Radtour von Wien über
Budapest bis zum Plattensee
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Kurzbeschreibung
Freitag den 16.Juni 2000 um 18:46 Uhr mit dem Zug von Trier/Quint nach Wien
Samstag den 17.Juni 2000 von Wien nach Rajka (Ungarn)
Sonntag den 18.Juni 2000 von Rajka nach Komárom (Ungarn)
Montag den 19.Juni 2000 von Komárom nach Szentendre (Ungarn)
Dienstag den 20.Juni 2000 von Szentendre nach Velnocefürdô (Ungarn)
Mittwoch den 21.Juni 2000 von Velnocefürdô nach Balatonfüzfö (Ungarn)
Donnerstag den 22.Juni 2000 von Balatonkenese nach Balatonfüred (Ungarn)
Freitag den 23.Juni 2000 Vormittags Besuch der Halbinsel Tihany Nachmittags Rückfahrt mit dem Zug nach Budapest
Samstag den 24.Juni 2000 mit dem Schnellboot von Budapest nach Wien
Sonntag den 25.Juni 2000 2330 Uhr mit dem Zug von Wien nach Trier
Reisebeschreibung
Am Freitag den 16.Juni 2000 bin ich um 1846 Uhr mit dem Zug losgefahren und kam am Samstagmorgen 800 Uhr in Wien an.
Samstag den 17.Juni 2000
Dort stellte ich fest das ich zwar mein Fahrradschloss dabei hatte, aber die Schlüssel waren an meinem Schlüsselbund den ich zu Hause gelassen hatte.
Also musste ich erst mal ein neues Schloss besorgen und da die Geschäfte erst um 900 Uhr
öffneten, bin ich erst mal Frühstücken gegangen.
Nach dem Kauf des Schlosses fuhr ich sofort los.Ich fuhr durch den Wiener Prater, wobei mich die Attraktionen nicht interessierten.
Die langen Allen mit ihren Bäumen gefielen mir schon erheblich besser. Als ich die Autobahn
erreichte fuhr ich dieser entlang wie im Radführer beschrieben, wechselte aber nicht an der
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Autobahnbrücke die Donauseite, sondern fuhr auf die Donauinsel, was von der Brücke aus möglich ist. Die Donauinsel ist mit 21 km Länge das grösste Naherholungsgebiet der Wiener. Nach etwa 5 km verlies ich die Donauinsel und bin auf dem Radweg entlang der neuen Donau gefahren. Ich verpasste die Abzweigung in den Ölhafen und durch plötzlich wunderte ich mich das scheinbar Spaziergänger auf dem Radweg sich befanden. Ich stellte fest das ich den FKK Strand entlang fuhr, der um diese Zeit noch schwach besucht wahr. Ich bin zwar FKK |
Einfahrt in den Wiener Prater |
Anhänger aber nach weniger als einer Stunde Fahrt war es mir zu früh schon eine Pause zu
machen.
Der Radweg führt durch den Ölhafen in die Urwälder der Lobau.
Nach der Lobau verläuft der Radweg auf dem Hubertus- oder Marschfelddamm.
Dieser Damm ist sehr gut befahrbar, aber weil er absolut eben verläuft und die Landschaft
(links und rechts ein Stück Wiese, danach Wald) habe ich ihn sehr eintönig empfunden.
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Mein erster Plattfuss |
Kurz vor der Abzweigung nach Orth hatte ich meinen ersten Plattfuss. Zuerst wollte ich schon losschimpfen aber da habe ich mir gesagt " du hast Urlaub und es ist vollkommen egal wieweit du Heute kommst " Dann habe ich mir zuerst einen Espresso gekocht und ab dem Moment hat mein Urlaub begonnen. In Stapfenreuth habe ich im alten Forsthaus zu Mittag gegessen, es handelte sich allerdings um ein schön gelegenes Schnellrestaurant. Die Schweinshaxe hat mir noch Abends so schwer im Magen gelegen das ich nichts mehr Essen konnte. |
Der Radweg wechselte nach ein paar km die Donauseite.
Den Umweg zur Palastruine Carnatum machte ich nicht und fuhr direkt Richtung Hainburg.
