Bei der Argos handelt es sich um das Konzept eines fiktiven interplanetarischen Frachters, der in nicht allzu ferner Zukunft zwischen den menschlichen Kolonien auf Mond und Mars sowie zwischen den Forschungsbasen an den Lagrange-Punkten und auf Titan und Venus pendeln könnte. Bei FlickR gibt es das unten stehende Bild auch in Wallpaperfähiger Größe zum Download. Weiter unten finden sich fiktive technische Beschreibungen und Daten, sowie Impressionen einer möglichen Zukunft der Menschheit als interplanetarisch denkend und handelnden Wesen...

Das folgende Bild zeigt die Argos im Orbit des Mars beim Löschen der Fracht. Robotische Frachtsammler empfangen die Container mit ihren Magnetklauen.

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Die Argos - GesamtansichtDie Argos ist auf Multifunktionalität ausgerichtet und Spezialisten sprechen bei den Schiffen der Argos-Klasse eher von "Raumzügen" als von "Raumschiffen". Das liegt daran, dass die Argos als halbrobotisches Raumschiff seine gesamte Lebenszeit in permanenter Bewegung verbringt und auf festen Umlaufbahnen fern- bzw. robotisch gesteuert -ähnlich einem Kometen- durch unser Sonnensystem "fährt": wie auf Schienen eben. Dabei nutzt der Frachter die Gravitation und beschleunigt mit Hilfe von Katapulteffekten, ausgelöst von größeren Himmelskörpern. Zusätzlich verfügt die Argos-Klasse über leistungsstarke Ionentriebwerke, die zwar langsam aber kontinuierlich beschleunigen, was ebenfalls zum Konzept der ständigen Umlaufreise durchs Sonnensystem entspricht.

Doch wie beläd, entläd, tankt und wartet man einen derartigen Raumzug? Dies ist der eigentliche Clou der Argos-Klasse. In der Nähe von Zielorten ("Bahnhöfen") verlangsamt sich das Schiff mit Hilfe der vorne angebrachten Manövrierdüsen nur wenig und erlaubt so Beibooten anzudocken für Wartungsarbeiten (die Argos ist übrigens auch für Passagiertransporte geeignet, maximal ist eine Besatzung von 5 Personen möglich, meist Techniker oder dringend benötigte Spezialisten, die man so nebenbei mitnimmt zum Zielort). Fracht hingegen wird eindrucksvoll einfach "abgeworfen". Entgegen früherer Frachtschiffe (z.B. den amerikanischen Shuttles des 20. und 21. Jahrhunderts) wird hier die Fracht außen, also nicht in einem Frachtraum, mitgenommen. Da die Argos nie einen Atmosphäreneintritt machen muss ist die Fracht außen in speziellen Containern sicherst aufbewahrt. Auch überschwere und übergroße Frachtteile (zum Beispiel Bauteile für Kolonien oder Raumbasen) lassen sich außen befestigen, dann auch ganz ohne Container. Das Ganze geschieht über ein ausgeklügeltes Magnethaltungssystem.

Erreicht die Argos nun einen Zielort stößt das Schiff die Container ab (welche zusätzlich Manövrierdüsen besitzen) und robotische Sammler übernehmen selbige und bringen sie zum Weltraumfahrstuhl (Erde) , zu Landungsschiffen (planetare Kolonien) oder eben direkt an die Dockstationen der betreffenden Raumbasen.

Das Aufnehmen neuer Fracht gestaltet sich etwas aufwendiger: Während die Erde über die Infrastruktur verfügt solche Schiffe im Vorbeiflug bei hohen Transfergeschwindigkeiten zu beladen, muss auf weniger entwickelten Kolonien das Frachtschiff erst weiter abgebremst werden. Allerdings wird nur selten auf den Kolonien Fracht aufgenommen, zudem nutzt die Argosklasse geschickt diesen erzwungenen Orbitalen Umlauf um Schwung zu holen für seine Rückreise.

Ein robotischer SammlerRechts ist ein robotischer Sammler zu sehen: auch sie können im Zweifelsfall von Hand gesteuert werden um zum Beispiel als Reparaturschiff zu dienen oder als Beiboot. Die magnetischen Klauen können ausgetauscht werden durch etliche andere Werkzeuge.

Die Argos-Klasse gilt als zuverlässig, preiswert und sicher, viele Unternehmenskonsortien und staatliche Raumfahrtstiftungen nutzen die Vorteile dieses Frachters für sich, insbesondere seitdem der Frachtverkehr exponentiel ansteigt durch den Babyboom auf dem Mars, dem Fund bakteriellen Lebens auf Titan und dem Bau des gigantischen, ersten Interstar-Schiffes 'Hope'.

Eine Flotte Frachter passieren den Mond

Zwei Schiffe der Argosklasse im Formationsflug über dem Mond.

Technische Darstellung der Argos

Oben sieht man quasi ein Making-Of der Argos: Man sieht die verschiedenen Stadien des Renderprozessen, sowie die "Einzelteile" aus denen ich das Schiff in Bryce erstellt habe.