
>> Startseite
>> Newsarchiv
>> Disclaimer
>> Credits

>> Review
>> Screenshots
>> Charaktere
>> Hausplan

>> Review
>> Screenshots
>> Charaktere
>> Hausplan
>>
Zitate

>> Review
>> Screenshots
>> Charaktere
>> Zwischenstopps

>> Grafiken
>> Specials
>> Kuckuckseier

>> Downloads
>> Links
>> Gästebuch

>> AGsForever
>> All
About Adventures
>> Gerrit's
Homepage
>>
Hell.Scream
>> Indiana-Threepwood
>> KuH-Mag
>> SamAndMax.istcool
~~~~~~~~~~~~~~~~~
© 2004 Markus
W. Dinsenbacher
|
>>Maniac
Mansion : Review<<
1.
Systemanforderungen
2.
Existierende Versionen
3.
Die Verantwortlichen
4.
LucasFilm Games sagt ...
5.
Die BG Gold-Redaktion sagt ...
6.
Mein Review
°.°.°.°.°

PC 8088/8086 oder besser / Apple II / C64 / Amiga / Atari ST / NES /
Famicom
DOS 3.0 oder höher
256 Kilobyte RAM oder mehr
Ein CGA-, EGA-, Hercules-, MCGA-, Tandy/PCjr- oder VGA-Grafikchip
Ein PC Speaker- oder Tandy/PCjr-Soundchip
Für die Steuerung einen Joystick (Analog), eine Tastatur oder eine Maus
Vielen Dank dafür an adventureclassics.de

1. LucasFilm Games-Version von 1987 für den Commodore C64 und den Apple
II, EGA-Grafik
2. LucasFilm Games-Version von 1988 für IBM-PCs und den Apple II,
EGA-Grafik
3. Famicom-Version von 1988 für die japanische Famicom-Konsole,
Famicom-kompatible Grafiken verwendet
4. LucasFilm Games-Version von 1989 für IBM-PCs, den Commodore C64, den
Atari ST, den Amiga und den Apple II, EGA-Grafik
5. Jaleco-Version von 1990 für das Nintendo Entertainment System,
NES-kompatible Grafikdateien verwendet
6. Kixx-Version (erschienen in Großbritannien) von 1993 für IBM-PCs
und den Amiga, EGA Enhanced-Grafik
Quelle: The
LucasArts Museum

Eine LucasFilm Games-Produktion
Entworfen und geschrieben von Ron Gilbert und Gary Winnick
Adaptiert von Ron Gilbert und David Fox
Programmiert von Aric Wilmunder und Ron Gilbert
Grafik von Gary
Winnick
IBM-Sound von Dave Warhol und David Hayes
Original-Musik von Chris Grigg und David Lawrence
Deutsche Version von Boris Schneider

"Eine Geschichte voller Liebe, Lust, Energie, Gier, Reichtum,
Verrücktheit, Einbruchsdiebstähle, Kidnapping, Rock'n Roll-Musik,
Kernreaktoren, elektrischer Stöße für Tiere (damit sollen wohl der
Hamster und die Mikrowelle gemeint sein), Oldtimer, Mikrowellen,
alkoholfreier Getränke, kleiner, pelziger Tiere, merkwürdiger Aliens,
anrüchiger Verleger, Late-Night-Talker, Mutanten, Tollpatsche,
Punk-Rocker, Postbetrug, obszöner Telefongespräche, zu entwickelnder
Fotografien, medizinischer Experimente, Strahlenschutzanzüge, lila
Schleim und ... Weltherrschaft.
Ein Spiel, welches dich so in seinen Bann ziehen wird, dass du es niemals
mehr verlassen möchtest ... was genau dem Willen von Dr. Fred entspricht.
Hehehe..."

"LucasArts hat sich nicht lumpen lassen und den ersten Teil der
Geschichte vollständig in Day of the Tentacle integriert. In Day of the
Tentacle simuliert Eds Computer die alten C64-Zeiten in 16 Farben und man
kann sich dort an dem Klassiker ergötzen. Da gerade der Begriff
"Klassiker" gefallen ist: Das Spiel ist nicht nur alt (1989),
sondern auch tatsächlich klasse. Es war das erste Adventure aus dem Hause
