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Der Würfel
Das Material war schnell gefunden: Pappe ist billig und als Abfall von großen Betrieben zu bekommen. Als Verbindungsstoff bewährte sich Holzleim - ein 5 Kilo-Eimer reicht für etwa 2 Kameras und kostet knapp 25 €. Um beeindruckendere Bilder zu erhalten, wählte ich Fotopapier im Format DIN A 4. Dies ist allerdings sehr teuer. Zusammengerechnet mit der Kamera und Entwicklungsmaterial kamen schon etwa 70 € zusammen. Finanzielle Hilfe bot die örtliche Sparkasse, die unsere Ergebnisse in einer Ausstellung präsentierte. Sie deckte sämtliche Kosten des Projekts. So kamen die Kinder sogar zu dem wohligen Gefühl, mit der eigenen Arbeit Geld verdient zu haben. Der große Pappwürfel war nicht nur unsere Kamera, sondern bot auch gleich Platz für die Entwicklungsschalen. So konnten wir gleich in der Kamera unsere Fotos entwickeln. Leider war die Zeit sehr knapp und die drei Projekttage schnell vorbei. Daher blieb es bei den Aufnahmen vom Schulhof - sonst hätten wir sicherlich noch Aufnahmen im Dorf gemacht. Doch auch so war es ein lohnendes - wenn auch sehr aurbeitsaufwändiges - Projekt. Einige Ergebnisse finden Sie hier.
Umgang mit Fotopapier in der ersten KlasseDie Fotografie mit der Lochkamera ist so anspruchsvoll,
dass ich sie erst in der vierten Klasse einsetzen würde. In einer ersten Klasse gab ich den Kindern Fotopapier in die Hand und
lies sie damit experimentieren. Durch Abdecken - so fanden sie heraus -
kann man das Dunkelwerden am Sonnenlicht verhindern. Zurück bleibt eine
helle Stelle, die in etwa dem Gegenstand entspricht, mit dem man das
Papier abgedeckt hat. Fixiert man das ganze anschließend mit dem Fixierer
(nach Rücksprache mit der Herstellerfirma im Prinzip ungefährlich -
sollte jedoch vom Lehrer gehandelt werden), verschwindet die
Lichtempfindlichkeit und das "Sunprint" bleibt erhalten.
Hosentaschen-LochkameraAuch die Mini-Kamera lädt zum Gebrauch ein. Das Minimalmodell einer
Lochkamera entsteht aus einem Filmdöschen, in das man seitlich ein Loch
piekst. In der Dunkelkammer wird der Film in das Döschen gesteckt, das
Loch mit Knetmasse verschlossen und s Ausprobiert habe ich diese Technik auf einer Ausstellung mit Eltern. Ergebnis: Begeisterte Eltern, die mit Kameras beladen zwischen Fotolabor und Motiv hin- und herpendelten. Diese Technik lässt sich möglicherweise sehr gut auf Klassenfahrten
oder Wanderungen einsetzen - denn die Kameras lassen sich ganz leicht in
Mengen herstellen und laden...
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