Fledertiere in Mönchengldbach

- Gerhard Maas -

Geschichtliches

Die ältesten Versteinerungen reichen bis ins Eozän (50-60 Millionen Jahre) zurück. Schon damals fraßen sie u. a. nachtaktive Insekten. Die heutigen Fledermäuse unterscheiden sich kaum von diesen Vorfahren. Die nächtliche Lebensweise und die Unkenntnis über ihr Orientierungsvermögen ließen Ängsten und Aberglauben viel Spielraum. Die Tiere wurden entweder mit dem Ziel der Vernichtung verfolgt oder als Schutz vor bösen Mächten  und für "medizinische" Anwendungen getötet. Über keine andere Tiergruppe ist soviel Unsinn gesponnen worden wie über diese kleinen nächtlichen Jäger. Der Irrglaube, Fledermäuse flögen den Frauen in die Haare und könnten nur mit der Schere wieder entfernt werden, reicht bis in die heutige Zeit.
 

Biologie

Fledermäuse sind nicht näher mit Mäusen verwandt. Es sind Säugetiere, die mit verlängerten Fingerknochen eine Flughaut aufspannen können und sich so den Luftraum erobert haben. Durch ihre Ultraschallortung können sie in absoluter Dunkelheit auch an ihnen unbekannten Orten jagen. Gleichwohl lernen Fledermäuse ihre Hauptflugbahnen auswendig. Sie fliegen noch Runden um Bäume, wenn diese längst gefällt worden sind. Schleiereulen, die Gehörspezialisten unter den Eulen, können zwar auch in absoluter Dunkelheit Mäuse schlagen, aber nur an ihnen gut bekannten Orten. Hindernisse können Schleiereulen nicht hören, die müssen sie vorher schon kennen.
 

Überleben im Winter
 
Langohr im Winterschlaf, Foto: R. Fikert Als Insektenjäger haben unsere nächtlichen Jäger im Winter eine sehr nahrungsarme Zeit. Um diese zu überdauern ziehen sie sich in (weitgehend) frostfreie Quartiere zurück und fallen in eine Winterstarre. Der Kreislauf wird extrem gedrosselt, die Körpertemperatur sinkt auf wenig über Null Grad. Störungen im Winterquartier können die Reserven der Tiere unnötig aufzehren und zu deren Tod führen. Bei den Fledertieren ist es wie bei den Vögeln: Es gibt Langstreckenzieher, Kurzstreckenzieher und Arten, die am Ort bleiben. Beim Großen Abendsegler wurden schon Wanderungen von 2347km nachgewiesen. Dagegen kann die Breitflügelfledermaus im selben Gebäude ihr Sommer- und Winterquartier haben.

Gefährdung

17 von den 22 in Deutschland lebenden Arten sind den Gefährdungskategorien der Roten Liste zugeordnet, 2 stehen auf der Vorwarnliste. Die direkte Verfolgung bis in die nahe Vergangenheit konnte den Fledermäusen nicht soviel anhaben, wie die rasante Veränderung der Umwelt in den letzten 50 Jahren. Mit der Zerstörung natürlicher, artenreicher Lebensräume reduzieren wir auch die Nahrung und die Quartiere der Tiere. Mit der modernen Bauweise, den (für den Menschen optimierten) Sanierungen der Gebäude, verschwinden die Sommer- und Winterquartiere.  Mit alten hochgiftigen Holzschutzmitteln haben wir sie in Dachstühlen ungewollt gleich mit vernichtet. Die Tiere zwängen sich in Ritzen und Winkel und nehmen über diesen innigen Hautkontakt das Gift mit auf. Dachstühle können in der fledermausfreien Zeit mit einer thermischen Behandlung "wurmfrei" gemacht und dann mit unschädlichen Mitteln konserviert werden. Heutige Holzschutzmittel sind in der Regel nicht gefährlich für Fledermäuse. Lesen Sie die Gefahrenhinweise gut durch. Über spezielle Fledermausziegel oder 2cm breite Spalten sollten Dächer zugänglich gemacht werden. Wo es geht müssen alte hohle Bäume stehen bleiben. Abendsegler überwintern in geschützten, frostarmen Lagen auch in Bäumen. Dicke uralte Bäume bieten natürlich den besseren Kälteschutz. Wichtig ist auch Brunnenschächte, alte Keller und Stollen zugänglich zu machen, um mehr Winterquartiere zu bieten.
 

