Radtour von Wien über

Budapest bis zum Plattensee

Kurzbeschreibung

Freitag den 16.Juni 2000 um 18:46 Uhr mit dem Zug von Trier/Quint nach Wien

Samstag den 17.Juni 2000 von Wien nach Rajka (Ungarn)

Sonntag den 18.Juni 2000 von Rajka nach Komárom (Ungarn)

Montag den 19.Juni 2000 von Komárom nach Szentendre (Ungarn)

Dienstag den 20.Juni 2000 von Szentendre nach Velnocefürdô (Ungarn)

Mittwoch den 21.Juni 2000 von Velnocefürdô nach Balatonfüzfö (Ungarn)

Donnerstag den 22.Juni 2000 von Balatonkenese nach Balatonfüred (Ungarn)

Freitag den 23.Juni 2000 Vormittags Besuch der Halbinsel Tihany Nachmittags Rückfahrt mit dem Zug nach Budapest

Samstag den 24.Juni 2000 mit dem Schnellboot von Budapest nach Wien

Sonntag den 25.Juni 2000 2330 Uhr mit dem Zug von Wien nach Trier

Reisebeschreibung

Am Freitag den 16.Juni 2000 bin ich um 1846 Uhr mit dem Zug losgefahren und kam am Samstagmorgen 800 Uhr in Wien an.

 

Samstag den 17.Juni 2000

 

Dort stellte ich fest das ich zwar mein Fahrradschloss dabei hatte, aber die Schlüssel waren an meinem Schlüsselbund den ich zu Hause gelassen hatte.

Also musste ich erst mal ein neues Schloss besorgen und da die Geschäfte erst um 900 Uhr

öffneten, bin ich erst mal Frühstücken gegangen.

  Nach dem Kauf des Schlosses fuhr ich sofort los.

Ich fuhr durch den Wiener Prater, wobei mich die Attraktionen nicht interessierten.

Die langen Allen mit ihren Bäumen gefielen mir schon erheblich besser. Als ich die Autobahn

erreichte fuhr ich dieser entlang wie im Radführer beschrieben, wechselte aber nicht an der

Autobahnbrücke die Donauseite, sondern fuhr auf die Donauinsel,

was von der Brücke aus möglich ist.

Die Donauinsel ist mit 21 km Länge das grösste Naherholungsgebiet

der Wiener.

Nach etwa 5 km verlies ich die Donauinsel und bin auf dem

Radweg entlang der neuen Donau gefahren.

Ich verpasste die Abzweigung in den Ölhafen und durch plötzlich

wunderte ich mich das scheinbar Spaziergänger auf dem Radweg

sich befanden. Ich stellte fest das ich den FKK Strand entlang fuhr,

der um diese Zeit noch schwach besucht wahr. Ich bin zwar FKK

                 

Einfahrt in den Wiener Prater

Anhänger aber nach weniger als einer Stunde Fahrt war es mir zu früh schon eine Pause zu

machen.

Der Radweg führt durch den Ölhafen in die Urwälder der Lobau.

Nach der Lobau verläuft der Radweg auf dem Hubertus- oder Marschfelddamm.

Dieser Damm ist sehr gut befahrbar, aber weil er absolut eben verläuft und die Landschaft

(links und rechts ein Stück Wiese, danach Wald) habe ich ihn sehr eintönig empfunden.

Mein erster Plattfuss

Kurz vor der Abzweigung nach Orth hatte ich meinen ersten Plattfuss.

Zuerst wollte ich schon losschimpfen aber da habe ich mir gesagt 

" du hast Urlaub und es ist vollkommen egal wieweit du Heute kommst "

Dann habe ich mir zuerst einen Espresso gekocht und ab dem Moment hat

mein Urlaub begonnen.

In Stapfenreuth habe ich im alten Forsthaus zu Mittag gegessen, es handelte sich allerdings um ein schön gelegenes Schnellrestaurant.

Die Schweinshaxe hat mir noch Abends so schwer im Magen gelegen das

ich nichts mehr Essen konnte.

Der Radweg wechselte nach ein paar km die Donauseite.

Den Umweg zur Palastruine Carnatum machte ich nicht und fuhr direkt Richtung Hainburg.

In Hainburg machte ich eine kurze Espressopause und genoss meine

Ruhe während um mich herum geschäftiges treiben war.

Viele Strassen über die der Radweg geführt wurde waren wegen

Erneuerungsarbeiten gesperrt.

So musste ich mir dort meinen Weg erst suchen.

Von Hainburg waren es dann nur noch wenige KM bis zur

Slowakischen Grenze.

Das passieren der Grenze war problemlos, ich hatte zwar meinen 

Reisepass dabei aber es genügte der Personalausweis.

Stadttor von Hainburg

 Der Radweg war sehr gut,  nur vor Kreuzungen war ein seltsames Gebilde angebracht, das aussah

wie eine rot/weisse Schranke die man in der Mitte V- förmig zu Bodengeführt hat. Durch dieses 

V musste man mit dem Fahrrad fahren. Das war eine sehr holprige Angelegenheit und erforderte mit dem Gepäck auf dem Rad einiges an Feingefühl.

Ich entschloss mich nicht nach 

blieb auf der der rechten Donauseite  

Nach einigen KM hatte ich das Gefühl 

Ich schaute mich um und bemerkte

hinter mir war. Es handelte sich um

Er ist schon in Regensburg gestartet 

Ein kurzes Stück fuhren wir 

Pressburg (Slowakei)

Pressburg hineinzufahren, sondern

und fuhr weiter Richtung Stausee.

mir fährt jemand ständig hinterher.

das ein anderer Radfahrer mit Gepäck

 Reiner Simon aus Chemnitz.

und war schon 2 Wochen unterwegs.

gemeinsam, dann bog ich nach Cunovô

ab um von dort nach Rajka (Ungarn) weiter zu fahren. In Cunovô soll es Zwar ein gutes

Speiselokal geben, aber da mir das Mittagessen noch schwer im Magen lag, hatte ich keinen

Hunger und so überquerte ich die Grenze nach Ungarn und fuhr nach Rajka um mir dort ein

Übernachtungsquartier zu suchen.

Quartier in Rajka

Familie Stroboli

Petöfi s ut 5

Ungarn Rajka

Das erste Gästehaus das ich entdeckte war voll belegt, dort war schon eine

Gruppe Radfahrer die ich im Zug von Nürnberg nach Wien kennen gelernt

habe abgestiegen.

Sie waren eben schneller. So suchte ich nach einem geeigneten Quartier und

entdeckte schliesslich an einem Haus das Schild Zimmer frei.

Als ich in den Hof blickte, erinnerte der mich ganz stark an die Obstwiese

meines Vaters auf der auch die Hühner rumlaufen.

Zwei gerupfte Hühner lagen auch auf dem Tisch.

Ich war aber sehr angenehm überrascht als ich die Zimmer sah.

Die Gesamte erste Etage war eine Ferienwohnung, mit einem grossen Elternschlafzimmer, einem

Kinderzimmer und einem Bad mit WC.

Die Treppe kam mitten im Kinderzimmer raus und konnte mit einer Klappe verschlossen werden.

Es war eine einfache Wohnung aber sie war sehr sauber.

Das Frühstück wurde in der Küche der Familie eingenommen und bestand aus reichlich Weissbrot

zu dem Butter, Marmelade, Wurst und Kaffe gereicht wurde.

Für 15 DM ein sehr billiges Quartier.

 

Sonntag den 18.Juni 2000

 

Am Morgen fuhr ich über Cunovô zurück zum Radweg. Nach etwa einem KM auf dem Dammweg kommt man an ein Stauwerk das, dass alte Donaubecken noch mit Wasser versorgt. Hier befindet sich auch ein Hotel mit einer künstlichen Wildwasserbahn. Es werden aber nur etwa 4 - 5% des

Wassers in das alte Donaubecken geleitet, der Rest fliesst durch den Stausee zum Hauptstauwerk

bei Gabcikovo. 

Kurz vor dem Hotel begegnete mir ein älterer Mann der mir erzählte,

das es früher dort riesige Waldgebiete mit viel Wild gegeben hat. 

Alles wurde dem riesigen Stausee geopfert. Um den See herum sollten

Hotels und Wassersportmöglichkeiten entstehen, aber es ist erst dieses 

eine Hotel am Stauwerk entstanden. Auf der linken Seite des Stausees soll es mehr Übernachtungsmöglichkeiten geben als auf der rechten. 

