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© 2004 Markus
W. Dinsenbacher
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>>Day
of the Tentacle : Charaktere<<
Bernard Bernoulli
ist der typische 90er Jahre-Geek. Dicke Brille, Steve Urkel-Hose (bloß
ohne Hosenträger) und immer ein paar Stifte dabei, man will ja alles
genau festhalten. Dazu kennt man ihn noch als Präsidenten des
Physik-Clubs, und ihn interessiert jede Art von Fachliteratur, sei sie
auch bloß über thermodynamische Fluxkompensatoren. Ihn zeichnet
allerdings seine Hilfsbereitschaft aus, die jedoch von seiner
Tollpatschigkeit überdeckt wird.
Laverne studiert Biologie mit Leib und Seele. Ihre Neugier geht
aber teilweise auch über Leichen, so muss man doch mitanhören, dass sie
den armen Edison-Hamster für den Sezierunterricht missbrauchen will.
Schaut man sie sich eine Zeit lang an, gelangt man zu der Überzeugung,
dass sie wohl in der Zukunft, wo sie anfangs landet, am besten aufgehoben
wäre ...
Hoagie
darf Bekanntschaft mit einigen Vordenkern des heutigen Amerikas (nun ja,
ob es wirklich das war, was sie sich vorgestellt hatten ... aber ich will
nicht zu politisch werden) schließen. Im echten Leben ist er Mitglied
einer Heavy Metal-Band, was er auch an seinem Kleidungsstil deutlich
werden lässt. Er beeindruckt wohl nicht nur die Gründungsväter mit
seiner charmanten Art und seinen wohl durchdachten Sentenzen !
Purpur-Tentakel,
hier noch ohne seine Arme, ist der Grund, warum unsere drei Freunde in
drei verschiedenen Epochen festsitzen. Das Tentakel möchte die Welt
erobern, koste es, was es wolle - und das kann in niemandes Interesse
sein.
Grün-Tentakel
scheint das schüchterne Gegenstück zu Purpur zu sein. Als dessen
Verbündeter sieht er sich jedenfalls nicht, und deshalb unterstützt er
Bernard so gut es eben geht.
Dr.
Fred Edison machte einen großen Fehler, als er sich die Tentakel erschuf,
denn er kalkulierte nicht die Risiken mit ein, die im Laufe des Spieles
ersichtlich werden. Außerdem ist er erwiesenermaßen kaffeesüchtig.
Edna
Edison, ihres Zeichens ebenfalls Mediziner(in), verbringt ihre Zeit
damit, die Bewohner ihrer Pension zu observieren, und wehe dem, der ihre
Monitore anrühren will ! Immerhin befindet sich auch ein echtes Kunstwerk
in ihrem Zimmer, eine Statue von Ned (oder war es Jed?) Edison.
Ed
Edison, hier bei seiner großen Leidenschaft, dem Briefmarkensammeln
zu beobachten, war äußerst aggressiv, bis er sich einem Therapeuten
anvertraute. Jedoch ist er immer noch ziemlich labil und leicht reizbar,
man sollte ihn also lieber in Ruhe lassen.
Der Scherzartikelkongressteilnehmer, ein recht beleibter Geselle,
schläft ruhig und friedlich, während Purpur seine Weltherrschaftspläne
schmiedet. In dieser Verfassung würde es ihm natürlich nichts ausmachen,
wenn man sich ein paar Dinge aus seinem Zimmer borgte ...
Oozoo,
der Clown, kann einen mit seinem andauernden Grinsen schon aufregen.
Zumal er auch noch hämisch lacht, sollte man versuchen, ihn umzuwerfen
und seinen unerwarteten Konter empfangen.
Der Scherzartikelverkäufer, der mit Abstand lustigste Bursche an
diesem verhängnisvollen Abend, erfreut uns mit Innovationen wie der
explodierenden Zigarre oder dem selbstständigen Gebiss. Ohne Zweifel
versteht dieser Kerl sein Fach, was Bernard am eigenen Leib erfahren darf
!
Der
verstorbene Cousin Ted verbringt sein Dasein post mortem als Halter
für eine Vogeltränke. Na gut, nicht unbedingt jedermanns Wunschtraum,
aber es gibt durchaus schlimmere Schicksale. Die Mumie ist auch für einen
Plausch immer zu haben.
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Dwayne kann man wirklich bemitleiden, denn er ist ein erfolgloser,
und ich meine hier ein richtig erfolgloser Neuheitendesigner. Keiner mag
seine Erfindungen, und so verbringt er sein durch Depressionen und
Suizidgedanken bis zur Unkenntlich verstümmeltes Leben in der schäbigen
Edison-Pension. Zweifellos braucht dieser Mann Hilfe, sonst wird er sich
womöglich noch Schlimmes antun !
Red
Edison soll angeblich der Ur-Ur-Ur-Ur ...-Großvater von Fred Edison
sein. Der Erfindergeist der beiden ist jedenfalls identisch, und auch den
liebenswerten Zynismus erkennt man deutlich bei allen zweien. Eines
betrübt Red aber: Seine Söhne Ned und Jed wollen nicht in seine
Fußstapfen treten, nein, diese verkommene Jugend möchte doch
tatsächlich "Künstler" werden. Da fragt man sich doch, wie
sich der Erfindergeist auf Fred weitervererbt haben soll.
Ben Franklin, sozusagen der ewige Rivale von Red Edison, hat sich
in dessen Pension eingemietet und führt in der Nähe des Hauses Versuche
durch, mit denen er die Elektrizität "erfinden" will. Wer
weiß, vielleicht werden seine Experimente durch einen Helfer wie Hoagie
bald von Erfolg gekrönt sein !
George Washington, Thomas Jefferson und John Hancock (v.l.n.r.)
bearbeiten in der Edison-Pension gerade die amerikanische Verfassung, als
Hoagie mit zahlreichen neuen Ideen auftaucht. Dass sie sich sicher von ihm
haben beeinflussen lassen, sieht man heute ganz deutlich ...
Betsy
Ross näht mit nahezu unerschöpflicher Motivation die Entwürfe der
Gründungsväter für die amerikanische Flagge. Inzwischen musste sie
allerdings schon so viel nähen, dass sie fast jeden künstlerischen
Fehltritt verarbeiten würde, um bloß einmal fertig zu werden.
Die
Putzfrau, eine Dame mit beinahe dem gleichen Arbeitseifer wie Betsy
Ross, kommt sofort herbei, wenn die Glocke in George Washingtons Zimmer
läutet. In Windeseile richtet sie dann den Raum wieder her, damit George
in absoluter Ordnung über seine Verfassung nachdenken kann.
Auch wenn es nicht so aussehen mag, wir sind hier mit Ted in der
Zukunft gelandet ! Im 70er Jahre-Discostyle muss er nun die
Tentakelbesucher unterhalten. Armer Kerl, nie findet er seine Ruhe ...
Die Tentakelwache beaufsichtigt die Gefangenen in der mit
gefährlichen Strahlern abgesperrten Zelle der Zukunfts-Pension. Die
Nachfahren von Fred Edison dürfen hier ihr nicht sehr aufregendes Leben
verbringen. So eine einsame Wache wäre natürlich über Damenbesuch sehr
erfreut ...
Der
Tentakelwächter achtet darauf, dass ja kein Unbefugter ins alte,
verstaubte Edison-Geheimlabor vordringt. Seine Arbeit beinhaltet
allerdings auch das Zurückbringen von weggelaufenen Häftlingen - und die
können sehr, sehr schnell rennen ...
Der
Tentakeldoktor versorgt sowohl Tentakel als auch Menschen medizinisch,
wobei er bei ersteren wohl die größere Erfahrung zu haben scheint.
Dennoch, die Zeiten sind hart und so ist man über jeden Zusatzverdienst
dankbar.
Die Tentakelpreisrichter sind zuständig für die Beurteilung der
Menschenshow-Kandidaten. Vielleicht sind sie ein bisschen parteiisch, aber
gegen ihre Juxe kann man nichts sagen !
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