Allgemeine InfosNachdem wir 2002 die Insel umrundet haben, wollten wir nun das Inselinnere erkunden. AnreiseEinige Billigflieger ermöglichen den preiswerten Direktflug nach Korsika. Mitte Mai 2008 kostete uns der Hinflug von Köln mit der TUIfly.com 160€ , inklusive Radtransport. Die Flugzeit beträgt ca. 2 Stunden. Für den Rückflug ab Olbia/ Sardinien mit TUIfly zahlten wir 140€ , inklusive Radtransport. GeografieKorsika ist eine sehr bergige Insel (z.T. über 2000m hoch) mit tollen Straßenführungen in der Inselmitte. Besonders die wild zerklüftete Westküste ist sehr imposant. Das Inselinneren ermöglicht auch eindrucksvolle Wanderungen, also alles für einen abwechslungsreichen Urlaub. Die Topographie ist anstrengend und führt dazu, dass Radler viele Steigungen zu bewältigen haben. Wir haben im Durchschnitt fast 1520 Höhenmeter/100km bewältigen müssen. Sardiniens Nordküste ist zum radeln weniger schön. Da es sehr touristisch ist sind die Straßen sehr verkehrsreich und die zum Teil traumhaften Buchten alle mit Hotels zugebaut. Klima / Winde / RegenzeitenDas Wetter ist besonders im Frühling und Herbst für eine Radtour geeignet. Wir waren Ende Mai unterwegs, was sehr angenehme Temperaturen von 20-25C· zur Folge hatte und schon badegeeigneten Wassertemperaturen bescherte. Aber auch einige extreme Wetterwechsel mit 2 Tagen Dauerregen und einem Orkan in Korsikas Bergen . ÜbernachtenEine Radtour durch Korsika lässt sich gut mit Zelt durchführen. Es gibt viele Campingplätze. Die Preise für 2 Personen mit Fahrrad und einem Zelt lagen im Durchschnitt bei 17€. Im Norden Sardiniens ist die Campingplatz Auswahl dünn. Freies Campen ist durch die dichte Bebauung sehr eingeschränkt. In der Nähe von Olbia gibt es nur noch den Campingplatz bei San Paulo. VerpflegungIm Landesinneren von Korsika gibt es sehr wenige kleine Läden mit einem sehr hohem Preisniveau. Sardinien ist einiges billiger, aber trotzdem teurer wie Deutschland. Rad und AusrüstungDa es im Frühsommer in Korsika recht lange hell ist, kann die Beleuchtung daheim bleiben. Als Transportschutz haben wir Luftpolsterfolie genutzt. Auf dem Rückflug waren die Räder unverpackt dabei, was ohne Schäden abging. Straßen und VerkehrDie Straßen auf unserer Tour in Korsika waren kaum befahren und mit gutem Belag ausgestattet. Sardiniens Nordküste ist zum radeln weniger schön. Da es sehr touristisch ist, sind die Straßen sehr verkehrsreich und die zum Teil traumhaften Buchten alle mit Hotels zugebaut. Reiseführer und KartenIn Korsika nutzten wir die empfehlenswerte Karte von Marco Polo 1:250000. Nützlich fanden wir den Reise-Know-How Führer .Sardinien". Die Generalkarte Sardinien, Maßstab 1:200.000 war für die Reise eine gute Grundlage Ziele Routen, StreckenAußer den imposanten Küstenstrecken im Westen, hat uns auch das Inselinnere sehr beeindruckt. Die Wanderungen durch die Spelunca Schlucht, dem Restonica Tal und der Tavignano Schlucht sind wirklich sehr reizvoll. Überrascht waren wir von der grandiosen Abfahrt von Korsikas höchstem Pass, dem Col de Verde 1477m, durch die wilde St.Regina Schlucht. Zur Einzelbildansicht bitte ein Foto anklicken
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1. Tag: Köln - Calvi 10km - 0 HmAnkunft ohne Probleme in Calvi. Leichter Regen empfängt uns. Radeln zum schönen Campingplatz Paduella in Calvi (15€). Im 500m entfernten Casino-Supermarkt fassen wir Proviant. Abends bummeln wir durch die wunderschöne Altstadt von Calvi. Besichtigen die Zitadelle und den Hafen.
