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hier erscheinen in lockerer folge notizen, die wir oder die dabeigewesenen mitgeschrieben haben. begebenheiten, erlebnisse von unterwegs, was machen wir gerade, was passiert übermorgen...

Erster Eintrag; Konzert in Senftenberg (UPS), 11.10. 2003

Wir wussten, dieses wird ein mieses Konzert.
Was wir vorher niemals ahnten: es lag nicht an uns.
Man legte einen starken Auftritt hin. Mit einer schönen Emotionskurve.
Spielten zum ersten mal das neue Lied ,,Mein amerikanischer Traum'' vor Publikum.
Vor Publikum.
Das während des Konzertes durchschnittlich fünf Personen umfasste.
Es muss etwas passieren.
Aus dem Nebenraum hörten wir zwischen den Liedern das verzweifelte Klackern eines Tischfußballs, von Männern in Latzhosen ohne Schonung malträtiert.
Währenddessen konnte man miterleben, wie Androsch zum Schiffsjungen des Flugzeugträgers ,,Gerhard Schöne'' wurde, und von dessen Captain gerügt wird: ,,Ein Junge weint nicht''. Klick, klack.
Die Band spielt und spielt.
Sich die Finger wund. Ohren auch.
Und es rockt,
denn für eine freundlich lächelnd eifrig klatschende Frau im Publikum gibt man alles.
Klackediklick.
Solange man spielt.
Als wir dann fertig sind, sind alle besoffen.
Es ist ja Geburtstag.
Und da lässt man 's mal richtig krachen.
Und in Dresden hat TOMTE gespielt.
Im Laufe der Nacht wird man noch häufig gebeten, doch noch einmal zu spielen.
Die Musik wäre so laut, da müsse man sich nicht unterhalten.
Da wir eine liebe Band sind, sahen wir davon ab.
Dass wir erneut die Bühne erklimmen.
Wir wollen keine Kommunikationskiller sein. Ausrufezeichen.

Ach so, nach diesem Konzert haben wir uns aufgelöst, und uns unter dem Namen ,,regionalverkehr'' neu zusammengefunden.
Androsch spielt auch wieder mit.
Auf ihn kann man sich verlassen. Er ist für jeden Scheiß zu haben.
Wir stehen kurz vor dem Durchbruch.

 

Zweiter Eintrag: Konzert im Bärenzwinger Dresden, supporting delbo! 24.10.2003

Ja, da waren wir also mal wieder unterwegs.
Das heißt, außerhalb unseres Proberaumes.
Und nicht nur das:
Wir hatten die Ehre, vor ''delbo'' spielen zu dürfen.
Klar war, daß eine Band aus der Hauptstadt der BRD mehr Leute anzieht.
Aber es war generell erstaunlich viel los im Bärenzwinger,
und so konnten wir schon eine stattliche Zahl von Zuhörern verzeichnen.
Sofern das feststellbar war,
so von der Bühne aus.
Man hat ja eigentlich nichts gesehn bei dem Licht voll in den Augen.
Aber worauf wir vertrauen konnten, und dann auch ''delbo'',
das war der gute alte lustige kleine Tongnom.
Er war die ganze Zeit dabei.
Jubilierte ununterbrochen.
Was es etwas schwermachte, sich auf die Musik zu konzentrieren.
Einmal war er weg.
Mitten im Lied.
Und leider auch das Mikro.
So mußte die beste Stelle in ''Wo das Meer am tiefsten ist'' mal eben so ohne Gesang auskommen.
Naja, macht ja nichts.
Hat man ja eh schon so oft gehört.
Bloß gut, daß das wenigstens die Tonmeister nicht aus der Ruhe brachte.
Viele Grüße an dieser Stelle nochmal von uns an den Kollegen von Claire.

Ansonsten kann man, gloobick, von einem der besten Auftritte von ''regionalverkehr'' reden.
Musikalisch gesehen jedenfalls.
Ich bekam sogar einen spontanen Zwischenapplaus für das Triolaspiel.
Danke.

 

Dritter Eintrag: Konzert im Lutherkeller Zwickau - Lofi versus Fünfter Gang - mit FLACHS; 20.3.2004

Unser Auswärtsspiel beginnt vielversprechend. Eine General-Probe, deren Qualität uns nachdenklich macht.
Doch im Radio sagen sie: Dynamo Dresden - HSV/Amateure Endstand 0:1, belanglos aber bitter.
Dann Zwickau: Ein Trabant aus Stein für die ganze Familie.
Die Resonanz des Publikums macht wütend, dabei spielen wir sogar ein Lied für Jürgen Croy und mehr kann man für diese Stadt doch nicht tun.
Flachs machen es besser als wir und entscheiden das vs. für sich.
Denkt man. Doch dieser Tag hat eigene Gesetze: Die Ereignisse am Merchandising-Stand stellen den Spielverlauf auf den Kopf: Wir verkaufen CD's (Betonung auf wir und Plural). Niemals aufgeben also. Jetzt haben wir Geld für Kaffee und Brezeln an der Raststätte. Wo gerade die Kaffee-Maschine gereinigt wird. Na dann eben Kaffee-Creme.
Hurra, Matthias kauft mir eine Bild am Sonntag: 1:1, Ausgleich in letzter Minute. Aber ehrlich, bei dieser Textzeile musste ja noch was gehen.
Fehlt nur noch das Lied dazu. Nach dem Konzert ist vor dem Konzert.
Bis dann.

 

Vierter Eintrag: Subway To Peter_Chemnitz_4.7.2004

Ein Tag der Wunder: 50 Jahre nach dem von Bern das von Lissabon.
Fußball tangiert rv allerdings nur zu einem Viertel. Zum Wundern gab es aber auch etwas für den Rest der Band. Irgendwo auf der Welt ist gegen 23.00 bestimmt was Besonderes passiert, denn da hörten alle plötzlich auf zu spielen, obwohl wir das an dieser Stelle noch nie taten. Eine Art Gedenkminute, nur für wen? Als hätte uns in diesem Moment die Aura eines weitentfernten Ereignisses erreicht. Vielleicht wurde gerade der nächste Dalai Lama geboren.
Ansonsten wieder eine liebevolle Ankündigung im Chemnitzer Stadtmagazin; das gleiche Essen wie letztes Jahr; zwei Frauen, die extra wegen uns gekommen sind; die Erkenntnis, dass eine hohe E-Saite doch unverzichtbar ist und eine verkaufte CD (und das vielleicht auch nur, weil unsere neue Fanartikel-Frau soviel Einsatz zeigt... an dieser Stelle ein dickes DANKE an dich, Claudia!).
Das ist der Weg des regionalverkehr, dem DSC unter den Dresdner Bands. Demnächst spielen wir mal im Steyer-Stadion ein Konzert und dann gibt es das Wunder vom Ostra-Gehege. Mit Lichterketten von Saturn um das ganze Stadion. Und dann beginnen "The Ostra-Gehege-Years". Oder wie singen die Fans des Millwall FC: "No one likes us, we don't care."
Immer diese Fußball-Scheisse.

 

Fünfter Eintrag: MannschaftsTriathlon_Tharandt_7.7.2004

Heimat Freital

Dresdner Straße
Zahnschmerzen
Neun Bier, aber seit um zwölf
Alles Pappnasen

Technisch tun
Wenn die Grün-Weißen kommen
Man sieht mir an
Dass ich gut zuhören kann

Der Sächsische Wolf
Marion schickt mich
Welche Marion
Danke DJ Taifun

 

((und als Zugabe ("Heimat Tharandt"):))
Geschrammel
Zu kurz zu laut zu lang
Auf dem Sonnendeck
bin ich bin ich bin ich
Tanzen

Dreihundert Euro sind zuviel
Du singst doch auch betrunken "Freiheit" von M. M.-W. mit.

PS: danke an jens. und die anderen in tharandt.

 

 

Sechsterter Eintrag: Namedropping-Weltmeisterschaft_Zwickau_24.7.2004

sieger aller klassen: DIE micha

trostpreis: menkus menk für: "mein freund kai hat schon mal bei der aftershow-party von "wetten, dass..." an der bar neben dem bruder von - wie heißt der nochmal? - thomas gottschalk gesessen." (nicht schlecht für startplatz zwei auf der talente-bühne, oder?)

der wettbewerb war als coalpit-festival angekündigt. bands haben gespielt. so auch wir. trotz blut, schweiss und tränen wieder eine schwere auswärtsniederlage für die abteilung musik des dsc 1898.