Was tun wenn ...
 

Wie können wir den Fledertieren darüber hinaus helfen?

Verschiedene Fledermausquartiere
 

Fledermäuse in Mönchengladbach

Die Kenntnisse über die in Mönchengladbach vorkommenden Arten sind noch lückenhaft. Systematische Erfassungen fehlen. Das Artinventar der Nachbarkreise könnte bei uns auch vorkommen, nur wissen wir es nicht sicher. Immerhin konnten Braune Langohren im Winterquartier nachgewiesen werden. Zwergfledermäuse sind noch relativ zahlreich in der ganzen Stadt vorhanden. Die Wasserfledermaus kommt an allen nennenswerten Gewässern bei uns vor. Seltener sind da schon die Breitflügelfledermaus und der Große Abendsegler. Einige wenige Winterquartiere und Wochenstuben sind bekannt, werden hier aber nicht namentlich genannt.
 

Nachweise ab dem Jahr 2000
 
Art Jahr Melder Ort (in Mönchengladbach)
       
Mückenfledermaus 2006 G. Maas Giesenkirchen, Ahrener Feld, Erstnachweis
  2006, 2008
G. Maas Rheydt City
  2007 G. Maas Herrenshoff, 600m von der Stadtgrenze zu MG

2008
G. Maas
Rheindahlen

2008 G. Maas Hardt




Zwergfledermaus 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011
G. Maas Schloss Rheydt

2009 M. Straube
Niers bei Schloss Rheydt

2009 M. Straube Niers bei Zoppenbroich
  2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011
H. Kuhlen, G. Maas Volksgarten
  2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011
G. Maas Schloss Wickrath
  2002 L. Fikert, R. Fikert, G. Maas Hermges
  2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006,2007, 2008, 2009, 2010, 2011
G. Maas Lürrip
  2000, 2005 G. Maas Hardt- Vorst
  2002
G. Maas Bresges Park

2009 M. Straube Niers bei  Bresges Park
  2002 G. Maas Geroweiher
  2000 - 2009 M. Straube Holtmühle
  2004 (Wochenstube) Mc Corkell, G.Maas JHQ
  2005 G. Maas Windberg
  2006, 2009 G. Maas Giesenkirchen, Ahrener Feld

2009
R. Fikert, G. Maas Giesenkirchen, Dohrer Busch
       
Rauhhautfledermaus 2004 H. Kuhlen, G. Maas Volksgarten Erstnachweis (Eiskeller)
  2004, 2009, 2011
G. Maas Schloss Wickrath
  2007 G. Maas Lürrip
       
Wasserfledermaus 2001, 2002, 2003, 2004, 2006, 2008, 2009 G. Maas Schloss Rheydt

2009 M. Straube Niers bei Schloss Rheydt
  2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011
H. Kuhlen, G. Maas Volksgarten
  2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011
G. Maas Schloss Wickrath
  2000 G. Maas Kiesgrube Beltinghoven
  2002 G. Maas Bresges Park

2009 M. Straube Niers bei  Bresges Park

2009 M. Straube Niers bei Zoppenbroich
  2000 - 2009 M. Straube Holtmühle
  2004
G. Maas Niers, Lürrip
       
Breitflügelfledermaus 2000, 2004 G. Maas Vorwärmer am Volksbad
  2003 G. Maas Schloss Rheydt
  2004 G. Maas  Schloss Wickrath 

2009
R. Fikert, G. Maas Giesenkirchen, Dohrer Busch
       
Abendsegler 2004 Mc Corkell, R.Fikert, G.Maas JHQ
  2006, 2007, 2008, 2009, 2011
G.Maas Schloss Wickrath

2000 - 2009 M. Straube Holtmühle
       
Kleiner Abendsegler 2003 M. Straube Innenstadt, Erstnachweis

2010
G.Maas
Wiese am Volksgartenweiher

2011
G. Maas
Findling, Garten am Schmölderpark
       
Braunes Langohr 2003 H. Bolten Hardt
  2003 L. Fikert, R. Fikert, G. Maas Güdderath
  2006 G. Maas Uedding
(Fehlende Jahreszahlen und Orte bedeuten nicht die Abwesenheit der Fledermäuse, sondern dass niemand danach gesucht hat.)
 

