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Fledertiere in Mönchengldbach |
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Geschichtliches
Die ältesten Versteinerungen
reichen
bis ins Eozän (50-60 Millionen Jahre) zurück. Schon damals
fraßen
sie u. a. nachtaktive Insekten. Die heutigen Fledermäuse
unterscheiden
sich kaum von diesen Vorfahren. Die nächtliche Lebensweise und die
Unkenntnis über ihr Orientierungsvermögen ließen
Ängsten
und Aberglauben viel Spielraum. Die Tiere wurden entweder mit dem Ziel
der Vernichtung verfolgt oder als Schutz vor bösen
Mächten
und für "medizinische" Anwendungen getötet. Über keine
andere
Tiergruppe ist soviel Unsinn gesponnen worden wie über diese
kleinen
nächtlichen Jäger. Der Irrglaube, Fledermäuse
flögen
den Frauen in die Haare und könnten nur mit der Schere wieder
entfernt
werden, reicht bis in die heutige Zeit.
Biologie
Fledermäuse sind nicht näher
mit Mäusen verwandt. Es sind Säugetiere, die mit
verlängerten
Fingerknochen eine Flughaut aufspannen können und sich so den
Luftraum
erobert haben. Durch ihre Ultraschallortung können sie in
absoluter
Dunkelheit auch an ihnen unbekannten Orten jagen. Gleichwohl lernen
Fledermäuse
ihre Hauptflugbahnen auswendig. Sie fliegen noch Runden um Bäume,
wenn diese längst gefällt worden sind. Schleiereulen, die
Gehörspezialisten
unter den Eulen, können zwar auch in absoluter Dunkelheit
Mäuse
schlagen, aber nur an ihnen gut bekannten Orten. Hindernisse
können
Schleiereulen nicht hören, die müssen sie vorher schon kennen.
Überleben im Winter
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Als Insektenjäger haben unsere nächtlichen Jäger im Winter eine sehr nahrungsarme Zeit. Um diese zu überdauern ziehen sie sich in (weitgehend) frostfreie Quartiere zurück und fallen in eine Winterstarre. Der Kreislauf wird extrem gedrosselt, die Körpertemperatur sinkt auf wenig über Null Grad. Störungen im Winterquartier können die Reserven der Tiere unnötig aufzehren und zu deren Tod führen. Bei den Fledertieren ist es wie bei den Vögeln: Es gibt Langstreckenzieher, Kurzstreckenzieher und Arten, die am Ort bleiben. Beim Großen Abendsegler wurden schon Wanderungen von 2347km nachgewiesen. Dagegen kann die Breitflügelfledermaus im selben Gebäude ihr Sommer- und Winterquartier haben. |
Gefährdung
17 von den 22 in Deutschland lebenden
Arten
sind den Gefährdungskategorien der Roten Liste zugeordnet, 2
stehen
auf der Vorwarnliste. Die direkte Verfolgung bis in die nahe
Vergangenheit
konnte den Fledermäusen nicht soviel anhaben, wie die rasante
Veränderung
der Umwelt in den letzten 50 Jahren. Mit der Zerstörung
natürlicher,
artenreicher Lebensräume reduzieren wir auch die Nahrung und die
Quartiere
der Tiere. Mit der modernen Bauweise, den (für den Menschen
optimierten)
Sanierungen der Gebäude, verschwinden die Sommer- und
Winterquartiere.
Mit alten hochgiftigen Holzschutzmitteln haben wir sie in
Dachstühlen
ungewollt gleich mit vernichtet. Die Tiere zwängen sich in Ritzen
und Winkel und nehmen über diesen innigen Hautkontakt das Gift mit
auf. Dachstühle können in der fledermausfreien Zeit mit einer
thermischen Behandlung "wurmfrei" gemacht und dann mit
unschädlichen
Mitteln konserviert werden. Heutige Holzschutzmittel sind in der Regel
nicht gefährlich für Fledermäuse. Lesen Sie die
Gefahrenhinweise
gut durch. Über spezielle Fledermausziegel oder 2cm breite Spalten
sollten Dächer zugänglich gemacht werden. Wo es geht
müssen
alte hohle Bäume stehen bleiben. Abendsegler überwintern in
geschützten,
frostarmen Lagen auch in Bäumen. Dicke uralte Bäume bieten
natürlich
den besseren Kälteschutz. Wichtig ist auch Brunnenschächte,
alte
Keller und Stollen zugänglich zu machen, um mehr Winterquartiere
zu
bieten.
Wie können wir den Fledertieren darüber hinaus helfen?
Fledermäuse in Mönchengladbach
Die Kenntnisse über die in
Mönchengladbach
vorkommenden Arten sind noch lückenhaft. Systematische Erfassungen
fehlen. Das Artinventar der Nachbarkreise könnte bei uns auch
vorkommen,
nur wissen wir es nicht sicher. Immerhin konnten Braune
Langohren im Winterquartier nachgewiesen werden. Zwergfledermäuse
sind noch relativ zahlreich in der ganzen Stadt vorhanden. Die
Wasserfledermaus
kommt an allen nennenswerten Gewässern bei uns vor. Seltener sind
da schon die Breitflügelfledermaus und der Große
Abendsegler.
Einige wenige Winterquartiere und Wochenstuben sind bekannt, werden
hier
aber nicht namentlich genannt.
Nachweise ab
dem
Jahr 2000
| Art | Jahr | Melder | Ort (in Mönchengladbach) |
| Mückenfledermaus | 2006 | G. Maas | Giesenkirchen, Ahrener Feld, Erstnachweis |
| 2006, 2008 |
G. Maas | Rheydt City | |
| 2007 | G. Maas | Herrenshoff, 600m von der Stadtgrenze zu MG | |
| 2008 |
G. Maas |
Rheindahlen |
|
| 2008 | G. Maas | Hardt |
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| Zwergfledermaus | 2001, 2002,
2003, 2004,
2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011 |
G. Maas | Schloss Rheydt |
| 2009 | M. Straube |
Niers bei Schloss Rheydt |
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| 2009 | M. Straube | Niers bei Zoppenbroich | |
| 2000, 2001,
2002, 2003,
2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011 |
H. Kuhlen, G. Maas | Volksgarten | |
| 2004, 2005,
2006, 2007,
2008, 2009, 2010, 2011 |
G. Maas | Schloss Wickrath | |
| 2002 | L. Fikert, R. Fikert, G. Maas | Hermges | |
| 2000, 2001,
2002, 2003,
2004, 2005, 2006,2007, 2008, 2009, 2010, 2011 |
G. Maas | Lürrip | |
| 2000, 2005 | G. Maas | Hardt- Vorst | |
| 2002 |
G. Maas | Bresges Park | |
| 2009 | M. Straube | Niers bei Bresges Park | |
| 2002 | G. Maas | Geroweiher | |
| 2000 - 2009 | M. Straube | Holtmühle | |
| 2004 (Wochenstube) | Mc Corkell, G.Maas | JHQ | |
| 2005 | G. Maas | Windberg | |
| 2006, 2009 | G. Maas | Giesenkirchen, Ahrener Feld | |
| 2009 |
R. Fikert, G. Maas | Giesenkirchen, Dohrer Busch |
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| Rauhhautfledermaus | 2004 | H. Kuhlen, G. Maas | Volksgarten Erstnachweis (Eiskeller) |
| 2004, 2009, 2011 |
G. Maas | Schloss Wickrath | |
| 2007 | G. Maas | Lürrip | |
| Wasserfledermaus | 2001, 2002, 2003, 2004, 2006, 2008, 2009 | G. Maas | Schloss Rheydt |
| 2009 | M. Straube | Niers bei Schloss Rheydt | |
| 2000, 2001,
2002, 2003,
2004, 2006,
2007, 2008, 2009, 2010, 2011 |
H. Kuhlen, G. Maas | Volksgarten | |
| 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011 |
G. Maas | Schloss Wickrath | |
| 2000 | G. Maas | Kiesgrube Beltinghoven | |
| 2002 | G. Maas | Bresges Park | |
