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in der Kiesgrube Beltinghoven |
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- von Ulrike Krüner -
Die Kiesgrube Beltinghoven ist nicht nur
aus vogelkundlicher Sicht ein bedeutsames Biotop, auch viele Insektenarten
siedeln sich in den unterschiedlichen Bereichen der Kiesgrube an. Stellvertretend
für die zahlreichen Insektengruppen habe ich besonders die Libellen
und Heuschrecken der Kiesgrube Beltinghoven in den Sommermonaten 1996 und
1997 näher untersucht.
Libellen
Das vielfältige Gewässerangebot im gesamten Bereich der Kiesgrube Beltinghoven mit zum Teil. sehr tiefen Gewässern und vegetationsfreien Ufern, kleineren Teichen mit dichter Ufervegetation und Flächen, die nur zeitweise überstaut sind, bietet insgesamt 16 Libellenarten einen Lebensraum. Typisch für die tiefen Gewässer mit sandigen Uferbereichen sind die Pokal-Azurjungfer (Cercion lindeni) und die Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus). Beide Arten konnten bisher nur vereinzelt nachgewiesen werden. Die Kiesgrube Beltinghoven ist der einzige Fundort der Westlichen Keiljungfer im Stadtgebiet.
Die im Sommer zeitweise ausgetrocknete
Fläche im nordwestlichen, älteren Abgrabungsbereich, die mit
Flatterbinse (Juncus effusus) bestanden ist, ist Lebensraum für
die in Nordrhein-Westfalen auf der Vorwarnliste stehende Gefleckte Heidelibelle
(Sympetrum flaveolum) (Abb. 1). Sie konnte in beiden Jahren häufig
angetroffen werden.
Abb. 1: Männchen der Gefleckten Heidelibelle (Sympetrum flaveolum) Zeichnung: Jan Krüger |
Im Stadtgebiet Mönchengladbach habe ich bisher 24 verschiedene Libellenarten nachgewiesen. Mit 16 Arten weist die Kiesgrube aus libellenkundlicher Sicht einen interessanten Artenbestand auf. |
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Frühe Adonislibelle | Pyrrhosoma nymphula |
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Gemeine Binsenjungfer | Lestes sponsa |
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Große Pechlibelle | Ischnura elegans |
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Hufeisen-Azurjungfer | Coenagrion puella |
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Becher-Azurjungfer | Enallagma cyathigerum |
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Kleines Granatauge | Erythromma viridulum |
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Pokal-Azurjungfer | Cercion lindeni |
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Westliche Keiljungfer | Gomphus pulchellus |
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Großer Blaupfeil | Orthetrum cancellatum |
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Vierfleck | Libellula quadrimaculata |
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Große Königslibelle | Anax imperator |
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Herbst-Mosaikjungfer | Aeshna mixta |
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Große Heidelibelle | Sympetrum striolatum |
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Gemeine Heidelibelle | Sympetrum vulgatum |
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Blutrote Heidelibelle | Sympetrum sanguineum |
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Gefleckte Heidelibelle | Sympetrum flaveolum |
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Erläuterungen zur Tabelle:
- v = vereinzelt; 1 -
5 Tiere
- z = zahlreich; 6 - 20 Tiere
- h = häufig;
>20 Tiere
Heuschrecken
Die Heuschreckenfauna der Kiesgrube ist noch nicht vollständig erfasst, es fehlen noch einige dämmerungs- und nachtaktive Arten. Von den bisher festgestellten 7 Heuschreckenarten sind für das Stadtgebiet besonders folgende Arten hervorzuheben:
Abb. 2: Weibchen der Westlichen Dornschrecke (Tetrix ceperoi) Zeichnung: Jan Krüger |
Bisher wurden im Stadtgebiet Mönchengladbach
12 verschiedene Heuschreckenarten nachgewiesen. Die Gemeine Sichelschrecke
und die Westliche Dornschrecke kommen als neue Nachweise hinzu, damit steigt
die Artenanzahl auf 14 an.
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Gemeine Sichelschrecke | Phaneroptera falcata |
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Langflügelige Schwertschrecke | Conocephalus discolor |
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Brauner Grashüpfer | Chorthippus |
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Nachtigall-Grashüpfer | Chorthippus |
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Gemeiner Grashüpfer | Chorthippus |
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Westliche Dornschrecke | Tetrix ceperoi |
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Gemeine Dornschrecke | Tetrix undulata |
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Erläuterungen zur Tabelle:
- v = vereinzelt; 1 -
5 Tiere
- z = zahlreich; 6 - 20 Tiere
- h = häufig;
>20 Tiere