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Die Elfe ohne FlĂĽgel und die schielende Hummel
Illustration und Text:
Stella Kempen Weirowski
März 2005
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Miramar Firlefanz saß unter ihrer Trauerweide, und schniefte sich traurig das Näschen.
Alle anderen Elfen waren ausgeflogen, nur sie nicht.
Miramar hatte keine FlĂĽgel. Immer wenn die anderen einen Ausflug machten blieb sie allein zu Haus im Elfental.
„Wenn ich doch nur Flügel hätte“, dachte Miramar gerade traurig als sie ein leises Summ Summ hörte.
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Und dann „Rumms“. Miramar stand auf und ging in die Richtung aus der das „Rumms“ gekommen war.
2
Auf dem Boden, vor einem groĂźen Stein saĂź eine kleine Hummel, neben ihr lag eine zerbrochene Brille und sie rieb sich schimpfend den Kopf.
Hallo!“, sagte Miramar. Da blickte die kleine Hummel auf „Was wollt ihr zwei?“ brummelte die Hummel und tastete nach den Teilchen ihrer Brille.
3
Miramar sah sich um...links, rechts, hinter sich und dann wieder zu der kleinen Hummel „Wen meinst du? Ich bin es nur Miramar. Miramar Firlefanz. Alle anderen sind ausgeflogen.“
„Wieso du nicht?“ fragte die kleine Hummel und schlielte Miramar an. „Ich kann nicht fliegen, ich habe keine Flügel“, antworte Miramar.
Die kleine Hummel lächelte tröstend „Ich kann auch nicht fliegen, ich schiele.“
4
Schielen?! Das hatte Miramar schon mal irgendwo gehört. Rufus der Maulwurf hatte geschielt. Und er hatte nie den Eingang seines Maulwurfhügels gefunden weil er immer alles doppelt sah.
„Bist du deshalb vor den Stein geflogen?“ fragte Miramar.
5
„Ja so was passiert mir ständig“ sagte die schielende Hummel. „Mein Name ist übrigens Humbert, Humbert Hubbel, schön Dich kennen zulernen.“
Miramar freute sich sehr, es war schön jemanden kennen zulernen, der auch nicht perfekt war. Jemand der auch nicht Alles konnte.
6
Ihr kam da eine Idee; Humbert war eine kräftige Hummel aber alleine konnte er auch nicht fliegen, wegen des Schielens (das heißt er konnte schon fliegen, aber ständig
irgend wo vor).
Und sie selbst konnte zwar gut sehen, aber sie konnte wegen der fehlenden FlĂĽgel nicht fliegen.
„Humbert“, fragte Miramar.
„Was denn?“ kam von Humbert, der sich gerade seine geflickte Brille auf die Nase schob.
„Wie fändest du es, wenn wir uns zusammen tun? Ich meine, wenn du mich tragen könntest, dann könnte ich dir sagen wo wir lang fliegen müssen?!“
7
Humbert überlegte, das war eine gute Idee. „So würde ich nicht ständig wovor fliegen, nicht wahr?“ Miramar nickte.
„Na worauf warten wir noch“ freute sich Humbert Hubbel, dem immer noch ein bisschen der Kopf vom Zusammenstoß brummte.
Er hüpfte zu Miramar herüber. Miramar drehte sich um und wartete, Humbert hob ab und fasste Miramar am Kragen...und dann...hoben die beiden Freunde vom Boden ab, hoch und immer höher.
8
„Das ist so toll, Humbert. Ich habe das noch nie so gesehen,“ freute sich Miramar „Alles sieht so winzig aus!“ „Ganz schön voll ist es auch da unten,“ rief Humbert.
Miramar musste lachen „Es ist nur halb so voll wie du meinst Humbert, glaub mir!“
Die beiden machten einen langen Ausflug. Miramar rief hin und wieder „links“ und „rechts“, immer wenn Humbert drohte irgend wovor zu fliegen und sie lachten die ganze Zeit.
9
Die Sonne ging schon fast unter als sie am frühen Abend wieder zu Miramars Trauerweide zurückflogen. Erschöpft aber glücklich sanken die beiden ins Gras.
„Du bist ganz schön schwer“ kicherte Humbert. „Und heiser“ lachte Miramar; beide hielten vor Lachen den Bauch.
„Morgen Wieder?“ fragte Miramar ihren neuen Freund, und Humbert nickte „Natürlich!“.
Ende
(vorĂĽbergehend)
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Copyright Stella Kempen Weirowski
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