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In Hainburg machte ich eine kurze Espressopause und genoss meine Ruhe während um mich herum geschäftiges treiben war. Viele Strassen über die der Radweg geführt wurde waren wegen Erneuerungsarbeiten gesperrt. So musste ich mir dort meinen Weg erst suchen. Von Hainburg waren es dann nur noch wenige KM bis zur Slowakischen Grenze. Das passieren der Grenze war problemlos, ich hatte zwar meinen Reisepass dabei aber es genügte der Personalausweis. |
Stadttor von Hainburg |
Der Radweg war sehr gut, nur vor Kreuzungen war ein seltsames Gebilde angebracht, das aussah
wie eine rot/weisse Schranke die man in der Mitte V- förmig zu Bodengeführt hat. Durch dieses
V musste man mit dem Fahrrad fahren. Das war eine sehr holprige Angelegenheit und erforderte mit dem Gepäck auf dem Rad einiges an Feingefühl.
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Ich entschloss mich nicht nach blieb auf der der rechten Donauseite Nach einigen KM hatte ich das Gefühl Ich schaute mich um und bemerkte hinter mir war. Es handelte sich um Er ist schon in Regensburg gestartet Ein kurzes Stück fuhren wir |
Pressburg (Slowakei) |
Pressburg hineinzufahren, sondern und fuhr weiter Richtung Stausee. mir fährt jemand ständig hinterher. das ein anderer Radfahrer mit Gepäck Reiner Simon aus Chemnitz. und war schon 2 Wochen unterwegs. gemeinsam, dann bog ich nach Cunovô |
ab um von dort nach Rajka (Ungarn) weiter zu fahren. In Cunovô soll es Zwar ein gutes
Speiselokal geben, aber da mir das Mittagessen noch schwer im Magen lag, hatte ich keinen
Hunger und so überquerte ich die Grenze nach Ungarn und fuhr nach Rajka um mir dort ein
Übernachtungsquartier zu suchen.
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Quartier in Rajka Familie Stroboli Petöfi s ut 5 Ungarn Rajka |
Das erste Gästehaus das ich entdeckte war voll belegt, dort war schon eine Gruppe Radfahrer die ich im Zug von Nürnberg nach Wien kennen gelernt habe abgestiegen. Sie waren eben schneller. So suchte ich nach einem geeigneten Quartier und entdeckte schliesslich an einem Haus das Schild Zimmer frei. Als ich in den Hof blickte, erinnerte der mich ganz stark an die Obstwiese meines Vaters auf der auch die Hühner rumlaufen. Zwei gerupfte Hühner lagen auch auf dem Tisch. Ich war aber sehr angenehm überrascht als ich die Zimmer sah. |
Die Gesamte erste Etage war eine Ferienwohnung, mit einem grossen Elternschlafzimmer, einem
Kinderzimmer und einem Bad mit WC.
Die Treppe kam mitten im Kinderzimmer raus und konnte mit einer Klappe verschlossen werden.
Es war eine einfache Wohnung aber sie war sehr sauber.
Das Frühstück wurde in der Küche der Familie eingenommen und bestand aus reichlich Weissbrot
zu dem Butter, Marmelade, Wurst und Kaffe gereicht wurde.
Für 15 DM ein sehr billiges Quartier.
Sonntag den 18.Juni 2000
Am Morgen fuhr ich über Cunovô zurück zum Radweg. Nach etwa einem KM auf dem Dammweg kommt man an ein Stauwerk das, dass alte Donaubecken noch mit Wasser versorgt. Hier befindet sich auch ein Hotel mit einer künstlichen Wildwasserbahn. Es werden aber nur etwa 4 - 5% des
Wassers in das alte Donaubecken geleitet, der Rest fliesst durch den Stausee zum Hauptstauwerk
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bei Gabcikovo. Kurz vor dem Hotel begegnete mir ein älterer Mann der mir erzählte, das es früher dort riesige Waldgebiete mit viel Wild gegeben hat. Alles wurde dem riesigen Stausee geopfert. Um den See herum sollten Hotels und Wassersportmöglichkeiten entstehen, aber es ist erst dieses eine Hotel am Stauwerk entstanden. Auf der linken Seite des Stausees soll es mehr Übernachtungsmöglichkeiten geben als auf der rechten. Für weitere Ausbaumassnahmen ist das Geld ausgegangen. Deswegen sieht es am Stausee teilweise sehr öde aus und es ist auch eine sehr langweilige Fahrt. Touristen gibt es natürlich deswegen auch nur sehr |
Altes Donaubecken |
wenige. Um die Mittagszeit kam ich am Hauptstauwerk an und war froh die eintönige Fahrt
hinter mir zu haben. Wenn man vor dem Stauwerk den Damm nach rechts verlässt, muss es in
der Nähe von Nad Mlynom an der alten Donau ein Restaurant auf einem Hausboot geben,
das von einem deutsch/slowakischem Ehepaar geleitet wird. Leider habe ich das von Reiner
Simon erst später erfahren der es am Tag davor nur durch Zufall entdeckt hat und auch dort
übernachtet konnte.