2. Tag: Calvi - Porto 87km -975HmRadeln bei schönstem Wetter, auf der panoramareichen Küstenstraße bis Le Fango. Dort nehmen wir an der Genuesenbrücke ein kurzes Bad in den grandios gelegenen Badegumpen. Auf einer Traumstraße radeln wir bis zum 408m hohen PassBocca a Palmarella . Abfahrt auf neu ausgebauter Straße bis kurz vor Porto. Durch die Straßenverbreiterung hat dieser Straßenabschnitt sehr an Reiz verloren. Kurz vor Porto ist der Straßenverlauf wieder sehr imposant. Übernachten auf dem Campingplatz direkt hinterm Supermarkt. 16,10€.
3. Tag: Porto - hinter Cargese 39km -718HmWir starten bei bewölktem Himmel und radeln an der bewaldeten Küste, mit wunderschönen Rückblicken auf Porto, hinauf zur Calanche. Oben angekommen beginnt es zu regnen und hört auch 2Tage nicht mehr auf. Bei diesem Sauwetter durchqueren wir die Calanche. Hinter Cargese finden wir an einer Tauchbasis eine große überdachte Terrasse mit WC und fließend Wasser. Ideal für dieses Sauwetter.
4. Tag: Cargese 0km -0HmRuhetag am Strand bedingt durch den Dauerregen. Wir genießen den Meerblick von unserer regensicheren Terrasse. Da wir auch Tisch und Stühle haben lässt sich der Regentag aushalten. Nur die laute Brandung vor unserer Unterkunft lässt uns Nachts kaum schlafen.
5. Tag: Cargese - Sargone - Evisa 41km -1320HmEndlich steigt das Barometer wieder. Also radeln wir bei Sonnenschein die 6 km bis Sagone und füllen unseren Proviant in den 3 Supermärkten des Ortes auf. Wir verlassen die Küste und radeln durch eine wunderschöne Landschaft Richtung Vico. Wir biegen nach links zum Col de Sevi 1101m ab. Hier befindet sich auch ein Campingplatz. Die Passstraße mit über 13% Steigung verlangt uns alles ab ! Nach dem Pass rauschen wir 350 Höhenmeter hinunter nach Cristinacce und wieder 100Hm hoch nach Evisa. Der kleine Supermarkt hat leider Mittwochnachmittag geschlossen. Also erklimmen wir die letzten Höhenmeter zum Camping L`Acciola 14,40€. Der Campingplatz bietet eine grandiose Aussicht ins Tal, hat neu renovierte Sanitäranlagen und einige Stühle stehen für Zelter herum. Einfach Super !!!
6. Tag: Evisa; Wanderung Spelunka-Schlucht 20km -700HmHeute wandern wir durch die spektakuläre Spelunka-Schlucht. Westlich von Evisa steigt man zunächst ca. 1h auf einem Eselspfad zur Schlucht ca. 500Hm hinab. Sobald die erste Genueserbrücke erreicht ist bietet sich ein Bad an. Wir wandern weiter bis zur 2. Brücke begleitet von grandiosen Ausblicken. An der 2.Brücke gibt es einen kleinen Imbiss mit erträglichen Preisen. Nach einem Abstecher in die Lonca-Schlucht, wo wir kurz das Wasser testen, drehen wir noch einen Kringel bis zur 3. Brücke. Auf gleicher Strecke steigen wir wieder hinauf nach Evisa. Kurzum eine wirklich wunderschöne Wanderung mit einigen tollen Badeplätzen.
7. Tag: Evisa - Col de Vergio 1477m - Corte 70km -1136HmStarten schon 9 Uhr und radel mit gemütlichen 6% Steigung durch ein Waldgebiet zum höchsten Pass Korsikas, dem Col de Vergio mit 1477m. Danach beginnt eine herrliche Abfahrt zunächst durch eine waldreiche Gegend, die dann den Blick auf den höchsten Berg der Insel den M. Cineto 2706m frei gibt. Nach Calacuccia durchfahren wir die wirklich sehenswerte Schlucht St. Regina. Wir legen zahlreiche Stopps ein um uns satt zu sehen, was auf der schmalen Straße nur mit dem Rad möglich ist. Nach dem Abzweig geht es wieder hinauf Richtung Corte zum Col d`Ominauda 654m mit tollen Ausblicken in die umliegende Bergwelt. In Corte angekommen sind nochmal sehr steile 6km bis zum Campingplatz im Restonica Tal zu bewältigen. In der Pizzeria auf dem Campingplatz kann man Baguette für den nächsten Morgen bestellen, wirklich lecker.
8. Tag: Corte; Wanderung Tavignano - Schlucht 15km -800HmKaufen zuerst im riesigen Casino-Supermarkt am westlichen Stadtrand ein. Dann steigen wir hinauf zum Aussichtspunkt "Belverdere" mit super Blick auf Corte und auf die Zitadelle. Der Start unserer Wanderung ist etwas beschwerlich, da wir zunächst eine Gabelung falsch nehmen und in der Nähe des Flusses marschieren. Müssen uns dann durch durch die Büsche hinauf zum eigentlichen Weg kämpfen. Ansonsten ist besonders der hintere Teil der Schlucht atemberaubend schön und einsam. Nach einem erfrischendem Bad unterhalb der Brücke kehren wir um. Die Radrückfahrt zum Campingplatz im Restonica-Tal, mit Steigungen von ca. 11%, fordert uns nochmal einiges ab.
9. Tag: Corte; Wanderung Restonica Tal 20km -740HmWir radeln in 2h die 10km vom Campingplatz das Restonica-Tal hinauf bis zum Parkplatz, was sich auch ohne Gepäck als absoluter "Leckerbissen" erweist. Die schmale Straße schlängelt sich wunderschön mit ca. 13% Steigung durch die Schlucht. Wir parken am großen Parkplatz und wandern zunächst wie all die Anderen etwa 1,5h zum Melo-See. Steigen dann weiter hinauf Richtung Capitello-See. Nach halber Strecke brechen wir nach Überquerung des ersten Schneefeldes ab. Der Weitermarsch durch den tiefen Schnee und den steilen Hang hinauf ist einfach zu gefährlich. Zurück nehmen wir den Weg rechts des Restonica-Flusses hinunter. Auch hier müssen wir mehrere, sehr steile Schneefelder, überqueren. Unten muss der Fluss wieder überquert werden, wobei einer ein ungewolltes Vollbad nimmt. Zum Glück trocknen die Sachen schnell in der Sonne. Es folgt die rasante Abfahrt zum Campingplatz. 10. Tag: Corte - Col de Verde 65km -1833HmWir beginnen unsere Königs-Etappe pünktlich 9 Uhr. Zunächst fahren wir auf der N193 Richtung Ajaccia. Wir erstrampeln den Col de Bella Granaje (723m) mit toller Aussicht vom Parkplatz. Nun hinab in eine Senke (420m), über eine Brücke mit tollem Blick auf das Eisenbahnviadukt und wieder hinauf bis zum Abzweig der D69. Die D69 ist schmal und kaum befahren, so dass wir die Aussicht auf dem Weg zum Col de Sorba (1311m) in Ruhe genießen können. Die Steigung ist erträglich und der Ausblick auf gelben Ginster, schneebedeckte Berge und weite Täler sehr schön. Der Steilhang auf der anderen Seite ist unser Ziel, denn hier führt die Straße in mehreren Serpentinen teils atemberaubend hinauf. Leider sind hier viele Bäume verbrannt und abgestorben, doch die tolle Weitsicht entschädigt dafür umso mehr. Anschließend geht`s durch ein großes Waldgebiet rasant abwärts nach Ghisoni. Wir folgen weiter der D69, die zunächst flach später wieder steil ansteigend zum Col de Verde (1289m) führt. Auch dieser Pass ist dicht bewaldet und der schweißtreibende Anstieg wird nicht mit einer tollen Aussicht belohnt. Wir Zelten auf dem Parkplatz da das Gite dètape kaum Zeltmöglichkeiten bietet. 