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Das Königreich Albernia weiß keine einzige Akademie der magischen Zunft sein Eigen zu nennen. Einstmals berühmten Häusern wie der thaumaturgischen Akademie in Havena oder der Halle von Licht und Schatten zu Honingen wurde ihr eigener Hochmut zum Verhängnis. Nach den Magierkriegen griffen sie nach Macht und Herrschaft - und wurden vernichtet. Sie wurden niemals wieder eröffnet. In der Hauptstadt wurde lange Zeit gar jegliche Magieausübung mit einem Bann belegt.
Auch wenn sich jenes Verbot in den letzten Jahren gelockert wurde, so hat sich doch die Gildenmagie in Albernia niemals recht erholt. Wer als Magier in Albernia lebt, der steht im Solde eines Barons oder Grafen, der fristet ein Dasein als Eremit in abgelegenen Hütten und einsamen Türmen.

Solch ein Eremit ist der alte, eigenbrötlerische Magier Emeran ui Kodan. Er hat sich vor einigen Jahren in Gemharsbrück eingenistet um sich in Ruhe seinen Forschungen widmen zu können. Für den gemeinen Gemharsbrücker ist Magie etwas über das man nur tuschelt und eher skeptisch und mit abergläubsichem Unwissen betrachtet: Immerhin wohnt man nahe des Farindelwaldes, der als verzaubert und mystisch gefährlich gilt. Dementsprechend unsicher wird mit dem Magister umgegangen: Als wohlgelehrter Herr wird ihm Respekt dargebracht, bei bierseeligen Gesprächen im Gasthaus brinbt man ihm aber eher Obskuranz entgegen.

Kein Wunder: Emeran erfüllt quasi jedes Klischee. Aus seiner Hüte dringt nie ein Mucks, niemand weiß an was er überhaupt forscht und er redet auch ungern darüber und wenn versteht ihn keiner, was ihn augenrollend wieder in seine kleien Kate treibt. Emeran ist ein seltsamer Kauz, dazu immer launisch (meist schlecht) und wirkt wichtig beschäftigt.

Seine kleine Hütte platzt fast vor merkwürdigen Büchern in merkwürdigen Sprachen, jeder Jugendliche erzählt sich neue Horrorgechichten von den Dingen die da noch so lauern könnten.

Aber Emeran ist im Grunde eine harmlose und gutherzige Person. Er untestützt Varas Malerei die er für sehr talentiert hält und hat ihr auch schon staundend so manches Bild abgekauft zu Preisen die es Vara erlauben weiter so zu leben wie sie es derzeit tut. Gibt es ernsthafte Probleme mit fremden die mit ihrer weltgewandten Rücksichtslosigkeit die naiven Dorfbewohner übers Ohr hauen wollen stellt er sich auch mal hinter den Büttel, der stolz glaubt er würde gerade den betreffenden in die Schranken weisen, dabei hat jener eher Respekt vor dem Magister mit seinem schwarzem Zauberstab...

Aber es ist schwer Emeran aus seinem Verschlag herauszubekommen. Ab und zu bringt ihm die Quacksalberin was zu essen vorbei, im Wesentlichen weil sich beide ab und zu austauschen über Kräuter des Waldes. Emeran vermisst den akadmeischen Austausch von Wissen: Es ist das Schicksal des Gelehrten sich zu langweilen in Gemharsbrück...

Was und woran Emeran forscht weiß niemand so wirklich, manche behaupten Emeran selbst hätte es vergessen.

Seit den jüngsten Ereignissen um den Farindelwald zeigen sich die Bewohner von Gemharsbrück Emeran gegenüber ängstlich bis abweisend. Angeblich soll er während der Zeit der roten Bäume sogar zeitweise verschwunden gewesen sein.


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