Anleitungen 

Treiber-Einstellungen

Einstellmöglichkeiten des Windows 9x-Soundtreibers

Der herkömmliche Treiber für Windows 9x bietet eine vielzahl von Einstellmöglichkeiten, die über den Gerätemanager unter "Eigenschaften" der Soundblaster PCI 128 zugänglich sind:


Einstelldialog des SB PCI 128-Treibers von MSI unter Windows 98SE.
Man beachte, daß je nach Treiber- und Windowsvariante nicht alle hier gezeigten Optionen zur Verfügung stehen!

Wavesets ("Wellensatz") für die MIDI-Wiedergabe:

Da MIDI-Dateien nur Informationen über die abzuspielenden Töne beinhalten, muß die Soundkarte die Umwandlung dieser Anweisungen übernehmen. Bei sehr hochwertigen Karten befinden sich die dazu notwendigen Tabellen und Daten in einem separaten Chip, bei preiswerteren Exemplaren liegen diese Dateien auf der Festplatte und werden bei Bedarf in den Arbeitsspeicher des Rechners geladen.
Zum Lieferumfang des Treibers gehören drei Waveset-Dateien (2 MB, 4 MB und 8 MB groß).
Ist die Option "MIDI-Wellensatz" fixieren aktiviert (empfohlene Einstellung), so wird der gesamte Waveset für die Dauer der MIDI-Anwendung in den Arbeitsspeicher geladen. Schaltet man die Option ab, so werden die jeweils benötigten Daten bei Bedarf geladen, was unter Umständen zu Verzögerungen bei MIDI-Wiedergabe führen kann.

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Das "Legacy-Device" bzw. "Legacy-Emulation":

PCI-Soundkarten belegen in der Regel einen hohen Interrupt wie beispielsweise den IRQ10. DOS-Anwendungen können hiermit nicht umgehen, da sie für das Audiogerät entweder den Interrupt 5 oder 7 erwarten und anzusteuern versuchen. Das mit dem Win9x-Treiber mitinstallierte "Legacy-Device" löst genau dieses Problem. Dabei wird eine im Verzeichnis C:\SBPCI eine Software installiert, die eine klassische Soundblaster emuliert und so im MS-DOS-Modus bzw. in der DOS-Box die Audio-Ausgabe von DOS-Anwendungen ermöglicht.

Als Standardeinstellung wird bei der Installation der Interrupt der "Legacy-Emulation" auf den Interrupt der Paralellschnittstelle gelegt. Wenn nach der Treiber-Installation einer der beiden Interrupts 5 oder 7 noch frei sein sollte (was bei modernen PCs ohne ISA-Steckplätze fast immer gegeben ist), dann sollte man diese gemeinsame Interrupt-Nutzung abschalten. Meist ist der IRQ 7 von der Druckerschnittstelle belegt, so daß dann die virtuelle Soundblaster den begehrten IRQ 5 belegen kann.

Wer keine Audio-Unterstützung unter DOS braucht, kann die "Legacy-Emulation" auch komplett abschalten.

Der Joystick

ist im Grundzustand aktiviert und kann hier bei Bedarf abgeschaltet werden.

Der Creative-Mixer:

Bei der Installation der Treiber wird ein eigenes Mischpult eingerichtet, das über das Programm "Starter.exe" an Stelle des Windows-Mischpults beim Systemstart geladen wird.
Wer das Windows-Mischpult bevorzugt, kann den Creative-Mixer abschalten. Zur Aktivierung des Windows-Mixers muß dann in der Systemsteuerung unter "Multimedia" die Option "Lautstärkeregelung in der Taskleiste anzeigen" aktiviert werden.

Ausgabeeinstellungen

Nach der Installation der Treiber kann es unter Umständen passieren, daß keine Klangwiedergabe erfolgt. Prüfen Sie in diesem Fall, ob im Register "Einstellungen" des Treibers die Wiedergabeeinstellungen (Output Mode) auf "Analog" stehen. Da der Soundchip des MD2000 nicht über einen Digitalausgang verfügt, können die SPDIF-Einstellungen ignoriert werden.

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Aktivieren der Höhen-/Tiefen-Regelung der Soundblaster PCI :

(Sofern nicht bereits vorhanden)

Fortgeschrittene Anwender können zusätzlich einen Höhen-/Tiefenregler durch einen Eintrag in der Registry freischalten. (Ich frage mich, warum Creative Labs nicht gleich in die Installationsroutine eingebaut hat)

ACHTUNG! Hier sind Eingriffe in die Windows-Registry notwendig.
Erstellen Sie vorher eine Sicherheitskopie Ihrer Registrierdatenbank!
Jegliche Haftung für Schäden, Datenverluste usw., die aus der Anwendung der nachfolgend beschriebenen Schritte resultieren können, wird ausgeschlossen!

Im Schlüssel "HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Class\MEDIA" suchen Sie den Eintrag Ihrer Soundkarte (dieser ist meist nur als vierstellige Ziffer z.B. 0000 vorhanden)
Dort öffnen Sie den Schlüssel CONFIG.

Hier sollten Sie folgende Einträge finden:

Allow Tone Controls (for AC97)

und

Enable Tone Controls

Ändern Sie die Werte beider Einträge von 00 nach 01.

Der Eintrag "Enable Tone Controls" ist nicht immer vorhanden, dann ist ein neuer Binärwert mit dem Namen "Enable Tone Controls" und dem Wert 01 anzulegen.

Nach einem Neustart steht der Höhen-/Tiefenregler im Mixer zur Verfügung. Eventuell müssen Sie unter "Optionen" die erweiterten Einstellungen aktivieren.

Anmerkung: Die Höhen/Tiefen-regler stehen Ihnen bei Verwendung der neuen SB-Treiber (die für die SB 4.1 digital) automatisch zur Verfügung

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Registrierungsroutine der neuen SB-Treiber loswerden.

Die neuesten Treiber von Creative Labs beinhalten eine lästige Registrierungsroutine, die den Benutzer (einstellbar) an eine Registrierung der Treiber erinnern soll. Es besteht zwar die Möglichkeit, die Registrierung abzuschalten, aber das Registrierungsprogramm macht sich dennoch auf der Platte und im Startmenü breit.

Unter Windows 2000 wird neben dem Treiber noch eine "Soundblaster Hilfe" - "Soundblaster PCI128 Drivers Online Help" installiert. Deinstallation derselben mit Hilfe von Systemsteuerung/Software entfernt auch diese Registrierungsprogramme. Es bietet sich an, die Hilfedateien, die im Verzeichnis C:\Programme\Creative\Audio2k\Help liegen, zuvor zu sichern und nach der Deinstallation manuell einzubinden.

Gleiches gilt auch für Windows 98SE, es ist daher zu vermuten, daß dies auch für die anderen unterstützten Windows-Versionen (WinME und XP) zutrifft.


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Erstellt: 23.03.2003
© Michael P. 2003

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