Gefäßpflanzen der Stadt Mönchengladbach

Die Arten im Pflanzenreich werden systematisch in mehrere Abteilungen gegliedert. Die meisten Gruppen werden unter der Bezeichnung Gefäßpflanzen (oder Kormophyten) zusammengefasst. Wichtigstes Kennzeichen dieser Pflanzen ist das Vorhandensein von Gefäßen, die dem Transport von Wasser, Mineralstoffen und organischen Nährstoffen durch die Pflanze dienen. Daneben gibt es noch die Abteilung einfacher gebauter Pflanzen, den Moosen (Bryophyta). Die haben keine echten Gefäße (Leitungsgewebe), wie die höher entwickelten Pflanzen.
 
Eberesche, Foto: H.Hurtmann
Auffälliger Vertreter der Gefäßpflanzen: Die Eberesche
Im Jahr 1990 haben zwei Pflanzenkundler des NABU, Jochen Heinrichs und Stefan Lenßen, eine Aufstellung über die gefährdeten Gefäßpflanzen im Mönchengladbacher Raum herausgebracht. Wir möchten Ihnen im folgenden einen Einblick in das Werk geben. Wer sich ausführlicher mit dem Thema befassen will, der kann die „Liste der gefährdeten Gefäßpflanzen in Mönchengladbach und Umgebung (54 Seiten) gerne zum Selbstkostenpreis von 3,50 € (incl. Porto) unter rp44856@online-club.de bestellen.
 

Einleitung

Mit der vorliegenden Liste wird erstmals die Verbreitung der Gefäßpflanzen der Roten Liste Nordrhein-Westfalen einschließlich Vorwarnliste für das Gebiet der Stadt Mönchengladbach und Umgebung dargestellt. Insgesamt wurden 146 Arten erfasst, von denen 58 Arten als ausgestorben gelten müssen. Zusätzlich wurden 7 Arten wegen ihrer regionalen Bedeutung aufgenommen (wenige Vorkommen in gefährdeten Biotopen oder an der Verbreitungsgrenze). Folgende Arten der Roten Liste sind im Gebiet angesalbt oder verwildert: Aconitum napellus, Asarum europaeum, Calla palustris, Cornus mas, Dactylorhiza maculata, Hydrocharis morsus-ranae, Myrica gale, Nymphoides peltata, Prunus mahaleb, Ranunculus lingua und Rhynchospora fusca. Derartige Vorkommen wurden nicht berücksichtigt.

Die Arbeit kann und soll eine Florenliste nicht ersetzen, sondern als Argumentationshilfe für den regionalen Naturschutz dienen. Daher wurde die Verbreitung der Arten auf der Basis von Viertel-Quadranten der Topographischen Karte 1:25.000 angegeben. Diese kleinflächige Darstellung ermöglicht eine relativ genaue Lokalisation der Vorkommen und macht den bedrohlichen Rückgang vieler Arten in den unterschiedlichen Vegetationstypen besonders deutlich.

Für Mönchengladbach liegen eine Reihe floristischer und vegetationskundlicher Arbeiten vor, die von uns ausgewertet wurden. Eigene Funde und Bestätigungen von Literaturangaben sind mit Jahreszahl und Ausrufezeichen vermerkt. Folgende Personen trugen durch Hinweise und/oder Überprüfung kritischer Arten zur Vervollständigung bei:

U. BURG, Dipl.-Biol. G. ESSER, H. GERKENS, K.H. GREVE, M. KÜCHENHOFF, Prof. Dr. E. PATZKE, A. PAUL, R. REIMANN, H. RÜTTEN, A. SCHNEIDER, Dipl.-Biol. P. SCHÜTZ, M. STEVENS, Dr. G. VERBÜCHELN,W. VON KANNEN, S. WETZSTEIN u.a.

Ihnen sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Sicherlich kann die vorliegende Liste noch erweitert werden. Insbesondere aus der Zeit vor 1980 sind noch interessante Angaben zu erwarten.

Das Untersuchungsgebiet

Bearbeitet wurden sämtliche Viertel-Quadranten der Messtischblätter 1:25000, die vom Stadtgebiet Mönchengladbach berührt werden. Messtischblatt-Nummer und Viertel-Quadranten:
 
 
4703/ 42/ 44 Schwalmtal 

 

4704/ 31/ 33/ 34/ 41/ 42/ 43/ 44 Viersen 
 
 

4705/ 31/ 33 Willich 
 
 

4803/ 22/ 24/ 42 Wegberg 
 
 

4804/ komplett Mönchengladbach 
 
 

4904/ 11/ 12/ 21 Titz

Zeichen und Abkürzungen

Die Gefährdungsgrade der Arten wurden entsprechend der Florenliste von Nordrhein-Westfalen (1988) für Nordrhein-Westfalen, das Niederrheinische Tiefland und die Niederrheinische Bucht in dieser Reihenfolge unter dem wissenschaftlichen Artnamen angegeben:
 
 
 
0
ausgestorben oder verschollen
1
vom Aussterben bedroht
2
stark gefährdet
3
Gefährdet
4
potentiell gefährdet
*
in der entsprechenden Großlandschaft nicht gefährdet bzw. landesweit nicht gefährdet (nur bei Sippen, die wenigstens in einem Großraum gefährdet sind)

Übrige Zeichen, ebenfalls nach Florenliste NRW:
 
.
kein Nachweis bekannt, wahrscheinlich nicht oder noch nicht vorkommend die Sippe kommt in dieser Großlandschaft nicht vor
-
die Sippe kommt in dieser Großlandschaft nicht vor

Kartenteil:
 
letzte Fundangabe vor 1950
letzte Fundangabe zwischen 1950 und 1980
letzte Fundangabe nach 1980
ausgestorben bzw. verschollen nach 1980

Hauptteil - Pflanzenverzeichnis
 

Hauptteil - Karten

 
Literaturverzeichnis:
HEINRICHS, J., LENßEN, S. (1990): Liste der Gefäßpflanzen in Mönchengladbach und Umgebung,Mönchengladbach.