nach Gattung):
      Gedichte und Lieder
    1.  Moder KG
    2.  Entscheidung
    3.  Die Brücke von Varvarin / Aufhören (YouTube)
    4.  Flussfahrt
    5.  ÜberMacht
    6.  Der Fluss
    7.  Wünsche
    8.  Schokoladeneis mit Marzipan
    9.  Gerücht
    10.  Die Unsichtbaren
    11.  Hiroshima, Nagasaki
    12.  Mal 'was Schönes (YouTube)
    13.  Mutter Erde (Youtube)
    14.  Die Lügenfärbmaschine
    15.  Online-Execution (neu)
    16.  Nordicwalker haben alle Dreck am Stecken
      (neu, Youtube)

      Satire und AgitProp:
    17.  Vertrauen (Wahlkrampf 1983)
    18.  5. Du sollst nicht mörkeln!
    19.  Deutscher Wahlkrampf / Beim Frühstück
    20.  Bange
    21.  Kriminelle Weise (YouTube)
    22.  Integration
    23.  Agenda '10 (YouTube)
    24.  Bütikofer-Blues
    25.  NO NAZI NO WAR
    26.  Teure Gummibärchen - Märchen (YouTube)
    27.  Mit untertänigstem Verlaub
    28.  Der Opferkult der Mayas
    29.  Verrückt gemacht
    30.  Die Schnecke zum Gärtner (YouTube)
    31.  Deutscher Stolz
    32.  Tötet das Mammon! / Mammon-Blues
                    (Hörprobe/Blues, Youtube/Blues)

      Nachdichtungen, frei nach
      - Georges Brassens (1921-1981):
    33.  95 Prozent
    34.  Armer Martin
    35.  Lied für den Ausländer
    36.  Sterben für die Idee
    37.  Ein hübsches Blümchen
    38.  Saturn
    39.  Ich werde ganz klein
    40.  Der schlechte Ruf
    41.  Das wilde Kraut
    42.  Der Nicht-Heiratsantrag
    43.  Im klaren Wasser der Quelle
    44.  Fernande
    45.  Verliebte auf öffentlichen Bänken (YT-Video)
    46.  Unser Zeitalter
    47.  Freunde, die geh'n vor!
    48.  Der Paraplü (Das Regenschirm-Stück) (neu, Hörprobe)
      - Gustave Nadaud (1820–1893, gemeinfrei):
    49.  Carcassonne (neu, Hörprobe)
      - Louis Aragon (1897-1982):
    50.  Glückliche Liebe gibt es nicht (Hörprobe)
    51.  Das rote Plakat
      - Boris Vian (1920-1959):
    52.  Verehrter Präsident (Hörprobe)
      - Robert Nyel (1930- )
    53.  Der kleine verlorene Ball
      - Pablo Milanés (1943- ):
    54.  Was ist das nur für ein Leben
      - José Martí (1853-1895, gemeinfrei):
    55.  Ich möchte die Welt verlassen
      - Herman Hupfeld (1894–1951):
    56.  Wenn Zeit vergeht (aus "Casablanca")
      - Renaissance-Liedern aus dem 16. Jhd. (gemeinfrei):
    57.  Es ist Tag, singt eine Lerche / Il est jour, dit l'alouette (neu)
    58.  Soll ich dir's verraten / Je ne l'ose dire (neu)
    59.  Trinklied / Chanson à boire (neu)

      Verballhornungen (Parodien) und Bearbeitungen
      sehr frei nach Georges Brassens:
    60.  Zuhause im Klapheckenhof (YT-Video)
    61.  Ein hübsches Merkel
    62.  Seid so frei!

