YAMAHA

von
Marius
(mit Gabel und Scheibenbremse der XT 600)

Aufbau und Umbau einer XT 500

My XT under construction !!!
Alles begann mit dem Kauf eines seit 1991 abgemeldeten Rahmens, defekten Motors, sowie diverser
Kleinteile und endete nach nunmehr 1 1/2 jähriger Bauzeit mit den meinen Vorstellungen
entsprechenden Umbauten und Veränderungen. Als erstes mußte der Rost dem Glanze
weichen und so wurden insbesondere Rahmen und hintere Reifenabdeckung
inmühseliger Kleinarbeit entrostet:

Stahl-Look:
Wer Berliner Keller, vielleicht besser noch ebensolche Bäder kennt, weiß, was es bedeutet,
hier zu schleifen. Damit fing vor rund 1 1/2 Jahren alles an, und endete heute mit der
Weisheit, beim nächsten Mal lieber gleich zum Strahler und Kunststoffbeschichter zu gehen,
das spart eine Menge Arbeit, die, wenn man nicht aufgepaßt hat, leicht  umsonst,
dafür aber nicht kostenlos gewesen ist.

Nach der aufwendigen BOB-Rostschutzbehandlung sämtlicher Teile kam die Grundierung. Gerade beim Rahmen war die Pinselei recht nervenaufreibend, da mir anderes Equipment nicht zur Verfügung stand und auch zu teuer war. Erst recht dann, wenn man sich zuvor im Keller erst Licht legen mußte, um richtig sehen zu können. Danach kam jedoch schnell die Erkenntnis, daß mit dem Pinsel nie eine lackierfähige Oberfläche herzustellen ist, so daß vor der Grundierung hier mit Naßschleifpapier nachbehandelt werden mußte. Nach der Grundierung, die übrigens sehr schön gelungen war, kam die Lackierung mit dem Decklack gefolgt vom  Klarlack dran.

Das Ergebnis kann man hier nur erahnen. Man erkennt, was es mal werden soll, oder ;-) !?. Der Rahmen hat also ein schwarz glänzendes Lackkleid bekommen. Jedenfalls sah das im Keller so aus. Leider wich die Freude über die nun fertige Lackierung, angesichts des großen Aufwandes den ich betrieben hatte, bei Einsatz eines Bremsenreinigers schnell blanker Enttäuschung.  Der Lack hielt nicht mal annähernd so gut, wie man das üblich von einem solchen, wenn er denn gut ist, erwarten darf. Wieder einer Erkenntnis mehr: Wenn schon selbst und mit Dose lackieren, dann wenigstens nicht am Lack sparen oder zumindest anhand einer Probelackierung, der auch ausreichend Zeit gelassen wurde auszuhärten zu können, überprüfen, ob diesem auch genügend Härter beigemischt wurde. Die zweite Erkenntnis: Nur bei ausreichend Licht lackieren. Also irgendwas einschalten, was hell ist wie die Sonne und sich auch die Mühe machen, jeden Winkel auszuleuchten, damit festgestellt werden kann, ob der Lack auch wirklich ausreichend deckt! Dies trifft insbesondere auf so schlecht zu lackierende Teile wie den Rahmen zu.