Für weitere Ausbaumassnahmen ist das Geld ausgegangen. Deswegen

sieht es am Stausee teilweise sehr öde aus und es ist auch eine sehr

langweilige Fahrt. Touristen gibt es natürlich deswegen auch nur sehr 

Altes Donaubecken

wenige. Um die Mittagszeit kam ich am Hauptstauwerk an und war froh die eintönige Fahrt

hinter mir zu haben. Wenn man vor dem Stauwerk den Damm nach rechts verlässt, muss es in

der Nähe von Nad Mlynom an der alten Donau ein Restaurant auf einem Hausboot geben,

das von einem deutsch/slowakischem Ehepaar geleitet wird. Leider habe ich das von Reiner

Simon erst später erfahren der es am Tag davor nur durch Zufall entdeckt hat und auch dort

übernachtet konnte.

Hauptstauwerk

Das Hauptstauwerk ist gigantisch, obwohl es auf dem

Bild links sehr klein wirkt. Ein Blick in die

Schleusenkammer Bild rechts die im Bild links auf der

rechten Seite nur zu erahnen ist, gibt schon einen etwas bessern Eindruck von der Grösse des Stauwerks.

Dort passen Schubschiffe hinein, die dreimal so breit sind,

wie ich sie von der Mosel her kenne.

Schleusenkammer

Beim Stauwerk musste ich die Donauseite wechseln und kam auf einen sehr guten Radweg der

nicht mehr wie mit der Wasserwaage gezogen war und auch viel abwechslungsreicher war.

In Medved´ov wollte ich essen gehen aber es gab dort kein Speiselokal und deutsches Geld

wurde dort nicht angenommen. Da ich noch ein wenig Proviant dabei hatte, bin ich

weitergefahren. Lt. meinem Radführer hätte ich jetzt auf der Strasse weiterfahren müssen.

Aber in der Verlängerung des ankommenden Radweges führte ein sehr guter Weg weiter

der auch als Radweg gekennzeichnet war. Es ging durch Wälder und an kleineren Seen vorbei.

Das einzigste was störte, der Weg wurde in einer Richtung auch von Autos benutzt die aber in

geringer Anzahl einem schon mal entgegen kamen.

Rastplatz in der

Nähe von Kl´úcovec

An einem Rastplatz in der Nähe von Kl´úcovec macht ich Mittagspause

und kochte mir vom eigenen Proviant ein kleines Mittagsessen.

Einem Mann der auch dort Rast machte bot ich einen Espresso an, den er

aber ganz skeptisch ablehnte. Mangels Sprachkenntnissen auf beiden Seiten entwickelte sich nur ein sehr einsilbiges Gespräch. Nach dem spärlichen Mittagessen fuhr ich wieder weiter. Bei Cicov der

Strassenbelag wechselte. Seltsamerweise sollte man für den weiter

entfernten Ort Malè Kosihy auf die Strasse ausweichen, während man

zu dem näheren Ort Klizka Nermá gerade aus fahren sollte.

Lt. meiner Karte führten beide Wege durch Klizka Nermá. Ich entschloss mich auf die Strasse

auszuweichen. Dort blieb ich bis Male Kosihy obwohl ich den Damm mit dem anderen Weg

meistens in einem Abstand zwischen ca. 100 m und 300 m neben der Strasse sah.

Hier wechselte ich wie im Radführer beschrieben auf den Dammweg, doch das hätte ich besser

bleiben lassen. Der Weg entpuppte sich als mit Kies aufgeschütteter Weg, wo man sich voll darauf

Konzentrieren musste, um rechtzeitig zugedeckte Schlaglöscher zu erkennen in denen das Rad im

Kies wegzurutschen drohte. Ich hatte keine Zeit mich links und rechts zu Orientieren dafür musste

ich einmal anhalten. Ansonsten schaffte ich die etwa 20 KM lange Strecke mit nur zweimal

absteigen weil mir das Rad wegrutschte. Diese 20 KM hatten mich mehr geschafft als die 80 KM

vorher. Als ich endlich in Kormárno ankam war ich ganz schön geschafft. Hier verliess ich die

Slowakei und fuhr nach Komárom (Ungarn). Direkt beim Campingplatz befand sich ein

Thermalbad das von den Campingplatzbenutzern kostenlos mitbenutzt durfte. Ich suchte mir

einen schattigen Platz unter Bäumen für mein Zelt aus. Nach dem Aufbau des Zeltes machte

Ich mich auf den Weg ins Thermalbad. Der Weg zum Thermalbad führte durch einen Gang indem

es sehr stark nach faulen Eiern stank. Ich dachte zuerst der Geruch kommt aus der Küche deren

Fenster zum Flur aufstand, aber als ich zum Bad kam erkannte ich das der Geruch von dort kam,

weil es sich um eine Schwefelhaltige Quelle handelte.