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Hauptstauwerk |
Das Hauptstauwerk ist gigantisch, obwohl es auf dem Bild links sehr klein wirkt. Ein Blick in die Schleusenkammer Bild rechts die im Bild links auf der rechten Seite nur zu erahnen ist, gibt schon einen etwas bessern Eindruck von der Grösse des Stauwerks. Dort passen Schubschiffe hinein, die dreimal so breit sind, wie ich sie von der Mosel her kenne. |
Schleusenkammer |
Beim Stauwerk musste ich die Donauseite wechseln und kam auf einen sehr guten Radweg der
nicht mehr wie mit der Wasserwaage gezogen war und auch viel abwechslungsreicher war.
In Medved´ov wollte ich essen gehen aber es gab dort kein Speiselokal und deutsches Geld
wurde dort nicht angenommen. Da ich noch ein wenig Proviant dabei hatte, bin ich
weitergefahren. Lt. meinem Radführer hätte ich jetzt auf der Strasse weiterfahren müssen.
Aber in der Verlängerung des ankommenden Radweges führte ein sehr guter Weg weiter
der auch als Radweg gekennzeichnet war. Es ging durch Wälder und an kleineren Seen vorbei.
Das einzigste was störte, der Weg wurde in einer Richtung auch von Autos benutzt die aber in
geringer Anzahl einem schon mal entgegen kamen.
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Rastplatz in der Nähe von Kl´úcovec |
An einem Rastplatz in der Nähe von Kl´úcovec macht ich Mittagspause und kochte mir vom eigenen Proviant ein kleines Mittagsessen. Einem Mann der auch dort Rast machte bot ich einen Espresso an, den er aber ganz skeptisch ablehnte. Mangels Sprachkenntnissen auf beiden Seiten entwickelte sich nur ein sehr einsilbiges Gespräch. Nach dem spärlichen Mittagessen fuhr ich wieder weiter. Bei Cicov der Strassenbelag wechselte. Seltsamerweise sollte man für den weiter entfernten Ort Malè Kosihy auf die Strasse ausweichen, während man zu dem näheren Ort Klizka Nermá gerade aus fahren sollte. |
Lt. meiner Karte führten beide Wege durch Klizka Nermá. Ich entschloss mich auf die Strasse
auszuweichen. Dort blieb ich bis Male Kosihy obwohl ich den Damm mit dem anderen Weg
meistens in einem Abstand zwischen ca. 100 m und 300 m neben der Strasse sah.
Hier wechselte ich wie im Radführer beschrieben auf den Dammweg, doch das hätte ich besser
bleiben lassen. Der Weg entpuppte sich als mit Kies aufgeschütteter Weg, wo man sich voll darauf
Konzentrieren musste, um rechtzeitig zugedeckte Schlaglöscher zu erkennen in denen das Rad im
Kies wegzurutschen drohte. Ich hatte keine Zeit mich links und rechts zu Orientieren dafür musste
ich einmal anhalten. Ansonsten schaffte ich die etwa 20 KM lange Strecke mit nur zweimal
absteigen weil mir das Rad wegrutschte. Diese 20 KM hatten mich mehr geschafft als die 80 KM
vorher. Als ich endlich in Kormárno ankam war ich ganz schön geschafft. Hier verliess ich die
Slowakei und fuhr nach Komárom (Ungarn). Direkt beim Campingplatz befand sich ein
Thermalbad das von den Campingplatzbenutzern kostenlos mitbenutzt durfte. Ich suchte mir
einen schattigen Platz unter Bäumen für mein Zelt aus. Nach dem Aufbau des Zeltes machte
Ich mich auf den Weg ins Thermalbad. Der Weg zum Thermalbad führte durch einen Gang indem
es sehr stark nach faulen Eiern stank. Ich dachte zuerst der Geruch kommt aus der Küche deren
Fenster zum Flur aufstand, aber als ich zum Bad kam erkannte ich das der Geruch von dort kam,
weil es sich um eine Schwefelhaltige Quelle handelte.
Danach suchte ich mir ein Lokal zum Essen. Nach dem Abendessen setzte ich mich beim
Campingplatz auf die Veranda des Lokals um noch ein Glas Wein zu trinken, da entdeckte ich
Reiner Simon von dem ich dachte das er schon weiter wäre. Er erzählte mir von dem oben erwähnten Hausboot, dem guten Essen und dem guten Slivowitz den er dort erhalten hat.
Das Essen muss das beste gewesen sein das er auf seiner Tour erhalten hat. Der Slivowitz hat ihn so
umgehauen das er an diesem Tag nicht mehr weiter kam. Wir verabredeten das wir am anderen
Tag gemeinsam weiterfahren.
Montag den 19.Juni 2000
An einem Einkaufszentrum deckten wir uns noch mit Proviant ein und fuhren dann los.
Der weitere Weg führte über viel befahrene Strassen.
Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, suchten wir nach einem geeignetem Platz.
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Die Strassencafe´s sahen wir als ungeeignet an weil dort ständig PKW´s und LKW´s vorbeifuhren und sehr viel Staub aufwirbelten. Genauso sah es bei den Wiesen entlang der Strasse aus. Plötzlich entdeckten wir auf der linken Strassenseite ein Schild " Reiterhof ". Dieser Reiterhof lag etwas abseits von der Strasse. Beim Eingangstor standen zwei Frauen, die wir fragten ob wir dort Frühstücken könnten. |
Frühstück auf dem Reiterhof |
Trotz einiger sprachlicher Probleme verstanden wir das wir kein Frühstück erhalten konnten,
die Besitzerin sprach noch etwas von Kaffe, das wir so deuteten das wir den auch nicht bekommen
konnten. Auf einer Veranda durften wir aber mit unserem selbst mitgebrachtes Proviant
frühstücken. Wir kamen mit der Besitzerin ins Gespräch und luden sie zu einem Espresso ein.
Sie nahm das Angebot erstaunt aber dankend an. Sie staunte nicht schlecht als ich meine
Espressomaschine auspackte und zu kochen begann.
Nach dem Frühstück lud sie uns dann ihrerseits zu einem Espresso ein und wir erfuhren Kaffe
hätten wir bekommen können, wir haben es nur falsch verstanden.
Nach dem Kauf von je einem Eis verabschiedeten wir uns und fuhren weiter bis nach Estergom.
Es war Mittagszeit und wir hatten Hunger. Wir kauften uns in einem chinesischen Restaurant
Essen zum mitnehmen und setzten uns an einem kleinen Nebenarm der Donau. Nach dem Essen
fuhren wir an das Donauufer wo wir schwimmen gingen. Dieses erfrischende Bad war eine
Wohltat.
Lt. Radführer stellten wir fest das wir es eigentlich bis Budapest schaffen müssten, zur Sicherheit
fragten wir am dortigen Campingplatz nach dem Zustand der Budapester Campingplätze.
Zu unserem erstaunen erklärte uns die Empfangsdame ( sie hätte glatt noch aus der
Östereichichen Monarchiezeit stammen können) in klarstem östereichichem Dialekt, die
einzigsten Campingplätze in Ungarn von denen Sie mitbekommen habe das es dort Diebstähle
gab, liegen alle in Budapest. Sie empfahl den Campingplatz in Szentendre anzufahren der etwa
17 KM vor Budapest liegt.
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Bei Dömös??? |
Von Esztergom führt ein Radweg etwa 6 KM weit an der Donau vorbei danach muss man wieder auf die Strasse bis kurz vor die Königstadt Visegrad. Dort kann man zwei Burgen und die Ruinen eines Königpalastes bewundern. Visegrad war neben Buda und Esztergom eines der wichtigsten Zentren königlicher und kirchlicher Macht in Ungarn. Etwa 2,5 KM nach Visegrad konnten wir die Hauptstrasse verlassen und mit der Personenfähre auf die Insel Sankt Andrä übersetzen. Diese Insel ist etwa 30 KM lang |
und es gibt dort mehrere Ortschaften. Es ist auch richtig erholsam dort zu fahren, denn die Insel
hat nur eine Brücke als Verbindung zum Festland, deswegen gibt es dort sehr wenig Autoverkehr.
In Kisoroszi fanden wir ein Strassenlokal in dem wir uns ein paar Biere gut schmecken liessen.
So gestärkt sind wir weitergefahren. Etwa 12 KM legten wir auf der Insel zurück bis wir wieder
mit einer Autofähre zum Festland fuhren. In Szentendre steuerten wir direkt den Campingplatz
an. Reiner Simon wollte weiter ins Landesinnere und erkundigte sich dort direkt nach einer
möglichen Route. Er erfuhr das schon am besten die Insel Sankt Andrä Richtung Osten
verlassen hätte. Das war also ein Umweg für ihn von über 40 KM. Auf dem Campingplatz gab es
das beste Essen während meiner Tour. Meisten gab es Fertigfleisch in der Friteuse warm gemacht.
Ich habe wahrscheinlich nicht die richtigen Lokale gefunden, in denen die Einheimischen Essen
gehen.
Am nächsten Tag trennten sich die Wege von Reiner Simon und mir. Während er wieder zurück
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Mittagspause am südl. Stadtrand von Budapest |
Hecke vorbeifuhr bemerkte ich das sich dahinter ein Park befand. Ich kann nicht mehr sagen ob ich noch in Budapest war oder ob ich mich schon in Erd befand. An der nächsten Kreuzung konnte man in den Park hineinfahren. Da Mittagszeit war und ich diese gerne an einem schattigen Platz verbringe, war hier der optimale Platz auf einer Bank. In dem Park war ich um diese Zeit ganz alleine. Während ich mir eine Suppe kochte kam ein Mann mit seinem Hund vorbei. Er konnte recht gut deutsch und so kamen wir ins Gespräch. Ich bot ihm einen Espresso an, aber er meinte " ihr deutschen trinkt diesen komischen löslichen Kaffe, wir trinken hier nur Mokka". Ich erklärte ihm |
das es sich um italienischen Espresso handelte der ihrem Mokka sehr ähnlich ist. Selbst ein Blick
in die Kaffeedose konnte ihn nicht überzeugen. Nach etwa einer halben Stunde wurde sein Hund
nervös weil der weiterwollte. Nach Beendigung meines Mittagessens fuhr ich weiter.
Der Radweg endete beim verlassen von Erd und es ging auf der recht stark befahrenen N 70 weiter
bis zum Velence See. In Velencefürdő wechselte ich an einem kleinen Bahnübergang die Bahnseite und kam an einen kleinen Campingplatz mit separatem Badestrand. Es war ein ganz ruhiger Platz. Das wahrscheinlich aber daran lag das die Ferienzeit erst eine Woche später begann. Ab etwa 8 Uhr war der Badestrand leer obwohl das Wetter immer noch super war. So hatte ich den See für mich ganz alleine und konnte ungehindert schwimmen. Was für Kinder ein grosser Vorteil ist war für mich eher etwas |
Velence See |
hinderlich. Nach etwa 100 m schwimmen ging mir das Wasser mal eben zum Bauchnabel und es
kam vor das man mit den Knien den Boden berührte. Da es sich aber um weichen Sandboden
handelte war das kein Problem. Danach genoss ich noch den Sonnenuntergang und ging Schlafen.
Dienstag den 20.Juni 2000
Wie gewohnt stand ich früh auf und packte zusammen. Danach frühstückte ich noch
mit einem Ehepaar das aus Wittlich stammte und fuhr dann weiter.
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Pákozd |
Entlang des Velence See ging es über gute bis sehr gute zu befahrene Nebenstrassen nach Pákozd, wo ich mir eine kleine Pause auf der Veranda einer Kneipe gönnte. Die Gegend wurde leicht hügelig liess sich aber sehr gut und ohne viel Anstrengung fahren. In Székesfehérvar ( Ich weiss nicht wie das ausgesprochen wird) bekam ich Hunger und suchte mir ein Lokal zum Mittagessen. |
In Székesfehérvar |
Nach mehrmaligem fragen fand ich ein Lokal das neben einem kleinen See innerhalb der Stadt gelegen war. Nach dem Mittagessen verliess ich Székesfehérvar und fuhr gemütlich über Nebenstrassen weiter über Ûrhida und Polgárdi zum Plattensee. Da die Landschaft aus Feldern
und Wiesen bestand hoffte ich das ich einen schönen Blick über den Plattensee zu haben.
