Korsika - Sardinien

Radreise

 

Reisezeit : 17. 5.- 2. 6. 2008

Länge : 668 km

Höhenmeter : 10150

 

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Statistik

Etappen

Radreisen  Übersicht

 

 

Allgemeine Infos

 Nachdem wir 2002 die Insel umrundet haben, wollten wir nun das Inselinnere erkunden.

Anreise

Einige Billigflieger ermöglichen den preiswerten Direktflug nach Korsika. Mitte Mai 2008 kostete uns der Hinflug von Köln mit der TUIfly.com 160€ , inklusive Radtransport. Die Flugzeit beträgt ca. 2 Stunden. Für den Rückflug ab Olbia/ Sardinien mit TUIfly zahlten wir 140€ , inklusive Radtransport.

 Geografie

Korsika ist eine sehr bergige Insel (z.T. über 2000m hoch) mit tollen Straßenführungen in der Inselmitte. Besonders die wild zerklüftete Westküste  ist sehr imposant. Das Inselinneren ermöglicht auch eindrucksvolle Wanderungen, also alles für einen abwechslungsreichen Urlaub. Die Topographie ist anstrengend und führt dazu, dass Radler viele Steigungen zu bewältigen haben. Wir haben im Durchschnitt fast 1520 Höhenmeter/100km bewältigen müssen. 

Sardiniens Nordküste ist zum radeln weniger schön. Da es sehr touristisch ist sind die Straßen sehr verkehrsreich und die zum Teil traumhaften Buchten alle mit Hotels zugebaut.

Klima / Winde / Regenzeiten

Das Wetter ist besonders im Frühling und Herbst für eine Radtour geeignet. Wir waren Ende Mai unterwegs, was sehr angenehme Temperaturen von 20-25C· zur Folge hatte und schon badegeeigneten Wassertemperaturen bescherte. Aber auch einige extreme Wetterwechsel mit 2 Tagen Dauerregen und einem Orkan in Korsikas Bergen .

Übernachten

Eine Radtour durch Korsika lässt sich gut mit Zelt  durchführen. Es gibt viele Campingplätze.  Die Preise für 2 Personen mit Fahrrad und einem Zelt lagen im Durchschnitt bei 17€. 

Im Norden Sardiniens ist die Campingplatz Auswahl dünn. Freies Campen ist durch die dichte Bebauung sehr eingeschränkt. In der Nähe von Olbia gibt es nur noch den Campingplatz bei San Paulo.

Verpflegung

 Im Landesinneren von Korsika gibt es sehr wenige kleine Läden mit einem sehr hohem Preisniveau. Sardinien ist einiges billiger, aber trotzdem teurer wie Deutschland.

Rad und Ausrüstung

Da es im Frühsommer in Korsika recht lange hell ist, kann die Beleuchtung daheim bleiben.  Als Transportschutz haben wir Luftpolsterfolie genutzt. Auf dem Rückflug waren die Räder unverpackt dabei, was ohne Schäden abging.

Straßen und Verkehr

Die Straßen auf unserer Tour in Korsika waren  kaum befahren und mit gutem Belag ausgestattet. Sardiniens Nordküste ist zum radeln weniger schön. Da es sehr touristisch ist, sind die Straßen sehr verkehrsreich und die zum Teil traumhaften Buchten alle mit Hotels zugebaut.

Reiseführer und Karten

In Korsika nutzten wir die empfehlenswerte Karte von Marco Polo 1:250000.

Nützlich fanden wir den Reise-Know-How Führer .Sardinien". Die Generalkarte Sardinien, Maßstab 1:200.000 war für die Reise eine gute Grundlage

Ziele Routen, Strecken

Außer den imposanten Küstenstrecken im Westen, hat uns auch das Inselinnere sehr beeindruckt. Die Wanderungen durch die Spelunca Schlucht, dem Restonica Tal und der Tavignano Schlucht sind wirklich sehr reizvoll.

Überrascht waren wir von der grandiosen Abfahrt von Korsikas höchstem Pass, dem Col de Verde 1477m, durch die wilde St.Regina Schlucht.

