Hunter Valley & Entlang der Küste

Freitag, 16.11.01

Kurz nach 7.00 Uhr waren wir wach. Die Sonne schien in unseren Camper. Um 8.30 Uhr verließen Weinkellerei im Hunter Valleywir unseren Campingplatz „La Mancha“. Entlang des Pacific Highway’s, Richtung Newcastle. Kurz vor Newcastle (reine Industriestadt) bogen wir Richtung Cessnock - zum heutigen Ziel Hunter Valley - ab. In Cessnock angekommen, versorgten wir uns bei der Touristeninformation mit den nötigen Prospekten und freuten uns nun schon auf die Weinproben.

 

Im Hunter Valley 

 

 

Direkt im Ort traten erst einmal Heimatgefühle auf .... wir fassten es kaum.... selbst in Australien war ALDI vertreten!!! Die Weinberge ringsherum haben wir uns größer vorgestellt, schließlich befanden wir uns im bekanntesten Weinanbaugebiet Australiens.

An der Weinkellerei Peterson’s machten wir halt und probierten den köstlichen Wein – der zog ganz schön durch! Wir kauften eine Flasche für AUS 25,00! Bei den nächsten Weinkellereien Hawks Nest - ein Traum!schauten wir nur, wir konnten ja nicht überall Weinproben machen!

Wir machten uns nun auf, Richtung Port Stephens, endlich an’s Meer! Unser Weg führte uns – zwar mit einem kleinen Umweg – direkt nach Hawks Nest. Die Straße endete direkt am Meer. Bei strahlendem Sonnenschein und türkisblauem Meer bekamen wir Richtig Badelaune! Wir entschlossen uns, hier zu bleiben, buchten uns auf dem Campingplatz, direkt am Meer, ein. Wir wollten nur schnell etwas essen und dann zum Strand gehen. Aber zu spät.... gerade als wir los gehen wollten, zogen graue Regenwolken auf. Es fing an zu regnen und es regnete und regnete.......

 

WirSchneeweißer Sand & blaues Meer machten nun ein Mittagsschläfchen im Wohnwagen. Gegen 16.00 Uhr wurde es so langsam wieder hell. Wir konnten es kaum erwarten, an die frische Seeluft zu kommen und entschlossen uns zu einer Strandwanderung.

Es wurde herrliches Abendwetter. Wir waren fast allein an dem breiten, weiten Sandstrand. Aufgrund des vorherigen Sturmes lagen riesige Muscheln am Strand. Wie wir später feststellten, war dies der schönste Strand, an dem wirAbendstimmung waren.

 

 

 

Heute sind wir 269 km gefahren.

 

Samstag, 17.11.01

Um 7.00 Uhr weckte uns die Sonne. Wir frühstückten und gingen dann zum Meer. Uns zog es sofort in die Fluten, die Wellen waren bombastisch. Wir bruzzelten Ab in die Flutendann noch ein Stündchen in der Sonne und machten uns dann wieder auf den Weg, Richtung Brisbane. Wir hatten einen strengen Zeitplan – für lange Pausen war einfach kaum Zeit! Leider.

Heute Mittag machten wir das erste Mal bei Mc Donalds halt, wir hatten Geschmack auf Fastfood und wollten zum anderen auch einmal  Mc Donalds in Australien testen. Unterschiede gibt’s auch, denn ich hatte auf meinem Hamburger Rote Bete! Kurz hinter Taree bogen wir Richtung Harrington ab, der Endpunkt am Meer hieß Crowdy Head. Wieder ein kleiner Umweg von 40 km, der sich gelohnt hat. Wir fuhren entlang von herrlichen Mangroven-Wäldern, und das Meer glitzerte. Wir fuhren auf einen kleinen, mit Häusern besiedelten Berg. Ganz oben wehte eine „steife Briese“! Crowdy HeadVon hier hatte man eine weite Sicht über das Land, dem Meer und Strand. Romantisch war der weiße Leuchtturm auf dem Berg. Es waren wieder schöne Fotomotive.

Wir fuhren weiter nach Port Macquarie, einem Touristenort, dementsprechend auch nicht besonders aufregend. Wir nutzen die letzten Sonnenstrahlen und sprangen noch einmal ins Meer. Dann hieß es noch ein paar Kilometer schrubben.

In Valla Beach, kurz vor Coffs Harbour (39 km) bogen wir ab, hier sollte irgendwo ein Campingplatz sein. Wir mussten ganz schön suchen, fanden ihn aber letztendlich – zum Glück, denn es war mittlerweile schon spät Ausblickegeworden und wir waren von der vielen Fahrerei k.o. Unsere Anmeldung fand in der Bar statt, da die Rezeption schon geschlossen hatte.

Dort machte Stefan die Bekanntschaft mit einer Kakerlake, die über seinen Fuß spazierte. War irgendwie alles unheimlich. Der Campingplatz schien uns nur von „Einheimischen“ bewohnt. Wir wollten noch zum Meer vor – mussten über eine uralte, wackelige Brücke – um zum Meer zu kommen. Dort erwartete uns wieder ein herrlicher Strand und wir beschlossen, gleich morgen früh hier zu baden. Wir gingen zurück zum Camper, mussten wieder über die alte Brücke, wo wir uns aufgrund des fauchenden Windes ganz schön festhalten mussten. In der Nacht schliefen wir sehr unruhig; aufgrund des furchterregenden Sturmes und fernab jeglicher Zivilisation.

Heutige Fahrtstrecke: 369 km

 

Sonntag, 18.11.01

Um 5.00 Uhr wurden wir durch fürchterliches Geschrei geweckt. Klang wie ein Affe, waren wohl jedoch Vögel, jedenfalls unheimlich. Ich hatte Angst, aus dem Camper zu gehen. Schließlich standen The Big Banana in Coffs Harbourwir um 6.30 Uhr auf, frühstückten und gingen zum Strand. Wir waren wieder ganz allein, einfach herrlich und es waren morgens schon 21°C! Kaum zu glauben, dass wir am Beginn unserer Reise so gefroren haben.

Um 8.30 Uhr rollten wir vom Campingplatz – wir haben uns für heute 350 km vorgenommen. Coffs Harbour durchfuhren wir nur. Machten dann am Ortsausgang an einer riesigen Bananenplantage halt. Um 10.00 Uhr wäre hier die 1. Führung gewesen, wir wollten jedoch nicht so lange warten, also fuhren wir weiter, entlang an Zuckerrohrplantagen, gesäumt von Palmen.

 

Unsere Mittagspause Hastings Point Big 4 Campingplatzmachten wir heute in Evan Head, direkt am Meer. Dort war es ziemlich stürmisch (später erfuhren wir in den Nachrichten, dass in Sydney ein Unwetter tobte und wir wohl die „Ausläufer“ spürten). Wir fuhren weiter, auf den Straßen war dichter Verkehr, so dass die Fahrt mit unserem Wohnmobil ziemlich nervig war. Gegen 16.00 Uhr waren wir in Hasting Point (130 km vor Brisbane). Hier erwartete uns ein Campingplatz der Spitzenklasse (5 Sterne!). Alle Plätze waren von Palmen abgeteilt. Wir gingen gleich zum Strand, wunderten uns jedoch, dass dieser menschenleer war. Kein Wunder, denn es herrschte ein riesiger Sandsturm! Also machten wir es uns an der Poolanlage auf dem Campingplatz gemütlich.

 

Heutige Fahrtstrecke: 347 km

 

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