Wenns original sein
soll. Wenn Abwechslung wohltut. Wenn die Auswahl schwerfällt.
Vorgeschichte
Der Mercedes Typ 190 war Ende 1982 vorgestellt worden. Ihm zu
Ehren sind neue, aerodynamische Radzierblenden eingeführt worden, ein durchaus
bemerkenswerter Vorgang, denn zuvor waren über Jahrzehnte eine
Leichtmetallfelge und eine Radkappe, jener klassische Vollchromdeckel im
gesamten -freilich noch nicht so umfangreichen- Produktprogramm im Einsatz.
Erst die 1979 eingeführte neue S-Klasse
(W126), der erste aerodynamische "moderne" Mercedes, hatte Radblenden
aus Kunststoff erhalten, und zwar oft, waren doch Leichtmetallfelgen allenfalls
im absoluten Spitzenmodell serienmäßig (1982: ausschließlich 500SL).
Die modernistische chromlose Designzeit,
beispielhaft im 190er, begann folgerichtig mit der zeitlosen, schnörkel- und
eleganzlosen Volldeckellösung, bei der sogar der Mercedesstern im
Kunststoffguss aufgegangen war.
Erst Modellpflegen führten zu subtilen, jedoch
wirkungsvollen Verfeinerungen: gegen 1987 sind im ansonsten unveränderten
Raddeckel ein Chromstern integriert; der "große Bruder" W124 durfte
sich ab 1989 sogar über einen feinen Chromring am äußeren Rand freuen.
War noch 1990 eine Sackgasse in Form der "in Flankenschutzfarbe
lackierten" Radzierblenden (Code 263) beschritten worden (für Baureihen
124 und 126 -inkl. SEC!-; so gut wie nie geordert und gesehen), so kulminierte
die "Mono-Design-Ära" 1991 bei Vorstellung der mächtigen S-Klasse
W140: deren Radblende vermochte mit Chromrahmen und vergrößertem Lüftungsrand
(sichtbare Stege) mit vornehmer Zurückhaltung zu überzeugen, wiewohl gerade die massige
Limousine einer feingliedrigeren Lösung eigentlich dringend bedurfte (was
natürlich doch meist in Form der verbauten Achtloch-Alufelge geschah).
Absoluter und unerreichter Designhöhepunkt
schließlich 1993: die nochmals modellgepflegte Baureihe 124, jetzt
E-Klasse genannt, erhielt wunderschöne 6-Loch-Radblenden mit auffälligem
Chromring, ausgeführt in hochwertigster silberner Lackierung. Auch die
brandneue C-Klasse erhielt als Elegance -zunächst- diese Kappen, die, weil nur
in 15-Zoll-Version gebaut, nicht die Winterreifen der Zeitgenossen SL (R129)
oder W140 zieren konnten.
Die bald einsetzende Modelloffensive geht
einher mit immer häufiger serienmäßig gelieferten Leichtmetallfelgen und
führt nun auch zu einer linespezifischen Radblendendiversifizierung: die
deutlich billiger wirkende Ur-Classic-Version (ohne Chromring, rundere Löcher,
einfachere Graulackierung) muss nun auch den Elegance schmücken (W202),
während die rundliche neue E-Klasse (210) im Classic eine
5-Loch-Tragflächen-Design-Lösung erhält. Schon 1997, zur
202-Modellpflege werden sichtlich "kunststoffig" wirkende Blenden für
den Classic verwendet (5 flache rundliche Löcher), während der Esprit von
einem 1995 zur Unterscheidung eingeführten "Lüfterkappen"-Design (10 Schlitze) zu einer ansprechend
dreidimensional wirkenden 6-Loch-Version wechselt.
Auch wenn das Marketing Anfang der 2000er eine
serienmäßige Leichtmetallfelge einzuführen vermochte (SLK, W220, W211 Classic),
die geradezu nach einem höherwertigen Ersatz "schrie", so wurden die
Radzierblenden nicht vernachlässigt; ihnen begegnen wir noch regelmäßig an
Taxen und Einsatzfahrzeugen.
Edel und mit Pep, daher auch in Prospekten
offensiv gezeigt: die 7-Loch-Deckel mit Sicken des modellgepflegten E
(210). Der "Rückschlag" in Form einer unauffälligen Kappe
folgt nur wenige Monate später am neuen C (203) Classic; ausgeführt in 7-Loch,
Mittelteil nach innen versetzt, der 202-Esprit2-Kappe nachempfunden. Letztlich
aber ein mercedestypisches Design, ersetzt seit 203mopf und 204 mit einer sehr
eckigen 7Loch-Variante.
So weit, so übersichtlich; doch seit 1997
"spielen" bekanntlich neue Mercedes-"Mitglieder" mit, sei es
mit A-Klassen, Mini- und Midivans (Vaneo, V-Klasse); sei es mit Transportern,
die -auch als VIP-Shuttle oder Firmenvisitenkarte- nun ebenso nach edlen
Radabschlüssen verlangen (Vito, Sprinter). Die einheitlich ausgestalteten
Stahlfelgen -15 oder 16 Zoll- erlauben eine wechselweise Verbauung der
Radblenden, womit die Vielfalt auswählschwer ausfällt, zumal ausnahmslos jeder
erwähnte Vertreter eigenständige Versionen erhält.
Obwohl die klassische Mercedes-Alufelge als
Achtloch oder Fünfloch (Avantgarde) vielfach nachgebaut wurde (und aufregende
Derivate im MB-Stil erschienen, man denke an die 7-Loch der E-Elegance-10Loch
oder der 5-Loch im 8-Loch-Stil) und auch sehr preiswert im Handel verfügbar
war, obwohl originale Mercedes-Radkappen sündteuer sind (bis 70 Euro das
Stück), so haben Radzierblenden bis heute ihre Berechtigung, da sie ungleich
einfacher (Felgengrößen, ABE etc.) eine subtile "Auffrischung" eines
Modells erlauben und -beispielsweise bei Modellpflegen, bei Winterreifensätzen
im Leasing usw.) problemlos migrierbar oder veräußerbar (Gewicht!) sind.
Der 190er der ersten Bauzeiten (1982 bis
1988)
14 Zoll
Der 190er nach Modellpflege
(1988 - 1993)
15 Zoll
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Die Serie.
15 Zoll, später mit Chromstern sowie minimal dunklerem Grauton.
124 401 0424 mit Plastikstern
201 401 0324 mit Chromstern
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Die etwas edlere 124-Variante.
Mit Chromrahmen, sonst wie vor.

