Nun bin ich zwar kein Gründungsmitglied der Berliner Gemeinde, aber da ich immerhin 5 1/2 Jahre (1992 - 1997) Mitglied war, dachte ich mir, da informiere ich mich doch mal über die Anfänge von "Gottes Bewegung" hier in Berlin. Aber so einfach, wie ich mir das so dachte, war es nun doch nicht, in einen öffentlichen Gottesdienst "unserer" alten Gemeinde zu kommen. Wir sind also da gewesen zu dritt (Simones Vater, Simone und ich)...
Nun schauten wir dem Treiben zunächst gelassen zu und überlegten dann, was wir anstellen sollen. Als erstes habe ich Gitti und Ihren Gatten noch an der U-Bahn einladen sehen. Vermutlich hatten einige noch kurz vor dem Gottesdienst ein schlechtes Gewissen, nicht genügend Leute eingeladen zu haben. Ich war neugierig, wie denn ihre Einladungskarten zu dem Fest aussehen wurden.( Schließlich wollte ich doch zum Gottesdienst gehen...) Dann habe ich eine andere Frau beobachtet, die von einem Gemeindemitglied eingeladen worden ist, aber ziemlich lustlos die Einladungskarte in der Hand hielt. Also habe ich kurz entschlossen sie um die Karte gebeten, welche sie auch gerne abgab. Dann brachte uns das Glück eine etwas übereifrige "Missionarin" auf den Plan, die uns zwei Einladungskarten aufdrängen wollte, die wir natürlich auch angenommen haben. Dann war die Ehrgeizige, die zuvor und danach noch emsig von ihrem noch großem Stapel Karten verteilte, schon fast am Weggehen, als Ihr einfiel uns noch ein paar Karten in die Hand zu drücken. Geistesgegenwärtig wie ich war, habe ich auch diese noch in Empfang genommen - und eine neue Taktik war geboren - und auch noch nach ein paar mehr gefragt. Diese war so überrascht von unserer Bereitwilligkeit, dass sie auch noch ein paar Karten rausrückte, obwohl sie schon etwas irritiert schien. Soll mich ja nicht weiter stören :-). Dann habe ich noch beobachtet, wie die "Liebe" eine Frau angesprochen hat und ich bin, nachdem sie weitergegangen war, zu der Frau hingegangen und habe sie aufgeklärt bzw. informiert. Dies schien sie wohl mitbekommen zu haben (irgendwann sahen wir diverse Frauen ihre Handys zücken...) und nach kurzer Konsultation mit anderen Gemeindegliedern, die in der Nähe waren, kam sie noch mal zu uns und forderte uns auf, ihr die Karten zurückzugeben. Na so was, geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist ....... Dann behauptet diese mittlerweile schon sichtlich "Erboste" noch frech, als wir im Gespräch mit einer anderen Frau waren, die auch eine Karte von ihr erhalten hatte, also ich meine, sie störte einfach unser Gespräch ( wo bleibt denn da der Anstand?)- wir spielen ein falsches Spiel und seien ja "Verfolger" - wenn mir noch jemand solche Dinge unberechtigterweise an den Kopf wirft und das vor Zeugen, bekommt sie eine Klage an den Hals - und falsche Luchse (hab ich noch nie gehört *grins*). Die Frau, der sie zuvor auch eine Karte gegeben hatte, schaltete sich kurioserweise - selbst ihr kam das sonderbare Verhalten der jungen Frau verdächtig vor - ein und verteidigte uns. Sie sei schon mal im Gottesdienst gewesen und ihr sei das ganze auch komisch vorgekommen. Die "Gute" musste also wieder von dannen trollen - knurrend. Ich hoffe, sie kann sich selber ihren Fehlgriff verzeihen. Und so haben wir noch ein paar Frauen oder Männer angesprochen, entweder welche mit einer Karte in der Hand oder einfach welche von denen wir dachten, die könnten zum Gottesdienst wollen und sind noch keine Mitglieder. Wir haben sogar eine Telefonnummer bekommen. Simone hat ein paar Bilder gemacht vom Spektakel....Die Gemeinde hat ein großes und zwei kleinere Zelte aufgebaut und rund um den vorderen Bereich der Kirche einen Zaun aufgestellt - vermutlich, dass die Kinder nicht auf die Strasse laufen. Gemeindeglieder patrouillierten ständig um die Kirche herum - es war irgendwie bedrohlich (vielleicht haben sie sich auch bedroht gefühlt), zumindest sehr unheimlich. Ein Freund von uns hat sich dann entschlossen, in den Gottesdienst zu gehen, was ihm auch gelungen ist, ihn kennen sie noch nicht so gut, wie mir scheint. Wir haben uns auch vorher kaum miteinander sehen lassen. Er wird seinen eigenen Bericht vom Gottesdienst liefern, wie er uns nachher gesagt hat.