 

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Statistik                                                                                      nach oben

Tag

 Strecke

Höhenmeter

Kilometer

   1. Tag, Sa

 Calvi

0

10

   2. Tag, So

 Calvi – Porto

975

87

   3. Tag, Mo

 Porto - hinter Cargese

718

39

   4. Tag, Di

 Cargese

0

0

   5. Tag, Mi

 Cargese - Sargone - Evisa

1320

41

   6. Tag, Do

 Evisa; Wanderung Spelunka-Schlucht

700

20

   7. Tag, Fr

 Evisa - Col de Vergio 1477m - Corte

1136

70

   8. Tag, Sa

 Corte; Wanderung Tavignano - Schlucht

800

15

   9. Tag, So

 Corte; Wanderung Restonica Tal

500

20

 10. Tag, Mo

 Corte - Col de Verde

1833

65

 11. Tag, Di

 Col de Verde -  Zonza - S. Govino di Garbini

945

73

 12. Tag, Mi

 S. Govino di Garbini - nahe Bonifacio

1030

74

 13. Tag, Do

 Bonifacio - St. Theresia/ Sardinien

140

9

 14. Tag, Fr

 St. Theresia - Jachthafen Poltu Quantu

460

58

 15. Tag, Sa

 Poltu Quantu - Olbia - San Paulo

544

70

 16. Tag, So

 San Paulo

0

0

 17. Tag, Di.

 Santa Magerita – Cagliari Airport

49

17

Gesamthöhe / -strecke = 15,2 hm/km

10150

668

 

Etappen                                                                               nach oben

 

1. Tag: Köln - Calvi                                      10km  - 0 Hm

Ankunft ohne Probleme in Calvi. Leichter Regen empfängt uns. Radeln zum schönen Campingplatz Paduella in Calvi (15€). Im 500m entfernten Casino-Supermarkt fassen wir Proviant. Abends bummeln wir durch die wunderschöne Altstadt von Calvi. Besichtigen die Zitadelle und den Hafen.

 

2. Tag: Calvi - Porto                                   87km -975Hm

Radeln bei schönstem Wetter, auf der panoramareichen Küstenstraße bis Le Fango. Dort nehmen wir an der Genuesenbrücke ein kurzes Bad in den grandios gelegenen  Badegumpen. Auf einer Traumstraße radeln wir bis zum 408m hohen PassBocca a Palmarella . Abfahrt auf neu ausgebauter Straße bis kurz vor Porto. Durch die Straßenverbreiterung hat dieser Straßenabschnitt  sehr an Reiz verloren. Kurz vor Porto ist der Straßenverlauf wieder sehr imposant. Übernachten auf dem Campingplatz direkt hinterm Supermarkt. 16,10€.

 

3. Tag: Porto - hinter Cargese                  39km -718Hm

Wir starten bei bewölktem Himmel und radeln an der bewaldeten Küste, mit wunderschönen Rückblicken auf Porto, hinauf zur Calanche. Oben angekommen beginnt es zu regnen und hört auch 2Tage nicht mehr auf. Bei diesem Sauwetter durchqueren wir die Calanche. Hinter Cargese finden wir an einer Tauchbasis eine große überdachte Terrasse mit WC und fließend Wasser. Ideal für dieses Sauwetter.

 

4. Tag: Cargese                                          0km -0Hm

Ruhetag am Strand bedingt durch den Dauerregen. Wir genießen den Meerblick von unserer regensicheren Terrasse. Da wir auch Tisch und Stühle haben lässt sich der Regentag aushalten. Nur die laute Brandung vor unserer Unterkunft lässt uns Nachts kaum schlafen.

 

5. Tag: Cargese - Sargone - Evisa              41km -1320Hm

Endlich steigt das Barometer wieder. Also radeln wir bei Sonnenschein die 6 km bis Sagone und füllen unseren Proviant in den 3 Supermärkten des Ortes auf. Wir verlassen die Küste und radeln durch eine wunderschöne Landschaft Richtung Vico. Wir biegen nach links zum Col de Sevi 1101m ab. Hier befindet sich auch ein Campingplatz. Die Passstraße mit über 13% Steigung verlangt uns alles ab ! Nach dem Pass rauschen wir 350 Höhenmeter hinunter nach Cristinacce und wieder 100Hm hoch nach Evisa. Der kleine Supermarkt hat leider Mittwochnachmittag geschlossen. Also erklimmen wir die letzten Höhenmeter zum Camping L`Acciola 14,40€. Der Campingplatz bietet eine grandiose Aussicht ins Tal, hat neu renovierte Sanitäranlagen und einige Stühle stehen für Zelter herum. Einfach Super !!!

 

6. Tag: Evisa; Wanderung Spelunka-Schlucht                      20km -700Hm

Heute wandern wir durch die spektakuläre Spelunka-Schlucht. Westlich von Evisa steigt man zunächst  ca. 1h auf einem Eselspfad zur Schlucht  ca. 500Hm hinab. Sobald die erste Genueserbrücke erreicht ist bietet sich ein Bad an. Wir wandern weiter bis zur 2. Brücke begleitet von grandiosen Ausblicken. An der 2.Brücke gibt es einen kleinen Imbiss mit erträglichen Preisen. Nach einem Abstecher in die Lonca-Schlucht, wo wir kurz das Wasser testen, drehen wir noch einen Kringel bis zur 3. Brücke. Auf gleicher Strecke steigen wir wieder hinauf nach Evisa. Kurzum eine wirklich wunderschöne Wanderung mit einigen tollen Badeplätzen.

 

7. Tag: Evisa - Col de Vergio 1477m - Corte                          70km -1136Hm

Starten schon 9 Uhr und radel mit gemütlichen 6% Steigung durch ein Waldgebiet zum höchsten Pass Korsikas, dem Col de Vergio mit 1477m. Danach beginnt eine herrliche Abfahrt zunächst durch eine waldreiche Gegend, die dann den Blick auf den höchsten Berg  der Insel den M. Cineto 2706m frei gibt. Nach Calacuccia durchfahren wir die wirklich sehenswerte Schlucht St. Regina. Wir legen zahlreiche Stopps ein um uns satt zu sehen, was auf der schmalen Straße nur mit dem Rad möglich ist. Nach dem Abzweig geht es wieder hinauf Richtung Corte zum Col d`Ominauda 654m mit tollen Ausblicken in die umliegende Bergwelt. In Corte angekommen sind nochmal sehr steile 6km bis zum Campingplatz im Restonica Tal zu bewältigen. In der Pizzeria auf dem Campingplatz kann man Baguette für den nächsten Morgen bestellen, wirklich lecker.

 

8. Tag: Corte; Wanderung Tavignano - Schlucht                       15km -800Hm

Kaufen zuerst im riesigen Casino-Supermarkt am westlichen Stadtrand ein. Dann steigen wir hinauf zum Aussichtspunkt "Belverdere" mit super Blick auf Corte und auf die Zitadelle. Der Start unserer Wanderung ist etwas beschwerlich, da wir zunächst eine Gabelung falsch nehmen und in der Nähe des Flusses marschieren. Müssen uns dann durch durch die Büsche hinauf zum eigentlichen Weg kämpfen. Ansonsten ist besonders der hintere Teil der Schlucht atemberaubend schön und einsam. Nach einem erfrischendem Bad unterhalb der Brücke kehren wir um. Die Radrückfahrt zum Campingplatz im Restonica-Tal, mit Steigungen von ca. 11%, fordert uns nochmal einiges ab.

 

9. Tag: Corte; Wanderung Restonica Tal                      20km -740Hm

Wir radeln in 2h die 10km vom Campingplatz das Restonica-Tal hinauf bis zum Parkplatz, was sich auch ohne Gepäck als absoluter "Leckerbissen" erweist. Die schmale Straße schlängelt sich wunderschön mit ca. 13% Steigung durch die Schlucht. Wir parken am großen Parkplatz und wandern zunächst wie all die Anderen etwa 1,5h zum Melo-See. Steigen dann weiter hinauf Richtung  Capitello-See. Nach halber Strecke brechen wir nach Überquerung des ersten Schneefeldes ab. Der Weitermarsch durch den tiefen Schnee und den steilen Hang hinauf ist einfach zu gefährlich. Zurück nehmen wir den Weg rechts des Restonica-Flusses hinunter. Auch hier müssen wir mehrere, sehr steile Schneefelder, überqueren. Unten muss der Fluss wieder überquert werden, wobei einer ein ungewolltes Vollbad nimmt. Zum Glück trocknen die Sachen schnell in der Sonne. Es folgt die rasante Abfahrt zum Campingplatz.

 

10. Tag: Corte - Col de Verde                 65km -1833Hm

Wir beginnen unsere Königs-Etappe pünktlich 9 Uhr. Zunächst fahren wir auf der N193 Richtung Ajaccia. Wir erstrampeln den Col de Bella Granaje (723m) mit toller Aussicht vom Parkplatz. Nun hinab in eine Senke  (420m), über eine Brücke  mit tollem Blick auf das Eisenbahnviadukt und wieder hinauf bis zum Abzweig der D69. Die D69 ist  schmal und kaum befahren, so dass wir die Aussicht auf dem Weg zum Col de Sorba (1311m) in Ruhe genießen können. Die Steigung ist erträglich und der Ausblick auf gelben Ginster, schneebedeckte Berge und weite Täler sehr schön. Der Steilhang auf der anderen Seite ist unser Ziel, denn hier führt die Straße in mehreren Serpentinen teils atemberaubend hinauf. Leider sind hier viele Bäume verbrannt und abgestorben, doch die tolle Weitsicht entschädigt dafür umso mehr. Anschließend geht`s durch ein großes Waldgebiet rasant abwärts nach Ghisoni. Wir folgen weiter der D69, die zunächst flach später wieder steil  ansteigend zum Col de Verde (1289m) führt. Auch dieser Pass ist dicht bewaldet und der schweißtreibende Anstieg wird nicht mit einer tollen Aussicht belohnt. Wir Zelten auf dem Parkplatz da das Gite dètape kaum Zeltmöglichkeiten bietet.