| 2009 | M. Straube | Niers bei Bresges Park | |
| 2009 | M. Straube | Niers bei Zoppenbroich | |
| 2000 - 2009 | M. Straube | Holtmühle | |
| 2004 |
G. Maas | Niers, Lürrip | |
| Breitflügelfledermaus | 2000, 2004 | G. Maas | Vorwärmer am Volksbad |
| 2003 | G. Maas | Schloss Rheydt | |
| 2004 | G. Maas | Schloss Wickrath | |
| 2009 |
R. Fikert, G. Maas | Giesenkirchen, Dohrer Busch | |
| Abendsegler | 2004 | Mc Corkell, R.Fikert, G.Maas | JHQ |
| 2006, 2007,
2008, 2009, 2011 |
G.Maas | Schloss Wickrath | |
| 2000 - 2009 | M. Straube | Holtmühle | |
| Kleiner Abendsegler | 2003 | M. Straube | Innenstadt, Erstnachweis |
| 2010 |
G.Maas |
Wiese am Volksgartenweiher |
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| 2011 |
G. Maas |
Findling, Garten am
Schmölderpark |
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| Braunes Langohr | 2003 | H. Bolten | Hardt |
| 2003 | L. Fikert, R. Fikert, G. Maas | Güdderath | |
| 2006 | G. Maas | Uedding |
Wir brauchen noch bedeutend mehr
Kenntnisse
über die Arten und Bestände in Mönchengladbach. Wer Lust
hat unsere Arbeit zu unterstützen und den Fledertierschutz voran
zu
treiben, kann Kontakt aufnehmen mit Gerhard Maas (02161-605748).
Artbeschreibungen
Mückenfledermaus Pipistrellus pygmaeusBestimmungshilfe
Beschreibung wie Zwergfledermaus. Im Mittel ein Gramm leichter. Unterschiede zur Zwergfledermaus in der Färbung der Flughäute, der Ohren und des Penis. Einfachstes Unterscheidungserkmal sind die Ultraschallrufe mit einer maximalen Ruflautstärke um 55 kHz. Sozialrufe meist über 20 kHz. Zwergfledermaus Pipistrellus pipistrellus
Neben der Mückenfledermaus kleinste europäische Fledermaus. Oberseite variabel braun. Unterseite gelbbraun bis graubraun. Spannweite 180-240mm, Körper 36-51mm, Schwanz 23-36mm, Unterarm 28-34,6mm, Gewicht 3,5-8g. Die Ohren sind kurz dreieckig mit abgerundeter Spitze und 4-5 Querfalten am äußeren Rand. Der Ohrdeckel ist länger als breit. Schneller unruhiger Flug, 2-6m hoch. Fliegt kurz nach Sonnenuntergang* aus. Jagt hauptsächlich Mücken. Bei 43 bis 49 kHz höchste Ruflautstärke. Rufe vokal, schnell (10-14 Rufe/s). Vorkommen in Dorf und Stadt, sowie in Wald und Park. Hausfledermaus. Balzruf um 18 kHz.
*) Die bürgerliche Dämmerung beginnt bei uns etwa eine halbe Stunde vor dem astronomischen Sonnenuntergang und endet eine halbe Stunde danach. Erst dann ist es dunkel!Rauhautfledermaus Pipistrellus nathusii
Kleine Fledermaus. Oberseite im Sommer rot- bis kastanienbraun, ab Juli/August mehr dunkelbraun. Spannweite 230-250mm, Körper 46-55mm, Schwanz 32-40mm, Unterarm 32-37mm, Gewicht 6-15,5g. Die Ohren sind kurz dreieckig mit abgerundeter Spitze und 4-5 Querfalten am äußeren Rand. Ohrdeckel kurz, Spitze abgerundet, leicht nach innen gebogen. Flug schnell, weniger wendig als Zwergfledermaus. Bei 37 bis 41 kHz höchste Ruflautstärke. Waldfledermaus, gerne in Gewässernähe. Lockere unregelmäßige Rufreihen mit 6-9 Rufen pro Sekunde.Balzruf mit ca. 20 und 35 kHz. Wasserfledermaus Myotis daubentonii
