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Armer Martin (Nach "Pauvre Martin" von Georges Brassens, freie Nachdichtung: Leobald Loewe)

Mit einem Spaten auf der Schulter
mit einer süßen Melodei
mit einer süßen Melodei (oder nur gepfiffen)
mit einem großen Mut im Herzen
ging er aufs Feld zur Plackerei

    Armer Martin, arbeite weiter [ /arme Misere ]
    grabe die Erde, grabe die Zeit!

Bei jedem Wetter schuften, graben
vom Morgenrot bis an die Nacht
vom Morgenrot bis an die Nacht
um für sein Leben Brot zu haben
so hat er jeden Tag verbracht

    Armer Martin, arbeite weiter
    grabe die Erde, grabe die Zeit!

Und ohne je in seinen Zügen
Ärger zu zeigen oder Neid
Ärger zu zeigen oder Neid
ging er das Land der Andern pflügen
Morgen für Morgen, jederzeit 

    Armer Martin, arbeite weiter
    grabe die Erde, grabe die Zeit!

Und als der Tod ihm gab ein Zeichen
das soll das letzte Tagwerk sein
das soll das letzte Tagwerk sein
grub er sein Grab, um zu verschwinden
selber rasch in die Erde ein

    Armer Martin, arbeite weiter
    grabe die Erde, grabe die Zeit!

Er grub sein Grab, um zu verschwinden
selber rasch in die Erde ein
selber rasch in die Erde ein
und um die Andern nicht zu stören
legte er wortlos sich hinein

    Armer Martin, ruhe in Frieden
    schlaf in der Erde, schlaf in der Zeit!