124 401 0924 |
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Die billige 202-Lösung
Ohne Chromring.
Stern im Entlüftungszentrum rückversetzt. Passt nicht auf alle Stahlfelgen ! 202
401 0024 |
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Die edle 124 / 202Elegance
Chromring, eckigere Löcher.
Stern im Entlüftungszentrum
rückversetzt.
124 401 1424
Empfehlung.
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202-Esprit 1995-1997.
Lüfterdeckel/Turbinendesign.
Stern im Entlüftungszentrum
rückversetzt.
202 401
0224 |
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202-Esprit 1997-2000.
6-Loch rückversetzt,
aber Stern aufgesetzt.
202 401 0724 Empfehlung.
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202-Classic 1997-2000.
5-Loch, sehr planes Design.
202 401 0624
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210-Classic 1995-1999.
5-Loch im Schaufeldesign,
wie Tragfläche.
Stern im Entlüftungszentrum.
210 401 0024
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210-Classic 1999-2002.
7-Loch mit Sicken.
Stern im Entlüftungszentrum
rückversetzt.

15": 210 401 0224 |
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203-Classic 2000-2004.
7-Loch (klein) rückversetzt.
Stern in Mulde rückversetzt.
Empfehlung.

203 401 0024
(16": 203 400 0525) |
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A-Klassen-Urversion
W168 1997-2001.
10-Loch in Zweiergruppen.
Stern im Entlüftungszentrum rückversetzt.
168 401 0124
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A-Klassen-Mopf-Design
W168 2001-2004.
10-Loch mit angedeuteten Stegwulsten, an
10-Loch-Alufelge angelehnt. Stern im Entlüftungszentrum rückversetzt.
168 401 0424
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V-Klassen-Design.
W638 1996-2003.
Auch für Vaneo und Vito I.
8-Loch mit "Vorhof". Stern im Entlüftungszentrum rückversetzt.
638 401 0225
Empfehlung. |
Für die Baureihe 202 gelten prinzipiell die
gleichen Empfehlungen, dazu die 210-Mopf-Radkappe (15 oder 16 Zoll).
Die Baureihe 203. Oft mit 16-Zoll
ausgestattet, daher auch diese Radblenden verwendbar:
16 Zoll
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S-Klasse-Design (W140)
Chromrahmen, sichtbare Stege.
Stern im Entlüftungszentrum.
140 401 0024
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Sportcoupé-Design
CL203 2001-2008
7-Loch, wie WS203, aber minimal
dynamischer, da Löcher im Schaufeldesign.
Stern in Mulde rückversetzt.
203 401 0324
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203-Classic-Mopf-Design 2004-2007
7-Loch groß, eckig, Stern in Mulde
rückversetzt.

203 400 1025
(17": 203 400 0525) Empfehlung
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204-Classic-Design.
Da LM Serie, nurmehr ab Werk für CLC.
7-Loch, eckig, mit betonteren Stegen
204 400 0325
Empfehlung. |
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A-Klasse-Design II / 1
W169 2004-2008
10-Loch im Parabeldesign, wechselnd
flach/hoch.
Stern in flacher Mulde.
169 400 0125
(15": 169 400 0025) |
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B-Klasse-Design
W245 bis 2008
7-Loch-Design, klein eckig, großer Stern
im rückversetzten Innenteil.
169 400 0525
(15": 169 400 0425) |
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B-Mopf-Design
W245 ab 2008
10-Loch-Design eckig, rund wirkend.
Stern in Mulde rückversetzt.
169 400 1225
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Viano-Design
6-Loch-Design mit Doppelstegen.
Stern im Entlüftungszentrum rückversetzt.
639 400 0025
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Sprinter-Design
9-Loch eckig mit Parabel-Stegen.
Stern aufgesetzt.

B6 656 0733 |