Ganz ohne Diskussion ging es natürlich nicht ab. Stefan Ullrich - unser aller
Freund und eine mir bisher unbekannte junge Frau (die sich scheinbar gut
kannten, aber es war nicht Stefans Frau) kamen wieder einmal belagernd auf uns
zu, nach dem die Meldung nach drinnen weitergegeben worden war (Selda hatte
"gepetzt" - IM), dass wir draußen vor der Kirche Leute ansprechen. Nun kommt es
einer als sektiererisch bekannten und als der in Berlin am meisten
missionierenden Gruppierung komisch vor, wenn wir mit freien Bürgern Berlins ein
Gespräch anfangen. Sollte sie sich da nicht wundern, wenn die ganze Welt sie
auch als gefährlich ansieht. Ihre eigenen Methoden sind aus ihrer Sicht so
bedrohlich, dass sie gleich ihre Bewacher auf uns ansetzen. Sie sollten sich
nicht wundern, dass der Verfassungsschutz eines Tages seine Leute auf sie
ansetzt, weil sie unbescholtene Bürger Berlins mit ihren Ideen belästigen. Das
waren auch Gründe dafür, warum das frühe Christentum verfolgt wurde. Es gab
einige kurze und ein längeres Gespräch, bei dem Stefan seine Überlegenheit durch
gespielte Ruhe und Arroganz rüberzubringen versuchte, was aber zumindest für
nichts ungewöhnliches darstellt, kann ich mich doch gut an meine eigene
Mitgliedschaft erinnern. U.a. hieß es da:" ...In jeder politischen
Diskussion wäret ihr lächerlich.. Ihr kommt doch höchstens mit 8-10 Leuten
- Was ist das im Vergleich zu unserer Gemeinde?... Ihr verbreitet nur
schlechte Stimmung...Warum seid Ihr nicht konstruktiv? Habt ihr nichts besseres
zu tun an einem Sonntag?..." (Solche Beleidigungen sind wir ja schon gewohnt...) Er gab mir auch seine Telefonnummer - ein etwas anderes
Beispiel, wie man mit so genannten "Verfolgern" umgehen kann. Und ich gab ihm bei der
Gelegenheit meine Webadresse www.exicoc.de .
Ich würde mir wünschen, dass auch mal einige Mitglieder sich der Möglichkeiten
des Internets benutzen, um auch mal ihre eigene Homepage und ihre individuellen
Ansichten online stellen. Ist denn die ICOC nicht ein eingetragener Verein, in
dem alle Beteiligten nur Mitglieder sind und jeder für sich seine eigene Sicht
der Dinge haben darf. Dies zumindest behauptet Stefan gegenüber mir. Es mutete
eben komisch an, wenn über 300 Menschen einer Organisation die identischen
Ansichten haben. Es waren doch zumindest einmal Individuen, so sind sie wohl von
ihren Eltern erzogen und behandelt worden. Sollte all die jahrzehntelange Arbeit
und Mühe der Eltern umsonst gewesen sein?
Zustande gekommen war das Gespräch, dadurch, dass wir einen
jungen Mann kurz vor dem Besuch des Gottesdienstes angesprochen haben und
ihn etwas informierten bzw. aufklärten, ihn aber niemals vom Besuch des
Gottesdienstes abhalten wollen. Sie sollen sich schon ihr eigenes Bild machen
können. Sofort kam Stefans Gefährtin - wieder haben sie sich in ein Gespräch
gedrängt und auch nicht auf unserer Bitten reagiert, doch bitte später
wiederzukommen - und begrüßte den Mann
freundlich, obwohl sie ihn gar nicht kannte. Ich sagte ihr, sie sollte
entschwinden, aber sie ging nicht- und lockte auch noch Stefan an. (Anm. von
Simone zu der besagten Frau: Ich empfand diese junge "Göre" nicht nur als frech
und distanzlos; sie entsprach auch ganz dem Typ der "aufstrebenden Frau" in der
Gemeinde; der Nichteingeweihte stelle sich das als eine Verona Feldbusch vor mit
weniger Nacktheit, mehr Respekt vor den Männern [Wenn Stefan spricht, halte ich
meinen Mund.] - aber sonst dem gleichen Mundwerk und einer emotionalen Unreife
[Das will ich ihrer Jugend zugute halten.] und fehlendem Respekt seitens
"weltlicher" Leistungen. (Beruf, Kinder ...?) So möchte ich an dieser Stelle
zugeben, dass ich mich von so viel Blauäugigkeit nicht beeindruckt fühlte.) Der arme junge
Mann hat die ganze Zeit neben uns gestanden und unseren Disput mitbekommen und
sah sichtlich mitgenommen bis ratlos drein her. Er hat sich aber nicht von der
Stelle gerührt. Wir sind dann erst einmal essen gegangen, nachdem Stefan uns den
Besuch des Gottesdienstes untersagt hat- mit der Begründung, man habe das
Vertrauen in uns verloren. Welches Vertrauen? Darin, dass ich früher treu und
ergeben war - ganz so war es ja nie, wie einige sich sicher erinnern können -
und heute auch mal meine Meinung sage !? Vielleicht sollte ich hier auch mal
erwähnen, dass selbst Dean Farmer sich mit mir in einer persönlichen
Korrespondenz auseinandersetzten wollte: Eigentlich werden wir ständig von der
Gemeinde verfolgt! Man kann kein harmloses Picknick in der Nähe "ihrer" Kirche
(die nur gemietet ist) machen, ohne von einer Traube von Ergebenen umringt und mit eindringlichen Fragen bombardiert
zu werden. Kein Wunder, dass dann ab und zu einem der Kragen platzt. Die beiden habe sich dann noch des
jungen Mannes angenommen, mit welchem Ausgang ..????
Simone hatte aber das
www.icoc.de Shirt an. Einigen haben wir es
gezeigt. Den Kellner aus dem italienischen Restaurant neben der Kirche habe ich
auch aufgeklärt. Alles in allem finde ich, war es ein gelungener Auftritt und die
Oberen der Gemeinde waren sichtlich irritiert, dass wir unseren Standort ständig
gewechselt haben und sie nicht wussten, ob wir noch da waren oder nicht. Dass nur
drei Leute so einen Wirbel hervorrufen können, hat mich schon gewundert, sie
sind zumindest sensibilisiert, was uns betrifft.