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Der Panther (Rainer Maria Rilke)

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.


Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Panther, nachbearbeitet 
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5e/Blackleopard.JPG

Gitarrenbegleitung (2/2):
Gm /, / /, / /, / /;  Gm /, / /, / /, / /;
Cm /, / /, / /, / /;  Gm /, / /, / /, / /;
Dm /, / /, Bb /, D° /;
Cm C°, Gm /, D7 /, Gm -;

alternative letzte Zeile:
Cm C°, Gm G°, D7 *D°, Gm -;
(* die Melodie ist bei "auf zu" einen
halben Ton tiefer als in der Aufnahme)
Diese Variante ist etwas wuchtiger im Abgang
dafür leidet darunter ein wenig die Schlichtheit.