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Dave Earnshaw, Paris
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Eric und Gitta Louge und das Mas Girau
Als wir im Jahre 1996 unser Haus im Siebengebirge kauften, war es unser “MAS” - unser kleiner franz. Bauernhof. “Girau” ist eine Zusammensetzung der Namen zweier geliebter Pferde: Gigi und Amirau.
Was wir sind – nous sommes...
Camarguefans
Unsere Hochzeitsreise führte 1994 in die Camargue. Wenn man einen Franzosen
heiratet, ist Frankreich vermutlich obligat, die Camargue war eher Zufall.
Heute
haben wir gute Freunde im Rhônedelta und fühlen uns dort verwurzelt.
Mitglieder im
Show-Team – Camarguereiter Siebengebirge Das
Showteam ist ein Zusammenschluss von Camarguereitern aus unserer Gegend, denen es
Freude macht, die Schimmel des Rhône Deltas einem breiteren Publikum zu präsentieren.
Traditionalisten
Marquis Folco de Baroncelli-Javon ist 1869 in Aix geboren. Er gilt
als Förder, vielleicht sogar als "Geburtshelfer" der Camargue. Bevor Baroncelli sich
in der Camargue engagierte, gehörte der berittene Stierhüter, der Gardian, zu der
niedrigsten gesellschaftlichen Klasse. Er ist nichts anderes als der Hüter jener
schwierig zu handhabenden Stiere. Er geht in Holzschuhen, ist ärmlich gekleidet und
hat oft nicht einmal ein Pferd. An einen Sattel ist nicht zu denken. Seine Hütearbeit
verrichtet er mit einem zurecht geschnittenen Stock.
Im Jahre 1909 gründet der Marquis
die Nacioun Gardiano, eine Organisation zur Förderung der Traditionen, durch die
traditionelle Kleidung und Bräuche fest gehalten und erstellt werden. Was die Pferde
betrifft, so werden auch diese einer gezielten Zuchtauswahl unterworfen. Von nun
an dienen sie nicht mehr nur zum Dreschen des Getreides auf den Höfen. Baroncelli
hat ihre Bestimmung geadelt, indem er sie jenen Männern an die Hand gibt, die – obgleich
rau in ihrer Art- doch Hüter einer Kultur und von beachtlicher Kenntnis waren. Für
sie erfindet er Reiterspiele, die jeux de gardian. Sie sind bis heute aktuell und
zeigen Züge der Ritterspiele. Sie bieten den Rahmen für das Auftreten eleganter Frauen
in der Tracht der Arlésierinnen.
Wenn wir heute in Deutschland Camarguepferde in Tracht
der Gardians präsentieren, so gebührt unser Respekt einer 100 Jahre alten Tradition.
Züchterkontakt
Ein
guter Freund, der selbst bei Les-Saintes-Maries als Wanderreitführer lebt und von
seinem Hof aus Ausritte in die Camargue anbietet, gab uns die Adresse eines alteingesessenen
Züchters, der bereits in dritter Generation Manadier ist. Er kam dreimal jeweils
mit einem LKW mit 10 Pferden auf den Hof unseres Freundes, präsentierte uns die Pferde
und ließ uns die Camarguais unserer Wahl je acht Tage auf diesem Hof, so dass wir
sie allein mit viel Zeit ausprobieren konnten. Wir haben sechs außergewöhnliche Pferde
zu sehr moderaten Preisen gekauft. Heute sind wir mit diesem Züchter, Monsieur Bernard
Colombet, seiner Lebensgefährtin Marion Fortunet und seinen Söhnen gut befreundet.
Wir schätzen ihren Umgang mit den Pferden und haben auch oft zusehen dürfen, wie
junge Pferde – nur mit Halfter und ohne Sattel – unter ihnen erste Erfahrungen mit
dem Reiter machen konnten. Seit dem Frühjahr 2010 haben wir zwei weitere Jungpferde
aus seiner Zucht bei uns und die solide, pferdebezogene Grundausbildung zeigt Früchte.
