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© 2004 Markus
W. Dinsenbacher
|
>>Zak
McKracken: Review<<
1. Systemanforderungen
2. Existierende Versionen
3. Die Verantwortlichen
4.
LucasFilm Games sagt ...
5. Mein Review
°.°.°.°.°

Ein 286er PC oder besser / Apple II / C64 / Amiga / Atari ST / eine
Famicom-Konsole
354 Kilobyte Ram oder mehr
Ein CGA- oder EGA-Grafikchip, je nach Version des Spieles
Tastatur / Joystick / Maus

1. LucasFilm Games-Version von 1988 für den Amiga, den Apple II,
den Atari ST, den Commodore C64 und IBM-PCs, CGA-Grafik
2. LucasFilm Games-Version von
1988 für den Amiga, den Commodore C64 und IBM-PCs, CGA-Grafik (deutsche
Version)
3. FM Towns-Version von 1991 für die FM Towns-Konsole, besondere
FM Towns-Grafiken, sehr selten
4. KIXX XL-Version von 1992 für den Amiga, den Atari ST und
IBM-PCs, EGA Enhanced-Grafik
Quelle: The
LucasArts Museum

Eine LucasFilm Games-Produktion
Erfunden und erdacht von David Fox, Matthew Kane, David
Spangler und Ron Gilbert
Drehbuch und Programmierung von David Fox und Matthew Kane
Grafik und Animationen von Mark J. Ferrari, Basilio Amaro, Martin
Cameron und Gary Winnick
Musik und Soundeffekte von Matthew Kane, Dave Hayes und Dave
Warhol
IBM-Version von Aric Wilmunder
Projektleitung: David Fox
"Ein typischer Tag im Leben von ZakMcKracken:
Zweiköpfige Schildkröten, verhexte Toaster, fleischfressende Pfirsiche,
auferstandene Rock-Stars, vegetarische Vampire.
Für Zak McKracken ist das alles Teil seines Berufs. Er ist ein rasender
Reporter, der von seinen Kollegen verspottet wird. Aber die Leser seiner
Revolverblatt-Geschichten mögen ihn. Und eines Nachts enttarnt Zak im
Traum einen gemeinen außerirdischen Plan. Und anders als die anderen
Invasions-Geschichten in den Boulevard-Zeitungen, ist diese hier von vorne
bis hinten wahr!"
|