Danach suchte ich mir ein Lokal zum Essen. Nach dem Abendessen setzte ich mich beim

Campingplatz auf die Veranda des Lokals um noch ein Glas Wein zu trinken, da entdeckte ich

Reiner Simon von dem ich dachte das er schon weiter wäre. Er erzählte mir von dem oben erwähnten Hausboot, dem guten Essen und dem guten Slivowitz den er dort erhalten hat.

Das Essen muss das beste gewesen sein das er auf seiner Tour erhalten hat. Der Slivowitz hat ihn so

umgehauen das er an diesem Tag nicht mehr weiter kam. Wir verabredeten das wir am anderen 

Tag gemeinsam weiterfahren. 

 

Montag den 19.Juni 2000

 

An einem Einkaufszentrum deckten wir uns noch mit Proviant ein und fuhren dann los.

Der weitere Weg führte über viel befahrene Strassen.

Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, suchten wir nach einem geeignetem Platz.

Die Strassencafe´s sahen wir als ungeeignet an weil dort ständig

PKW´s und LKW´s vorbeifuhren und sehr viel Staub aufwirbelten.

Genauso sah es bei den Wiesen entlang der Strasse aus.

Plötzlich entdeckten wir auf der linken Strassenseite ein Schild

" Reiterhof ". Dieser Reiterhof lag etwas abseits von der Strasse.

Beim Eingangstor standen zwei Frauen, die wir fragten ob wir dort

Frühstücken könnten.

Frühstück auf dem Reiterhof

Trotz einiger sprachlicher Probleme verstanden wir das wir kein Frühstück erhalten konnten,

die Besitzerin sprach noch etwas von Kaffe, das wir so deuteten das wir den auch nicht bekommen

konnten. Auf einer Veranda durften wir aber mit unserem selbst mitgebrachtes Proviant

frühstücken. Wir kamen mit der Besitzerin ins Gespräch und luden sie zu einem Espresso ein.

Sie nahm das Angebot erstaunt aber dankend an. Sie staunte nicht schlecht als ich meine

Espressomaschine auspackte und zu kochen begann.

Nach dem Frühstück lud sie uns dann ihrerseits zu einem Espresso ein und wir erfuhren Kaffe

hätten wir bekommen können, wir haben es nur falsch verstanden.

Nach dem Kauf von je einem Eis verabschiedeten wir uns und fuhren weiter bis nach Estergom.

Es war Mittagszeit und wir hatten Hunger. Wir kauften uns in einem chinesischen Restaurant

Essen zum mitnehmen und setzten uns an einem kleinen Nebenarm der Donau. Nach dem Essen

fuhren wir an das Donauufer wo wir schwimmen gingen. Dieses erfrischende Bad war eine

Wohltat.

Lt. Radführer stellten wir fest das wir es eigentlich bis Budapest schaffen müssten, zur Sicherheit

fragten wir am dortigen Campingplatz nach dem Zustand der Budapester Campingplätze.

Zu unserem erstaunen erklärte uns die Empfangsdame ( sie hätte glatt noch aus der

Östereichichen Monarchiezeit stammen können) in klarstem östereichichem Dialekt, die

einzigsten Campingplätze in Ungarn von denen Sie mitbekommen habe das es dort Diebstähle

gab, liegen alle in Budapest. Sie empfahl den Campingplatz in Szentendre anzufahren der etwa

17 KM vor Budapest liegt.

Bei Dömös???

Von Esztergom führt ein Radweg etwa 6 KM weit an der Donau vorbei

danach muss man wieder auf die Strasse bis kurz vor die Königstadt

Visegrad. Dort kann man zwei Burgen und die Ruinen eines Königpalastes

bewundern. Visegrad war neben Buda und Esztergom eines der wichtigsten

Zentren königlicher und kirchlicher Macht in Ungarn. Etwa 2,5 KM nach

Visegrad konnten wir die Hauptstrasse verlassen und mit der Personenfähre

auf die Insel Sankt Andrä übersetzen. Diese Insel ist etwa 30 KM lang

und es gibt dort mehrere Ortschaften. Es ist auch richtig erholsam dort zu fahren, denn die Insel

hat nur eine Brücke als Verbindung zum Festland, deswegen gibt es dort sehr wenig Autoverkehr.

In Kisoroszi fanden wir ein Strassenlokal in dem wir uns ein paar Biere gut schmecken liessen.

