Cairns
Sonntag, 25.11.01
Aufgrund der Hitze waren wir schon wieder 5.30 Uhr wach und
fuhren um 7.00 Uhr vom C
ampingplatz. Heute hatten wir unsere letzte große Fahrtstrecke vor uns – 500 km! Die Landschaft
war nicht besonders aufregend – ziemlich öde.
Während der ersten 100 km gehörte uns die Straße
allein, dann überholte uns das erste Auto – es blieb auch weiterhin ruhig. An den Straßengräben lagen plattgefahrene, halb verweste Kängeruhs – es war ziemlich deprimierend. Nach 250 km, 17 km vor Townsville machten wir am Billabong Sanctuary, einem
kleinen Tierpark, halt.
Wir hatten Glück, denn um 10.15 Uhr begann die Koala-Sh
ow; d.h. sie wurden gefüttert, denn von
Bewegung halten die knuddeligen Tierchen nicht viel; sie schlafen 18 Stunden am Tag. Es waren noch junge Tierchen, sahen ganz putzig aus. Zum
Schluss konnte man einen Koala auf den Arm nehmen – natürlich fürs Foto! Ich machte schöne Bilder von Stefan und dem Koala auf dem Arm, der ganz fotogen in die Kamera schaute.
Ich, bei meiner Tierangst, bewand es beim Streicheln. Das Fell hat sich wie bei einem Plüschtier angefasst. Ansonsten waren eben typisch australische Tiere zu sehen. Auch Kängeruhs sprangen wieder frei herum, die
waren jedoch ziemlich träge und alt.
Dann ging unsere Fahrt weiter nach Mission Beach, 140 km vor Cairns. Hier wurde die Vegetation wieder interessanter, es wurde tropisch und an den Straßen
waren Palmen und Urwaldgewächse zu sehen. In Mission Beach haben wir wieder bei einem
BIG 4 eingecheckt, der direkt am Meer lag. Hier war wieder herrlicher Sandstrand – endlich. Im Meer war ein Stinger-Netz, sodass wir ganz ungefährlich baden konnten. Eine Abkühlung war dies jedoch nicht.
Anschließend machten wir noch eine Strandwanderung. Die Palmen reichten bis ans Meer – romantisch. Um 19.30 Uhr betrug die Außentemperatur noch immer 27°C und im Camper war es trotz laufender Klimaanlage auch nicht kühler.
Heutige Fahrtstrecke: 501 km
Montag, 26.11.01
Konnten vor Hitze in dieser Nacht kaum schlafen, es hatte sich kaum abgekühlt. Die kalte
Morgendusche war auch nur eine kurze Abkühlung. Um 7.30 Uhr verließen wir den Campingplatz und freuten uns auf die letzten 140 km bis nach Cairns. Von der vielen Fahrerei waren wir mittlerweile
ganz schön k.o. Vielleicht hatten wir uns doch zuviel zugemutet. Aber schließlich fährt man ja nicht alle Tage nach Australien und wenn man sich nicht für ein Gebiet entscheiden kann..........
Die letzten km waren ziemlich anstrengend, viele Baustellen und dichter Verkehr. Man merkte, dass
wir uns wieder einer Großstadt (Touristenstadt) näherten. Um 10.00 Uhr hatten wir es geschafft. Der BIG 4 Campingplatz „Coconat Caravan Resort“ lag gleich am
Ortseingang. Wir buchten uns für 2 Nächte ein. Zunächst wurde uns die ganze Anlage per Auto (war als Frosch bemalt) gezeigt. Die Poolanlage war wieder riesig groß. Wir buchten für Nachmittag eine Tour nach Kuranda und
für den nächsten Tag eine Schnorcheltour zum Greet Barrier Reef. Die Hitze wurde schon wieder unerträglich, es waren schon 32°C. Um 11.25 Uhr wurden wir mit einem Kleinbus abgeholt und fuhren in ca. 30 min.
nördlich von Cairns zur Skyrail-Station. Dann ging auch schon unsere Gondelfahrt über den Regenwald los.
Unterwegs musste man 2 x umsteigen. Auf den Zwischenstationen hatten wir Gelegenheit, durch
den Regenwald zu wandern. Die Fahrt bis nach Kuranda dauerte ca. 1 h. Wir hatten herrliche Aussichten auf den
Regenwald und Cairns. Kuranda ist ein kleines Städtchen
(oder Dorf?) mitten im Urwald.
In der City waren jedoch nur Souvenirläden an Souvenirläden. Darauf hatten wir nun gar keine Lust. Hier sahen wir viele Einheimische, deren man die Abstammung von Aboriginis ansah. Wir guckten uns ein wenig im Ort um und
fanden den „Jungle Walk“, einen Weg, direkt durch den Urwald. Mir war ganz schön unheimlich, wir waren ganz allein und überall knisterte es.