Dann kam der Motor dran, da er mit Getriebeschaden gekauft wurde und somit überholt werden mußte. Es zeigte sich, daß der dritte Gang an Zahnausfall litt, wobei alles sehr nach einem Materialschaden aussah, da ein ganzer Zahn fehlte und an dessen Bruchstelle eine kleine Luftblase zu sehen war. Seltsamerweise habe ich das Bruchstück nicht finden können, obwohl der gesamte Motor in seine Einzelteile zerlegt und gereinigt wurde. Danach kam die dritte Erkenntnis: Versichere dich beim Kauf eines Motors immer darüber, daß die Getriebegehäusehälften einander zugehörig sind. Bei meinem Motor traf dies nicht zu. Dieses Manko stellte ich gemeinsam mit einem sehr guten Freund erst später fest. Da ich nicht's riskieren wollte und eben dieser gute Freund hier mit einem Ersatzmotor, der noch bei ihm herumlag, aushelfen konnte, entschlossen wir uns kurzerhand einen "neuen" Motor aus den nun zu Verfügung stehenden Teilen aufzubauen. Leider stellte sich auch hier heraus, daß auch der zweite Ersatzmotor nicht ganz frei von Mängeln war, da dieser von einem Vorbesitzer diletantisch gewartet wurde, was bei diesem zum Ausbruch eines Innengewindes, welches auf der rechten Getriebegehäusehälfte unterhalb des Kontrollstopfens anssäßig war, geführt hatte. Kaltmetal mußte hier Abhilfe schaffen.
Nach dem Austausch der Primär- und Sekundärölpumpe, der Steuerkette, der Auslaßventilführungsbuchse, der Ventile sowie fast sämtlicher Simmerringe, Dichtungen und anderer Verschleißteile konnte der Kolben und Zylinder glücklicherweise ohne weitere Behandlung übernommen werden, da beides kaum verschlissen war. Schnell noch alles wieder schwarz gemacht, diesmal zum Glück mit sehr gutem Motorlack, der auch heute noch hält und dann alles zusammengefügt; fertig war der Motor der wieder richtig gut aussah.

Hier durfte der Motor, ausgerüstet mit einer zweifachen Direktschmierung, wieder seinen, ihm angestammten Platz einnehmen. Weiter Errungenschaften waren zu diesem Zeitpunkt der Krümmer zuzüglich seines zugehörigen Dämpfers, eine neue Batterie, Kettensatz sowie die Kastenschwinge abgestützt von Bilstein-Federbeinen.

Hier noch zu sehen mit Metzeler und den alten, als Montagehilfe dienenden Originalstoßdämpfern,...

...wurde die XT  in meinem kaum 1,5 m breitem Flur  nach und nach vervollständigt. So wurde insbesondere die von mir neu eingespeichte und mit dem grobstolligen Mefo Offroadmaster ausgrüstete hintere Goldfelge eingebaut, der Renthal-Lenker montiert, sowie Handguard, ein Eigenbau-Motorschutzbügel, Gepächträger und Ölkühleraufnahme mit Lockhardt-Ölkühler und einem manuellen Thermosthat montiert. Des weiteren zeigte sich bei ersten Elektriktests, daß an diese wohl noch Hand angelegt werden muß. So wurden sämtliche Kontakte gereinigt, Blinkergehäuse mit Reflektoren und Glühbirnen geringerer Leistung versehen und Handschalter gereinigt, sowie sämtliche Elektrikbauteile durchgemessen. Dies brachte zwar Verbesserung, löste aber das Blinkproblem, und das des mitblinkenden Rücklichtes noch nicht. Der Übeltäter war aber auch hier bald gefunden: Der mechanische Blinkgeber stellte sich als ware Stromvernichtungsmaschine heraus und wurde durch ein sündhaft teures elektronisches Blinkrelais von Hella mit integrierter Warnblinkfunktion ausgewechselt. Die Folge war, daß ich es bis heute noch nicht bereue, nicht auf 12 Volt umgerüstet zu haben, sondern der 6 V Spannung treu geblieben bin. Wie hell kann doch 6 Volt sein, wenn die Elektrik bei der Wartung nicht vergessen wird, erst recht dann, wenn man noch den Leitungsquerschnitt der betreffenden Leitungen erhöhen würde. Ein Projekt für den Winter.
 

Beim ersten Startversuch
Der Tag der "Abrechnung" war gekommen und die Spannung stieg. Heute nach so langer Bauzeit mußte die XT zeigen, was in ihr steckt bzw., ob alles da steckt, wo es nach einem so umfassenden Umbau und der Motorrevision auch stecken muß. Also Testsprittank raufgesetzt, Sprithahn auf  ON und Kick ... und ....

... ihr werdet es nicht glauben, sie sprang beim ersten Kick an! Der Frank leistete da ganze Arbeit, da mein Fuß wegen einer Sportverletzung nicht einsatzbereit war und der erste Kick aufgrund der umfassenden und immer mit Spaß verbundenen Hilfe ihm natürlich sowieso versprochen war. Ja, da muß wohl auch die von Frank glänzend ausgeführte Einstellung der Zündung und das Nology Zündkabel einen nicht ganz unwesentlichen Anteil an der sofortigen Arbeitsaufnahme des Motors gehabt  haben; zumal der Motor auch noch butterweich lief, ohne irgendwelche Anstalten zu machen wieder ausgehen zu wollen. Anscheinend war ihm die lange Zeit seines Winterschlafes genug! Er lief und lief und lief...völlig "ruhig" und sauber, einfach toll, wenn man bedenkt, daß hier ein ganz "neuer" Motor entstanden ist.
Da hat sich wohl auch die langwierige Reinigung des völlig zerlegten Vergaser, der übrigens auch über Jahre im Ölbad lag, im Essigbad geloht.

Aufbereitet für die Einzel-/Vollabnahme
Nachdem die erste Prüfung, die Inbetriebnahme des Motors, überstanden war, sollte man glauben, es käme die Zeit der Entspannung und allgemeiner Beruhigung. Im Gegenteil die Spannung stieg, da nun der Weg zur Voll-/Einzelabnahme bereitet war und der anberaumte Termin näher strich. Mehr und mehr Fragen tauchten auf !Zu welchem TÜV fahre ich ?, gerate ich an den richtigen Prüfer ?, was würde dieser zu dem Umbau sagen ?, trägt er die Reifen ein, sind genügend Ersatzteile für Veränderungen vorhanden ?, reicht das kurze Zeitfenster des Kurzzeitkennzeichens ? Fragen über Fragen die bald auf einen Schlag beantwortet sein sollten ! Aber es verlief alles ganz anders und völlig gegensätzlich zu dem, was ich erwartet hatte und wenn es nicht so ein besonderer Anlaß gewesen wäre, dann hätte man sagen können, die Prüfung war völlig unspektakulär. Nach nicht mal einer halben Stunde sank die Anspannung auf den Null-Level und wich gegenüber ausgelassener Freude: Es war vollbracht: "Viel Spaß und gute Fahrt !". Alles in allem war die Einzelabnahme sehr geruhsam, sachlich und nett zugleich. Der zuständige Prüfer war sachlich sehr kompetent, was im nachhinein betrachtet unbedingt ein immenser Vorteil ist, selbst gar mal Enduro-Fahrer auf alle Fälle aber begeisterter Motorradfahrer, und dazu noch sehr freundlich. Man hatte hier nicht das Gefühl, dem Verwaltungshandeln völlig ausgesetzt zu sein, sondern eher jenes, ein gemütliches Gespräch unter Motorradfahrern zu führen. Und als der Prüfer nach der bei einem solchem Umbau obligatorischen Hofrunde mit einem ganz breiten Grinsen um die Ecke bog, legte sich in mir und allen Beteiligten (ohne die das alles fast unmöglich gewesen wäre und bei denen ich mich auf diesen Weg ganz herzlich bedanken möchte, also bei dem Andreas und der Elli und natürlich bei dem Frank) all die in der letzten Zeit aufgebaute Anspannung auf einen Schlag und uns war klar: Ab dem heutigen Tag, dem 26.06.2000 darf die XT ganz offiziell mit TÜV-Segen ausgestattet am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen.
So konnte ein an diesem Wochenende in Berlin stattfindendes Enduro und XT-600 Tenere- Treffen zwar noch mit Kurzeitkennzeichen, aber dafür mit Vollabnahme und somit 2 jährigem TÜV in der Tasche wie geplant gleich angesteuert werden, von dem es dann ab in schweres Gelände ging. Endlich rumsudeln !

Hier noch zu sehen mit den Acerbis Blinkern und dem Continental Vorderradreifen. So ging es zum TÜV, beides mußte abgeändet werden. AKZEPTABEL !!

