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>>Zak McKracken: Review<<

1. Systemanforderungen
2. Existierende Versionen
3. Die Verantwortlichen
4. LucasFilm Games sagt ...
5. Mein Review

°.°.°.°.°

Systemanforderungen

Ein 286er PC oder besser / Apple II / C64 / Amiga / Atari ST / eine Famicom-Konsole
354 Kilobyte Ram oder mehr
Ein CGA- oder EGA-Grafikchip, je nach Version des Spieles
Tastatur / Joystick / Maus


Versionen

1. LucasFilm Games-Version von 1988 für den Amiga, den Apple II, den Atari ST, den Commodore C64 und IBM-PCs, CGA-Grafik
2. LucasFilm Games-Version von 1988 für den Amiga, den Commodore C64 und IBM-PCs, CGA-Grafik (deutsche Version)
3. FM Towns-Version von 1991 für die FM Towns-Konsole, besondere FM Towns-Grafiken, sehr selten
4. KIXX XL-Version von 1992 für den Amiga, den Atari ST und IBM-PCs, EGA Enhanced-Grafik

Quelle: The LucasArts Museum



Mitarbeiter

Eine LucasFilm Games-Produktion

Erfunden und erdacht von David Fox, Matthew Kane, David Spangler und Ron Gilbert

Drehbuch und Programmierung von David Fox und Matthew Kane

Grafik und Animationen von Mark J. Ferrari, Basilio Amaro, Martin Cameron und Gary Winnick

Musik und Soundeffekte von Matthew Kane, Dave Hayes und Dave Warhol

IBM-Version von Aric Wilmunder

Projektleitung: David Fox


LucasFilm Games sagt ...

"Ein typischer Tag im Leben von ZakMcKracken:

Zweiköpfige Schildkröten, verhexte Toaster, fleischfressende Pfirsiche, auferstandene Rock-Stars, vegetarische Vampire.

Für Zak McKracken ist das alles Teil seines Berufs. Er ist ein rasender Reporter, der von seinen Kollegen verspottet wird. Aber die Leser seiner Revolverblatt-Geschichten mögen ihn. Und eines Nachts enttarnt Zak im Traum einen gemeinen außerirdischen Plan. Und anders als die anderen Invasions-Geschichten in den Boulevard-Zeitungen, ist diese hier von vorne bis hinten wahr!"




Mein Review

Wir schreiben das Jahr 1997.

Zak McKracken - Reporter beim Boulevardblatt "Nachtecho" - ist unglücklich. Verdammt unglücklich sogar.

Wenn es nur die Tatsache wäre, dass ihn jeden Morgen nach dem Aufwachen der Fakt begrüßt, dass er noch immer alleine in seiner Wohnung haust. Aber es steckt mehr dahinter; seine Arbeit (Geschichten zu erfinden, die jedem Realitätsbezug entbehren, um die Leserzahl zu erhöhen) widert ihn an. Er möchte viel lieber einen Roman schreiben, aber dazu fehlt ihm die finanzielle Sicherheit. Mit dieser Einstellung trottet er in die Redaktion, beginnt, hirnlose Schlagzeilen zu Papier zu bringen und wartet darauf, dass die Zeit vergeht. Plötzlich ruft sein Chef nach ihm, was noch nie ein gutes Zeichen war.

"Zak", beginnt er, "Zak, mein bestes Pferd im Stall, ich hab da was fü--"
"NEIN, ich habe keine Lust mehr, Boss - keine sinnlosen Stories, keine erstunkenen und erlogenen Artikel mehr - ich möchte meinen Roman schreiben ! Jetzt !"
"Mein alter Chefredakteur sagte immer, Beständigkeit und Fleiß sind besser als Unzucht und Genie. Nun, Zak, dich kann man wohl nicht mehr ändern. Also mache ich dir ein Angebot. Du erledigst meinen Job - über das Camper anfallende, zweiköpfige Eichhörnchen, das am Mount Rainier sein Unwesen treibt, zu schreiben - und danach darfst du dein Buch verfassen. Meine Empfehlungen werden dir einige Türen öffnen. Hört sich das gut an oder hört sich das gut an?"
"Habe ich denn eine Wahl?"
"Nein."
"Dachte ich mir."

