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3 Tage in Melbourne
Montag, 5.11.01 Der Flug verging wieder schnell – vielleicht war auch die Freude und die Neugier auf Australien so groß, dass uns der Flug nicht
anstrengend erschien???Um 11.34 Uhr Ortszeit landeten wir in Melbourne. Vor der Landung wurde das ganze Flugzeug noch ausgesprüht, dies wird wohl immer gemacht, um sicher zu gehen, dass keine Infektionen ins Land gebracht werden.
Die Zollformalitäten verliefen reibungslos und man merkte bereits hier, dass Australien ein ruhiges,
gastfreundliches Land ist! Mit dem Skybus (AUS 24,00) fuhren wir dann in die City, wo wir im Hotel Duxton
; gegenüber der Flinders Station (erinnerte uns an Big Ben) eincheckten. Das Zimmer war typisch Großstadthotel mit Blick auf eine Hinterhofwand; die
Fenster waren übrigens nicht zum öffnen; es gibt ja schließlich eine Klimaanlage! Aufgrund der zentralen Lage konnten wir alles gut zu Fuß erreichen – das Hotel ist sehr empfehlenswert! Nach einer kurzen Kaffeepause
(alle Zimmer sind mit Wasserkocher, Kaffee und Tee ausgestattet) zog es uns in die Stadt. Melbourne ist ziemlich europäisch; um genauer zu sagen; ziemlich britisch!!! Wir verschafften uns schnell einen Überblick,
da die City im Prinzip ein Quadrat ist und die Straßen parallel verlaufend angeordnet sind. Wir genossen das Flair, versorgten uns im Visitor Center mit
kostenlosen Prospekten und gingen dann über den Yarra-River auf die andere Uferseite der Stadt. Uns erwartete ein faszinierender Anblick – Mitten in der Stadt Palmen, dahinter die engl. wirkende farbenprächtige Flinders Station und dahinter riesige Wolkenkratzer! Wir machten es uns an der
Uferpromenade gemütlich, aßen etwas und genossen das angenehm
milde Klima (ob es in Deutschland schon schneit??) Über eine kleine Fußgängerbrücke gelangten wir wieder
zu unserem Hotel und nachdem wir die ersten Anrufe aus der Heimat erhielten, schliefen wir auch schon ein. Dienstag, 6.11.01
Um 5:30 Uhr waren wir wach. Wir wollten früh gleich zum Queen Victoria Markt, der ab 6.00 Uhr
geöffnet ist. Also gingen wir los – draußen nieselte es etwas und auch die Temperaturen waren heute spürbar kälter – gar nicht typisch australisch!! Wir wunderten uns, dass die Straßen ziemlich leer waren, keine Autos – keine Menschen und auch die
Geschäfte waren noch nicht geöffnet, obwohl es schon kurz vor Acht war. Am Queen Victoria Markt angekommen, wurden wir auch enttäuscht – kein Markt. Irgendwie fingen wir nun doch an zu zweifeln! Wir lasen dann in unserem Reiseführer, dass heute ein Feiertag im
Bundesstaat Victoria ist – der „Melbourne Cap Day“, da findet jährlich ein riesiges Pferderennen statt. Also gingen wir erst einmal frühstücken und fanden dann ein Internetcafe und konnten somit die ersten
elektronischen Grüße versenden. Da das Wetter noch nicht besser wurde, und wir ziemlich erfroren waren, gingen wir erst mal wieder ins Hotel und wärmten uns auf.