Mittelgroße bis kleine Art. Oberseite braungrau bis dunkel bronzefarben. Unterseite silbergrau, meist scharf abgesetzt. Spannweite 240-275mm, Körper 45-55mm, Schwanz 31-44mm, Unterarm 35-42mm, Gewicht 7-17g. Die Ohren sind länglich spitz 10-14mm lang und haben einen kleinen Ohrdeckel. Der Flug ist schnell und wendig 5-20cm über der Wasseroberfläche, gelegentlich auch bis 5m um Bäume herum. Bei 40 bis 47 kHz höchste Ruflautstärke. Rufe trocken knatternd (10-15 Rufe/s). Mit Taschenlampen auf Gewässern gut nachzuweisen. Breitflügelfledermaus Eptesius serotinus
Große Fledermaus. Oberseite dunkel rauchbraun, Langhaarig. Unterseite gelbbraun. Spannweite 315-380mm, Körper 63-82mm, Schwanz 46-54mm, Unterarm 48-57,6mm, Gewicht 14,4-33,5g. Ohren kurz, fast dreieckig, schmaler Ohrrand mit 5 Querfalten. Ohrdeckel 1/3 Ohrlänge und oben abgerundet. Der Flug ist langsam und niedrig 3-5 (10)m um Büsche und Bäume herum, an Laternen und überall. Schwanz wirkt im Flug zipfelig. Satte vokale Ortungslaute um 24 bis 27 kHz (4-7,5 Rufe/s). Klingt wie langsames Händeklatschen. Hausfledermaus. Balzflüge mit 14 kHz Rufen (4-5 Rufe/s). Großer Abendsegler Nyctalus noctula
Große Fledermaus. Oberseite rostbraun glänzend. Unterseite matt heller. Spannweite 320-400mm, Körper 60-82mm, Schwanz 41-60mm, Unterarm 48-58mm, Gewicht 19-40g. Die Ohren sind breit dreieckig mit stumpfer Spitze und 4-5 Querfalten am Außenrand. Schneller Flug, ähnlich Mauersegler, 10-40m hoch, gelegentlich auch höher. Bei 18 - 26kHz höchste Ruflautstärke (2,5-5 Rufe/s). "plip-plop" Rufe. Schwanz wirkt im Flug zugespitzt. Fliegt früh zur Jagdt aus, manchmal vor Sonnenuntergang. Kleiner Abendsegler Nyctalus leisleri
Mittelgroß. Oberseite rotbraun. Unterseite gelbbraun. Haare zweifarbig, kurz. Spannweite 260-320mm, Körper 48-68mm, Schwanz 35-45mm, Unterarm 39-46mm, Gewicht 13-20g. Die Ohren sind breit dreieckig mit stumpfer Spitze und 4-5 Querfalten am Außenrand. Flug schnell, meist niedriger als großer Abendsegler. Rufe ähnlich Großer Abendsegler, höchste Ruflautstärke 22-28 kHz (3-5 Rufe/s). Ausflug nach Sonnenuntergang.
Braunes Langohr Plecotus auritus
Mittelgroß. Oberseite hell braungrau. Unterseite hellgrau. Spannweite 240-285mm, Körper 42-53mm, Schwanz 37-55mm, Unterarm 37-42mm, Gewicht 4,6-11,3g. Auffällig lange Ohren, 22-24 Querfalten. Jagdt im freien Luftraum wie auch durch ablesen der Beute von Blättern und Zweigen. Höchste Ruflautstärke bei 25 bis 35kHz (50 Impulse pro Sekunde), geringe Reichweite. Balzrufreihen um 16 kHz als Ticken hörbar. Fliegt meist erst in der Dunkelheit aus.
