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Das ca. 5000 Einwohner zählende Städtchen Freyburg liegt im südlichen Zipfel von Sachsen-Anhalt,
eingebettet in den wohl schönsten Teil des unteren Unstruttals. Die Mündung der Unstrut befindet in die
Saale ist sich nur ca. 6 km entfernt.
Das besonders milde Klima und der für Saale-Unstrutgebiet typische Kalksteinboden tragen dazu bei,
dass an den Berghängen entlang des Ortes der Anbau von Wein möglich ist. Der Weinanbau erlebt gerade
in den letzten Jahren einen großen Aufschwung. Die meisten Weinberge sind wieder bestellt.
Charakteristisch für Freyburg ist die an einem Berghang über der Stadt thronende Neuenburg. Die große,
im Laufe der Geschichte mehrfach umgebaute Burganlage aus dem 11. Jahrhundert mit dem weit hin sichtbaren
Bergfried, dem Dicken Wilhelm, ist wieder saniert worden und ein besonderes Ziel der zahlreichen
Wandermöglichkeiten auf den umliegenden Bergen. In ihr befinden sich ein Museum und eine mittelalterliche
Gaststätte. Unweit der Neuenburg liegt der Edelacker, eine Berggaststätte mit einem unvergleichlichenm
Blick ins Unstruttal.
Der ehemaligen Burg der Thüringer Landgrafen verdankt die Stadt übrigens ihre Entstehung.
Ein Teil der alten Stadtmauer ist noch erhalten und wieder restauriert worden. Sehenswert sind die gotische
Kirche mit den weithin sichtbaren Doppeltürmen, das Renaissance-Rathaus und die Sektkellerei, in der der
bekannte Rötkäppchen-Sekt hergestellt wird. In den 20-er Jahren des 19. Jahrhunderts lebte
Friedrich-Ludwig Jahn, der „Turnvater“ in Freyburg. Ihm zu Ehren ist ein Denkmal errichtet worden.
So nennt sich Freyburg heute Wein- und Jahnstadt.
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