Gegen Mittag war dann so richtig Trubel auf den Straßen. Die Australier haben sich schick gemacht; die Frauen trugen Kleider mit riesigen Hüten, die Männer trugen teilweise Frack und Zylinder – so
richtig englisch und machten sich auf den Weg zum Pferderennen. Wir waren nicht entsprechend gekleidet und entschlossen uns daher, eine Fahrt mit der stadttypischen burgunderroten
City-Circle-Straßenbahn zu machen. Dies ist eine kostenlose Attraktion der Stadt Melbourne. Sie fährt täglich von 10.00-15.00 Uhr um die Innencity von Melbourne. In jeder Bahn werden die
Touristen durch einen Führer mit Informationen und Prospekten versorgt. Eine interessante Fahrt! Danach gingen wir in den Botanical Garden, der auch nicht weit von unserem Hotel entfernt lag. Es erwarteten uns tropische Pflanzen in einem herrlich angelegten Park. Leider regnete es und nachdem wir völlig
durchnässt waren, mussten wir uns erst wieder im Hotel aufwärmen. Am späten Nachmittag, es regnete nicht mehr, gingen wir auf den Rialto Tower (253 m) und hatten eine herrliche Aussicht über ganz Melbourne.
Anschließend gingen wir entlang des „Golden Mile Walk“ durch die Innenstadt von Melbourne, an dem viele schöne Sehenswürdigkeiten lagen.Um 20:30 Uhr fielen uns dann die Augen zu.
Mittwoch, 7.11.01 Um 3:00 Uhr waren wir wach –
haben wohl doch ein bisschen Jetlag. Gegen 8:00 Uhr gingen wir dann wieder gemütlich in der City frühstücken – Hashbrowns, Eier, Schinken und Toast. Gestärkt machten wir dann die vielen Kaufhäuser und
Einkaufspassagen unsicher, da es draußen regnete und es eisig kalt war. Mit d er Zeit wurde das Bummeln langweilig, da wir nichts bestimmtes suchten. Wir gingen zurück ins Hotel, machten einen Mittagsschlaf und gingen am Nachmittag
noch einmal in den Botanical Garden, da die Sonne sich blicken ließ. Auf dem Rückweg guckten wir uns den Melbourne Park an; schon komisch, wenn man dies nur aus dem Fernsehen kennt und nun davor steht, wo Boris
Becker und Steffi Graf Tennis gespielt haben. Plakate von den nächsten Australien Open im Januar 2002
zierten schon die Wände. Gegen späten Nachmittag fuhren wir mit der Straßenbahn (ähnelt denen in San Francisco) nach St.
Kilda, dort befindet sich der Hafen und der Badestrand von Melbourne und ist ungefähr eine halbe Stunde von der Innenstadt entfernt. Dort angekommen erwartete uns ein herrlicher Blick auf das Meer, den Hafen und die
herrliche Skyline von Melbourne. Wir gingen zunächst auf die
Seebrücke, von dort war die Sicht am schönsten, mussten jedoch aufpassen, dass wir von dem starken Wind nicht weggepustet werden. Anschließend gingen wir noch ein bisschen am Strand spazieren und gelangten dann zum
eigentlichen Ortskern von St. Kilda; ein urgemütlicher Strandort mit vielen kleinen Geschäften und Kneipen; ebenso typisch Strandflair. Dann ging es mit der Straßenbahn – entlang der Grand Prix Strecke, wo
Michael Schumacher & Co bald wieder ihre Runden drehen werden – zurück in die Stadt und zum Hotel. Donnerstag, 8.11.01Den Jetlag schienen wir wohl nun schon überwunden, denn wir schliefen heute schon bis 8.00 Uhr. Unser Ziel war heute noch einmal der Queen Victoria Markt. Dort kauften wir die ersten Souvenirs
und bewunderten die vielen Obststände, Fleischstände, Kitschstände etc.; jedenfalls beeindruckend! Heute sind unsere Hoteltage vorbei; wir checkten aus und riefen uns ein Taxi, dass uns zu unserer Hertz-Mietstation bringen soll. Der Taxifahrer hatte ganz
schön zu tun, unsere Koffer im Auto zu verstauen. Die Mietstation, wo unser Wohnmobil schon auf uns wartete, lag ca. 20 Min. entfernt.....
....und weiter gehts
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