So gestärkt sind wir weitergefahren. Etwa 12 KM legten wir auf der Insel zurück bis wir wieder

mit einer Autofähre zum Festland fuhren. In Szentendre steuerten wir direkt den Campingplatz

an. Reiner Simon wollte weiter ins Landesinnere und erkundigte sich dort direkt nach einer

möglichen Route. Er erfuhr das schon am besten die Insel Sankt Andrä Richtung Osten

verlassen hätte. Das war also ein Umweg für ihn von über 40 KM. Auf dem Campingplatz gab es

das beste Essen während meiner Tour. Meisten gab es Fertigfleisch in der Friteuse warm gemacht.

Ich habe wahrscheinlich nicht die richtigen Lokale gefunden, in denen die Einheimischen Essen

gehen.

Am nächsten Tag trennten sich die Wege von Reiner Simon und mir. Während er wieder zurück

musste fuhr ich weiter Richtung Budapest. Da ich mit

dem Schnellboot nach Wien zurückfahren wollte, suchte

ich zuerst den Anlegeplatz des Schnellbootes und kaufte

schon die Fahrkarte. Danach wechselte ich wieder die Donauseite und fuhr weiter Richtung Plattensee. An den grossen Strassen waren gute Radwege die neben den Bürgersteigen angebracht waren. Während ich an einer

Ortsteil Buda

Ungarisches Parlament

Mittagspause am südl.

Stadtrand von Budapest

Hecke vorbeifuhr bemerkte ich das sich dahinter ein Park befand. Ich kann

nicht mehr sagen ob ich noch in Budapest war oder ob ich mich schon in Erd

befand. An der nächsten Kreuzung konnte man in den Park hineinfahren.

Da Mittagszeit war und ich diese gerne an einem schattigen Platz verbringe,

war hier der optimale Platz auf einer Bank. In dem Park war ich um diese Zeit

ganz alleine. Während ich mir eine Suppe kochte kam ein Mann mit seinem

Hund vorbei. Er konnte recht gut deutsch und so kamen wir ins Gespräch.

Ich bot ihm einen Espresso  an, aber er meinte " ihr deutschen trinkt diesen

komischen löslichen Kaffe, wir trinken hier nur Mokka". Ich erklärte ihm

das es sich um italienischen Espresso handelte der ihrem Mokka sehr ähnlich ist. Selbst ein Blick

in die Kaffeedose konnte ihn nicht überzeugen. Nach etwa einer halben Stunde wurde sein Hund

nervös weil der weiterwollte. Nach Beendigung meines Mittagessens fuhr ich weiter.

Der Radweg endete beim verlassen von Erd und es ging auf der recht stark befahrenen N 70 weiter

bis zum Velence See. In Velencefürdő wechselte ich an einem kleinen

Bahnübergang die Bahnseite und kam an einen kleinen Campingplatz mit

separatem Badestrand. Es war ein ganz ruhiger Platz. Das wahrscheinlich

aber daran lag das die Ferienzeit erst eine Woche später begann. Ab etwa

8 Uhr war der Badestrand leer obwohl das Wetter immer noch super war.

So hatte ich den See für mich ganz alleine und konnte ungehindert

schwimmen. Was für Kinder ein grosser Vorteil ist war für mich eher etwas

Velence See

hinderlich. Nach etwa 100 m schwimmen ging mir das Wasser mal eben zum Bauchnabel und es

kam vor das man mit den Knien den Boden berührte. Da es sich aber um weichen Sandboden

handelte war das kein Problem. Danach genoss ich noch den Sonnenuntergang und ging Schlafen.

 

Dienstag den 20.Juni 2000

 

Wie gewohnt stand ich früh auf und packte zusammen. Danach frühstückte ich noch

mit einem Ehepaar das aus Wittlich stammte und fuhr dann weiter.

Pákozd

Entlang des Velence See ging es über gute bis sehr gute zu

befahrene Nebenstrassen nach Pákozd, wo ich mir eine 

kleine Pause auf der Veranda einer Kneipe gönnte.

Die Gegend wurde leicht hügelig liess sich aber sehr gut

und ohne viel Anstrengung fahren. In Székesfehérvar

( Ich weiss nicht wie das ausgesprochen wird) bekam ich

Hunger und suchte mir ein Lokal zum Mittagessen.

