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Die Infizierung oder wie Alles begann.
Tja, wie soll man da anfangen? Eigentlich ist es schleichend erfolgt. Nachdem Michael und ich uns 1990 kennengelernt hatten, weckte er so sachte immer etwas mehr das Interesse an der Astronomie. Sei es mal mit Literatur oder mit dem Ausleihen von einer Russentonne um Sterne und Kometen zu jagen. Das Ganze hat er dann mit einigen Vorträgen die er auf seine recht unnachahmliche Weise mit lockerem Spott würzte garniert. Mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit schob er mich dann immer etwas weiter in eine Richtung die ich auch gehen wollte. Ich wusste nur noch nichts davon. Sein Wirken fand dann den Höhepunkt in einem Geschenk. Ich bekam einen Spiegel von 114 mm Durchmesser und einen Fangspiegel. Was sollte ich denn nun tun? Mit freudiger Erregung schaffte ich meine neuen Habseligkeiten nach Hause. Die Begeisterung meiner Frau hielt sich in Grenzen, wohl ahnend was da noch kommen könnte. Nun war ich angetreten um die ganzen verstaubten Ansichten über die Konstruktion von Fernrohren zu revolutionieren. Als erstes habe ich die dummen Gleitlager wegoptimiert. Nichts geht über Kugellager. Michael hat nur gegrinst und mich nicht verstanden. Ich wollte doch nur Gutes tun. So habe ich dann den ersten Dobson gebaut der voll durchschwingen konnte. Das lief alles so leicht, es war auch nach 15 min noch am Schwingen wenn man das Rohr nicht bremste. Toll, nur Beobachten war nicht drin. Doch Basteln macht Spass und somit ging es immer weiter. Irgendwann war dann der Vogelsberg dran. Da musst du mit, das ist toll, so viele Sternengucker hast du noch nicht gesehen. Das war wirklich toll. Das kann ich nur jedem empfehlen. Man kann dabei viel lernen und die Sucht nach Grösserem oder Besserem wird angefacht. Dann kam auch noch die SOFA. Für den einen ist dies der Tag den es niemals gegeben hat ( Regen ) für den anderen war es das Grösste. Ich will nicht weiter darauf eingehen, denn viele Bekannte haben den Tag erlebt, den es niemals gab. Eigentlich kann man hier schon aufhören zu schreiben, den über die Infizierung bin ich schon lange hinweg. So richtig Kopfschmerzen hat es mir dann erst wieder bereitet als mein 10 Zoll nach Hause geschafft war. Doch das kann man auf anderen Seiten lesen.
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