 

11. Tag: Col de Verde - Zonza -  S. Govino di Garbini              73km -945Hm

Nach einer windigen Nacht, starten wir die Abfahrt vom Col de Verde  bei sehr stürmischen und böigen Wind. Ab Zicavo steigt die Straße langsam zum Col de Vaccia (1190m) an. Der orkanartige Wind setzt uns mächtig zu, besonders auf einem 5km langen Baustellenstück, wo uns der Dreck gewaltig um die Ohren fliegt. Bis Aullene geht´s abwärts. Wir verlassen die D69 und nehmen die D420 Richtung Zonza. Es folgt eine lange Abfahrt und eine ebenso lange Auffahrt nach Zonsa. Hier fassen wir Proviant und radeln noch bis zum schön gelegenen Camping (8,50€) in S. Govino di Garbini. An der Abzweigung zum Campingplatz befindet sich auch ein Sparmarkt.

 

12. Tag: Zonza - nahe Bonifacio             74km -1030Hm

Weiterfahrt nach Levie. Nehmen ab jetzt die D59 und radeln mal eben 400Hm runter, die wir dann zum Teil recht steil wieder zum Col de Bacino  (809m) hochstrampeln. Die Abfahrt ist sehr schnell und führt durch einen kleinen Tunnel bis fast nach Sotta. Wir halten uns weiter an die D59, die uns auf dem Weg nach Bonifacio noch mal über einen kleinen bissigen Pass (350m) führt. Wir übernachten auf dem 3* Campingplatz "Camping des Iles" (12€), 1,5km vom Strand  der schönen Bucht Sant`Amanza entfernt.

 

13. Tag: Bonifacio - St. Theresa/ Sardinien              9km -140Hm

Weiterfahrt nach Bonifacio. Am Ortseingang können wir preiswert in einem etwas versteckte Supermarkt einkaufen. Es beginnt zu Regnen. Wir nehmen die 13 Uhr Fähre nach Sardinien. Kosten der Fähre 37,60€. Am Hafen von St. Theresa warten wir 2h vergeblich das der kräftige Regen aufhört. Checken im  Hotel Bellavista (60€), was wörtlich zu nehmen ist, ein. Die Räder können wir sogar mit reinnehmen. Eine kurze Regenpause am Abend nutzen wir zum Stadtbummel. Stellen fest das Sardinien bei Lebensmitteln doch einiges günstiger  wie Korsika ist. Es regnet und stürmt pausenlos die ganze Nacht.

 

14. Tag: St. Theresia - Jachthafen Poltu Quantu             58km -460Hm

Endlich 10:30 Uhr reißt der Himmel auf und wir radeln bei Sonnenschein mit Rückenwind nach Paula. Bummeln gemütlich über den Wochenmarkt am schönen Hafen. Weiterfahrt an  traumhaften Stränden bis Canninigione. Auf stark befahrener Straße nach Baja Sardinia. Sehr touristisch !!! Die schöne Bucht ist komplett mit Hotels zugebaut. Am sehenswerten  Jachthafen Poltu Quatu, mit seinen Millionen teuren Booten, finden wir eine Übernachtungsmöglichkeit mit fließend Wasser.

 

15. Tag: Poltu Quantu - Olbia - San Paulo                     70km -544Hm

Wir radeln weiter zum nächsten Hafen, wo die Vorbereitungen für ein große Regatta laufen. Beim Frühstück beobachten wir das muntere Treiben. Dann radel wir mit einem kräftigen auf und ab an der Costa Smeralda entlang. Nicht wirklich schön, da wir ständig von starkem Verkehr begleitet werden. Dieser begleitet uns bis Olbia. Hier füllen wir die Vorräte auf, checken am Flughafen unseren Rückflug und steuern den ersten möglichen Campingplatz an. Leider gibt es die ersten beiden, die an traumhaft schönen Buchten gelegen hätten, nicht mehr. Hinter Porto S. Paulo, an der Costa Dorada, schlagen wir unser Zelt, auf dem Campingplatz Tavolara 18€ auf.

 

16. Tag: San Paulo               0km -0Hm

Wir genießen den sonnigen Tag am 1km entfernte Strand. Dieser liegt in einer wunderschönen Bucht, mit tollem Blick zur 564m hohen Insel Tavolara dalla spiagga.

 

17. Tag: San Paulo - Olbia Airport             17km -49Hm

Bei leichtem Regen radeln wir zum Flughafen und treten ohne Probleme den Rückflug an.

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