Wieder so eine Kuriosität, die kein Schwein in San Francisco interessiert, denkt er sich, während er missmutig zu seiner Wohnung in der 13. Straße marschiert. Die Nacht hat bereits Einzug gehalten, die Bäckerei ist geschlossen und im Fernsehen laufen nur dämliche Sitcoms und Seifenopern. Was soll man da tun, außer schlafen zu gehen vielleicht?

Was für ein Tag, denkt Zak, während er das Licht ausknipst und gleich danach schon in süßen Träumen von ... lassen wir das. Aber diese unsittlichen Gedankengänge sollten in dieser Nacht nicht seine einzigen Träume bleiben. Tief im Schlaf versunken, träumt er plötzlich von ... sich selbst. Er sieht sich selbst im Bett liegen. Das Bett verwandelt sich jedoch ganz unverhofft in ein langes, blaues Alien, das ein Ankh herbeizaubert. Die Szenerie verschwindet wieder, dafür erscheint Zak ein hübsches Mädchen und eine kompliziert aussehende Maschine. Auch diese lösen sich auf und ein Hut mit Nasenbrille bewegt sich auf Zak zu. Auf der Flucht vor diesem rennt der verwirrte Kalifornier direkt auf einen gigantischen Hut mit Nasenbrille zu, erschaudert und wacht schweißgebadet auf.

Ein merkwürdiger Traum, denkt sich Zak und schaltet den Fernseher im Nebenzimmer an. Nachrichten, langweilig, mal schauen, was im Kühl... nanu, wer ist denn dieses Mädchen? Das kenne ich doch irgendwoher, oder? Marsexpedition, Artefakte, hmm ... seltsame Angelegenheit. Tue ich lieber meine Arbeit und fliege nach Seattle und suche den Mount Rainier ab. Je früher, desto besser.

Nach ein paar Minuten des Herumwanderns wird Zak am Mount Rainier fündig; durch ein kleines Loch macht das zweiköpfige Nagetier Drohgebärden. Gut, dass der Reporter seine kostenlosen Erdnüsse aus dem Flugzeug noch hat - damit kann er das Eichhörnchen in die Flucht schlagen und sich einen Weg durch die dicke Erdschicht graben, in die das Hörnchen bereits einen kleinen Gang gebuddelt hat. Im Inneren der Höhle ... wisst ihr was? Das findet ihr am besten selbst heraus !


Und das empfehle ich euch sogar wärmstens. Denn das zweite Spiel mit der SCUMM-Engine bildet einen mehr als würdigen Nachfolger zu Maniac Mansion. Die Musikeinlagen wurden häufiger, die Soundeffekte ausgereifter (wobei der skolarianische "Projektor" der Ohrstöpselindustrie wohl einen großen Gefallen getan hat) und die Story weitreichender. Nicht mehr nur die Freundin muss gerettet werden, nein, dieses Mal ist der gesamte Planet Erde an der Reihe.

So darf der Spieler nun nicht mehr bloß durch ein gruseliges Herrenhaus wandern, sondern Dschungel, Gebirgslandschaften und sogar die Lüfte und das Meer erforschen. Solche Weltreisen bringen natürlich gewisse Gefahren mit sich, was für mich das größte (und einzige) Manko an Zak McKracken darstellt: es existieren diverse Möglichkeiten, das Spiel zu beenden, bevor die Erde gerettet ist. Geht Zak beispielsweise das Geld aus, kann er nur noch hoffen, im Lotto zu gewinnen, dazu muss er aber schon wieder in San Francisco sein. Der Wächter der Sphinx ist auch nicht unbedingt für seine milde Art bekannt. Aber genug der Mankos - das Spiel hat es in sich. Wer es noch nicht gespielt hat, darf nicht behaupten, er habe Erfahrung mit Oldschool-Adventures. Mein Rat für alle, die in diese Kategorie fallen: dieses Erlebnis sofort nachholen !