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Liebe (vom mittelhochdeutschen liob = gut) ist die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen empfinden kann, ein Gefühl inniger und tiefer Verbundenheit mit dem Nächsten. Ausgehend von der biologisch angeborenen Fähigkeit zu intensiven positiven Gefühlen gegenüber einem anderen Menschen wurde der Begriff schon immer auch im übertragenen Sinne verwendet und steht dann allgemein für die stärkste Form der Hinwendung zu anderen Lebewesen oder Dingen. Liebe und Sexualität sind eng miteinander verbunden, bedingen einander aber nicht zwingend. Als Gegenteil der Liebe wird oft der Hass angesehen, stärker aber auch noch die Gleichgültigkeit (Ataraxie). Weitere, meist negativ empfundene, Zusammenhänge zur ‚positiv‘ eingeordneten Liebe weisen Eifersucht, aber auch verschiedene Formen der Abhängigkeit bis hin zur zwanghaften Verfallenheit und Hörigkeit, auf. Kulturell und historisch ist die Verwendung des Begriffs Liebe mannigfaltig, und so ist Liebe einer der vielfältigsten Begriffe nicht nur in der deutschen Sprache.
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Motivation, Echtheit und Freiwilligkeit
Grundsätzlich lassen sich, ausgehend von der Motivation zu lieben, zwei Formen unterscheiden, die allerdings schwerlich in Reinform auftreten:
- · die im Kern selbstlose Liebe, die im Gefühl der Verbundenheit, im Verstehen des Anderen wurzelt und nur das Beste für den oder die Geliebte(n) will,
- · die ichbezogene, eigennützige Liebe, die meist ihre Wurzeln im Haben-Wollen, also besitzergreifende Tendenzen, hat. Genauso fällt aber auch das „Lieben, um geliebt zu werden“, in diese Kategorie.
Der Eigennutz oder Eigensinn des Liebens ist ein höchst kontroverser Punkt. Insbesondere ist die Frage zu stellen, ob z. B. in typischen familiären Situationen, wie der Liebe eines Kindes zu seinen Eltern oder der Liebe unter Partnern, Gesichtspunkte wie Abhängigkeit vom Anderen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Versorgung, zu sehen sind: Ob eine eigennützige Sichtweise also erstens die Regel sei , zweitens zu einer unechten Liebe führe, und drittens, ob selbstlose Liebe allgemein überhaupt möglich sei.
Der Romantik folgend kann man also auch den Freiheitsgrad bei der Betrachtung der Liebe in den Vordergrund stellen: Dem Gefühl der Liebe geht die geistige Freiheit voraus, denn sie kann nicht unter Zwang entstehen. Der extreme Gegenstandpunkt dazu lautet: Nimmt man andererseits dagegen das philosophische Konzept der biologischen Determiniertheit des Menschen an, dann entsteht Liebe zwingend aus bestimmten körperlichen Reaktionen. Der Grundgedanke des geschilderten romatischen Freiheitsansatzes beschreibt lediglich, dass sich Liebe nicht wie eine Handlung erzwingen lässt, weder von Außen, noch von einem selbst. Dass heißt, sie fußt auch nicht auf freier rationaler Entscheidung, sondern wird gefühlt und ist damit nicht einfach an- oder abschaltbar. Dies gilt in einer naiven Form allerdings auch für viele Empfindungen wie etwa Hunger, die auch eigenen Gesetzmäßigkeiten unterliegen.
Erweitert man den Begriff der Freiheit wie oben beschrieben zur Abwesenheit jeglicher Abhängigkeit und Zwänge, ist man beim Vertreten des romantischen Standpunktes wiederum gezwungen echte Liebe von unechter zu unterscheiden oder zumindest Abstufungen zuzulassen.
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Körperlichkeit
· körperliche Liebe (Im Englischen zum Beispiel bezeichnet der Ausdruck to make love entsprechend dem deutschen Liebe machen das Begehen eines Liebesaktes, also Sex zu haben)
· sinnliche Liebe (die als Gesamtheit der Gefühle und des Verhaltens einem Partner gegenüber, insbesondere Zärtlichkeiten, angesehen werden kann)
· geistige Liebe
· wahre Liebe (ein Mysterium? Gibt es sie wirklich. Ja. Sie ist nicht mit Worten zu beschreiben.)
Hier ein Versuch: @Gefühle, wie sie nicht schöner sein könnten, @Vertrauen-sei noch so vieles schief gegangen, @Denn anderen nehmen wie er ist, die schlechten Seiten genauso lieben wie dir guten, den Begriff, Sex auf mentaler Ebene verstehen.... Temporäres Hassen des Partners allerdings mit dem Wissen ihn auf immer zu Lieben... usw..
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Liebe, insbesondere Verliebtheit (Verliebtsein) kann sich nonverbal, etwa durch Blicke, Mimik, Unruhe oder Körperhaltung ausdrücken. Beruht die Liebe auf Gegenseitigkeit, drückt der Mensch sie durch Zärtlichkeiten, insbesondere Küssen und Streicheln aus. Der Geschlechtsakt (Sex) ist die intimste Form der körperlichen Liebe.
Verbale Ausdruckformen sind in erster Linie Bezeichnungen des Geliebten in Form von Komplimenten und Koseworten/Kosenamen („Bester“, Schatz, Liebling usw.).
