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Fraser Island
Mittwoch, 21.11.01 Waren schon wieder um 5.30 Uhr wach, kein wunder, denn die Sonne geht nun schon um 5.00 Uhr auf – nichts mehr mit Sonnenaufgang am Meer!!! Heute
standen wir ein bisschen unter Zeitdruck, denn unsere Tour begann schon um 7.55 Uhr. Daher haben wir auch unsere 2 Tassen und Teller vom Frühstück nicht mehr abgewaschen (was wir aber besser getan hätten, wie es sich abends herausstellen sollte).
Der Bus kam wieder pünktlich und wir wurden mit dem Zubringerbus, der noch mehrere Touris auflud, zum
Hafen gebracht. Dort gingen wir auf die Fähre - es war eine kleine Fähre mit nur 4 Autos und sie war voll. Eins von den Autos kam aus Deutschland – München! Um 8.30 Uhr legte die Fähre ab und
bald sahen wir die ersten Delphine! Wir fuhren vorbei an kleinen, weißen Sandinseln und in der Ferne war auch schon Fraser Island zu sehen! Nach 50 min legte die Fähre direkt am weißen Sandstrand an und das Meer glitzerte türkisblau. Einen Hafen gab es dor t nicht!
Im Wald standen dann auch schon die Touribusse für
uns bereit. Wir stiegen in einen grünen 4 – WD – Bus und mit uns noch ca. 40 Personen. Dann ging die Schaukelfahrt los. Der Bus kämpfte sich durch Sandpisten, die Vegetation war trocken und öde.
Unser Tourgide (Steve), der auch den Bus fuhr, redete und redete. Nach 1,5 h Fahrt (dies sollte lt. Steve auch die längste ununterbrochene Strecke gewesen sein) machten wir an einem Süßwassersee, dem Lake Gorawougera, für eine halbe Stunde halt. Hier konnte man baden. Wir rieben uns
lieber mit unserem Mückenmittel ein, denn wir wurden von Riesenfliegen attackiert. Um 12.00 Uhr waren wir in Happy Valley, hier gab es Mittagessen – war jedoch auch eher eine Massenabfütterung. Als einzigstes
Restaurant auf der Insel machten hier alle Touri-Busse halt. War jedoch alles gut durchorganisiert – sind ja schließlich in Australien. Anschließend ging es weiter, direkt an den Strand. Hier hatten wir nun auch Gelegenheit, mit einem kleine Flieger die Insel von oben zu betrachten – haben wir aber nicht mitgemacht! Wir fuhren also direkt am Wasser entlang. Plötzlich wurde es unruhig im Bus. Am Fenster – zu Glück von Außen – spazierte eine
schwarze Riesenspinne entlang! Einfach ekelig! Kurz darauf machten wir an einem alten verrosteten Schiffswrack halt, eine angebliche Sehenswürdigkeit der Insel. Ich hatte erst mal Angst, aus dem Bus zu steigen,
was ist, wenn die „süße“ Spinne auf einmal vor oder über meinen Füßen langkrabbelt?!  Unser Tourgide Steve meinte jedoch, dass diese
ungefährlich sei. Also machten wir ein paar Bilder vom Schiffswrack und von dem faszinierenden breiten Strand. Dort kamen dann auch wieder die Leute dazu, die einen Rundflug gemacht hatten. Dann ging es weiter
zu den Pinnacels, eine farbige Sandformation, dass in der Sonne und dem blauen
Himmel besonders schön aussah. Dann machten wir kehrt und fuhren zum Eli Creek. Hier konnte man in einem ganz klaren Süßwasserfluss baden
gehen. Im Meer zu baden wurde uns abgeraten, da Haigefahr bestand.
Dann verließen wir mit dem Bus den Strand und fuhren die Holperpisten durch den Wald zur anderen Uferseite, wo es dann wieder auf die Fähre gehen sollte. Zuvor machten wir aber im Urwald halt. Der Bus setzte uns
ab, so dass wir das Flair im Fußmarsch genießen konnten. Am Bus wieder angekommen, gab es Kaffee, Tee, kalte Getränke und Gebäck mitten im Urwald – einfach gute Organisation. Übrigens war die große
Reisegruppe nicht nervig, es verteilte sich alles gut. Die Fahrt ging nun weiter, doch plötzlich machte der
Bus eine Vollbremsung. Eine riesige grüngecheckte Schlange überquerte vor uns den Weg. Zum Glück, dass wir im Bus saßen!! Um 17.00 Uhr waren wir dann wieder an der Fähre und es ging in 50 min. wieder
zurück nach Hervy Bay. Von dort wurden wir dann wieder direkt zu unserem Campingplatz gefahren. Es war ein schöner Ausflug und wir waren im nachhinein froh, dass wir di e Insel nicht allein erkundet haben. Zum einen war diese nicht besonders gut ausgeschildert, und zum anderen wäre die Fahrerei durch die Sandstraßen ziemlich anstrengend und nervig
geworden – und von den möglichen Tierbekanntschaften mal ganz zu schweigen. Apropos Tierbekanntschaften – als wir dann wieder unseren Camper betraten, hatten wir eine Menge Besuch – kleine, süße Ameisen hatten sich eingeladen (sicherlich angelockt von unserem nicht abgewaschenen Frühstücksgeschirr).
Wir machten uns dann erst mal auf die Jagd und als wir dann wieder die Oberhand hatten und
nichts mehr von den Tierchen zu sehen war, gingen wir noch mal in den Pool. Herrlich, wir waren ganz allein.  
Dann fielen uns die Augen zu, der Tag war doch wieder ziemlich anstrengend und morgen heißt es dann wieder Kilometer schrubben.
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