Das Endergebnis
mit TÜV-Segen und zugelassen

Tja, nun bin ich stolzer Eigentümer und Besitzer einer XT die in meinen Händen zu dem wachsen durfte, was ihr bei den nachfolgenden Bildern seht. Sie läuft bis zu dem heutigen Tag super, nimmt spontan Gas an, und hat auch bei Gegenwind noch die Power 130 K/mh zu laufen. Dies sollte man angesichts des dritten Übermaßes, des TwinAir-Luftfilters, der Nology Kondensator-Zündung und des Sebering auch erwarten können. Auch ihren ausgiebigen ersten Geländetest hat sie überstanden. Einzig und allein das neue Lenkkopflager mußte der teilweise doch sehr argen Geländefahrt Tribut zollen und setzte sich wie erwartet. Leider war das zum Nachstellen erforderliche Werkzeug, schon gar nicht aber die zum Aufbocken notwendige Getränkekiste vor Ort. Demzufolge galt es zu erleben, wie eine XT, im Tiefsand fahrenend, die Kontrolle übernahm und die Richtung vorgab. Nach dem Nachstellen gab es am kein Zweifeln mehr über die Grundkonzeption des Fahrzeuges: Eine Enduro mit Anleihen zum Crosser. Im Gelände haben sich die Mühen des aufwendigen Umbaus mithin am meisten ausgezahlt, da die Grenzen des Fahrwerks, trotz schwerem Geländes nicht ausgereizt werden konnten. Von dem Bremsverhalten im Straßenverkehr gar nicht zu sprechen, obwohl damit der von mir verwendete, sehr grobe und weiche Vorderrad-MotoCross Reifen nicht unerheblich überfordert ist. Das geplante Ziel, eine reisefertige Enduro aufzubauen, die Charisma hat, leicht und einfach zu warten ist, aber auch Nehmerqualitäten besitzt und trotz dessen zuverlässig ist, wurde damit erreicht. Ich hoffe das ihr Euch an diesen Bilder und der Story erfreuen konntet, und vielleicht einige Anreize für ein in die gleiche Richtung gehenden Umbau bekommen habt.

Gruß Marius

  
 
 

Der Brief
unscheinbar aber goldwert  und für alle die dem nacheifern wollen

 

Technische Daten:

YAMAHA XT500, 1 Zyl., 4 Takt
Baujahr: 1980
Km: unbekannt
Kolben: 3 Übermaß
 
 

Technische Änderungen:

  • XT 600 E/K Gabel mit Scheibenbremse
  • Gewählt wurde hier eine 91 'er Gabel aus der  E/K Baureihe. Grund hierfür ist, daß diese Gabel  im Gegensatz zu den älteren
    XT Gabeln, einen unproblematischer en Umbau ermöglicht, da hier das Gabeljoch der XT 500 in der 600'er Brücke einen Preßsitz
    hat, so das hier kostspieliges Schweißen und Drehen  zugunsten eines einfachen Umpressen entfallen kann (Kosten 50,- kontra
    250,-).
     
    Beim umpressen sind insbesondere auf die Preßtiefe und die Ausrichtung für das zur Eintragung unbedingt erforderliche
    Lenkschloß zu achten. Des weiteren muß der Lenkanschlag am 500'er Rahmen, als dann einziger Eingriff am Rahmen, fast
    gänzlich zurückgenommen werden, vorausgesetzt man will kein Lenkanschlag besitzen mit dem ein der TÜV-Prüfer gleich
    wieder nach Hause schickt, weil der Wendekreis dem eines Lkws bei weitem übertrifft.  Zu achten ist dabei, daß der Lenkanschlag
    auch Lenkanschlag bleibt und diese Funktion nicht ein anderes Bauteil, etwa der Lenker übernimmt. Auch die Ausrede, man fährt
    alle Kurven nur im Drift, zählt hier nicht :-). Das dann noch der Seitenständer verlängert werden muß, versteht sich von selbst.
     

    Zur Vollständigkeit sei hier angemerkt, daß man natürlich in die nun  fertige, mit dem 500'er Gabeljoch versehene, 600' E/K
    Gabelbrücke, wegen des gleichen Gabelstandrohrdurchmessers auch die älteren XT 600/Tenere Gabeln einbauen kann.  Die
    Tenere Gabeln sind deutlich länger (ca. 4 cm) und mit mehr Federweg versehen, während die E/K Gabel die softere Variante
    darstellt, also kürzere Federwege bietet,  dafür besseres Ansprechverhalten und mit der Doppelkolbenzange  und größerem
    Ausgleichsbehälter bessere Bremsleistung erzielt. (Scharfes Bremsen nur mit zwei Fingern ist hier einfach zu bewerkstelligen,
    so daß der von mir montierte, sehr grobe und weiche MotoCross  Reifen  in dieser Variante hoffnungslos überfordert ist.
    Sicherlich wird auch der E/K Gabel z.B. durch Einbau von Technoflex Gabelfedern, Vorspannhülsen und den Verschlußstopfen
    mit Luftunterstützungder älteren Modelle bessere Nehmerqualitäten  anzuerziehen sein.