11. Tag: Col de Verde - Zonza - S. Govino di Garbini 73km -945HmNach einer windigen Nacht, starten wir die Abfahrt vom Col de Verde bei sehr stürmischen und böigen Wind. Ab Zicavo steigt die Straße langsam zum Col de Vaccia (1190m) an. Der orkanartige Wind setzt uns mächtig zu, besonders auf einem 5km langen Baustellenstück, wo uns der Dreck gewaltig um die Ohren fliegt. Bis Aullene geht´s abwärts. Wir verlassen die D69 und nehmen die D420 Richtung Zonza. Es folgt eine lange Abfahrt und eine ebenso lange Auffahrt nach Zonsa. Hier fassen wir Proviant und radeln noch bis zum schön gelegenen Camping (8,50€) in S. Govino di Garbini. An der Abzweigung zum Campingplatz befindet sich auch ein Sparmarkt. 12. Tag: Zonza - nahe Bonifacio 74km -1030HmWeiterfahrt nach Levie. Nehmen ab jetzt die D59 und radeln mal eben 400Hm runter, die wir dann zum Teil recht steil wieder zum Col de Bacino (809m) hochstrampeln. Die Abfahrt ist sehr schnell und führt durch einen kleinen Tunnel bis fast nach Sotta. Wir halten uns weiter an die D59, die uns auf dem Weg nach Bonifacio noch mal über einen kleinen bissigen Pass (350m) führt. Wir übernachten auf dem 3* Campingplatz "Camping des Iles" (12€), 1,5km vom Strand der schönen Bucht Sant`Amanza entfernt.
13. Tag: Bonifacio - St. Theresa/ Sardinien 9km -140HmWeiterfahrt nach Bonifacio. Am Ortseingang können wir preiswert in einem etwas versteckte Supermarkt einkaufen. Es beginnt zu Regnen. Wir nehmen die 13 Uhr Fähre nach Sardinien. Kosten der Fähre 37,60€. Am Hafen von St. Theresa warten wir 2h vergeblich das der kräftige Regen aufhört. Checken im Hotel Bellavista (60€), was wörtlich zu nehmen ist, ein. Die Räder können wir sogar mit reinnehmen. Eine kurze Regenpause am Abend nutzen wir zum Stadtbummel. Stellen fest das Sardinien bei Lebensmitteln doch einiges günstiger wie Korsika ist. Es regnet und stürmt pausenlos die ganze Nacht.
14. Tag: St. Theresia - Jachthafen Poltu Quantu 58km -460HmEndlich 10:30 Uhr reißt der Himmel auf und wir radeln bei Sonnenschein mit Rückenwind nach Paula. Bummeln gemütlich über den Wochenmarkt am schönen Hafen. Weiterfahrt an traumhaften Stränden bis Canninigione. Auf stark befahrener Straße nach Baja Sardinia. Sehr touristisch !!! Die schöne Bucht ist komplett mit Hotels zugebaut. Am sehenswerten Jachthafen Poltu Quatu, mit seinen Millionen teuren Booten, finden wir eine Übernachtungsmöglichkeit mit fließend Wasser.
15. Tag: Poltu Quantu - Olbia - San Paulo 70km -544HmWir radeln weiter zum nächsten Hafen, wo die Vorbereitungen für ein große Regatta laufen. Beim Frühstück beobachten wir das muntere Treiben. Dann radel wir mit einem kräftigen auf und ab an der Costa Smeralda entlang. Nicht wirklich schön, da wir ständig von starkem Verkehr begleitet werden. Dieser begleitet uns bis Olbia. Hier füllen wir die Vorräte auf, checken am Flughafen unseren Rückflug und steuern den ersten möglichen Campingplatz an. Leider gibt es die ersten beiden, die an traumhaft schönen Buchten gelegen hätten, nicht mehr. Hinter Porto S. Paulo, an der Costa Dorada, schlagen wir unser Zelt, auf dem Campingplatz Tavolara 18€ auf. 16. Tag: San Paulo 0km -0HmWir genießen den sonnigen Tag am 1km entfernte Strand. Dieser liegt in einer wunderschönen Bucht, mit tollem Blick zur 564m hohen Insel Tavolara dalla spiagga. 17. Tag: San Paulo - Olbia Airport 17km -49HmBei leichtem Regen radeln wir zum Flughafen und treten ohne Probleme den Rückflug an.
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