LucasArts, ist also der Ursprung der Entwicklung, die zu Bestsellern wie
Indiana Jones und Monkey Island geführt hat. Maniac Mansion wurde
seinerzeit von der Fachpresse einhellig bejubelt und das nicht zuletzt
wegen einer Innovation namens SCUMM.
(weiter geht's oben rechts)
|
Was das heißt, hat sich bestimmt so mancher auch schon gefragt, als
Guybrush Threepwood auf Monkey Island vor der SCUMM-Bar stand. Es handelt
sich auch dort nicht um das englische Wort für Abschaum, welches "scum"
lautet, sondern um die Abkürzung für Scripting Utility for Maniac
Mansion. Was wollen uns diese Worte sagen? Fans der
LucasArts-Adventures kennen die Antwort, denn es dreht sich hier um die
Idee, Handlungsanweisungen per Mausklick aus vorgefertigten Satzteilen
zusammenzustellen (siehe Indy und Guybrush.).
Was daran so toll sein soll? Nun, vor Maniac Mansion mussten Abenteurer
ihre Befehle über die Tastatur eintippen und oft ewig nach der
Formulierung suchen, die das Spiel verstehen konnte. Maniac Mansion macht
damit Schluss, wirklich ein klasse Klassiker!"

Zunächst wende ich mich einmal dem Inhalt des Spieles zu:
Da eine Einleitung
passender kaum sein könnte, beginne ich mit den Worten, die auch im Spiel
selbst den Anfang bilden:
"Vor genau zwanzig Jahren ..."
Nun, jetzt wissen wir, dass vor genau zwanzig Jahren etwas passiert ist.
Etwas Außergewöhnliches, sonst hätte LucasFilm Games kein Spiel daraus
gemacht. Ich hör' ja schon auf und spann' euch nicht weiter auf die
Folter; es handelt sich um einen bösartigen, schleimigen, lila ... Meteor!
Jawohl, ein extraterrestrisches Gestein, das den armen Doktor der Medizin
Fred Edison um den Verstand bringt.
Das wäre so weit nur für unseren Doktor schlimm, hätte es nicht auch
negative Auswirkungen auf Freddis soziales Verhalten. So unterwirft er
sich komplett dem Willen des Meteors, und der kann manchmal durchaus
seltsam erscheinen. Schließlich passiert es nicht jeden Tag, dass einem
jungen Cheerleader, hier Sandy genannt, das Hirn herausgesaugt werden soll. Was wir bisher nur
aus dem Fernsehen kannten, wird jetzt auch noch auf den heimischen Rechner
portiert - die Medienverwahrlosung nimmt ihren Lauf.
Immerhin ist daraus ein Adventure und kein
Schieß-Dich-Durchs-Herrenhaus-Gemetzel geworden. Aber weiter im Text.
Natürlich hat jeder Cheerleader, der etwas auf sich hält, einen
abenteuerlustigen, übermütigen Jüngling als Freund. Und was macht so
ein Jungspunt, wenn er erfährt, dass seine Flamme in einer alten Villa um
ihr süßes, kleines Cheerleader-Hirn bangen muss? Richtig, er schaltet
auf seinen Verstand im Beckenbereich um und beschließt kurzerhand, der
Aphrodite willen sein junges Leben aufs Spiel zu setzen und das Mädchen
seiner schlaflosen Nächte aus den bedrohlich näherkommenden Klauen des
willenlosen Doktors zu befreien !
Doch so heroisch das auch klingt; zu einem echten amerikanischen
Jugendabenteuer gehört mehr als ein lebensmüder Teenager. Nein, aller
guten Dinge sind drei. Also reißt Dave, der tugendhafte Retter, noch zwei
weitere Seelen mit ins mehr oder weniger sichere Verderben. Er hat als
Cheerleader-Liebhaber natürlich eine große Auswahl an
"Freunden": vom Streber, den man noch aus der Grundschule kennt,