Wir schreiben das Jahr 1997.
Zak McKracken - Reporter beim Boulevardblatt "Nachtecho" - ist
unglücklich. Verdammt unglücklich sogar.
Wenn es nur die Tatsache wäre, dass ihn jeden Morgen nach dem Aufwachen
der Fakt begrüßt, dass er noch immer alleine in seiner Wohnung haust.
Aber es steckt mehr dahinter; seine Arbeit (Geschichten zu erfinden, die
jedem Realitätsbezug entbehren, um die Leserzahl zu erhöhen) widert ihn
an. Er möchte viel lieber einen Roman schreiben, aber dazu fehlt ihm die
finanzielle Sicherheit. Mit dieser Einstellung trottet er in die
Redaktion, beginnt, hirnlose Schlagzeilen zu Papier zu bringen und wartet
darauf, dass die Zeit vergeht. Plötzlich ruft sein Chef nach ihm, was
noch nie ein gutes Zeichen war.
"Zak", beginnt er, "Zak, mein bestes Pferd im Stall, ich
hab da was fü--"
"NEIN, ich habe keine Lust mehr, Boss - keine sinnlosen Stories,
keine erstunkenen und erlogenen Artikel mehr - ich möchte meinen Roman
schreiben ! Jetzt !"
"Mein alter Chefredakteur sagte immer, Beständigkeit und Fleiß sind
besser als Unzucht und Genie. Nun, Zak, dich kann man wohl nicht mehr
ändern. Also mache ich dir ein Angebot. Du erledigst meinen Job - über
das Camper anfallende, zweiköpfige Eichhörnchen, das am Mount Rainier
sein Unwesen treibt, zu schreiben - und danach darfst du dein Buch
verfassen. Meine Empfehlungen werden dir einige Türen öffnen. Hört sich
das gut an oder hört sich das gut an?"
"Habe ich denn eine Wahl?"
"Nein."
"Dachte ich mir."
Wieder so eine Kuriosität, die kein Schwein in San Francisco
interessiert, denkt er sich, während er missmutig zu seiner Wohnung in
der 13. Straße marschiert. Die Nacht hat bereits Einzug gehalten, die
Bäckerei ist geschlossen und im Fernsehen laufen nur dämliche Sitcoms
und Seifenopern. Was soll man da tun, außer schlafen zu gehen vielleicht?
Was für ein Tag, denkt Zak, während er das Licht ausknipst und gleich
danach schon in süßen Träumen von ... lassen wir das. Aber diese
unsittlichen Gedankengänge sollten in dieser Nacht nicht seine einzigen
Träume bleiben. Tief im Schlaf versunken, träumt er plötzlich von ...
sich selbst. Er sieht sich selbst im Bett liegen. Das Bett verwandelt sich
jedoch ganz unverhofft in ein langes, blaues Alien, das ein Ankh
herbeizaubert. Die Szenerie verschwindet wieder, dafür erscheint Zak ein
hübsches Mädchen und eine kompliziert aussehende Maschine. Auch diese
lösen sich auf und ein Hut mit Nasenbrille bewegt sich auf Zak zu. Auf
der Flucht vor diesem rennt der verwirrte Kalifornier direkt auf einen
gigantischen Hut mit Nasenbrille zu, erschaudert und wacht schweißgebadet
auf.
Ein merkwürdiger Traum, denkt sich Zak und schaltet den Fernseher im
Nebenzimmer an. Nachrichten, langweilig, mal schauen, was im Kühl...
nanu, wer ist denn dieses Mädchen? Das kenne ich doch irgendwoher, oder?
Marsexpedition, Artefakte, hmm ... seltsame Angelegenheit. Tue ich lieber
meine Arbeit und fliege nach Seattle und suche den Mount Rainier ab. Je
früher, desto besser.
Nach ein paar Minuten des Herumwanderns wird Zak am Mount Rainier fündig;
durch ein kleines Loch macht das zweiköpfige Nagetier Drohgebärden. Gut,
dass der Reporter seine kostenlosen Erdnüsse aus dem Flugzeug noch hat -
damit kann er das Eichhörnchen in die Flucht schlagen und sich einen Weg
durch die dicke Erdschicht graben, in die das Hörnchen bereits einen
kleinen Gang gebuddelt hat. Im Inneren der Höhle ... wisst ihr was? Das
findet ihr am besten selbst heraus !
Und das empfehle ich euch sogar wärmstens. Denn das zweite Spiel mit der
SCUMM-Engine bildet einen mehr als würdigen Nachfolger zu Maniac
Mansion. Die Musikeinlagen wurden häufiger, die Soundeffekte
ausgereifter (wobei der skolarianische "Projektor" der
Ohrstöpselindustrie wohl einen großen Gefallen getan hat) und die Story
weitreichender. Nicht mehr nur die Freundin muss gerettet werden, nein,
dieses Mal ist der gesamte Planet Erde an der Reihe.
So darf der Spieler nun nicht mehr bloß durch ein gruseliges Herrenhaus
wandern, sondern Dschungel, Gebirgslandschaften und sogar die Lüfte und
das Meer erforschen. Solche Weltreisen bringen natürlich gewisse Gefahren
mit sich, was für mich das größte (und einzige) Manko an Zak McKracken
darstellt: es existieren diverse Möglichkeiten, das Spiel zu beenden,
bevor die Erde gerettet ist. Geht Zak beispielsweise das Geld aus, kann er
nur noch hoffen, im Lotto zu gewinnen, dazu muss er aber schon wieder in
San Francisco sein. Der Wächter der Sphinx ist auch nicht unbedingt für
seine milde Art bekannt. Aber genug der Mankos - das Spiel hat es in sich.
Wer es noch nicht gespielt hat, darf nicht behaupten, er habe Erfahrung
mit Oldschool-Adventures. Mein Rat für alle, die in diese Kategorie
fallen: dieses Erlebnis sofort nachholen !
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