In Székesfehérvar

Nach mehrmaligem fragen fand ich ein Lokal das neben einem kleinen See innerhalb der Stadt gelegen war. Nach dem Mittagessen verliess ich Székesfehérvar und fuhr gemütlich über Nebenstrassen weiter über Ûrhida und Polgárdi zum Plattensee. Da die Landschaft aus Feldern

und Wiesen bestand hoffte ich das ich einen schönen Blick über den Plattensee zu haben.

Doch leider war der Blick durch einen Wald verdeckt, so das ich erst den Berg hinunter bis

Balatonakarattya fahren musste um endlich einen eingeschränkten Blick auf den Plattensee zu

erhalten. Am Nordufer des Plattensees fuhr Richtung Westen bis Balatonfüzfö. Hier entdeckte

ich einen schön gelegenen Campingplatz mit grossen Bäumen und einer super Wiese.

Die Sanitären Anlagen entsprachen einem Standart der bei uns vor 50 Jahren üblich war.

Aber es war alles sauber.

Ich Schwamm ein paar runden im See.

Das Wasser war zwar tiefer als der Velence See aber voller Algen, die aber harmlos waren und

kaum behinderten.

Während ich noch auf einer Bank sass und dem Sonnenuntergang zusah, wollte sich ein

Ungarisches Mädchen  unterhalten. Sie schien ganz erstaunt darüber zu sein das ich sie nicht

Verstand.

Sie ging zu ihrer Grossmutter die auf der Bank neben mir sass und sprach kurz mit ihr.

Die Grossmutter erklärte mir, das ihre Enkeltochter ganz erstaunt darüber ist das ich zwar

schwarze Haare habe aber nicht ihre Sprache verstehe.

Es gibt eben auch dunkelhaarige Deutsche die kein Ungarisch können.

 

Mittwoch den 21.Juni 2000

 

In Balaton Almadi deckte ich mich mit Lebensmitteln ein und genoss ein ausgiebiges Frühstück auf einer Bank.

Es ist immer wieder lustig zu beobachten wie erstaunt die Leute sind wenn sie mir beim Espressokochen zusehen.

Nach dem Frühstück fuhr ich ganz gemütlich weiter.

An einer Nebenstrasse die zu einem Campingplatz vorbeiführte, entdeckte ich ein Auto mit Trierer Kennzeichen.

Es handelte sich um ein Junges Paar die auf dem Campingplatz Urlaub machten.

Sie luden mich noch zu einer Tasse Kaffe ein und so erhielt ich noch ein zweites Frühstück.

Meine weiterfahrt führte mich zur Halbinsel Tihany.

 

Plattensee bei

Balatonfüred

 

 

Mittagspause auf der

Halbinsel Tihany

 

 

Kneipe auf

der Halbinsel

Tihany

Ich fand eine kleine Kneipe die inden Berg 

hinein gebaut war und vollkommen im 

Schatten lag. 

Dort liess ich es mir den ganzen Nachmittag 

bei ein paar Bieren gut gehen .

Die Wirtin war sehr nett und hat das Bild 

von mir gemacht.

Am Ende dieses anstrengenden Tages fuhr 

ich zurück nach Balatonfüred und checkte 

auf dem dortigen Campingplatz ein.

Hier genoss ich den Herrlichen Sonnenuntergang und schwamm noch eine kleine Runde im See

bevor ich Schlafen ging.

 

Mittwoch den 21.Juni 2000

 

Eigentlich wollte an der Halbinsel Tihany vorbeifahren und und den Plattensee an meinem letzten

Tag noch etwas im Süden erkunden, aber als ich am Südlichen Ende von Tihany ankam entdeckte ich eine kleine Strasse die an Sajkad vorbeiführte und in einen für PKW gesperrten aber geteerten Weg überging.

Mehrere km führte der Weg am Plattensee vorbei, dann führte er Berg auf und es ging in das Innere von Tihany. Oben angekommen stand ein grosses Haus ( es sah aus wie ein Forsthaus) und

ab hier war der geteerte Weg zu ende und ich fuhr auf einem Waldweg weiter.

Als der Wald zu ende war zeigte sich mir Tihany in seiner vollen Schönheit. Hier gab es Wiesen , Lavendelfelder, Weinfelder und zwei Schilfbewachsene Seen.

Wenn ich das Schnellboot nach Wien nicht für den anderen Tag gebucht hätte, wäre ich alleine

wegen dieser Halbinsel länger geblieben. Hier einige Impressionen.

 

Lavendelfelder

im Hintergrund

 

Weinkeller

 

 

Weingut

 

 

Ort Tihany

 

 

Schilfbewachsener

See