Daidaliten.de | Weltenbau | Das Schwarze Auge
Interaktive Karte von Gemharsbrück Zollbrücke Förster Eslam Zimmermann Schuster Magister Emeran Kate des Fallenstellers Dorfkastanie Lebensmittelladen Bauerhof Brogar Bauernhof Geronsbold Bauernhof Wulfdan Mühle Gärtner & Imker Haus der Lonnerts Haus des Wagners Ruinen Malerin Bauernhof Ulfaren Travia-Tempel Peraine Schrein Caghys Kate Schmiede Gasthaus Boronsanger Korbflechterin Quacksalberin [Häuser anklicken für Details]

"Wohin gehen all die Kinder mit Madas Gabe, frage ich Euch? Es gibt ihrer so viele hier, doch so wenige Magier nur, sie zu unterweisen. Ich sage Euch: mitnichten erlischt die Gabe in ihnen unentdeckt, wiewohl dies vielleicht einen Segen wäre. Es sind die Hexen und Druiden, die sich ihrer bemächtigen. Sie nennen sich Weise des Waldes, Diener Sumus und Satuarias Kinder. Sie haben Zirkel und leben in Gemeinschaft. In manchen Gegenden nennt das Volk sie weise Männer oder ehrwürdige Frau, es sucht ihren Rat und folgt ihrem Wort wie dem eines Geweihten. Das Volk sage ich?! Ich sah Barone die mehr auf das Knochenorakel eines alten Weibes gaben, den auf die ermahnenden Worte eines Hochgeweihten."

Inver Perainelynn ist die heilende Hand des Dorfes, wird aber auch oft als Hebamme herbeigerufen. Abseits der großen zivilisatorischen Zentren ist man in Gemharsbrück auf auf tradiertes Kräuterwissen angewiesen: Weit entfernt von akademischer Schulmedizin oder göttlichen Einfriffen in die Gesundheit kümmert sich Inver mit viel Intuition, Hingabe und manchmal auch versteckter Magie um die kleinen Zipperlein, Krankheiten oder großen Verletzungen des Dorfes. Denn Inver ist eine Hexe.

Als Tochter der Erde (Aventurische Zauberer S. 52) erscheint sie unauffällig, bäuerlich und äußerst integriert in die harmlose und gesellige Dorfgemeinschaft. Wenig Wert legt Inver -wie alle Töchter der Erde- auf die Ansammlung von Wissen, schätzt aber Tradiertes und Bewährtes, gerade auf dem Gebiet der Heilung. Invers satuarische Zugehörigkeit ist mehr oder weniger ein offenes Geheimniss in Gemharsbrück. Niemand würde es offen aussprechen, aber ihre Ausflüge während der Sommersonnenwenden, ihr Haustier (eine Kröte) und andere Indizien sprechen für sich. Und auch wenn man 'böse' Hexen und so manch andere wilde Magie fürchtet, so respektiert man stillschweigend ihre Berufung und Gaben -wie es in Albernia oft üblich ist. Sogar das Travia-Paar versteht sich blendend mit Inver. Lediglich Thoram -der eh nie krank ist- meidet ihre Nähe.

In ihrem kleinen Garten pflanzt Inver neben Küchenkräutern vor allem heilsame Pflanzen und alchemische Kräuter. Und sowieso liegen Invers Stärken eher am Herd und im Garten als in düsterer Zirkelmagie oder gar Hexenflüche: Inver ist harmlos, wenn auch oft berechnend und oft mit ihrem Wissen dem Dorf einen Schritt voraus. Über ihren Zirkel weiß sie oft am schnellsten über die neusten Entwicklungen im Lande Bescheid.

Die jüngsten Ereignisse in Gemharsbrück liefen allerdings auch nicht spurlos an ihr vorbei. Nur mit Mühe konnte sie sich vom lockendem Rot der verzauberten Wälder fernhalten und es war ihr unmöglich rechtzeitig etwas gegen die Raserei von Maerthe Graegar zu unternehmen, die vom kurzzeitig verzauberten Wasser der Gemhar getrunken hatte. Auch das Auftauchen einer böswilligen Hexe in der Nähe von Gemharsbrück konnte oder wollte sie nicht wohlwollender lösen, als es dann mit Waffengewalt der Dorfjugend geschah.
Und so umweht Inver seit Neustem ein tragischer Schleier.

Angefangen hat diese Entwicklung von der unaufgeregten, erdverbundenen Kräuterfrau zur manchmal mitleidig beäugten Inver von heute vor etwa neun Sommern, als Sie bei der Geburt der beiden Brogar Zwillinge als Hebamme dabei war. Noch während der Geburt gab es Komplikationen und dem Herrn Boron gefiel es die gebärende Mutter mit sich zu nehmen. Inver quälte sich lange mit diesem 'Misserfolg', wie sie es nannte, und verlor ihre Angst vor der Hebammstätigkeit erst bei der Geburt der Meeltheuer Zwillinge.


 Zurück  Seitenanfang  Vor