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In den Grampians
Samstag, 10.11.01 Die Nacht war wieder ganz schön kalt, zum Glück können wir unseren Camper heizen; so dass es zum Frühstück schön mollig warm war. Unser heutiges Ziel sind die Grampians, ein N.P. ca. 170 km nördlich von Warrnambool.
Ein kleines Mittelgebirge mit Bergen bis rund tausend Meter bildet den Kern des 167.000 ha grossen Nationalparks. Unser Weg führte uns über eine Landschaft, die uns stark an die Schweiz erinnert. Viel grün, Hügel, Kühe..... und keine Menschenseele auf den Straßen..... und es regnete mal wieder! So langsam nervte uns der viele Regen! Aber dann hoppelte ein kleines Känguruh über die Straße; leider zu schnell für unsere Kamera! Gegen Mittag waren wir in Halls Gap, fanden dort einen Campingplatz inmitten des Ortes; herrlich zentral für Wander- touren
gelegen. Nach einem kleinen Mittagessen trieb es uns in die Berge, obwohl es schon wieder nieselte. Wir gingen zunächst zum Clematis Fall (ca. 2 km) dann zum Chatanqua Peak (ca. 3 km), von dem man trotz tief
hängender Wolken eine schöne Sicht hatte. Der Regen lies nicht nach, und so langsam waren auch die Klamotten klitschenass, so dass wir schnell wieder
zurück ins warme Wohnmobil gingen! Um uns herum waren auch viele Zelter, die taten uns richtig leid! Um 16.00 Uhr hatte es aufgehört zu regnen, und wir entschlossen uns, noch einmal eine Tour
(Wonderland Walk) zu wagen. Auf einer Wiese, in der Nähe von unserem Campingplatz, graste mal wieder eine Horde von Känguruhs – kaum vorzustellen, dass diese wirklich in freier Natur so oft zu sehen sind!
Wir mussten uns nun aber beeilen, denn wir hatten ja noch eine ganz schöne Tour vor uns, die
meisten Wanderer kamen schon bergab – wir bergauf! Unsere Wanderung ging vorbei an den Splitter Falls, dem Grand Canyon (Mini-Ausführung); vorbei an Eukalyptuswäldern, Farnen, kleinen Bächen. Die Sonne
und der Nieselregen wechselten sich ständig ab. Gegen 18.00 Uhr waren wir auf der Bergspitze, dem Pinnacle angekommen. Der Weg (der im übrigen auch das Ziel war) hatte sich gelohnt, wir hatten von hier eine
herrliche Aussicht auf Halls Gap und der Umgebung. Nun mussten wir uns aber mit dem Abstieg beeilen, denn gegen 19.00 Uhr fing es schon
an, dunkel zu werden. Leider fing es nun auch wieder stärker zu regnen an, und wir waren auf weiter Flur allein! Irgendwie haben wir wohl die Wegweiser nicht richtig
gedeutet und kamen auch noch vom Weg ab! Auf einmal waren nur noch riesige Felsen, die vom Regen ziemlich glatt waren und dann hoppelte vor uns auch noch ein rabenschwarzes Känguruh. Ich bekam ganz schön
weiche Knie; zum einen hatte ich Angst vor diesem Tier und zum anderen durfte ich nicht in den Abgrund gucken – aber Stefan meinte noch immer,
dass dies der richtige Weg sei! Nachdem wir beide klammernd an der Felswand hingen, war nun auch Stefan überzeugt, dass wir lieber wieder zurück gehen – zum Glück! Wir fanden dann auch den richtigen Weg und liefen im
Eiltempo zurück ins Tal! Dort angekommen, waren wir ganz schön erleichtert. Heute war unser erster Waschtag angesagt, denn sämtliche dicke Klamotten waren völlig dreckig – ich hätte mir Australien wärmer vorgestellt! Viel Sachen
braucht man jedoch nicht einzupacken, da die Campingplätze alle mit Waschmaschine und Trockner ausgestattet sind. Fahrstrecke war heute übrigens 175 km.
und hier gehts weiter....
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