bis zur Sängerin der populärsten Jugendrockgruppe der Stadt ist alles
dabei. So unterschiedlich die Charaktere selbst erscheinen, sind
natürlich auch ihre Fähigkeiten; der stetig lernende Bernard ist ein
Meister im Reparieren von Elektronik, während Wendy durch ihre ständige
Arbeit mit Texten exzellent Rechtschreibfehler erkennen und verbessern
kann. Je nachdem, welche Helfer man auswählt, verändert sich auch der
Weg, den man wählen muss, um sicher bis zu Sandys Gefängnis
vorzustoßen.
Unabhängig von den gewählten Mit-Hausfriedensbrechern bleiben die
"Gegner" immer gleich: Fred, Edna und Ed Edison, zusammen mit
ihren "Angestellten" Grün- und Lilatentakel, machen neben ihren
"ungebetenen Gästen" das Haus unsicher. Die inzwischen etwas
bleich wirkenden Edisons haben ebenso seltsame Hobbies wie ihr
Untermieter, der bereits hinreichend beschriebene Meteor. So genießt es
etwa Edna, die Hausherrin, ausgedehnte Telefonate mit Minderjährigen
über ... die Risiken bestimmter "Praktiken" zu führen. Eine
durchaus lobenswerte Tätigkeit, würde sie es nicht manchmal etwas
übertreiben mit ihrem guten Willen. Am normalsten erscheint da noch der
fanatische Militarist Ed, hört man sich an, was Fred den Tag (oder eher
die Nacht) über alles treibt (unbestätigten Gerüchten zufolge soll er
bei Nacht und Nebel Leichen in seinen Keller schleppen!).
Werden Dave und seine Freunde es schaffen, dem übergeschnappten Meteor
den Garaus zu machen? Das liegt ganz in eurer Hand !
So viel Heldenmut verlangt natürlich nach einer gehörigen Belohnung; die
erhält der Spieler aber nicht etwa erst am Ende des Spieles, sondern
schon mittendrin. Denn wer außer den professionellen LucasFilm
Games-Grafikern könnte ein Herrenhaus voller Verrückter in eine so
schöne Atmosphäre setzen, dass man am liebsten selbst sofort einziehen
möchte? So abstoßend manch zerrissene Tapete auch aussehen mag, das
Mansion hat einen gewissen Charme, den keiner verleugnen kann.
Dieser wird insbesondere durch die liebevoll entwickelten Grafiken - seien
sie auch nur in 16 Farben -, die mitunter komödiantischen Kommentare und
durch die geheimnisvolle Atmosphäre (was verbirgt sich wohl hinter der
nächsten Tür?) erzeigt. Musik fehlt dem Spiel leider, denn bis auf eine
Titelmelodie war man damals keine besonderen musikalischen Einlagen
gewohnt (in der Maniac Mansion-Version des Spieles könnt ihr allerdings
durchgehende Musikuntermalung genießen !). Dennoch wird der Spieler ab und an durch Zwischensequenzen vom
Spielgeschehen abgelenkt, was sowohl eine willkommene Abwechslung zum
Umherwandern im Mansion bietet als auch einen nötigen Fortlauf der Story
in Gang setzt. Ungeahnte Umstellungen des Sandy-Rettungsplanes, wie z.B.
das Befreien eines gefangenen Teammitglieds, bescheren dem ersten
SCUMM-Adventure aus dem Hause LucasArts eine zusätzliche Tiefe.
Insgesamt betrachtet lässt sich sagen, dass man diesen Meilenstein der
Computerspiel-Geschichte wenigstens einmal angespielt haben sollte. Denn
wer, der nie selbst das Mansion erkundet hat, wäre nicht neidisch auf
diejenigen, die die Sternstunden der SCUMM-Steuerung selbst miterlebt
haben?
|