War aber trotzdem eine herrliche Atmosphäre, entlang durch so alte Gewächse. Am Ende des Weges kamen wir an den Bahnschienen des Kuranda Trains wieder raus, über uns gondelten neue Touris
ein. Nach einem kleinen Fußmarsch, entlang der Straße, erreichten wir die Railway Station. Der Ausflug war eine
gute Alternative zu den ganzen Kitschläden im Ort. Zurück nach Cairns ging es nun mit dem nostalgischen Zug, entlang an steilen Abhängen, Wasserfällen und durch einen Tunnel. An der Freshwater-Station endete
unsere Fahrt. Von hier wurden wir dann wieder mit dem Bus zum Campingplatz gefahren. Es war ein schöner Ausflug, der sich gelohnt hat –
zumal die Temperaturen im Regenwald angenehmer waren, als in Cairns. Stefan packte schon seinen Koffer, heute war die vorletzte Nacht in unserem Camper.
Letzte Fahrtstrecke: 145 km - 5173 km Gesamtstrecke
Dienstag, 27.11.01Das Wetter war, wie im Wetterbericht angesagt,
tatsächlich trüb. Gerade heute, wo wir unsere Schnorcheltour gebucht haben. Um 7.55 Uhr wurden wir abgeholt und fuhren zum Hafen. Dieses Mal lief alles typisch touristisch ab, wir bekamen sogar ein
Namensschild; das konnten wir leiden!!! Beim Betreten des Schiffes wurden wir gefilmt und mussten noch mit einem Rettungsring für ein Bild posieren – voll die Touristenabzocke – wir waren „begeistert“. Nachdem wir
unsere Schnorchelausrüstung und den 1. Kaffee erhielten, ging die Fahrt auf’s Reef los. Wir waren ca. 40 Personen an Bord, zzgl. ca. 10 Crewmitglieder/Animateure. Das ganze war voll Show-mäßig aufgezogen!
Nach 1 ½ h Stunden Fahrt waren wir an unserm Reef angek
ommen. Die Fahrt bis dahin war schon, wir saßen an Deck und hatten da auch einigermaßen Ruhe vor den Animateuren. Wir konnten nun nach Lust und Laune Schnorcheln und Tauchen. Das Reef hatten wir
uns schöner vorgestellt. Die Korallen waren nicht außergewöhnlich und auch an Fischen war nicht viel zu sehen. An Bord gab es nun ein reichhaltiges Mittags-Büfett. Unterdessen fuhren wir zu einem
weiteren Reef. Leider ließ das Wetter nach, es wurde trüb und somit wurde es auch im Wasser ungemütlicher. Aufgrund der fehlenden Sonne wirkten auch die Korallen nicht mehr so farbenprächtig. Gegen 15.30 Uhr legten
wir dann wieder. Wir saßen wieder die ganze Rückfahrt
an Deck.. Die Wolken
hingen in den Bergen und die Tagesausflügler kamen alle zurück in den Hafen, war schön anzusehen. Gegen 17.00 Uhr waren wir dann wieder in Cairns. Heute musste ich meinen Koffer packen, was erwartungsgemäß schnell
ging. Stefan war schon hippelig, ich glaube, er hat schon wieder Reisefieber. Die letzte Nacht im Camper ist angebrochen. 
Mittwoch, 28.11.01Es hat die ganze Nacht über geregnet. Von daher waren die Temperaturen früh noch angenehm. (Normalerweise beginnt um diese Jahreszeit die Regenzeit)
Unser letzter Urlaubstag in Australien ist angebrochen. Nach dem Frühstück machten wir unseren Camper sauber, tankten auf dem Campingplatz und fuhren zum
„Palm Royal“ in Cairns. Hier haben wir unsere letzte Übernachtung im ***** Hotel gebucht. Beim Einchecken gab es keine Probleme, obwohl wir schon um 8.30 Uhr einbuchten. Egal wann und wo, in
Australien wird man immer mit einer Höflichkeit empfangen, das haben wir bis dato in keinem Land erlebt, geschweige in Deutschland...Wir bekamen ein Zimmer im Erdgeschoss zugewiesen, mit
direktem Blick auf Einen der 4 Pools, wir waren begeistert.
Dann fuhren wir zur Hertz-Station und
gaben unseren Camper nach 5.200 km ab; war alles in Ordnung. Mit dem Taxi
fuhren wir dann wieder zurück zum Hotel. Dann ging es erst einmal in die Pools, waren ganz allein – herrlich! Um 10.30 Uhr fuhren wir mit dem kostenlosen Shuttle-Bus des Hotels in die City zum Market-Pier, einem
Shoppingcenter direkt am Hafen. Wir bummelten durch die Souvenirläden und gingen noch mal zum Pier.
