Gerkerather Wald
- von Johannes Kox -

Der Gerkerather Wald ist eines der Gebiete, das vom NABU intensiv betreut wird. Seit 1990 haben wir den Heidemoorrest von 0,7 ha in Patenschaft von der Stadt Mönchengladbach übernommen.
 

Spuren älterer Wirtschaftsformen

Der Gerkerather Wald liegt im westlichen Teil des Stadtgebietes von Mönchengladbach, nördlich von Rheindahlen bzw. der Ortschaft Gerkerath. Bei einer Gesamtgröße von ca. 63 ha entfallen 37 ha auf Waldflächen, die übrigen stellen Acker- und Grünland dar sowie mit der Ortschaft Gerkerathwinkel Wohnbauflächen am Südrand des Gerkerather Waldes. Der Wald besteht überwiegend aus Laubgehölzen, insbesondere aus Birken und Eichen. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Zentrum des Gebietes unbewaldet und wurde als Ackerland genutzt. Dies ist in einer Kartenaufnahme durch TRANCHOT und von MÜFFLING (1803-1820) zu erkennen. Die gebräuchliche Bezeichnung "Gerkerather Heide" weist noch auf die im Mittelalter betriebene Waldheide hin, die zur "Verheidung" des Gebietes führte. Zahlreiche kleine Tümpel - sehr wahrscheinlich ehemalige Flachskuhlen - weisen auf einen alten Gladbacher Wirtschaftszweig hin. In der "Flachsstadt am Niederrhein" wurde bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts der auf den Feldern angebaute Flachs für die Leinenweberei weiterverarbeitet.
 

Erhaltenswertes Heidemoor

Im Kerngebiet dominiert das bei uns sonst seltene Heidemoor mit seinen typischen Heidemoorgesellschaften. Kennzeichnende Arten sind die vereinzelt vorkommende Glockenheide, Torfmoose, Binsengesellschaften, und verschiedene Grasarten, zudem Weidenröschen und Englischer Ginster. Zur Erhaltung und Sicherung des Heidemoorgebietes ist eine ständige Pflege der offenen Wiesen- und Heideflächen erforderlich, da sonst die Flächen verbuschen und Wald entsteht, sodass die Heide verschwinden würde.
 
 

Heidemoor im Gerkerather Wald, Foto: G.Maas




Ziele unserer Pflegemaßnahmen sind:

Literaturverzeichnis