Besondere Formen sind die Liebeserklärung oder der Liebesbrief, die auch in der Literatur eine besondere Würdigung erfahren haben. Die Liebe als Verehrung fand in der (Literatur)geschichte eine besondere Form in der so genannten Minne.
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Fragen Über Fragen
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Ein Gefühl wie kein anderes
Beginnen kann es überall. Im Treppenhaus oder vorm schwarzen Brett an der Uni. Ein Lächeln, ein Blick. Wir alle träumen von ihr. Wir sehnen uns nach ihr. So ganz genau weiß allerdings niemand, was damit gemeint ist. Sind große Lieben die, die am längsten dauern? Oft. Aber nicht unbedingt: Ein Praktikum in einer anderen Stadt, ein toller Typ, wunderschöne, romantische Abende, ein paar Wochen lang schweben, das kann reichen, um diesem Menschen für immer einen Extraplatz in unserem Herzen zu sichern.
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Gibt es denn dann wenigstens den einen ultimativen Weg, um zu zweit unschlagbar zu werden? Nein: Jedes Paar hat seine eigenen Vorstellungen, Wünsche und Spielregeln. Die einen setzen auf totale Nähe, wollen so viel wie möglich gemeinsam machen, jeden Gedanken miteinander teilen. Andere brauchen mehr Freiheit. Für sie wäre es unvorstellbar, ständig zusammenzuglucken.
Liebe allein ist ja schon ein großes Wort. Aber was macht aus diesem "Ich fühl mich mehr als wohl mit dir"-Gefühl eigentlich die große Liebe? Die Antwort lautet: alles! Einfach alles an ihm. Seine liebenswerten und seine gewöhnungsbedürftigen Eigenschaften. Er löst etwas Einzigartiges in uns aus. Er macht uns wahnsinnig glücklich - und manchmal einfach nur wahnsinnig. Er lässt unsere Gefühle Achterbahn fahren, nur weil er da ist. Weil er der Mensch ist, mit dem wir zusammen sein wollen. Ohne Vorbehalte. Hinter der großen Liebe steht nie: "Mal sehen, vielleicht ..." Zur großen Liebe gehört immer das ganz große JA!, das wir am liebsten laut in die Welt rufen möchten: "Für immer! Nie wieder ohne dich! Egal, was passiert!" Sie schließt alles mit ein, klammert nichts aus. Sie ist da, wenn wir zusammen am Meer in den Sonnenuntergang blinzeln. Wenn wir morgens im Badezimmer nebeneinander die Zähne putzen. Und sogar wenn wir an der Käsetheke streiten, weil er schon wieder Schimmelkäse kaufen will - wo wir Schimmelkäse doch hassen. Er geht uns manchmal auf die Nerven, weil er im Bett raucht oder seine Unterhosen überall rumliegen lässt.
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Keine Garantie
So viel ist klar: Liebe bringt nicht jeden Tag das Glück ins Haus, sie gibt keine Garantie für 24 Stunden Harmonie. Zu zweit kann es oft sogar richtig schwierig werden. Aber eine große Liebe hält das aus. Sie verträgt ab und an sogar filmreife Kräche mit Brüllen und Türenknallen. Wo die große Liebe ist, ist immer auch ein bisschen Angst. Man fürchtet, diesen ganz besonderen Menschen zu verlieren. Wenn er wütend zur Tür rausrennt und schreit:"Du kannst mich mal!" Oder wenn er sich mit einer anderen unterhält. Zu gut unterhält. Sie zu viel lachen. Und wir uns auf einmal schrecklich überflüssig fühlen. Sie ist nicht einfach, die große Liebe.
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Es gibt sogar Paare, die sich so sehr lieben, dass sie nicht ohne einander leben können, und gleichzeitig wieder so unter ihrer Liebe leiden, dass sie es auch miteinander nicht aushalten. Sie lieben, sie hassen, sie kämpfen, und andere sagen: "Die beiden tun einander nicht gut." Das alles kann passieren. Gefühle sind immer ein Risiko. Sie können verletzt und enttäuscht werden. Oder einfach verschwinden. Aber ohne sie wäre das Leben nicht schön. Und selbst wenn eine große Liebe mal zerbricht, ist das noch lange nicht das Ende. Manchmal dauert es eine Weile, und dann kommt jemand Neues, jemand ganz anderes, jemand, mit dem man vielleicht gar nicht gerechnet hat. Und das ist gut so: Es wäre schlimm, wenn man nur einmal im Leben richtig lieben könnte.
Bleibt nur die Frage, wie man den gewissen Jemand findet. Sollen wir allen möglichen Kandidaten eine Chance geben, ausprobieren, bis alle Nieten gezogen sind? Vermutlich Zeitverschwendung. Oder warten, bis der Richtige kommt? Dauert möglicherweise ziemlich lange - vor allem wenn man gar nicht genau weiß, was "der Richtige" eigentlich alles haben, können und machen soll. Was also tun? Vertrauen haben! Ganz wichtig. Rumlaufen, die Augen offen halten, bereit sein, sich überraschen zu lassen. Die Liebe, auch die große, kann einem überall begegnen. Im Treppenhaus oder vorm schwarzen Brett an der Uni. Irgendwo. Man muss nur fest davon überzeugt sein, dass es sie gibt. Und dass man, um sie zu behalten, auch Kompromisse schließen muss. Gut möglich, dass wir sie eines Tages in jemandem finden, nach dem wir uns nie umgedreht hätten. Oder sie ist vielleicht schon bei uns - und wir haben es nur noch nicht bemerkt.
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