Ältere Nachweise

Wir brauchen noch bedeutend mehr Kenntnisse über die Arten und Bestände in Mönchengladbach. Wer Lust hat unsere Arbeit zu unterstützen und den Fledertierschutz voran zu treiben, kann Kontakt aufnehmen mit Gerhard Maas (02161-605748).
 

Artbeschreibungen

Mückenfledermaus Pipistrellus pygmaeus
 
Beschreibung wie Zwergfledermaus. Im Mittel ein Gramm leichter. Unterschiede zur Zwergfledermaus in der Färbung der Flughäute, der Ohren und des Penis. Einfachstes Unterscheidungserkmal sind die Ultraschallrufe mit einer maximalen Ruflautstärke um 55 kHz. Sozialrufe meist über 20 kHz.

Zwergfledermaus Pipistrellus pipistrellus
 
Zwergfledermaus, Foto: G.Maas Neben der Mückenfledermaus kleinste europäische Fledermaus. Oberseite variabel braun. Unterseite gelbbraun bis graubraun. Spannweite 180-240mm, Körper 36-51mm, Schwanz 23-36mm, Unterarm 28-34,6mm, Gewicht 3,5-8g. Die Ohren sind kurz dreieckig mit abgerundeter Spitze und 4-5 Querfalten am äußeren Rand. Der Ohrdeckel ist länger als breit. Schneller unruhiger Flug, 2-6m hoch. Fliegt kurz nach Sonnenuntergang* aus. Jagt hauptsächlich Mücken. Bei 43 bis 49 kHz höchste Ruflautstärke. Rufe vokal, schnell (10-14 Rufe/s). Vorkommen in Dorf und Stadt, sowie in Wald und Park. Hausfledermaus. Balzruf um 18 kHz.
*) Die bürgerliche Dämmerung beginnt bei uns etwa eine halbe Stunde vor dem astronomischen Sonnenuntergang und endet eine halbe Stunde danach. Erst dann ist es dunkel!

Rauhautfledermaus Pipistrellus nathusii
 
Rauhautfledermaus, Foto: M.Straube Kleine Fledermaus. Oberseite im Sommer rot- bis kastanienbraun, ab Juli/August mehr dunkelbraun. Spannweite 230-250mm, Körper 46-55mm, Schwanz 32-40mm, Unterarm 32-37mm, Gewicht 6-15,5g. Die Ohren sind kurz dreieckig mit abgerundeter Spitze und 4-5 Querfalten am äußeren Rand. Ohrdeckel kurz, Spitze abgerundet, leicht nach innen gebogen. Flug schnell, weniger wendig als Zwergfledermaus. Bei 37 bis 41 kHz höchste Ruflautstärke. Waldfledermaus, gerne in Gewässernähe. Lockere unregelmäßige Rufreihen mit 6-9 Rufen pro Sekunde.Balzruf mit ca. 20 und 35 kHz.

Wasserfledermaus Myotis daubentonii
 
Wasserfledermaus, Foto: M.Straube Mittelgroße bis kleine Art. Oberseite braungrau bis dunkel bronzefarben. Unterseite silbergrau, meist scharf abgesetzt. Spannweite 240-275mm, Körper 45-55mm, Schwanz 31-44mm, Unterarm 35-42mm, Gewicht 7-17g. Die Ohren sind länglich spitz 10-14mm lang und haben einen kleinen Ohrdeckel. Der Flug ist schnell und wendig 5-20cm über der Wasseroberfläche, gelegentlich auch bis 5m um Bäume herum. Bei 40 bis 47 kHz höchste Ruflautstärke. Rufe trocken knatternd (10-15 Rufe/s). Mit Taschenlampen auf Gewässern gut nachzuweisen.

Breitflügelfledermaus Eptesius serotinus
 
Breitflügelfledermaus, Foto: M.Straube Große Fledermaus. Oberseite dunkel rauchbraun, Langhaarig. Unterseite gelbbraun. Spannweite 315-380mm, Körper 63-82mm, Schwanz 46-54mm, Unterarm 48-57,6mm, Gewicht 14,4-33,5g. Ohren kurz, fast dreieckig, schmaler Ohrrand mit 5 Querfalten. Ohrdeckel 1/3 Ohrlänge und oben abgerundet. Der Flug ist langsam und niedrig 3-5 (10)m um Büsche und Bäume herum, an Laternen und überall. Schwanz wirkt im Flug zipfelig. Satte vokale Ortungslaute um 24 bis 27 kHz (4-7,5 Rufe/s). Klingt wie langsames Händeklatschen. Hausfledermaus. Balzflüge mit 14 kHz Rufen (4-5 Rufe/s).

Großer Abendsegler Nyctalus noctula
 
Großer Abendsegler, Foto: M.Straube Große Fledermaus. Oberseite rostbraun glänzend. Unterseite matt heller. Spannweite 320-400mm, Körper 60-82mm, Schwanz 41-60mm, Unterarm 48-58mm, Gewicht 19-40g. Die Ohren sind breit dreieckig mit stumpfer Spitze und 4-5 Querfalten am Außenrand. Schneller Flug, ähnlich Mauersegler, 10-40m hoch, gelegentlich auch höher. Bei 18 - 26kHz höchste Ruflautstärke (2,5-5 Rufe/s). "plip-plop" Rufe. Schwanz wirkt im Flug zugespitzt. Fliegt früh zur Jagdt aus, manchmal vor Sonnenuntergang.

Kleiner Abendsegler Nyctalus leisleri

Mittelgroß. Oberseite rotbraun. Unterseite gelbbraun. Haare zweifarbig, kurz. Spannweite 260-320mm, Körper 48-68mm, Schwanz 35-45mm, Unterarm 39-46mm, Gewicht 13-20g. Die Ohren sind breit dreieckig mit stumpfer Spitze und 4-5 Querfalten am Außenrand. Flug schnell, meist niedriger als großer Abendsegler. Rufe ähnlich Großer Abendsegler, höchste Ruflautstärke 22-28 kHz (3-5 Rufe/s). Ausflug nach Sonnenuntergang.

Braunes Langohr Plecotus auritus
 
Langohr im Winterschlaf, Foto: G.Maas Mittelgroß. Oberseite hell braungrau. Unterseite hellgrau. Spannweite 240-285mm, Körper 42-53mm, Schwanz 37-55mm, Unterarm 37-42mm, Gewicht 4,6-11,3g. Auffällig lange Ohren, 22-24 Querfalten. Jagdt im freien Luftraum wie auch durch ablesen der Beute von Blättern und Zweigen. Höchste Ruflautstärke bei 25 bis 35kHz (50 Impulse pro Sekunde), geringe Reichweite. Balzrufreihen um 16 kHz als Ticken hörbar. Fliegt meist erst in der Dunkelheit aus.

Bestimmungshilfe
 
  Mückenfleder-
maus
Zwergfledermaus  Wasserfledermaus Breitflügelfledermaus Gr. Abendsegler Braunes Langohr
Laute im Detektor schnell, unregelmäßig schnell, unregelmäßig sehr schnell, gleichmäßig mäßig schnell,  mäßig schnell, wechselnd.  schnell, nur sehr nah zu hören
Klang tonvoll tonvoll tonloses "knacken", wie Störung im Autoradio pat-pat-pat plipp-plopp leises "tick"
Hauptfrequenz 52-57 kHz 43-49 kHz 40-47 kHz 24-27 kHz wechselnd 
18-26 kHz
25-35 kHz
Balzruf über 20 kHz um 18 kHz nicht bekannt 14 kHz aus Höhle ~ 16 kHz 16 kHZ
Größe wie Blaumeise wie Blaumeise wie Kohlmeise wie Kohlmeise wie Amsel wie Amsel
Flugbild schmale Flügel, kurviger schneller Flug schmale Flügel, kurviger schneller Flug wendiger Flug, gradlinig, heller Bauch breite Flügel, zipfeliger Schwanz schmale Flügel, schmaler Schwanz lange Ohren
Jagdgebiet Park, Wald, Gewässernähe Gärten, Wald, Stadt, Weiher direkt über Wasseroberfläche um Bäume und Büsche hoch, über den Bäumen um Bäume und Büsche
Andere Merkmale  fliegt oft früh aus, 15 min nach SU.  fliegt oft früh aus, 15 min nach SU. Soziallaute hörbar. Fliegt im Aug./Sept. in Wohnungen ein. erst in der Dunkelheit fliegend Soziallaute hörbar zirpend fliegt oft früh aus, 15 min nach SU. Für Kinder und junge Menschen noch hörbar (18kHz). erst in der Dunkelheit fliegend, kann rütteln
Silhuette

 

Nachweismethoden
 

Flugbeobachtungen und die Arbeit mit dem Ultraschalldetektor stehen jedem frei und sind wohl der sinnvollste Einstieg in die Materie. Die Teilnahme an Fledermaus-Exkursionen von entsprechenden Fachleuten ist sehr sinnvoll. Optisch und akustisch, in der Regel mit Mischerdetektoren, lässt sich schon einiges bestimmen. Flughöhe und Jagdtechnik sind wichtig.

Sonogramme, die Auswertung der Ultraschallaute am Computer, ergeben sehr gute Ergebnisse. Dazu sind ein Detektor mit Zeitdehnung oder Teiler und ein guter Rekorder notwendig. Leider nicht ganz billig.

Vor der Morgendämmerung kann man verschiedene Fledermausarten  vor ihren Quartieren schwärmen sehen (z.B: Wasserfledermaus). Mit Handscheinwerfer und Detektor lässt sich einiges finden.

Mit guten Nachtsichtgeräten (2-te Gen.) entdeckt man Fledermäuse schon bevor der Detektor anspricht. Der Standort muß so gewählt sein, dass die Flugbahn nicht quer vor einem verläuft. Am besten also an den Leitlinien Bach oder Waldrand entlangschauen. Auch die feststellbare Anzahl der Tiere ist höher, als bei alleiniger Nutzung des Detektors (Faktor 2 bis 3!).

Fledermauskot gibt nach Größe, Inhalt und Fundort zusätzliche Hinweise auf die Art. Allein genügt er aber selten.

Fledermaushaare, die sich zum Beispiel auch im Kot befinden, lassen Rückschlüsse auf die Gattung und teilweise auf die Art zu. Dazu braucht man Spezialliteratur und ein Mikroskop.

Beutereste an Fraßplätzen geben lediglich Hinweise zur Artbestimmung. So deutet der Fund von vielen Nachtfalterflügeln unter Vordächern etc. auf braune Langohren hin.

Der Fang fliegender Tiere mit Japannetzen ist genehmigungspflichtig und soll wirklich erfahrenen Leuten vorbehalten bleiben.

Die Bestimmung in Wochenstuben ist genehmigungspflichtig und nur in besonderen Notfällen zu vertreten. Störungen können zum Verlust der Jungen führen. Wochenstuben werden ohne wichtigen Grund nicht betreten!

Die Bestimmung im Winterquartier ist genehmigungspflichtig. Auch hier dürfen nur Fachleute heran. Die Tiere dürfen auf keinen Fall aufgeweckt werden.

Besendern der Tiere und telemetrieren ist genehmigungspflichtig, teuer und sehr zeitaufwendig. So lassen sich Überwinterungsquartiere, Wochenstuben, Zugwege und vieles mehr finden.
 


In der Regel kommt man durch das Zusammenführen mehrerer Indizien zur Artbestimmung.
 

Wichtige Links

Landesfachausschuß Fledermausschutz NW

Arbeitskreis Fledertierschutz Solingen

 Literaturverzeichnis:

10.6.2007