Doch leider war der Blick durch einen Wald verdeckt, so das ich erst den Berg hinunter bis
Balatonakarattya fahren musste um endlich einen eingeschränkten Blick auf den Plattensee zu
erhalten. Am Nordufer des Plattensees fuhr Richtung Westen bis Balatonfüzfö. Hier entdeckte
ich einen schön gelegenen Campingplatz mit grossen Bäumen und einer super Wiese.
Die Sanitären Anlagen entsprachen einem Standart der bei uns vor 50 Jahren üblich war.
Aber es war alles sauber.
Ich Schwamm ein paar runden im See.
Das Wasser war zwar tiefer als der Velence See aber voller Algen, die aber harmlos waren und
kaum behinderten.
Während ich noch auf einer Bank sass und dem Sonnenuntergang zusah, wollte sich ein
Ungarisches Mädchen unterhalten. Sie schien ganz erstaunt darüber zu sein das ich sie nicht
Verstand.
Sie ging zu ihrer Grossmutter die auf der Bank neben mir sass und sprach kurz mit ihr.
Die Grossmutter erklärte mir, das ihre Enkeltochter ganz erstaunt darüber ist das ich zwar
schwarze Haare habe aber nicht ihre Sprache verstehe.
Es gibt eben auch dunkelhaarige Deutsche die kein Ungarisch können.
Mittwoch den 21.Juni 2000
In Balaton Almadi deckte ich mich mit Lebensmitteln ein und genoss ein ausgiebiges Frühstück auf einer Bank.
Es ist immer wieder lustig zu beobachten wie erstaunt die Leute sind wenn sie mir beim Espressokochen zusehen.
Nach dem Frühstück fuhr ich ganz gemütlich weiter.
An einer Nebenstrasse die zu einem Campingplatz vorbeiführte, entdeckte ich ein Auto mit Trierer Kennzeichen.
Es handelte sich um ein Junges Paar die auf dem Campingplatz Urlaub machten.
Sie luden mich noch zu einer Tasse Kaffe ein und so erhielt ich noch ein zweites Frühstück.
Meine weiterfahrt führte mich zur Halbinsel Tihany.
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Plattensee bei Balatonfüred
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Mittagspause auf der Halbinsel Tihany
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Kneipe auf der Halbinsel Tihany |
Ich fand eine kleine Kneipe die inden Berg hinein gebaut war und vollkommen im Schatten lag. Dort liess ich es mir den ganzen Nachmittag bei ein paar Bieren gut gehen . Die Wirtin war sehr nett und hat das Bild von mir gemacht. Am Ende dieses anstrengenden Tages fuhr ich zurück nach Balatonfüred und checkte auf dem dortigen Campingplatz ein. |
Hier genoss ich den Herrlichen Sonnenuntergang und schwamm noch eine kleine Runde im See
bevor ich Schlafen ging.
Mittwoch den 21.Juni 2000
Eigentlich wollte an der Halbinsel Tihany vorbeifahren und und den Plattensee an meinem letzten
Tag noch etwas im Süden erkunden, aber als ich am Südlichen Ende von Tihany ankam entdeckte ich eine kleine Strasse die an Sajkad vorbeiführte und in einen für PKW gesperrten aber geteerten Weg überging.
Mehrere km führte der Weg am Plattensee vorbei, dann führte er Berg auf und es ging in das Innere von Tihany. Oben angekommen stand ein grosses Haus ( es sah aus wie ein Forsthaus) und
ab hier war der geteerte Weg zu ende und ich fuhr auf einem Waldweg weiter.
Als der Wald zu ende war zeigte sich mir Tihany in seiner vollen Schönheit. Hier gab es Wiesen , Lavendelfelder, Weinfelder und zwei Schilfbewachsene Seen.
Wenn ich das Schnellboot nach Wien nicht für den anderen Tag gebucht hätte, wäre ich alleine
wegen dieser Halbinsel länger geblieben. Hier einige Impressionen.
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Lavendelfelder im Hintergrund |
Weinkeller
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Weingut
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Ort Tihany
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Schilfbewachsener See |