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© 2004 Markus
W. Dinsenbacher
|
>>Zak
McKracken: Charaktere<<
Zachary
McKracken, seines Zeichens Boulevardreporter beim
"Nachtecho", wird mit der Aufgabe betraut, die Welt vor den
bösen caponischen Invasoren zu beschützen. Auf seiner Reise trifft
er interessante Gestalten, z.B. ein zweiköpfiges Eichhörnchen oder einen
golfspielenden Guru.
Annie Larris arbeitet bei der archäologischen Gesellschaft in San
Francisco und ist verzweifelt auf der Suche nach Artefakten, die in
letzter Zeit wirklich zur Mangelware geworden zu sein scheinen. Sie
besitzt ein großes Talent darin, antike Schriften zu übersetzen.
Melissa China hat mit ihrer Freundin Leslie eine Expedition zum
Mars gestartet, nachdem ihr im Traum der Bauplan eines geeigneten
Raumschiffes mitgeteilt wurde. Den Mars an sich findet sie ja ganz schön,
aber sie vermisst ein paar rauschende Wellen und berauschende Jungs ...
Leslie Bennett wäre in den Sommeferien wirklich gerne nach Fort
Lauderdale gefahren, aber was will man machen, wenn man einfach so im
Schlaf den Bauplan für ein Raumschiff "gefaxt" bekommt? Man
baut es und fliegt zum Mars, richtig. Ihr Brechreiz muss auf dem Weg
dorthin jedoch die Stimmung an Bord etwas gemindert haben.
Die
Caponier versuchen, die Erde mit einer seltsam anmutenden Gerätschaft
zu erobern: der Verdummungsmaschine ! Sie soll die Intelligenz der
Erdlinge bis auf ein Minimum reduzieren. Komisch, dass sie grade San
Francisco als Standort ausgewählt haben, denn wer Arny "I'll be
back" Schwarzenegger zum Gouverneur wählt ...
Der King führt die Caponier an. Er hat seinen Kleidungsstil dem
seines großen Vorbildes angepasst: dem des Kings persönlich, dem von
Elvis ! Dementsprechend verhält er sich auch, ebenfalls beachtenswert ist
seine Sprache, die mit dem Dialekt ausgestattet ist, den sich Elvis wohl
während seiner Army-Dienstzeit in Hessen eingefangen hat.
Die Skolarianer waren einst die Beschützer dieser unserer
Zivilisation und verteidigten uns gegen die bösartigen Caponier. Als sie
jedoch sahen, dass wir nichts Besseres zu tun hatten, als uns mit Keulen
gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, verließen sie uns und hinterlegten
zur Sicherheit einen Selbstverteidigungsmechanismus, der uns im Ernstfall
vor den Bohnenstangenköpfen schützen sollte. Wie nützlich doch manchmal
ein vorausschauendes Alien ist ...
Swami Holanwanda fungiert als Guru in Katmandu, Nepal. Allerdings
ist er keiner jener distelteetrinkenden Regentänzer, nein, dieser Mann
befasst sich mit ernsthaften Themen: der Schlagzahl beim Golfen. Im von
ihm verfassten Buch kann man lesen, wie man auf einem Kurs mit 19 Löchern
nur 19 Schläge benötigt, was doch viel mehr dem entspricht, was ein
echter Mann braucht, oder?
Der Holanwanda-Jünger verkauft die Lektüre seines Meisters an
allen Flughäfen, die er besucht, und man kann sicher sein, dass er nicht
eher abreisen wird, bis er mindestens 10 Exemplare verkauft und damit 10
weitere Seelen gerettet hat. Solch eine Motivation würde man doch gerne
viel öfter sehen.
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Swami Holanwandas Türsteher richtet sich nach ähnlichen
Prinzipien wie seine europäischen und amerikanischen Kollegen: nur die
Auserwählten dürfen rein. Wer in diesem Falle die Auserwählten sind,
kann sich hoffentlich jeder denken.
Der Schamane fristet sein Dasein im Kongo. Interessiert ist er
besonders im Sammeln von Golfschlägern und dem Benutzen von diesen beim
Golfen, wodurch er den bereits erwähnten Guru Swami Holanwanda kennen
gelernt hat. Er und sein Stamm beherrschen einen besonderen Tanz, den sich
jeder Tourist einmal angesehen haben sollte.
Der Stamm des Schamanen lebt in simplen Strohhütten, wie sein
Anführer übrigens auch. Bloß werden die Stammesmitglieder wohl kaum
eine derart noble Einrichtung besitzen wie ihr Meister. Ohne die
Eingeborenen könnte der Schamane jedoch seinen seit Generationen
überlieferten Tanz nicht aufführen, daher muss er sie wohl oder übel
bei Laune halten.
Der Penner lungert in Miami, Florida herum und säuft
zugegebenermaßen ziemlich viel. Sein bester Freund ist der Whisky, was er
gerne auch offen zugibt. Ganz klar - dem Mann fehlt die Erleuchtung ! Und
von wem könnte man die eher geschenkt bekommen als von Zachary McKracken
höchstpersönlich ... ?
Der Wächter von Stonehenge muss schon so einiges über sich
ergehen lassen. Zunächst wäre da das vermaledeite Geräusch des
Elektrozauns, was einen in den Wahnsinn treiben kann, wenn man ihm die
ganze Nachtschicht lang zuhören muss. Dann darf er verflixt noch mal
keinen Tropfen Alkohol anrühren, da er ja im Dienst ist. Die elende
Einsamkeit tut ihr Übriges. Wie gerne hätte dieser einsame Gentleman
doch einen klitzekleinen Damenbesuch ...
Der Divine Wind Tours-Pilot fliegt seine Kunden für ein geringes
Entgelt über das Bermuda-Dreieck. Dabei passiert es ihm häufiger, dass
ihn eine Bande räudiger Caponier einfach einsaugt. Zum Glück kennt er
den Farbcode, um schnell wieder zu entkommen - wer weiß, was die
schändlichen Menschheitsverdummer sonst alles mit ihm anstellen würden
...
Der
Bäcker hat seine französische Backstube aus Frustration für ein
paar Tage geschlossen. Aber immer dann, wenn man seine Ruhe haben möchte,
muss irgendein Prolet auftauchen und nach Brot betteln. Diese undankbare
Aufgabe übernimmt diesmal Zak. Immerhin bekommt er, was er verlangt - ein
klasse Service !
Der Busfahrer scheint ein paar Fahrten zu viel gemacht zu haben,
denn sein Zustand lässt sich mit genau einem Wort beschreiben:
Müdigkeit. Selbst gutes Zureden weckt dieses Murmeltier nicht auf. Da
helfen nur möglichst laute Instrumente.
Lou unterhält einen Gebrauchtwarenladen in der 14. Straße. Bei
ihm gibt es einfach alles zu kaufen - von der Original-Elvis-Gitarre bis
hin zum Taucher-Dress, alles hat er vorrätig. Sogar Ankauf betreibt er,
besonders gern mag er Kunstwerke (oder Dinge, die wie solche aussehen
...).
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