      Vertonungen nach
      - Kurt Tucholsky (1890-1935, gemeinfrei):
    63.  Augen in der Großstadt (Hörprobe)
    64.  Die freie Wirtschaft (Hörprobe, Notenblatt, neu )
      - Theodor Fontane (1819-1898, gemeinfrei):
    65.  Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland (Hörprobe)
    66.  Das Trauerspiel von Afghanistan (Hörprobe, YT-Video)
    67.  Es kribbelt und wibbelt weiter (Hörprobe)
    68.  Denkst du verschwundener Tage Marie (neu, Hörprobe)
      - Rainer Maria Rilke (1875-1926, gemeinfrei):
    69.  Der Panther (YT-Video)

      Kleine Reimereien:
    70.  Politik
    71.  Angst
    72.  Sicherheit
    73.  Hans Wurst
    74.  Kulturhauptstadt Ruhr 2010
    75.  Loveparade Ruhr 2010
    76.  Wider-Spruch
    77.  Dreispruch
    78.  Aufrechte Heuchler
    79.  Andere Sorgen
    80.  Moderne Kreuzzüge (neu)
    81.  Mammon unser (neu)
    82.  Stolz (neu)
    83.  Künstelei (neu)
    84.  Potenzielle Widerstandskraft (neu)
    85.  Wahl-Spruch (neu)
    86.  Krieg und Frieden (neu)
    87.  Nacht (neu)

      Sonstiges:
    88.  Aufgestellt
    89.  Kalender-Recycling
    90.  Cool
    91.  Folta-Coola
    92.  Interview
    93.  Posthumer Brief eines Vaters an G.B.
    94.  Brassens Kurzbiographie
    95.  Flugblatt: Deutschland ist wieder im Krieg! (Ende 2001)
    96.  Flugblatt: Zur Müntefering-Rede am 1. Mai 2002 in GE
    97.  Flugblatt: NO WAR! (Feb. 2003)
    98.  Flugblatt: Stoppt den Krieg! (15.3.2003)
    99.  Flugblatt: Krieg ist ein Verbrechen! (20.3.2003)
    100.  Flugblatt: Bush und Blair vor Gericht! (Mai 2003)
    101.  Ostermarschrede 2009
    102.  Das Märchen vom gebrochenen Staudamm (Nov. 2011) (neu)

      (In Fettschrift: meine persönlichen Favoriten)


    Lieblingskünstler (in alphabetischer Reihenfolge):
  • Georges Brassens (* 1921 + 1981)
          siehe auch: www.brassens.de und eric.m.free.fr
  • Bertolt Brecht (* 1898 + 1956)
  • Franz Josef Degenhardt (* 1931 + 2011)
  • Theodor Fontane (* 1819 + 1898)
  • Hanns Dieter Hüsch (* 1925 + 2005)
  • Victor Jara (* 1932 + 1973)
  • Erich Kästner (* 1899 + 1974)
  • Dietrich Kittner ( * 1935)
  • Walter Mossmann (* 1941)
  • Dieter Süverkrüp (* 1934)
  • Kurt Tucholsky (* 1890 + 1935, "Soldaten sind Mörder")
  • Konstantin Wecker (* 1947 "Sag Nein!")



    Weitere Links:
  • Cevennen-Ferienhaus Gagnières(F)
  • Friedensforum Gelsenkirchen
  • LaLoK Libre Gelsenkirchen-Schalke
  • Jazz&ART-Galerie Gelsenkirchen
  • Consol Theater Gelsenkirchen
  • Lokalität Kenkenberg Gelsenkirchen
  • Gil Capel singt Gilbert Bécaud
  • Bleckkirche Gelsenkirchen
  • Gelsenkirchener Geschichten
  • Der Pantasma-Krater


  • 66 Jahre Frieden mit Frankreich, Abend mit französischen Chansons auf deutsch am 7.5.2011 im LaLoK mit K. Gaertig und D. Seigerschmidt











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    Zu meinen Nachdichtungen (von Leobald Loewe)