| Mückenfleder- maus |
Zwergfledermaus | Wasserfledermaus | Breitflügelfledermaus | Gr. Abendsegler | Braunes Langohr | |
| Laute im Detektor | schnell, unregelmäßig | schnell, unregelmäßig | sehr schnell, gleichmäßig | mäßig schnell, | mäßig schnell, wechselnd. | schnell, nur sehr nah zu hören |
| Klang | tonvoll | tonvoll | tonloses "knacken", wie Störung im Autoradio | pat-pat-pat | plipp-plopp | leises "tick" |
| Hauptfrequenz | 52-57 kHz | 43-49 kHz | 40-47 kHz | 24-27 kHz | wechselnd 18-26 kHz |
25-35 kHz |
| Balzruf | über 20 kHz | um 18 kHz | nicht bekannt | 14 kHz | aus Höhle ~ 16 kHz | 16 kHZ |
| Größe | wie Blaumeise | wie Blaumeise | wie Kohlmeise | wie Kohlmeise | wie Amsel | wie Amsel |
| Flugbild | schmale Flügel, kurviger schneller Flug | schmale Flügel, kurviger schneller Flug | wendiger Flug, gradlinig, heller Bauch | breite Flügel, zipfeliger Schwanz | schmale Flügel, schmaler Schwanz | lange Ohren |
| Jagdgebiet | Park, Wald, Gewässernähe | Gärten, Wald, Stadt, Weiher | direkt über Wasseroberfläche | um Bäume und Büsche | hoch, über den Bäumen | um Bäume und Büsche |
| Andere Merkmale | fliegt oft früh aus, 15 min nach SU. | fliegt oft früh aus, 15 min nach SU. Soziallaute hörbar. Fliegt im Aug./Sept. in Wohnungen ein. | erst in der Dunkelheit fliegend | Soziallaute hörbar zirpend | fliegt oft früh aus, 15 min nach SU. Für Kinder und junge Menschen noch hörbar (18kHz). | erst in der Dunkelheit fliegend, kann rütteln |
| Silhuette | ![]() |
Nachweismethoden
Flugbeobachtungen und die Arbeit mit dem Ultraschalldetektor stehen jedem frei und sind wohl der sinnvollste Einstieg in die Materie. Die Teilnahme an Fledermaus-Exkursionen von entsprechenden Fachleuten ist sehr sinnvoll. Optisch und akustisch, in der Regel mit Mischerdetektoren, lässt sich schon einiges bestimmen. Flughöhe und Jagdtechnik sind wichtig.Sonogramme, die Auswertung der Ultraschallaute am Computer, ergeben sehr gute Ergebnisse. Dazu sind ein Detektor mit Zeitdehnung oder Teiler und ein guter Rekorder notwendig. Leider nicht ganz billig.
Vor der Morgendämmerung kann man verschiedene Fledermausarten vor ihren Quartieren schwärmen sehen (z.B: Wasserfledermaus). Mit Handscheinwerfer und Detektor lässt sich einiges finden.
Mit guten Nachtsichtgeräten (2-te Gen.) entdeckt man Fledermäuse schon bevor der Detektor anspricht. Der Standort muß so gewählt sein, dass die Flugbahn nicht quer vor einem verläuft. Am besten also an den Leitlinien Bach oder Waldrand entlangschauen. Auch die feststellbare Anzahl der Tiere ist höher, als bei alleiniger Nutzung des Detektors (Faktor 2 bis 3!).
Fledermauskot gibt nach Größe, Inhalt und Fundort zusätzliche Hinweise auf die Art. Allein genügt er aber selten.
Fledermaushaare, die sich zum Beispiel auch im Kot befinden, lassen Rückschlüsse auf die Gattung und teilweise auf die Art zu. Dazu braucht man Spezialliteratur und ein Mikroskop.
Beutereste an Fraßplätzen geben lediglich Hinweise zur Artbestimmung. So deutet der Fund von vielen Nachtfalterflügeln unter Vordächern etc. auf braune Langohren hin.
Der Fang fliegender Tiere mit Japannetzen ist genehmigungspflichtig und soll wirklich erfahrenen Leuten vorbehalten bleiben.
Die Bestimmung in Wochenstuben ist genehmigungspflichtig und nur in besonderen Notfällen zu vertreten. Störungen können zum Verlust der Jungen führen. Wochenstuben werden ohne wichtigen Grund nicht betreten!
Die Bestimmung im Winterquartier ist genehmigungspflichtig. Auch hier dürfen nur Fachleute heran. Die Tiere dürfen auf keinen Fall aufgeweckt werden.
Besendern der Tiere und telemetrieren ist genehmigungspflichtig, teuer und sehr zeitaufwendig. So lassen sich Überwinterungsquartiere, Wochenstuben, Zugwege und vieles mehr finden.
In der Regel kommt man durch das
Zusammenführen
mehrerer Indizien zur Artbestimmung.
Wichtige Links
Landesfachausschuß Fledermausschutz NW
Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen
Literaturverzeichnis: