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Der Gerkerather Wald ist eines der Gebiete,
das vom NABU intensiv betreut wird. Seit 1990 haben wir den Heidemoorrest
von 0,7 ha in Patenschaft von der Stadt Mönchengladbach übernommen.
Spuren älterer Wirtschaftsformen
Der Gerkerather Wald liegt im westlichen
Teil des Stadtgebietes von Mönchengladbach, nördlich von Rheindahlen
bzw. der Ortschaft Gerkerath. Bei einer Gesamtgröße von ca.
63 ha entfallen 37 ha auf Waldflächen, die übrigen stellen Acker-
und Grünland dar sowie mit der Ortschaft Gerkerathwinkel Wohnbauflächen
am Südrand des Gerkerather Waldes. Der Wald besteht überwiegend
aus Laubgehölzen, insbesondere aus Birken und Eichen. Noch zu Beginn
des 19. Jahrhunderts war das Zentrum des Gebietes unbewaldet und wurde
als Ackerland genutzt. Dies ist in einer Kartenaufnahme durch TRANCHOT
und von MÜFFLING (1803-1820) zu erkennen. Die gebräuchliche Bezeichnung
"Gerkerather Heide" weist noch auf die im Mittelalter betriebene Waldheide
hin, die zur "Verheidung" des Gebietes führte. Zahlreiche kleine Tümpel
- sehr wahrscheinlich ehemalige Flachskuhlen - weisen auf einen alten Gladbacher
Wirtschaftszweig hin. In der "Flachsstadt am Niederrhein" wurde bis zum
Anfang des 19. Jahrhunderts der auf den Feldern angebaute Flachs für
die Leinenweberei weiterverarbeitet.
Erhaltenswertes Heidemoor
Im Kerngebiet dominiert das bei uns sonst
seltene Heidemoor mit seinen typischen Heidemoorgesellschaften. Kennzeichnende
Arten sind die vereinzelt vorkommende Glockenheide, Torfmoose, Binsengesellschaften,
und verschiedene Grasarten, zudem Weidenröschen und Englischer Ginster.
Zur Erhaltung und Sicherung des Heidemoorgebietes ist eine ständige
Pflege der offenen Wiesen- und Heideflächen erforderlich, da sonst
die Flächen verbuschen und Wald entsteht, sodass die Heide verschwinden
würde.
Ziele unserer Pflegemaßnahmen sind: