Das Brutgebiet meiner Graugänse im ehemals NSG Alte Süderelbe,aufgeteilt in NSG Westerweiden und NSG Finkenwerder Süderelbe.





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Graugänse auf der Alten Süderelbe


Das Brutgebiet meiner Graugänse an der Süderelbe

Finkenwerder
Karte mit Elbe,Altes Land bis Geestrand

Der Lebensraum der Graugänse

NSG Finkenwerder Süderelbe , NSG Westerweiden , NSG Mühlenberger Loch / Neßsand , NSG Moor bei Buxtehude, NSG Moorgürtel NSG Borsteler Binnenelbe und Großes Brack, NSG Fischbecker-Heide Schild Naturschutzgebiet


Finkenwerder


Finkenwerder (finkwader) war bis zur schweren Sturmflut im Februar 1962 eine Insel und im Zuge von Hochwasserschutzmaßnahmen vom Elbstrom abgetrennt worden. Seit 1964 besteht keine Verbindung mehr zur Elbe.
Finkenwerder ist das nördliche Ufer der Alten Süderelbe. Am östlichen und am westlichen Ende wurde die Süderelbe, durch einen aufgeschütteten Damm zu einem Binnengewässer. Ehemaliger Auwald sowie Priele, Rinnen, Buhnen ,und Sandbänke verraten die Vergangenheit der Süderelbe als Tidegewässer. Die Alte Süderelbe liegt als ein sechs Kilometer langes " S " in der lärmenden Industriewelt.
Im Osten stehen riesige Container-Brücken am Containerterminal Altenwerder (CTA).
Das Hafenstraßennetz westlich von Köhlbrand und Süderelbe ist geprägt durch die Achsen "Finkenwerder Straße" und "Waltershofer Straße". Sie bilden zusammen mit der "Dradenaustraße" den Kreuzungspunkt "Finkenwerder Knoten". Um den Verkehrsfluss im westlichen Hafen zu verbessern, entknotet der Ring den sich bisher kreuzenden Verkehr.
Das Leben kehrte in die riesigen Hallen des Aluminiumwerkes in Hamburg-Finkenwerder zurück. Gegenüber im Süden liegt das Hohenwischer Schöpfwerk.Hier wird die Moorburger Landscheide und die Moorwettern in die Süderelbe gepumpt .
Im Norden ragen die Riesenhallen des Flugzeugbauers Airbus hoch in den Himmel. Große Teile vom Rosengarten, einziger Ringdeich im Alten Land ,wurden der neuen Airbus-Landebahn geopfert. Als notwendige Verkehrsanbindung ist eine Umgehungsstrasse Finkenwerders südlich der Alten Süderelbe (Airbus-Trasse) sowie der Bau der Autobahn A 26 von Stade bis zum Anschluss an die A 7 in Hamburg geplant. Weitere Gewerbeansiedlungen (z.B. Zulieferbetriebe für Airbus) entlang dieser Straßen wären wahrscheinlich bzw. werden bereits jetzt realisiert.

Langfristig sieht der NABU die konkrete Gefahr einer Umwandlung großer Teile des bisher durch Obstbau geprägten Alten Landes in einen Industriestandort und damit eine ähnliche Entwicklung wie in weiten Teilen des Unterelberaumes.

Im Rahmen der Bauarbeiten bei Airbus Finkenwerder ist das nordwestliche Ende der Alten Süderelbe neu modelliert worden. Der Deich, wirkt bis zu diesem Zeitpunkt als Lärmschutzwall, wurde entfernt. Die Straße Neßumgehung ist an die Süderelbe verlegt worden. Es entstand ein neuer Wanderweg mit Reitverbot. Die künstlichen und steril wirkenden Böschungen des Entwässerungskanals werden sich mit der Zeit der Natur anpassen.
Beim köpfen der Pappeln und Weiden wurden sich selbst ausgesäte Bäume mit eliminiert Der nördliche Zipfel dieses Wäldchen wurde nun aus Gründen der Sicherheit teilweise abgeholzt. Der neue Tower am neuen Standort für die neue Start.- und Landebahn bringt es mit sich, daß ein neues Sichtfeld geschaffen werden musste. Ersatzweise wurden neue Sträucher und Büsche gepflanzt. Die Baumstümpfe schlagen neu aus und liegen gebliebene Zweige bewurzeln neu.Auch wenn das Drumherum laut ist,zeigt die Alte Süderelbe , wie gut sich Industrie und Natur sogar in engster Nachbarschaft vertragen könnenso(soviele A380 landen ja noch nicht..


Alte Süderelbe

Die Alte Süderelbe dient sowohl als Vorfluter für ein rd. 90 km² großes Einzugsgebiet als auch als Wasserreservoir für die Frostschutzberegnung in den Obstanbauflächen des Alten Landes. Um diese Aufgaben gerecht zu werden wurden die Steuerungs- und Verschlussorgane am Storchennestsiel automatisiert und erneuert. Ergänzt wird des Storchennestsiels durch ein Be- und Entwässerungsschöpfwerk.
Das NSG Alte Süderelbe wurde1989 Naturschutzgebiet und hat eine Größe von170 ha.1996 wurde das Gebiet aus verwaltungstechnischen Gründen in das NSG Westerweiden und das NSG Finkenwerder Süderelbe zweigeteilt.Wobei der Mühlensand auf dem gegenüberliegenden Ufer liegt und durch den Hackengraben vom Blumensand, mit der Schlickdeponie Francop, getrennt wird. Für die Zugvogel Beobachtung ein guter windiger Platz.. Auf dem Schlickhügel hat man einen weiten blick über das Alte Land und weiter über das NSG Moorgürtel bis zum Geestrand.
Die Naturschutzgebiete Westerweiden und Finkenwerder Süderelbe liegen direkt nebeneinander und schützen den naturnahen und schönsten Bereich der Alten Süderelbe Neben der Funktion als Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten ist die Alte Süderelbe Rast- und Nahrungsgebiet für zahlreiche Vogelarten. Hier finden sich noch saftige Wiesen und Weiden, die bereits seit 800 Jahren für die Pferde- und Rinderhaltung genutzt werden.
Der fehlende Tideeinfluss hat den Grundwasserspiegel der NSG Westerweiden und NSG Finkenwerder Süderelbe um etwas mehr als einen Meter sinken lassen. Durch Pflegemaßnamen an wasserführende Gräben und Priele wird Wasser in die Wiesen geführt.Sie stellen oft die letzten Rückzugs- und Ersatzlebensräume dar und haben eine wichtige Bedeutung für den Biotopverbund. Mit ihren Ufern und Randbereichen bieten wasserführende Gräben und Priele zahlreichen Tieren und Pflanzen, die auf feuchte Standorte angewiesen sind, einen wertvollen Lebensraum. Je sauberer das Wasser, desto größer die Artenvielfalt. In einem naturnah unterhaltenen Grabensystem findet man beispielsweise bis zu 170 Tierarten
Vom Finkenwerder Westerdeich an der Ostgrenze des NSG Westerweiden sieht man in ein extensiv bewirtschaftetes, von Gräben durchzogenes Grünland. Auf diesen weithin offenen Flächen weiden Rinderherden Jungvieh und Pferde. Einige Flächen werden als Mähwiesen benutzt.
Erfreulich ist die Zunahme an rastenden Gänsen, die das Gebiet für sich entdeckt haben. Hier finden sich im Winter so viele Grau- und Nonnengänse ein, dass die Westerweiden sogar nationale Bedeutung als Rastgebiet erlangen.
Schild im Eingang einer Beobachtungshütte
Schild im Eingang einer Beobachtungshütte
Vom Mühlensand aus blickt man aus beiden Beobachtungshütten auf die Wasserlandschaft der Alten Süderelbe. Hier am Südrand des NSG Finkenwerder Süderelbe wirkt das Gewässer noch naturbelassen und ungestört. In den Teichen lebt die größte Population der Hamburger Seefrösche . Gegenüber im Schlickfall Wald ( Weichholzaue). leben Insekten , Amphibien , Reptilien , Laufkäfer , Fledermaus, Typische Vögel sind Pirol und die Weidenmeise.
Von der Näßumfahrung gelangt man auf einen provisorischen Parkplatz für sein Auto. Zu Fuß kommt man von der HVV Bußhaltestelle Rosengarten über einen Wanderweg durch Restteile eines 40 Jahre alten Auwalds zur Alten Süderelbe. Von hier aus reicht der Blick bis zum Mühlensand und Schlickhügel.In vegetationsfreie Prallhänge gräbt der Eisvogel seine Neströhren.Die reich Strukturierten Uferabschnitte sind der Lebensraum von Wasservögel und Singvögel.
Im Februar 2001 beobachtete ich meine ersten Graugänse an der Alten Süderelbe, noch nahm ich an es handelt sich um Durchzügler die schnell wieder verschwinden. Mitte März 2001 begann ich mit regelmäßiger Beobachtungen der Gänseschar an der Alten Süderelbe. Schnell entstand eine liebe zu den Graugänsen.Das graue Gefieder der Graugänse läst ihre Konturen mit der Umgebung verschmelzen sie sind schwer auszumachen in diesen unruhigen Gelände und werden oft übersehen. Die ihre Verwandtschaft zu den Hausgänsen nicht verleugnen können. Störend wirkte sich die große Fluchtdistanz am aus.
Im Brutgebiet haben sich einige Paare abgesondert. Alles was sie tun, tun sie gemeinsam. Der Ganter begleitet seine Partnerin bei der Nistplatzsuche ohne sich aktiv daran zu beteiligen. Die Gans baut das Nest und brütet. Zur Brutpause begleitet sie der Ganter. Das Gelege wird in dieser Zeit durch Daunenfedern warm gehalten. Der Ganter kann ganz toll sichern und seine Frau gegen Belästigungen durch andere Gänse abschirmen. Der Platz für das Nest liegt in der Nähe vom Wasser und muß maximale Sicherheit bieten. Beides können die zwei Sandbänke und die Insel durch Geräumigkeit bieten. Die Sandbänke mit ihren Reetbeständen machen die brütende Gans unsichtbar. Auf der Insel ist das Nest sicher vor Prädatorn, aber nicht vor den Blicken des Beobachters, der das Brutgeschäft beobachten möchte.
D ie Graugänse,Kanadagänse,Brandgänse und Nilgänse leben auch grenzenlos ausserhalb der NSG Westerweiden und NSG Finkenwerder Süderelbe an den Gestaden der Süderelbe.

walter-marbes.aus-buxtehude.de