Mit dem MD2000-Board wurde eine Vielzahl von Systemen
zusammengestellt, die mit unterschiedlicher Speicher-, CPU- und
Grafikausstattung auf den Markt kamen. Gemeinsames Merkmal ist die
Hauptplatine, die entweder als MD2000 oder als MSI MS-6318 bezeichnet
wurde, sowie ein Minitowergehäuse mit 200W-Netzteil. Neben dem
direkten Vertrieb durch Medion wurden diese Rechner - wie nicht anders
zu erwarten - in Lebensmittelmärkten, Großmärkten und
Elektronikfachmärkten verkauft. Die über diese Kanäle
vertriebenen Rechner hatten in der Regel Markenbezeichungen wie "Life",
"Micromaxx", "Cybercom" oder trugen das Hauslabel der Elektronikgiganten.
Besonders zu erwähnen sind hier die Rechner der Pavilion-Serie von
Hewlett-Packard, die ebenfalls auf dem MD2000 basieren, nur wird diese
Platine hier mit dem Originalnamen MS-6318 bezeichnet. Das klingt
einfach besser ;-)
Hier möchte ich nun exemplarisch einige Maschinen vorstellen, die
eindeutig als Verwandte des Aldi-PCs zu erkennen waren. Ein Teil dieser
Rechner wurde in PC-Zeitschriften vorgestellt, ich habe dann die dort
genannte Konfiguration übernommen.
Bei Medion gab es unter anderem ein System zu besichtigen, das mit
einem PIII/800-Prozessor ausgestattet war. Zum Ausgleich für die
leistungsstarke CPU wurde es dann mit 64 MB RAM und einer NVidia
TNT2-M64-Grafikkarte komplettiert.
Bei Medion Frankreich hatte ich einen reinrassigen MT4-Ableger (MD1073)
mit 1 GHz-PIII entdeckt, der wie folgt ausgestattet war:
Ein weiterer Abkömmling war bei Media-Markt und Saturn Hansa im
Sortiment, der Network PIII/700, der wie folgt ausgestattet war:
Ein Leser schickte mir Infos [Danke, Torsten] zu seinem "Network
npi-667 Avantgarde" (Media-Markt) mit folgender Ausstattung:
Einen weiteren Leserhinweis [Danke, Tom] erhielt ich über
folgendes, bei Media-Markt im April 2001 verkauftes Sytem "Network
NPI-1000 Avantgarde CDRW":
Ende 2000 wurden die ebenfalls zur Familie gehörenden
Pavilion-Rechner von HP auf den Markt gebracht. Neben dem
Design-Gehäuse verfügen diese Rechner über vier
USB-Schnittstellen an Stelle der bisher vorhandenen zwei. Es ist
denkbar, daß es sich bei der verwendeten MSI MS-6318-Hauptplatine
um eine neuere Version handelt.
Wer sich das BIOS-Update von Hewlett-Packard besorgt, der kann der beiliegenden Informationsdatei entnehmen, daß insgesamt 16 Modelle mit dem MD2000 (bzw. MS6318)-Mainboard ausgestattet waren:
Von Fujitsu-Siemens gab es Systeme der T-Bird-Serie, die ebenfalls
auf dem MSI MS-6318 basierten:
Hier wurde jedoch die Version 5 dieser Hauptplatine verbaut, die mit
dem VIA 694T-Chipsatz ausgestattet ist und daher im Gegensatz zu den
bisher erwähnten Systemen mit Prozessoren der Tualatin-Baureihe
ausgestattet werden kann.
Ein weiterer Unterschied der Siemens-Rechner zu den Verwandten von
Medion und HP besteht darin, daß kein separater Soundchip verbaut,
sondern die Soundfunktion des VIA-Chipsatzes genutzt wurde.
Wer daran interessiert ist, der begebe sich zu http://fsc-pc.de/support/softwareassist_e.asp
und hangelt sich durch
"Products/Home-PC(T-Bird/Scaleo/Jetson)/T-Bird/MSI MS-6318", wo er BIOS
und Manual finden sollte. ;-)