    Eine wortgetreue Übersetzung von Gedichten oder Liedtexten kann es natürlich nicht geben. Neben dem Wortsinn sind - vor allem auch bei Liedern - Rhythmus, Metrik, Sprachmelodie, Reime, Wortspiele, Witz, Perspektive, historischer Kontext etc. von Bedeutung. Bei einer Übersetzung vom Französischen ins Deutsche gehen z. B. alle "jeux de mots" - Wortspiele mit Doppelbedeutungen von Wörtern, die in der französischen Lyrik und gerade auch in den Texten von Georges Brassens eine große Rolle spielen - zwangsläufig verloren. Eine Übertragung in eine andere Sprache bedeutet immer auch Transport in eine andere Kultur mit anderer Geschichte, anderen Vorstellungen, Metaphern, literarischen Zitaten etc.. Oft gibt es keine äquivalenten Begriffe und die Sprachen klingen verschieden.

    Wenn man ein Lied mit einem Gemälde vergleicht und die nicht übersetzbaren Komponenten der Sprache (Wortwitz, Reime, Sprach-Melodie und -Rhythmus...) mit den Farben gleichsetzt, dann liefert eine Übersetzung ein bestenfalls scharfes Schwarz-Weiß-Bild. Nur wenn man die eigenen Farben der Zielsprache verwendet (und gelegentlich auch kleine Eingriffe in die Formen zulässt), kann man daraus wieder ein farbiges Bild machen, d.h. den neuen Text wieder zum Klingen bringen.

    Damit eine Nachdichtung selbst den Ansprüchen eines Liedes oder Gedichts genügen kann, müssen nicht übersetzbare Bestandteile schöpferisch und mutig durch eigene Elemente ergänzt werden. Deshalb kann sie nur eine Interpretation des "Übersetzers" sein. Er muss also selbst zum Dichter bzw. Liedermacher werden und von seiner Kreativität Gebrauch machen. Je näher er sich ans Original zu halten versucht, desto schwieriger wird es, künstlerisch ansprechende Lösungen zu finden ( nur selten gibt es Glücksfälle wie „Das wilde Kraut“ (s.o.), wo alles von Anfang an wunderbar zu passen schien, aber auch da musste ich etwas tricksen, indem ich die verschiedenen Bedeutungen von „gerbe“ - Kranz, Strauß und Garbe - einzeln im jeweils passenden Kontext der drei Strophen untergebracht habe.), aber umso mehr kann auch „hinter dem Rücken“ des Übersetzers hinüberfließen.

    Ich habe mich sehr um Originaltreue bemüht in dem Sinn, dass die Nachdichtungen musikalisch funktionieren, und dass der "Film", der beim Zuhörer abläuft, mit seinem Sub-Text erhalten bleibt. Oberste Maxime: Möglichst viel von den Kernaussagen, vom Witz und Tenor des Originalwerks zu erhalten und sie nicht zu verfälschen oder zu verwässern (keine Selbstverständlichkeit, wie ich beim Studium manch anderer „Übersetzung“ leider feststellen musste)! Prioritäten: 1. Inhalt und Witz (Film), 2. Rhythmus, Melodie und Klang (Musik), 3. Reime.

    Um sich einem Künstler wie Georges Brassens als Nachdichter nähern zu können, muss man ihn zu sich herunter holen von dem Sockel, auf den er von seinen vielen Verehrern in aller Welt (gewiss nicht unverdient) gehoben wurde. Aber ein Podest passt ohnehin nicht zu ihm, nicht zu seiner Schüchternheit auf der Bühne, nicht zu seiner Bescheidenheit und seiner „feinen Poesie mit einfachen Worten“ (Maxim le Forestier). Ich habe gar nicht erst versucht, diese irgendwie zu imitieren, mich jedoch sehr darum bemüht, ihr mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln und meinem oft allzu holzschnittigen Stil halbwegs gerecht zu werden:

    Seiner genauen, bildreichen Sprache in zarten bis deftigen, oft der Alltagssprache entnommenen Sätzen; der präzisen Metrik; den perfekt zur Musik passenden Sprachrhythmen und -melodien mit geschickt eingebauten „Stolperstellen“; seiner doppelbödigen Ironie und seinem scharfen Wortwitz. Seine Reime sind manchmal etwas unrein, was aber von der Musik gut kaschiert wird. Oft ist z.B. der Konsonant vor dem Vokal der betonten Reimsilbe der selbe, was nach deutschen Reimregeln vermieden werden sollte. Obwohl ich sein Faible für antike und religiöse Zitate nicht so teile, habe ich mich doch um sie bemüht. Leider konnten zu wenige der vielen Mehrdeutigkeiten und versteckten Anspielungen überleben; im Konfliktfall habe ich mich auf die Kernaussagen konzentriert.

    Fritz Grasshoff schrieb zu seinem Buch "Bellmann auf Deutsch": "Ich jedenfalls vermeide bewusst die starre Wörtlichkeit. Um nicht durch Reim- und Melodienzwang in die Enge getrieben zu werden, mache ich zugunsten des Sinns und Hintersinns von der Freiheit des Übersetzers Gebrauch, Bilder, Metaphern, Gleichnisse u. dgl. auszutauschen." C’est ça!


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    Zur Problematik des "copyrights" siehe: "Geistiges Eigentum ist Diebstahl" von Joost Smiers, Zitat:
    » Rosemary Coombe, eine kanadische Anthropologin und Urheberrechtsexpertin, stellt fest, dass in den "Konsumgesellschaften die Mehrzahl der Bilder, Texte, Motive, Label, Logos, Warenzeichen, des Warendesigns, der Melodien und sogar Farben und Gerüche unter das Prinzip des geistigen Eigentums fallen oder darüber kontrolliert werden." Die Auswirkungen solcher monopolistischen Kontrollstrukturen sind katastrophal. Denn verbreitet wird lediglich die Kunst und Unterhaltung, über deren Rechte einige mächtige Konzerne verfügen. Sie konzentrieren sich darauf, einzelne "Stars" aufzubauen, in die sie hohe Summen investieren, und verdienen an den Nebenprodukten ihrer Vermarktung. Angesichts des hohen Investitionsrisikos setzen sie auf aggressives, weltweites Marketing, das kulturelle Alternativen aus dem Bewusstsein der Menschen verdrängt. Die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten bleibt dabei auf der Strecke. «

    "Die GEMA-Vermutung besagt, dass aufgrund des umfassenden Weltrepertoires, über dessen Rechtewahrnehmung die GEMA verfügt, eine tatsächliche Vermutung dafür spricht, dass bei Aufführungen von in- und ausländischer Tanz- und Unterhaltungsmusik Vergütungspflicht besteht. Jeder, der behauptet, dass bei einer Veranstaltung kein Werk des GEMA-Repertoires wiedergegeben wurde, hat hierfür den Beweis zu führen" (Quelle: GEMA)
    Es ist ein (von der GEMA in Umlauf gebrachter) weit verbreiteter Irrtum, dass "jede Veranstaltung" der GEMA-Vermutung unterliege. Betroffen sind nur Veranstaltungen der "Tanz- und Unterhaltungsmusik". Die GEMA hat daher bei Kleinkunstveranstaltungen, Lesungen etc. kein Recht, sich auf die GEMA-Vermutung zu berufen und somit auch kein Recht, detaillierte Informationen über den Inhalt der Veranstaltungen einzufordern. Im Falle von Veranstaltungen der Tanz- und Unterhaltungsmusik sollte es m. E. ausreichen, wenn der "Berechtigte", also der Künstler, erklärt, dass er selbst nicht der GEMA angehört und keine von der GEMA ausgebeutetenen Urheberrechte verwendet, um die GEMA-Vermutung, sie "nehme die Rechte aller Berechtigten wahr", zu entkräften (Die allermeisten Amateurkünstler sind KEINE GEMA-Mitglieder). Siehe auch: "Urheberrechtsausgleich oder Subventionssteuer?" von Peter Mühlbauer