Nordwalde 19.02.09 - Die Nordwalder FDP hat sich auf ihrem Wahlparteitag einstimmig dafür ausgesprochen, bei der Kommunalwahl Sonja Schemmann zu unterstützen. Vorausgegangen waren intensive Gespräche mit beiden Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters, zunächst mit Sonja Schemmann, dann mit Lothar Fink, heißt es in einer Pressemitteilung der FDP. Zwar versicherten beide glaubhaft, dass sie sich für das Wohl der Nordwalder Bürger einsetzen wollen. Doch konnte laut FDP allein Sonja Schemmann überzeugend darlegen, wie sie diese Absicht umsetzen möchte.

 

Die FDP gehe nach den jüngsten Umfrageergebnissen durchaus selbstbewusst in den Wahlkampf. Wegen der absoluten Mehrheit der CDU sei es in den vergangenen fünf Jahren nicht einfach gewesen, FDP-Positionen durchzusetzen. „Doch haben wir mit Augenmaß, Weitsicht und Glaubwürdigkeit Kurs gehalten“, so Dieter Lüning.

Die Wahl der Direktkandidaten für die 13 Nordwalder Wahlbezirke und die Verabschiedung der Reserveliste war laut Pressebericht reine Formsache. Erwartungsgemäß wählten die Mitglieder auf Platz eins der Reserveliste erneut einstimmig den Vorsitzenden der FDP, Dieter Lüning. „Wir haben in der Fraktion bisher immer gut und erfolgreich zusammengearbeitet. Dafür kann ich nur allen danken. Ich bin mir sicher, dass unsere Arbeit auch in der kommenden Legislaturperiode Früchte tragen wird“. Und Dieter Lüning umriss auch die anstehenden Aufgaben: die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts für die weitere Entwicklung der Gemeinde, die weitere Sanierung der Gemeindefinanzen, die Erschließung weiterer Areale für die Ansiedlung von Industrieunternehmen und Handwerksbetrieben, die mit der Bürgerstiftung und den Vereinen abgestimmte Förderung kultureller Aktivitäten in der Gemeinde, den Ausbau der Sportstätten und die Unterstützung des Bildungsangebots der Schulen.

Ist der Bürgermeister vor allem Verwaltungschef oder ist er derjenige, der mit dem Rat und den Bürgern um die besseren Lösungen bei den anstehenden Aufgaben ringt? Lothar Fink sah sich eher in der Rolle des Verwaltungschefs, im Verhältnis zu den Bürgern lediglich als „Moderator“, als Vermittler unterschiedlicher Interessen, heißt es in der FDP-Mitteilung.

Sonja Schemmann dagegen hob hervor, dass mit der Direktwahl des Bürgermeisters ein neues, politisches, Amt geschaffen wurde. „Der Bürgermeister wird von den Bürgern nicht nur gewählt, damit die Verwaltung gut funktioniert. Der Bürgermeister neuen Stils muss sich den Bürgern stellen und sich vor ihnen verantworten. Er wird nur dann gewählt, wenn er den Bürgern glaubhaft  verdeutlichen kann, welche Aufgaben zu bewältigen sind und wie sie gemeinsam mit dem Gemeinderat und im offenen Gespräch mit den Bürgern gelöst werden können“, sagte Schemmann. Dazu sei es unerlässlich, dass der Bürgermeister auch eigene Ideen einzubringen habe. Ohne ein offenes und öffentlich diskutiertes Gesamtkonzept sei den Bürgern zudem kaum zu vermitteln, wo und wie die knappen Gelder wirklich effektiv eingesetzt werden können.

Sonja Schemmann verspricht sich von einem solchen Vorgehen zudem ein stärkeres Bürgerengagement, vielleicht sogar eine stärkere Identifikation der Bürger mit ihrer Heimatgemeinde. Natürlich muss es Sonja Schemmann überlassen bleiben, den Nordwalder Bürgern ihr Programm einer bürgernahen Gemeindepolitik selbst vorzustellen, schreibt die FDP. Sie sei von ihrem Programm jedenfalls überzeugt. Und Dieter Lüning, Vorsitzende der Nordwalder FDP, fügte hinzu: „Mit Sonja Schemmann haben wir  eine Persönlichkeit von großer Ausstrahlung kennengelernt, die geduldig zuhören kann, die überzeugend für ihre Ideen zu werben versteht und von der wir glauben, dass sie das für dieses Amt notwendige Durchsetzungsvermögen mitbringt“

 

aus der WN-LOKALES