    Einziger Wermutstropfen meines Umbaus. Die Stahlfelge des von mir komplett erworbenen Vorderbaus des E/K Modells.
    Aber  schöne Alu-Goldfelgen liegen schon parat und warten auf das Umspeichen im Winter.

    Hinweis:
    Von anderen Umbauvarianten, etwa von der, einfach  Gabelbrücke und  Gabeljoch der 600'er zu übernehmen, rate ich dringend
    ab, da man hier mit ständig zu losem Lenkkopf zu kämpfen hat, da das  600 Gabeljoch gegenüber dem 500'er kürzer ist und die
    Lenkkopfschrauben nur mit wenigen Gewindegängen greifen, ganz zu schweigen von der Stabilität !!.

     
  • Bilstein Stereo-Federbeine, 390mm
  • Montiert wurden diese knüppelharten Federbeine (übrigens immer noch die Softvariante) um die durch die längere Gabel
    geänderte Fahrwerksgeometrie auszugleichen.So scheint ein Durchschlagen unmöglich, ein Bandscheibenvorfall dafür
    wahrscheinlicher ! ;-)) Hier bietet Bilstein zwar noch eine längere Variante (410'er) an, diese erhöhen durch den schlechteren
    Umlenkwinkel aber ungemein den Kettenverschleiß, so daß meine Wahl auf die 390'er  fiel, die aber auch völlig ausreichen.
    Langfristig wären hier Technoflex Federbeine die erste aber auch kostspieligere Wahl.
     
  •  K&J- Kastenschwinge, chrom
  • Gebraucht sehr günstig erstanden ;-), verbessert sie das Fahrverhalten ungemein und schmiegt sich in die Gesamtoptik recht
    schön ein.
    Lampenhalter und Instrumentenhalter sind im Eigenbau erstanden.  Ersterer, weil der Acerbis-Tank von mir soweit
    wie möglich nach vorne verlagert wurde und dadurch der breit aufbauende Original-Halter mit seinen senkrecht zu
    den Standrohren abgehenden Haltearmen, mit dem Tank, bzw. mit der vorderen Radabdeckung eine zu innige Beziehung
    eingehen wollte. So wurde von mir ein neuer, gekröpfter Lampenhalter gebaut, der  Tank und Radabdeckung ausreichend
    Platz ließ und gleichzeitig die Lampe richtig positionierte: Ausgangsmaterial war hierfür der zurechtgesägte Orginalhalter,
    gepaart mit einem Regalhalter für Regalböden aus dem Baumarkt. Letzterer mußte eine Verbindung mit  einem
    Alu-Winkelprofil eingehen, da der Original-Instrumenten für die XT 600 Gabelbrücke doch zu original war, um ohne
    zusätzliche Arbeit angebaut werden zu können.
    Der hintere Reifen hat eine super Haftung, ist vom Profil her gleich dem T 63 und soll (?) ausgesprochene
    Langstreckentauglichkeit besitzen. Vorne gibt es leider für diesen Reifen kein passenden, so daß hier auf den MFC 14
    von Mefo, einem Cross-Reifen, ausgewichen werden muß. Meine Wahl traf die weiche Variante des MFC 14, der im Gelände
    sehr guten Grip bringt, auf der Straße aber bei scharfen Bremsungen von der Scheibe überfordert wird. Alles im allem bietet
    diese Kombination natürlich mehr  Vortrieb im Gelände, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit, läßt es sich damit auch auf der
    Straße einigermaßen zur Sache gehen; jedenfalls nachdem man den vorderen rund gefahren hat ;-). Die Haltbarkeit des
    vorderen Reifens wird dabei wohl weniger gut sein.

     


    marmor@zedat.fu-berlin.de