Die Mittagssonne war jedoch unerträglich, kaum auszuhalten. Also gingen
wir schnell wieder in das klimatisierte Shoppingcenter und aßen eine Kleinigkeit. Anschließend sind wir noch die kleine Esplanade hoch und runter gelaufen. Ein Restaurant neben dem anderen und
dazwischen Souvenirshops. Wir haben uns dann auf einer Bank unter einem großen Baum ausgeruht. Viel zu sehen gibt es in Cairns nicht;
hier gibt es nicht einmal einen Badestrand. Wir haben dann telefonisch den Shuttle-Bus bestellt und fuhren um 2.15 Uhr zurück zum Hotel. Den Rest des
Tages verbrachten wir in der Hotelanlage. Das war nun Australien!
Donnerstag, 29.11.01Um 5.30 Uhr klingelte der Wecker und um 6.30 Uhr kam unser Frühstück, das wir auf unser Zimmer bestellten (Kaffee, Toast und Crossaints), um wenigstens etwas im
Magen zu haben. Wir checkten dann aus und pünktlich wie immer fuhr unser Bus um 7.30 Uhr in Richtung Flughafen ab. Wir waren die einzigen Fahrgäste. Beim
Einchecken noch mal große Spannung, sind unsere Koffer zu schwer? Wir hatten mit 65 kg knapp Übergewicht.
Nach kurzer Diskussion (Schaltertante + Chefin) brauchten aber zum Glück nichts nachzahlen. Um 9.30 Uhr war dann Boarding Time und um 10.30 Uhr (1.30 Uhr
dt. Zeit) hoben wir dann ab. Leider ging es erst mal wieder in die entgegengesetzte Richtung – nach Brisbane. Kurz nach 12.00 Uhr landeten wir in Brisbane. Wir konnten uns nun noch einmal im Flughafengebäude
die Beine vertreten und um 14.00 Uhr startete der gleiche Flieger nach Hongkong – der Luftweg führte wieder über Cairns . Gegen 16.00 Uhr überflogen wir wieder Cairns, also 6 h nach Abflug, das hat uns schon
ein bisschen geärgert. Um 20.30 Uhr (Ortszeit Hongkong) landeten wir.
Aufgrund der Müdigkeit waren wir k.o. Sind
gleich zum Abfluggate gegangen und wollten uns dann auf den Bänken ein bisschen Schlafen legen.
Die Bänke waren ziemlich unbequem, sodass wir nicht schlafen konnten.
Um 23.30 Uhr ging es dann an Bord unserer Boing 747-400.
Wir saßen in der 4er Mittelreihe, wobei ein Platz neben uns frei war. Gegen 0.00 Uhr Ortszeit starteten wir. Nun lagen 12 h Flug vor uns. Wir bekamen zuerst mal wieder zu Essen, so langsam
hing uns das Essen aber schon zum Halse raus, wir konnten den Geruch schon nicht mehr ab. Schließlich bekamen wir pro Flug 2 x Essen! Eingeschlafen sind wir während des Fluges nicht,
trotzdem verging er im nachhinein wieder schnell. Kurz
vor der Landung gab es gegen 3.00 Uhr noch
mal Frühstück. Pünktlich um 5.05 landeten wir dann in Frankfurt Main. An der Passkontrolle war es sehr voll, ist wohl zeitgleich noch ein Flieger angekommen. Unsere Koffer kamen relativ schnell, obwohl uns der Zeitabstand
zwischen beiden uns etwas nervös machte. Dann mussten wir den Fernbahnhof suchen, war irgendwie schlecht ausgeschildert und dazu kam unsere Übernächtigung und die deutsche Hektik, die wir nicht mehr gewohnt waren.
Wir sind jetzt bereits 31 h unterwegs! Wir fanden dann aber doch noch unseren Bus, der uns zum
Fernbahnhof brachte, der völlig überfüllt war und dazu unsere Koffer mit je 32,5 kg im Schlepptau. Um 6.20 Uhr saßen wir dann auf unserem Bahnsteig. Endlich wieder Kälte – wie angenehm! Um 6.42
Uhr kam unser Zug, zum Glück hatten wir Platzkarten, denn der Zug wurde doch ganz schön voll. In Hannover (9.15 Uhr) mussten wir dann noch ein letztes Mal umsteigen und waren dann 10.30 Uhr in
Magdeburg. Im City Carré brachten wir dann gleich unsere 25 Filme zur Entwicklung und fuhren dann nach
Hause. Wir versuchten noch bis abends wach zu bleiben, damit wir möglichst schnell in den richtigen Zeitrhythmus kommen. das wars, naja noch nicht ganz.....