Während aktuelle Windows-Versionen (Windows ME, 2000 und neuer)
den CT5880-Soundchip korrekt erkennen und passende Microsoft-Treiber
installieren, muß bei Windows 95/98/98SE der Soundtreiber
nachträglich eingerichtet werden.
Im Rahmen der Windows-Installation wird zwar ein PCI-Multimedia-Device
erkannt und nach Treibern gesucht, aber in der Regel wird man diese
Aktion zunächst abbrechen, da die Installation von Chipsatz- und
Grafiktreibern vorrangig ist. Ergebnis sind entsprechend mit gelben
Fragezeichen dekorierte Einträge im Gerätemanager.
Für diesen Soundchip, der auch auf der Soundblaster 128 und der
Soundblaster 4.1 digital verbaut wurde, existieren verschiedene
geeignete Treiber:
Nach dem Download werden die Treiber in ein geeignetes Verzeichnis
entpackt. Anschließend sind das oder die ebenfalls
heruntergeladenen Waveset-Dateien EAPCI*.ECW in das Verzeichnis
"Common\Wavesets" des Verzeichnisses, in das man die Treiber entpackt
hat, zu kopieren.
Dies ist die einfachste Methode, diese Treiber zu installieren. Nach
dem Entpacken findet man nicht nur den bereits erwähnten Ordner
"Common", sondern auch ein Verzeichnis "English". In dessen
Unterverzeichnis "Setup" liegt das Installationsprogramm "setup.exe",
das nach dessen Start die Treiber und Anwendungen einrichtet.
Wer nur die Treiber ohne Anwendungen benötigt, der kann auch
mit Hilfe des Assistenten für Gerätetreiber-Updates die
Treiber installieren.
Unter Windows 98SE hat der Anwender hier die Wahl zwischen dem
herkömmlichen Win9x-Treiber und dem sogenannten WDM-Treiber, wie
sie auch unter den neueren Windows-Versionen eingesetzt werden. Die
Win9x-Treiber bieten unter anderem zusätzlich einen
DOS-Emulations-Treiber, wie er von manchen älteren Spielen verlangt
werden dürfte. Allerdings belegt dieser (in den Einstellungen
abschaltbare) Legacy-Treiber einen zusätzlichen Interrupt.
Nach der Installation des Betriebssystems befinden sich einige mit
Fragezeichen versehene Einträge "PCI Multimedia Device" im
Gerätemanager. Meine Methode besteht nun darin, diese Einträge
zu löschen, um nach einem Neustart den Assistenten für
Gerätetreiber-Updates zu starten. Natürlich kann man die
Treiberinstallation auch direkt aus dem Gerätemanager starten.

Anschließend gibt man den Ort an, wo man die vorbereiteten
Treiberdateien abgelegt hat (hier für die Win9x-Treiber) und
lässt den Assistenten arbeiten.

Bei den Win9x-Treibern werden im Rahmen der Installation auch die Wavesets - sofern vorhanden - ins System kopiert

Die Installation der Treiber wäre damit abgeschlossen.
Bei Einsatz der WDM-Treiber ist die Verfahrensweise identisch.
Allerdings werden dabei keine Wavesets kopiert, da diese beim
WDM-Treiber nicht erforderlich sind. Dafür muß die Windows-CD
bereitgehalten (oder besser noch: gleich ins Laufwerk eingelegt) werden,
da die WDM-Treiber die Nachinstallation von Betriebssystemdateien
erfordern.
Die Treiber der Soundblaster 4.1 sind, da sie als ausführbare
Datei ausgeliefert werden, sehr einfach zu installieren. Das Paket
beinhaltet bereits ein 2MB-Waveset, so daß ein Einbinden wie beim
klassischen Treiber nicht erforderlich ist. Bei höheren
Ansprüchen können allerdings auch die größeren 4-
bzw. 8MB Wavesets nachinstalliert werden.
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